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Rust im Ortenaukreis – Heimat des EUROPA-PARK

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Rust liegt im Ortenaukreis, nördlich von Freiburg im Breisgau im Rheintal. Die ehemalige Bauern- und Fischergemeinde hat heute etwas über 3500 Einwohner, ist staatlich anerkannter Erholungsort und Heimat des Europa-Parks. Sie ist Anziehungspunkt für viele Tagestouristen, aber auch Urlauber, die längere Zeit in der Region verbringen.

Die Geschichte von Rust

Erste Besiedlungen der Gegend sind schon aus vorgeschichtlicher Zeit nachzuweisen. Auch die Kelten siedelten in den letzten vorchristlichen Jahrhunderten schon hier, bevor die Römer das Gebiet beanspruchten und es bis zum Fall des Limes hielten.

Nun stand das Gebiet unter der Herrschaft der Alemannen, die aber letztlich von den Franken besiegt wurden. Aus teilen der eroberten Gebiete rechts des Rheines wurden Schenkungen für die Kirche. Eine solche Schenkung betrieb der Bischof Eddo von Straßburg im Jahr 762. In der Urkunde, dem so genannten „Eddo-Testament“ wird der Ort „Rust“ zum ersten Mal ausdrücklich erwähnt, von dem Teile und bestimmte Rechte an das Kloster Ettenheimmünster gingen.

Erst im 14. Jahrhundert sind die nächsten Spuren von Rust nachzuweisen, als es einen „von Rust“ genannten Landadel gab. Im 15. Jahrhundert ging der Ort an die Boecklin über, deren Herrschaft durch die Französische Revolution und später den französischen Kaiser Napoleon beendet wurde; allerdings nur so lange, bis das Großherzogtum Baden die Besitzrechte nach der Bauernbefreiung neu vergab und den Boecklin Rust übergab.

Wechselhafte Zeiten kamen auf die Ruster zu. Einerseits vereinnahmten die Boecklin viel Grund zum eigenen Betrieb, andererseits nahm die Zahl der Fische durch die Rheinregulierung immer mehr ab. Viele wanderten aus dem Dorf ab, das nicht mehr in der Lage war, alle seine Bewohner zu ernähren.

Mit dem Tod des Ruprecht Ludwig Ernst Moritz Boecklin im Jahre 1955 endete die Ära der Boecklin als größte Grundbesitzer in Rust, da dessen Sohn, der mittlerweile in Amerika lebte, den Besitz samt der Balthasar-Burg an Graf Karl Wolff Metternich zu Gracht verkaufte. 1965 wurde das Schloss und ein Teil des dazugehörigen Parks an einen Herrn Doktor Fuchs weiterverkauft. Letzterer wiederum veräußerte das Schloss 1977 an die Besitzer des zwei Jahre zuvor eröffneten Europa-Park, die Firma Mack in Waldkirch.

(Quelle: Offizielle Webseite von Rust)

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Aktivitäten in und um Rust

Rust hat eine typisch ländliche Infrastruktur und liegt direkt am Naturschutzgebiet „Taubergießen“. Dieses ist auch ein lohnendes Ausflugsziel, es gibt gut ausgeschriebene Wanderwege, die sich auch zum „Nordic Walking“ eignen. Mehr über die Natur erfährt man, wenn man eine geführte Bootstour über die Elz mit einem Stocherkahn unternimmt. Mehr über diese Touren können Sie in diesem Bericht nachlesen. Sie erfahren dort auch, wer die Touren anbietet.

Unterkünfte in Rust

Das ehemalige Bauern- und Fischerdorf beherbergt heute etwa 3.600 Einwohner. Es hat seine typisch dörfliche Struktur erhalten, wenngleich es sich zu einer Fremdenverkehrsgemeinde gewandelt hat. Allein im Ort – also das Europa-Park Resort außen vor gelassen – gibt es mehr als 1.700 Betten. Die Art der Unterkunft ist sehr unterschiedlich, es gibt Gästehäuser, Pensionen und Hotels, die meisten davon sind Familienbetriebe von eingessenen Rustern.

