Die Themed Entertainment Association (TEA) veranstaltet jährlich je eine Fachkonferenz für die Vertreter der Freizeitparkbranche in China, Europa sowie in Amerika und das diesjährige europäische Treffen fand vom 03. bis zum 06. Mai im Europa-Park Erlebnis-Resort statt. Zu den 140 internationalen Teilnehmern der TEA-Konferenz zählten unter anderem Geschäftsführer von Freizeit- und Wasserparks, Designer, Architekten und Ingenieure aus 17 Ländern.
Welche Fahrattraktionen werden die Besucher künftig erleben? Wie bewerkstelligt ein moderner Freizeitpark die aktuellen Herausforderungen? Und welche Trends bewegen die Freizeitbranche? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Experten in Deutschlands größtem Freizeitpark. An vier Tagen wurden insbesondere SATE-Themen diskutiert: Storytelling, Architektur, Technologie und Erlebnisse.
Europa-Park Inhaberfamilie Mack zusammen mit TEA-Präsidentin Melissa Ruminot (4.v.r.). Bild: Europa-Park
Gastgeber und Europa-Park Inhaber Roland Mack wurde erst kürzlich von der TEA für sein Lebenswerk und seine herausragenden unternehmerischen Leistungen sowie das große Engagement für die Branche mit dem „Buzz Price Award“ geehrt. Anhand der eigenen Familiengeschichte sprach Roland Mack über vergangene und zukünftige Aufgabenstellungen als Unternehmer: „Das Risiko bei der Gründung des Parks war hoch. Wir hatten keine Erfahrungswerte, mussten unser gesamtes Eigenkapital einsetzen, um alles auf die Füße zu stellen. Es war sicherlich ein Mix aus Mut, Begeisterung, Leidenschaft, Freude und Optimismus, der uns angetrieben hat. TEA bedeutet für mich ein hohes Maß an Kreativität und perfektem Design. Ohne die Ideen der Mitglieder gäbe es keine Emotionen und ohne Emotionen wäre kein Freizeitpark erfolgreich. TEA ist für mich ein Schlüssel zum Erfolg der Freizeitparkbranche. Wir können die Menschen nur über Emotionen und natürlich auch Innovationen und Qualität gewinnen – genau dafür steht TEA.“
Während der Konferenz erhielten die Teilnehmer spannende Einblicke in die Wasserwelt Rulantica, den Europa-Park, YULLBE sowie beim Achterbahnhersteller MACK Rides und durften die einzigartige Restaurant-Weltneuheit Eatrenalin erleben.
Der Schwarzwald – das große Mittelgebirge im Süden Deutschlands. Hier findet man einige schöne Landschaften und kleine Geheimnisse.
Das Thema dieses Videos: #visitblackforest – Waldflug Schömberg mit Julia Platz
Am 3. Juni 1973 verkehrte zum ersten Mal ein Bernina Express auf der Albula- und Berninalinie, die heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Seither fuhren rund zehn Millionen Gäste in den komfortablen Panoramawagen auf der höchsten Bahnstrecke der Alpen von Graubünden nach Tirano.
Die viereinhalbstündige Fahrt mit dem Bernina Express der Rhätischen Bahn ist eines der schönsten Bahnerlebnisse in Europa. Die Strecke, auf welcher der Panoramazug verkehrt, ist die höchstgelegene ganzjährig betriebene Bahnverbindung über die Alpen. Seit 2008 zählt sie zum UNESCO-Welterbe – als eine von nur drei Bahnstrecken weltweit.
Hauptstadt, Gletscher und Palmen Von Chur, der ältesten Stadt der Schweiz, geht die Zugreise über zwei Pässe und unzählige kühne Viadukte, vorbei an tiefblauen Seen und den glitzernden Gletschern rund um den namensgebenden Piz Bernina bis zu den Palmen in Tirano im benachbarten Italien. Seit 1992 kann die Alpenüberquerung während der Sommermonate im „Bernina Express Bus“ von dort nach Lugano verlängert werden. Dank dem Fotohalt auf der Alp Grüm und mittels Langsamfahrten – unter anderem über den berühmten Landwasserviadukt – haben Passagiere die Möglichkeit, die beeindruckenden Ausblicke für die Ewigkeit festzuhalten.