In diesem Blog werden Ihnen verschiedene Unterkünfte mit Bildern vorgestellt. Dabei handelt es sich um solche Unterkünfte, die jemand aus unserem Team bereits besucht hat. Aktuelles steht im Blog direkt unter den Unterpunkten der Kategorie „Unterkünfte“. Um gezielt Berichte über Unterkünfte in Rust zu finden, klicken Sie hier, oder suchen Sie eine der Unterkünfte auf der obigen Karte von Rust. Unterkünfte sind mit einem Bett gekennzeichnet. Am Ende dieses Berichts finden Sie zudem eine Liste mit Hotels und Pensionen in und um Rust, die sie dort auch gleich buchen können.

Abends in Rust – Restaurants

Um den Abend ausklingen zu lassen, empfiehlt sich der Besuch eines Restaurants. Einige der Hotels haben ihre eigenen, die auch Besuchern von außen offenstehen, aber es gibt daneben noch verschiedene andere Gaststuben. Mehr können Sie hier in den Berichten, die mit dem Stichwort „Rust“ versehen sind, nachlesen. Klicken Sie hier oder Sie suchen sie auf der obigen Karte. Restaurants, Gaststuben und Imbisse sind mit einem Symbol mit Messer und Gabel gekennzeichnet.

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35 Jahre EUROPA-PARK – Teil 2: Die Anfänge

Mit gewissen Schwierigkeiten hatte man zu kämpfen gehabt, bis das Projekt „Europa-Park“ tatsächlich verwirklicht werden konnte. Doch endlich war es so weit.

[singlepic id=323 w=320 h=240 float=left]12. Juli 1975: Der Europa-Park wird eröffnet durch den damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Dr. Eberle. Der Park hatte vom Vorbesitzer des Areals einige Attraktionen übernommen und einiges dazugebaut. Inspiration bekamen Franz und Roland Mack hierbei von amerikanischen Freizeitparks, die sie besuchten und genau studierten. Das Thema “Europa” findet sich in den Anfangsjahren noch nicht sehr deutlich, hauptsächlich in den Bauten des in den Park integrierten Minigolfplatzes. Andere Attraktionen sind die Einschienenbahn, eine Delphin-Show, der Europa-Park-See mit Mississippi-Dampfer und ein großer Spielplatz, sowie ein Streichelzoo. Ein am See befindlicher Imbiss-Stand wird bis 1977 durch ein Restaurant ersetzt.

Hinzu kam ein Jahr später die Wildwasserbahn und 1980 das Schloss “Balthasar”, das man mitsamt seinem Park seinem Besitzer abkauft und aufwändig renoviert. Seither bildet das Schloss mit seinem Park die “Westgrenze” des Europa-Parks. Weiter in die Richtung ist auch nicht möglich, denn dort liegt bereits der Ort Rust.

Mit Beginn der 1980er Jahre trat der Gedanke, den Namen des Parks zum Programm zu machen, immer mehr in den Vordergrund. So entstand die Idee, die Themenbereiche nach den verschiedenen Ländern Europas zu gestalten. Doch Franz Mack wollte hier nicht einfach nur Kulissen, sondern etwas anständiges und es gelang ihm, den Filmarchitekt Ulrich Damrau zu gewinnen, der die zukünftigen Themenbereiche gestalten sollte. Damrau erinnnerte sich später an das Gespräch mit Franz Mack. Der Architekt stand den Plänen skeptisch gegenüber, da er nicht sah, warum man in einem Freizeitpark derart auf Authentizität achten sollte, die nicht nur aufwändiger, sondern auch teurer wäre. Doch Mack sagte zu ihm (im Dialekt), er wäre badischer Unternehmer, und was er bestelle, das zahle er auch. Das Konzept sollte aufgehen, wenn es auch am Anfang noch nicht vollständig war. Der Eingangsbereich wurde ebenfalls verlagert und neu gestaltet, entsprechend dem neuen Konzept „Europa“.