Vom Verkehrsweg zum Ausflugsziel Ursprünglich sollte die Alpentransversale Chur–Tirano die Regionen Zürich und Ostschweiz mit dem Großraum Mailand verbinden. Doch während kaum Nachfrage nach einer Fahrt in die Hauptstadt der Lombardei bestand, erfreute sich die Strecke über den Berninapass einer wachsenden Beliebtheit. Das Angebot zwischen Chur und Tirano etablierte sich schnell als attraktives Ausflugsangebot und war ab 1973 offiziell unter dem Namen „Bernina Express“ unterwegs. 1983 erhielt der Bernina Express erstmals neue Wagen mit extragroßen Fenstern und galt nun als „modernster Schmalspur-Eisenbahnwagen der Welt“. Im Lauf der Jahre wurde der bekannte Zug regelmäßig mit neuen, modernen Panoramawagen ausgerüstet.
Historische Eckdaten
1968 Es entsteht die Idee, die Alpentransversale Chur–Tirano mit einem Berninawagen (Typ EW I) als internationale touristische Bahnverbindung aufzunehmen.
1971 Direkte Wagen werden zwischen Chur und Tirano als Tagesverbindung eingesetzt.
3.6.1973 Erste offizielle Fahrt des Bernina Express von Chur nach Tirano
1983 Der Bernina Express erhält neue Wagen mit extragroßen Fenstern.
1992 Einweihung des „Bernina Express Bus“ von Tirano nach Lugano
2000 Einsatz erster Panoramawagen
2008 Aufnahme der Albula- und Berninalinie ins UNESCO-Welterbe
2015 Einführung des Fotohalts auf der Alp Grüm und der Langsamfahrten
2018 Passagierinformationen über InfoT(r)ainment-System
Es ist ein völlig neues Gastronomie-Erlebnis, das man so noch nicht erlebt hat – Eatrenalin! Die einzigartige Genussreise vereint neben gastronomischer Spitzenleistung ein eindrucksvolles Zusammenspiel von visuellen, akustischen und haptischen Eindrücken – alle Sinne werden berührt. Die Restaurant-Weltneuheit begeistert insbesonders Kulinarikbegeisterte seit sechs Monaten mit einer Fine Dining Experience der Extraklasse.
Die Gäste dürfen sich mit einem erstklassigen Acht-Gänge-Menü, von Fleisch und Meeresfrüchten oder veganen Kreation verwöhnen lassen. Dabei werden moderne und internationale Einflüsse vereint, passend zum jeweiligen Ambiente der Szenerie in den verschiedenen Genuss-Sphären. Sogar der Guide Michelin hat die kulinarische Innovation bereits „im Auge“: „Eine geradezu futuristische Form der Erlebnis-Gastronomie! Es werden sämtliche Sinne angesprochen. Das Essen wird zum Erlebnis, die Vielfalt von Eindrücken ist beeindruckend. Nach knapp zwei Stunden kommen wir begeistert und mit leuchtenden Kinderaugen in der Bar an.“
Das Erlebnisrestaurant „Eatrenalin“. Bild: Europa-Park / MackMedia
Seit dem 5. Mai dürfen Genussreisende gespannt sein: Das internationale Küchenteam, bestehend aus dem niederländischen Küchenchef Ties van Oosten, der französisch-österreichischen Chef Pâtissière Juliana Clementz und dem Gastronomieexperten Pablo Montoro erwartet Feinschmecker mit einer weiteren, eigens entworfenen Menü-Komposition. „Es ist eine besondere Herausforderung, unsere kreativen Ideen in die verschiedenen Atmosphären einzubetten, um ein perfektes Geschmackserlebnis zu kreieren. Wir freuen uns, den Gästen neue, umwerfende und zugleich raffinierte Speisen zu präsentieren! “, so van Oosten. Im Raum Ocean taucht man zu Beginn in die Tiefen des Meeres ab und genießt mit dem Menü „Red Dimension“ eine Komposition aus Königskrabbe, Navetten mit Meerrettich und Buttermilch. Vegetarier und Veganer erfreuen sich alternativ mit dem Menü „Green Dimension“ an Fenchel, Algen mit Mandelmilch und Kürbiskernöl.