Fortsetzung folgt…

MACK RIDES – die Firma hinter dem EUROPA-PARK

Mack Rides - Historische Aufnahme / (c) by Mack Rides

Mack Rides - Historische Aufnahme / (c) by Mack Rides

Freizeitparks entstehen aus ganz unterschiedlichen Motivationen heraus. Entweder gibt es – wie etwa beim „Parc Astérix“ in Frankreich – einen Hintergrund durch bereits bestehenden Geschichten, die man auf diese Weise dem Besucher erlebbar machen möchte oder der Park entsteht – wie etwas das „Tivoli“ in Dänemark – aus verschiedenen Einzelattraktionen. Oder es läuft ganz anders. Denn am Anfang des EUROPA-PARKs stand das Unternehmen, das früher Heinrich Mack GmbH & Co. KG hieß und schon über Jahre und Jahrzehnte im Geschäft war, bevor die Idee des Parks geboren wurde.

Die Firma MACK Rides GmbH in Waldkirch blickt in diesem Jahr mit Stolz auf eine 230-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Ein Grund zu feiern, denn sie ist heute einer der Marktführer in der Entwicklung und Produktion von Freizeitparkattraktionen. MACK Rides, inzwischen in der achten Generation tätig, hat durch innovative Neuentwicklungen und einen kundenorientierten Anlagenbau wie kaum ein anderes Unternehmen die Branche nachhaltig beeinflusst.

Bereits im achtzehnten Jahrhundert waren die Waldkircher Werkstätten berühmt für ihre Fähigkeiten im Kutschen- und Wagenbau, vor allen Dingen Orgelwägen waren in Waldkirch, dem Herkunftsort berühmter Orgelbauer, zunehmend gefragt. Paul Mack hieß der Gründer und Pionier im Fuhrwagenbau, der die Produktionsstätten der Familie Mack 1780 in Waldkirch gründete. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der erste Wagen für den Transport einer großen Orgel gebaut. Mit diesem Geschäft wuchs die Wagenbauer-Werkstätte des Hauses MACK in das Schausteller- und Karussellbaugeschäft hinein. 1915 war die Firma MACK bereits „Hoflieferant“ des Zirkus Krone. Als das Zirkusgeschäft in den 20er Jahren nachließ, entdeckte MACK die Welt der Jahrmärkte und Fahrgeschäfte. 1921 wurde die erste Achterbahn aus Holz gebaut. Ab 1930 spezialisierte sich der Familienbetrieb auf Schaustellerwagen, Karussells, Geister- und Achterbahnen. 1936 verließ die erste mit Benzin betriebene Achterbahn das Waldkircher Firmengelände. 1951 baute MACK die erste Bobbahn aus Holz, nur ein Jahr später wagte das Unternehmen den Sprung über den Atlantik in das US-Geschäft. 1957 entstand der Prototyp der „Wilden Maus“ aus Holz.

Unter Franz Mack wurde der Betrieb zum Weltunternehmen. Grundlage dieses Aufstiegs, der seitdem ununterbrochen andauerte, waren innovative Konzeptionen im Bereich der Fahrgeschäfte und der Einstieg ins Freizeitparkgeschäft. Dieser erfolgte 1975 mit der Gründung des Europa-Park, mittlerweile Deutschlands größter Freizeitpark, in Rust. Unter der Leitung von Franz Mack und seinen Söhnen Roland und Jürgen entstand eine optimale Kombination aus Parkanlagen, Unterhaltung, Kultur und dem Nervenkitzel der variantenreichen Fahrgeschäfte für die ganze Familie, fast alle gebaut von der Mutterfirma MACK Rides in Waldkirch. Zu den neuesten Anlagen zählt die Wasserattraktion „Whale Adventures – Splash Tours“ und der Mega-Coaster „Blue Fire“ im 2009 neu hinzu gekommenen Themenbereich Island. Die einmalige Konstellation, Hersteller und gleichzeitig Parkbetreiber zu sein, ermöglicht es MACK Rides aus der Praxis für die Praxis optimale Lösungen für die Kunden zu entwickeln. Gerade diese Einzigartigkeit bildet das solide Fundament der Kernkompetenzen: Qualität, Zuverlässigkeit, Langlebigkeit, Investitionssicherheit und Design. Sie machen das Familienunternehmen Mack zu einer internationalen Marke – MACK Rides, bei der der Kunde immer im Mittelpunkt steht. 2003 wurde MACK Rides aufgrund der herausragenden Prozessinnovation unter die 100 innovativsten Unternehmen im Mittelstand in Deutschland gewählt und sicherte sich diese Auszeichnung auch im Jahr 2004.

Seit 1987 sind Roland Mack und Jürgen Mack die Gesellschafter von MACK Rides. Derzeit arbeiten 70 Mitarbeiter/innen im Unternehmen: 2 Geschäftsführer, 11 im kaufmännischen Bereich und Vertrieb, 14 in Entwicklung, Konstruktion und Technischem Bereich, 31 in der Produktion, 5 in der Logistik, 4 für Montage/Service sowie 3 Auszubildende.

Die Entwicklung des Marktes bedeutet für die Firma MACK Rides eine Herausforderung, der sich das Management um Christian von Elverfeldt und Kurt  Mack-Even täglich neu stellen muss.  Durch Innovationen im Prozess sowie im Produktbereich, für die man schon mehrfach ausgezeichnet wurde,  kombiniert mit modernsten Fertigungsmethoden ist man überzeugt, das Unternehmen auch für die Zukunft fit zu machen. Freizeitindustrie für morgen, heute bei MACK Rides erdacht, entwickelt, konstruiert und fertiggestellt – ein Konzept, das auch im einundzwanzigsten Jahrhundert Erfolg sicherstellt.

Quelle Text und Bild: Offizielle Pressemitteilung (c) by Europa-Park

35 Jahre EUROPA-PARK – Teil 1: Die Idee

Rust

Rust

Der EUROPA-PARK ist das Resultat einer langen Kette von Ideen und von Menschen, die diese Ideen umzusetzen wussten. Alles begann mit der Firma Mack, die 1780 in Waldkirch gegründet wurde. Es handelte sich ursprünglich um eine Firma, die gewöhnliche Wagen und Kutschen baute, bevor sie 1880 zum ersten Mal ein Gefährt zum Transport einer Orgel entwickelte. Von hier an entstand die Idee, spezielle Fahrzeuge für Schausteller für Jahrmärkte und Zirkusunternehmen zu entwickeln. 1920 begann man schließlich, auch Fahrgeschäfte zu entwickeln. Diese Fahrgeschäfte wurden bald in die ganze Welt geliefert. Das war ein großer Erfolg, beinhaltete aber auch ein kleines Problem: Wenn ein Kunde ein Fahrgeschäft der Firma quasi „in Aktion“ sehen wollte, musste er zu dem entsprechenden Standort fahren. Viele der Fahrgeschäfte waren zudem mobil und irgendwo in Deutschland, Europa oder der Welt unterwegs.

Ende der 1960er Jahren kam dem damaligen Firmenleiter Franz Mack zusammen mit seinem Sohn Roland die Idee, einen Freizeitpark aufzubauen, der quasi als “Schaufenster” für die Produkte der Firma dienen soll. Die Kunden sollten an einem Standort die Produktpalette von Mack ansehen und auch ausprobieren können. Außerdem wäre nichts so sehr ein Verkaufsargument wie zufriedene Menschen, die die Attraktion gerade gefahren waren. Inspiriert wurde Franz Mack dabei direkt durch die amerikanischen Freizeitparks, die es zu dem Zeitpunkt schon gab, und die eine Blütezeit erlebten. Es müsste also möglich sein, einen Park zu bauen, der sowohl als Schaufenster dient, als auch Besucher anzieht, um sich selbst finanziell zu tragen. Franz und Roland Mack besuchten 1972 viele amerikanische Parks, sahen sich die dort verwirklichten Konzepte an und sprachen das anschließend durch. Das erste Konzept des Parks entstand hier. Und gleich nach der Rückkehr aus den USA machte sich Franz Mack daran, die Idee umzusetzen.