Ab einem Preis von 195 Euro lässt sich Eatrenalin auf verschiedene Weisen genießen. Beim Eatrenalin Dinner mit einem Acht-Gänge-Menü und einer dazu korrespondierenden Getränkebegleitung ist jeder Gang ein kulinarisches Kunstwerk. Das neue Eatrenalin Exclusive Dinner bietet ausgesuchte Weine, einen reservierten Tisch in der Lounge, zusätzliche Getränke in der Bar sowie eine kleine Überraschung als Erinnerung. Zu einem Preis von 295 Euro lassen sich unter anderem ein Cuvée Rosé von Laurent-Perrier, 2018 Yamahai Miyama Nishiki Noguchi Naohiko Sake Institute und ein Montes Purple Angel genießen. Außerdem gibt es ein Menü Upgrade in den Räumen Ocean und Universe. Das Eatrenalin Champagne Dinner verbindet die sinnliche Reise mit exklusiven Champagnern von Laurent-Perrier. Es wurden die besten Champagner-Sorten selektiert und sorgfältig auf die Speisen abgestimmt. Während des Eatrenalin Sommelier Dinners begleitet ein erfahrener Sommelier die Gäste durch die verschiedenen Räume und serviert zu den acht Gängen auserlesene Wein-Juwelen. Ein außergewöhnliches Erlebnis für alle Weinkenner.
Die Tickets für die Experience sind im Online Ticketshop erhältlich, aktuell steht der neue Buchungszeitraum vom 08. Juni bis 30. Juli zur Verfügung. In Kombination mit einer Übernachtung in den Europa-Park Hotels sind Besuche bereits bis 07. Januar 2024 buchbar.
Alle Informationen zu den Buchungsmöglichkeiten finden Sie unter eatrenalin.de/buchung.
Am 3. Mai bedankte sich der Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg wieder bei über 900 Freiwilligen mit einem unvergesslichen Tag in Deutschlands größtem Freizeitpark. Die Veranstaltung für Freiwillige des Freiwilligen Sozialen Jahres oder Bundesfreiwilligendienstes fand in diesem Jahr bereits zum 11. Mal statt. Die Gäste konnten den gesamten Tag im Europa-Park verbringen und kamen nachmittags zu einem Festakt mit Musik und Dankesreden zusammen.
„Wir sind heute hier, um euch zu feiern und zu danken. Euer Einsatz ist nicht nur für die Menschen in den Kindergärten, Krankenhäusern, Schulen und anderen Einsatzstellen von enormer Bedeutung – er hat auch eine große gesellschaftliche Relevanz. Ihr zeigt, dass eine solidarische Gesellschaft gelingen kann“, bedankte sich Caritas-Vorständin Nina Dentges-Kapur bei den Engagierten. Michael Bross, Abteilungsleiter der Caritas Freiwilligendienste, ergänzte: „Ein Freiwilligendienst bringt nicht nur Freude in die Herzen der Menschen, die Unterstützung und Begleitung durch diesen Einsatz erhalten. Ein Freiwilligendienst ermöglicht auch für die Engagierten so viele neue Erfahrungen und Begegnungen. Davon profitieren die Freiwilligen oft ein Leben lang.“
Bundessprecher Louis (17) macht sein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Kindergarten in Rheinfelden. In seiner Rede betonte er, wie wichtig der Einsatz der Freiwilligen ist: „Wir greifen den Teams in unseren Einsatzstellen unter die Arme und leisten so einen riesigen Beitrag für die Gesellschaft. Wir können stolz darauf sein, was wir alles geleistet haben und noch leisten werden.“
Jürgen und Frederik Mack feiern gemeinsam mit Ed Euromaus und über 900 Freiwilligen im Europa-Park. Bild: Europa-Park
Auch für den Europa-Park ist der Danketag ein besonderes Ereignis. Im Namen der Inhaberfamilie Mack wertschätzten Jürgen und Frederik Mack den Einsatz. „Mit Ihrer Entscheidung, durch den Freiwilligendienst Menschen zu helfen, gehen Sie als Vorbild in unserer Gesellschaft voran und übernehmen Verantwortung. Sie zeigen, welch hohen Stellenwert soziales Engagement für Sie hat und handeln uneigennützig. Deshalb möchten wir Ihnen heute zeigen, dass Ihre Arbeit nicht nur von den Menschen geschätzt wird, denen Sie direkt helfen, sondern auch von uns als Gesellschaft“, so Jürgen Mack. Als Anerkennung ihres außerordentlichen Einsatzes durften die Freiwilligen einen sommerlichen Tag in Deutschlands größtem Freizeitpark verbringen.