In der Folgezeit besichtigen die beiden verschiedene mögliche Standorte. Breisach, ein Standort, der zunächst favorisiert wird, liegt allerdings direkt im Überschwemmungsgebiet des Rheins. Man gibt den Standort auf, nimmt allerdings etwas mit: in dem geplanten Areal lag ein See, der “Europa-See”. Von diesem See erhält das Parkprojekt seinen Namen: “Europa-Park”. Neuenburg ist der nächste „heiße Kandidat“, doch das Gelände passte nicht, zudem machte der Gemeinderat die Auflage, eine Autobahnunterführung zu bauen, was finanziell neben dem Errichten des eigentlichen Parks nicht machbar gewesen wäre.  Als man sich später einen kleinen Märchenpark bei dem kleinen Ort Rust anschaute und diesen übernahm, blieb der Name weiterhin: EUROPA-PARK. Der Vorbesitzer des Geländes war bereit zum Verkauf, da er nicht über das nötige Geld verfügte, in seinen Park zu investieren oder größer Werbung zu betreiben. Franz Mack einigte sich zudem mit dem Ruster Gemeinderat, dass ein weiteres Stück Gelände des Schlossparks vom „Schloss Balthasar“, das einem in Rust ansässigen Adelsgeschlecht gehört hatte, ebenfalls mitgekauft werden konnte. Auf dieser Basis wurden die ersten Pläne des neuen Parks erstellt, die das Landratsamt des Ortenaukreises genehmigte. Mehrere kleine Fahrgeschäfte waren angedacht, außerdem sollte der Tierpark des Vorbesitzers mit Dammhirschen, Ziegen, Wildschweinen, Eseln und anderen Tieren erhalten bleiben.

Doch da gibt es erste Schwierigkeiten. Bedingt durch den mäßigen Erfolg des Vorbesitzers glauben die Menschen nicht an einen Erfolg eines Freizeitparks in Rust, das als „Schnakennest“ verschrien war. Allein die Suche nach einem Pächter für die notwendige Gastronomie gestaltete sich schwierig, da sich niemand fand, übernahm man auch dieses Geschäft kurzerhand selbst. Auch die Banken wurden nach einer anfänglichen Euphorie und zugesagten 2,5 Millionen D-Mark Kredit zunehmend misstrauisch. Erst als sich zwei Banken zusammenschließen und gemeinsam die Finanzierung regeln, wird das Geld bereitgestellt. Die Arbeiten am Park können beginnen. Die Eröffnung ist für den Juli 1975 angesetzt. Die Stimmen der Skeptiker indessen wollen nicht verstummen. Sie sollten Unrecht behalten…

Fortsetzung folgt…

35 Jahre EUROPA-PARK – das Jubiläumsjahr auf dem EP-Blog

Gestern startete der EUROPA-PARK in Rust in die neue Hauptsaison 2010. Dieses Jahr begeht der Park mal wieder ein Jubiläum in der ungebrochenen Erfolgsgeschichte, es sind mittlerweile 35 Jahre. Das EP-Blog begleitet das Wachsen und Werden des Parks seit nunmehr 5 Jahren, also auch ein kleines Jubiläum. Auch wenn sich das EP-Blog mittlerweile erweitert und gewandelt hat, werden wir doch nicht das große Jubiläum außer Acht lassen. Im Gegenteil, im Zuge des Jubiläumsjahrs nehmen wir die fällige Neugestaltung des Blogs vor und bringen jede Menge Berichte. Das hat gestern mit der Impression Nr. 52 angefangen, die uns den Eingang des Europa-Parks in alter Gestalt bot. Und die kommenden Wochen und Monate bis zum 9. Januar 2011, also dem Ende der Winteröffnung 2010 / 2011, werden wir zu folgenden Tagen immer folgendes veröffentlichen:

Samstag: Der Samstag bleibt der Tag für die Impressionen. Das letzte Jahr über gehörten diese zu allen Themen des EP-Blogs, aber die nächsten Wochen wird der Fokus wieder auf den Europa-Park gerichtet. Mit dabei: Bilder, die – hoffentlich – Seltenheitswert haben.

Sonntag: Der Sonntag gehört aktuellen Berichten, was gibt es Neues, was hat sich ereignet, was ist zu vermelden?

Dienstag: Immer Dienstags erscheint ein Beitrag aus der Reihe „35 Jahre Europa-Park“, in dem die letzten Jahre Revue passieren, angefangen mit den ersten Ideen.

Donnerstag: Der Donnerstag gehört den Themenbereichen, über die ausführlich berichtet werden soll, den Unterkünften und auch Rund um Rust und die Personen, die den Park zu dem gemacht haben, was er heute ist.

Dazwischen werden natürlich auch ganz aktuelle Neuigkeiten und Mitteilungen veröffentlicht.