Im Freiwilligendienst engagieren sich Menschen aller Altersgruppen für sechs bis 18 Monate. Ein Start in einen Freiwilligendienst jederzeit und flexibel möglich. Ein Bundesfreiwilligendienst ist für jede Altersgruppe möglich. Weitere Informationen und freie Stellen gibt es unter www.freiwilligendienste-caritas.de
Das Miniatur Wunderland (Eigenschreibweise) in Hamburg ist die laut Guinness-Buch der Rekorde größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Sie befindet sich in der historischen Speicherstadt und wird von der Miniatur Wunderland Hamburg GmbH betrieben. Die Anlage vergrößert sich ständig und es kommen neue Bereiche dazu, deswegen sind alle Zahlen über die Ausdehnung, Gleislänge und Anzahl der Züge immer nur eine Momentaufnahme.
Bei der Deutschen Meisterschaft der United Dance Organisation (UDO) in Duisburg haben es die Gruppen „The K. Crew“ und „2K.UP“ der Europa-Park Talent Academy in ihrer Kategorie jeweils auf den ersten Platz geschafft.
Mit ihrem Sieg haben sie sich für die Weltmeisterschaft in Blackpool in Großbritannien im Sommer qualifiziert. Das Event gilt als größte und beste Streetdance-Veranstaltung weltweit und findet nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika, Afrika und Asien statt.
Unter der Leitung von Coach „The K.“ bewiesen die Mitglieder der Europa-Park Talent Academy wieder einmal ihr beeindruckendes Können und überzeugten mit ihrer besonderen Choreografie die Jury. „The K.Crew“ punktete in der Kategorie „Intermediate/Advanced“. „2K.UP“ setzte sich in der Kategorie „Beginner“ durch. Somit sind sowohl „The K.Crew“ als auch „2K.UP“ Deutscher Meister. Insgesamt nahmen über 100 Gruppen an dem Contest teil.
Die 2002 gegründete UDO ist die weltweit größte internationale Straßentanzorganisation und die am schnellsten wachsende Marke für Street-, Hip-Hop- und kommerziellen Tanz. Ziel der Organisation ist es, Tänzern aller Altersgruppen, Niveaus, Hintergründe, Fähigkeiten und Behinderungen eine Plattform zu bieten, die ihre Kreativität und Leidenschaft fördert.
Der Frühling steht nun endlich wirklich vor der Tür und da gibt es doch kaum etwas Schöneres als eine coole Städtereise in eine der aufregenden Hauptstädte Europas. Bei der Planung des nächsten Trips gilt es natürlich auch immer die Frage zu klären, wie man vor Ort am besten von A nach B kommt. Gerade in Städten lohnt es sich nicht, einen Mietwagen zu nehmen. Ein Ticket für den ÖPNV ist oftmals viel sinnvoller, auch wenn es immer jemanden geben wird, der sich darüber beschwert, dass die Tickets unnötig teuer sind.