Spektakulärer Unterwasser Guinness World RecordsTM Versuch im LEGOLAND® Deutschland

Im Freizeitpark LEGOLAND® Deutschland im bayerischen Günzburg findet vom 30. März bis 13. April 2010 ein spektakulärer Guinness World Records Versuch statt. Der australische Meeresbiologe und Abenteurer Lloyd Godson wird 14 Tage lang in einem vier Quadratmeter großen Haus in der Unterwasserwelt LEGOLAND ATLANTIS by SEA LIFE leben – ohne aufzutauchen. Vor den Augen der Besucher wird er versuchen, die größte Menge Strom zu erzeugen, die jemals durch Fahrradfahren unter Wasser generiert wurde.

Die Unterwasser-Wohnstätte wird installiert

Die Unterwasser-Wohnstätte wird installiert

Er ist Meeresbiologe, Umweltschützer und Abenteurer. Er liebt das Wasser und die Herausforderung. Seit eineinhalb Jahren bereitet sich Lloyd Godson auf seinen Weltrekordversuch vor, der am 30. März im LEGOLAND Deutschland beginnt. 2.500 Wattstunden Strom muss der 32-jährige Hochleistungssportler mit seinen Pedalen in den zwei Wochen unter Wasser erstrampeln. Ein offizieller Guinness World Records Schiedsrichter wird diese neue Bestmarke am 13. April bestätigen – wenn sie gelingt.

2,50 x 1,60 Meter sind die Innenmaße des Hauses, in das Lloyd Godson einziehen wird. In diesem kleinen Wohnraum muss er 336 Stunden verbringen, essen, schlafen, sich waschen und auf die Toilette gehen. Taucher installierten das knallrote Zuhause in der vergangenen Woche. In mehreren Schritten wurden das Edelstahlgerüst und acht je 1,9 Tonnen schwere Betonklötze über eine Dachöffnung im Aquarium versenkt. Da das Haus mit einer Luke am Boden wie eine Taucherglocke konstruiert ist und ca. 8 Tonnen Auftrieb hat, musste es zum Versenken komplett geflutet und anschließend mit Sauerstoff leer gepumpt werden. Während der Aktion wird Lloyd Godson über einen Kompressor mit Atemluft versorgt. Ventile sorgen dafür, dass der Luftdruck im Haus stets über dem Druck des Wassers liegt. So kann der Aquanaut sein Domizil im Notfall jederzeit über die 70 x 70 cm große Bodenluke verlassen und von Tauchern mit Frischwasser oder Essen versorgt werden, ohne dass Wasser ins Haus eindringt.

Lloyd Godson vor seiner zukünftigen Behausung

Lloyd Godson vor seiner zukünftigen Behausung

Godson teilt sein Unterwasser-Reich mit Messinstrumenten, die die Luftqualität und seine Körperfunktionen überwachen. Alle Einrichtungsgegenstände, der Generator zur Stromgewinnung und die technischen Instrumente installiert Godson in den verbleibenden Wochen mit Hilfe von Tauchern im Haus. Mit seinem Computer hält er dann über die Internetseite www.LEGOLAND-Unterwasserrekord.de Kontakt zur Außenwelt. Der Rekordversuch wird auch der Wissenschaft dienen: Dennis Chamberland, Bio-Ingenieur der NASA, erforscht die Auswirkungen eines Langzeitaufenthalts unter Wasser. Dabei sollen neue Erkenntnisse für die Errichtung dauerhafter Unterwasser-Kolonien gewonnen werden. Auch die internationale Taucharzt-Organisation Divers Alert Network (DAN) begleitet Godson mit einer wissenschaftlichen Studie. Sie untersucht unter anderem die Auswirkung auf die Fließeigenschaften seines Blutes und will damit langfristig die Sicherheit des Sporttauchens erhöhen.

Die Entwicklung des Unterwasserhauses stellte die Planer in der eineinhalbjährigen Projektphase vor zahlreiche Herausforderungen. Da das Unterwasser-Habitat in einem Aquarium steht, werden besondere Ansprüche an die Materialien und Abläufe gestellt. Die Luftzufuhr muss stets gesichert sein, das Wasser von Toilette und Dusche gesammelt und ein ausreichender Nachschub an Lebensmitteln gewährleistet werden. Um die Sicherheit der Fische zu garantieren, müssen alle Bestandteile, wie das Edelstahlgerüst des Hauses oder die Dichtungsmaterialien, salzwasserfest sein. Sie dürfen also weder rosten noch selbst Substanzen ans Wasser abgeben.

Der Abenteurer Lloyd Godson wird im LEGOLAND ATLANTIS by SEA LIFE in jedem Fall beste Bedingungen für seinen Versuch vorfinden. Im Jahr 2009 wurde der mit 535.000 Litern gefüllte Ocean Tank eröffnet. Rund 1.300 Fische – darunter Haie und Rochen – sowie zahlreiche staunende Besucher, werden Lloyd live beobachten können. Der Kontakt, gerade zu den Kindern, ist Lloyd wichtig. Mit seinem Experiment will er den Gästen vermitteln, wie schützbedürftig und fragil der Lebensraum Meer ist und mit welchen Herausforderungen ein Leben unter Wasser verbunden wäre. Dieser Gedanke spiegelt sich auch in seiner Arbeit wider. Wenn er nicht gerade ein Abenteuer bestreitet, arbeitet er an innovativen Schulprojekten, die den Kindern den Schutz der Meere und seiner Bewohner nahe bringen.

Ohne die Hilfe zahlreicher Partner wäre dieses Experiment nicht möglich. Folgende Sponsoren unterstützen das Projekt zum Beispiel mit Technik, spezieller Nahrung oder Ausrüstungsgegenständen: Adventure Food B.V., Bauer Kompressoren, Con-Space Communications Ltd., Dallmeier electronic GmbH & Co.KG, DAN – Divers Alert Network, Der Freistaat – Caravaning & More Sulzemoos, Die-Seeigel e.V., DLRG, Drägerwerk AG & Co. KGaA, Evonik Röhm GmbH, Johnson Outdoors Vertriebsgesellschaft mbH, UKE – Underwater Kinetics Europe GmbH, LEW Lechwerke, Masimo Europe Ltd., Oase Outdoors, Olympus Europa Holding GmbH, Ortlieb Sportartikel GmbH, Panasonic Computer Products Europe, Phaesun GmbH, Separett TC-Vertrieb, Submersible Systems, Vegourmet Veganversand, Windstream Power LLC.

Bilder und weitere Informationen zum Projekt und Lloyd finden Sie unter www.LEGOLAND-Unterwasserrekord.de.

Quelle Bilder und Text: Offizielle Pressemitteilung (c) Legoland Deutschland

Mehr Informationen über den Tauchsport im Allgemeinen gibt es auf unserer Partnerseite www.flatflutedivers.de.

Europa-Park geht trotz Krisenjahr mit erneutem Besucherrekord ins 35-jährige Jubiläum

[slideshow id=2]Trotz Wirtschaftskrise und Rezession feiert der Europa-Park nach erfolgreicher Sommer- und Wintersaison einen neuen Rekord mit deutlich über 4 Millionen Besuchern im Jahr 2009. Damit lag das Wachstum im Krisenjahr im zweistelligen Bereich. Europa-Park-Chef Roland Mack: „Wir suchen die Chance in der Krise und erkennen für unser Geschäft sogar positive Effekte in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Viele Leute verzichten auf den großen Urlaub und kommen stattdessen für einen Kurzurlaub in den Europa-Park.“ Deutschlands Marktführer unter den Freizeitparks setzt dabei unverändert auf Qualität und neue Attraktionen. Vor allem die neue Super-Achterbahn „blue fire Megacoaster“ hat sich im Jahr 2009 als herausragender Besuchermagnet erwiesen. Immer mehr Besucher sind Wiederholer, die mehrere Male im Jahr in den Themenpark kommen.

Ein Beispiel für die Vorreiterrolle durch Innovationen von Deutschlands größtem Freizeitpark ist auch das Format „Kunst im Freizeitpark“. So war die große Chagall-Ausstellung „Glaube, Hoffnung, Liebe – Marc Chagalls Traum von der Bibel“ ein herausragendes Highlight der Wintersaison 2009/2010. Rund 100.000 Besucher kamen in die Ausstellung. Die Besonderheit: Die Ausstellung wurde gemeinsam mit der Chagall-Enkelin Meret Meyer realisiert. Zahlreiche wertvolle Kunstwerke wurden aus dem Besitz der Chagall-Familie für diese Ausstellung in den Europa-Park gebracht. Zwei Bischöfe eröffneten die außergewöhnliche Schau, die bei den Parkbesuchern großen Anklang findet.

Während der „Magischen Momente“ in der Wintersaison, die  bis zum 10. Januar 2010 ging, verwandelten 2.500 Tannenbäume, 2,5 Millionen Lichtpunkte an fünf Kilometer langen Lichterketten, über 1.500 Christbaumkugeln und 25 Lagerfeuer den Europa-Park in eine romantische Winterlandschaft. Neue Shows mit hochkarätigen internationalen Künstlern sorgten für Begeisterung bei den Besuchern, beispielsweise die neue Eis-Show „Wonderland on Ice“ mit der Schweizer Pirouetten-Queen Denise Biellmann.

Die Wintersaison im Europa-Park ist längst keine Nebensaison mehr. Im Gegenteil, mit ihr werden neue Kunden gewonnen, so Europa-Park-Chef Roland Mack. „Der Anteil der Erstbesucher ist im Winter sogar höher als im Sommer“, so Mack. Gerade für ältere Besucher werde der Europa-Park so noch attraktiver.

Die Dinner-Show „Cirque d’Europe“ konnte einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Aufgrund der großen Nachfrage wurde der Zeitraum der Dinner-Show mit dem Programm „Déjà vu“ bis Ende Januar verlängert.

Doch auch nach dem Ende der Wintersaison geht die Saison im Europa-Park weiter. Das Hotel Colosseo mit seinen Bars und Restaurants bleibt ganzjährig geöffnet und auch die Wellness-Bereiche in den Hotels Colosseo und Santa Isabel bieten das ganze Jahr über Erholung und Entspannung. Weiterhin halten viele Firmen ihre Veranstaltungen auch in den Wintermonaten ab und zwei große Events finden in dieser Zeit statt: Am 13. Februar wird beim Finale der „Miss Germany 2010“ im Europa-Park Dome wieder die schönste Frau Deutschlands gewählt und alle Tanzbegeisterte können beim Euro Dance Festival vom 18. bis 21. Februar verschiedene Tanzstile ausprobieren und ihr Können verbessern.

„Schiff ahoi“ heißt es ab der Saison 2010 im Europa-Park. Die neue Familienattraktion „Whale Adventures – Splash Tours“ entführt die Besucher ins Island der Wale und Vulkane. Mit Booten durchkreuzen die Besucher die Gewässer rund um die Vulkaninsel Island und begegnen dabei Walen und anderen Meeresbewohnern. Ein spritziges Vergnügen, denn jedes Boot ist mit einer eigenen Wasserkanone ausgerüstet. Wer es lieber trockener mag, kann den neuen Saloon im Camp Resort mit neuer Western-Show besuchen.

Zahlreiche Erweiterungsmaßnahmen werden das Jahr 2010 prägen. So wird die Pizzeria umgebaut und im Portugiesischen Themenbereich entsteht ein neues Restaurant. Außerdem wird die Strecke der Monorailbahn nach Island verlängert, so dass der Isländische Themenbereich auch per Bahn erreicht werden kann. In Island soll zudem eine dreistöckige Veranstaltungs- und Informationshalle neben dem „blue fire Megacoaster“ die Besucher künftig mit Hintergrundinformationen zum Thema Energie versorgen. Diese Infotainment-Halle, in der auch weitere Tagungsräume entstehen, wird in Kooperation mit dem Energiekonzern Gazprom realisiert, der im Isländischen Themenbereich als Kooperationspartner mit dem Europa-Park zusammenarbeitet.

Die Dinnershow „Cirque d’Europe“ präsentiert ihr neues Programm „Déjà Vu“ noch bis Ende Januar.
Öffnungszeiten des Europa-Park in der Saison 2010: 27. März bis 07. November 2010 täglich von 9-18 Uhr (längere Öffnungszeiten in der Hauptsaison). Weitere Informationen unter www.europapark.de .

Offizielle Pressemitteilung, (c) Europa-Park

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