Um herauszufinden, wo Urlauber zurecht über ÖPNV-Preise meckern können, haben sich die Reiseexperten von Travelcircus die Ticketpreise aller europäischen Hauptstädte im Verhältnis zur jeweiligen Stadtgröße genauer angesehen. Dabei wurden die 11 Hauptstädte gefunden, die die verhältnismäßig teuersten ÖPNV-Tickets und das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis haben – mit überraschendem Ergebnis.
Das Wichtigste in Kürze: ● Die teuerste Tageskarte kostet 61x so viel wie die günstigste ● In zwei Hauptstädten fahren Urlauber kostenlos mit dem ÖPNV ● Den kostspieligsten Einzelfahrschein gibt es für 0,0736 € pro km² ● Bei den Reichen und Schönen sind auch die Tickets am teuersten ● Eine Tageskarte kostet im Durchschnitt 7,00 € – 2,50 € weniger als in Berlin
Grafik: travelcircus
Vorgehensweise
Für unsere Auswertung haben wir uns die Fahrpreise für den ÖPNV in allen europäischen Hauptstädten genauer angesehen. Relevant waren dabei ausschließlich die Ticketpreise für Erwachsene. Für einen besseren Überblick und eine einfachere Vergleichbarkeit wurden lediglich die Ticketpreise für das jeweilige Stadtgebiet untersucht. Wenn es unterschiedliche Preise für Online-Tickets und Tickets vom Automaten/Fahrer gab, wurden letztere ausgewählt. Folgende Ticket-Typen wurden dabei untersucht:
Einzelfahrt
Tageskarte
Alle Preise wurden in € umgerechnet, damit sie leichter vergleichbar sind (Stand: 05.04.2023).
Damit alle Städte eine faire Chance hatten, wurden die Ticketpreise ins Verhältnis zur Fläche der Stadt gesetzt. So ergaben sich für jede Ticketkategorie Preise pro km². Anschließend wurden pro Ticketkategorie Punkte von 1 (günstigster Preis) bis 5 (teuerster Preis) vergeben. Insgesamt konnten maximal 10,00 Punkte erreicht werden.
Ausgeschlossen wurden Städte, in denen es nur Einzelfahrscheine gibt, Städte in Krisengebieten sowie Stadt- und Zwergstaaten, da diese aufgrund ihrer geringen Fläche sonst einen eindeutigen Nachteil gehabt hätten. Darüber hinaus fällt Valletta raus, da dort keine öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb der Stadt fahren und die Stadt mit ihrer Fläche von nur 1 km² sehr klein ist.
Die höchsten Ticketpreise für den ÖPNV
Wer seinen nächsten Städtetrip plant, macht sich in der Regel schon vorab Gedanken darüber, wie man am besten von A nach B kommt. Besonders in den europäischen Hauptstädten ist es dabei oft eine gute Idee, auf einen Mietwagen zu verzichten und stattdessen den ÖPNV zu nutzen oder sogar zu laufen.
Bei der Überlegung, ob man den Bus zur nächsten Sehenswürdigkeit nimmt oder doch lieber läuft, wird es in nahezu jeder Reisegruppe eine Person gegeben, die sich darüber aufregt, dass die Bustickets doch nur unnötig teuer sind. Um herauszufinden, in welcher Stadt es wirklich einen Grund zum Meckern gibt, haben wir die Fahrkartenpreise in allen europäischen Hauptstädten mal genauer unter die Lupe genommen.
Einzelfahrscheine
Das Einzelticket eignet sich vor allem für diejenigen, die nur ein- bis dreimal am Tag von einem Ort zum anderen wollen. Je nach Stadt haben Einzelfahrscheine oft unterschiedliche Gültigkeiten. Mit manchen kann man 30 Minuten, mit anderen sogar 120 Minuten fahren.
Es gibt Einzelfahrkarten, mit denen Nutzer hin- und zurückfahren dürfen. Es gibt aber auch solche, mit denen das nicht erlaubt ist. Ähnlich verhält es sich beim Thema Umsteigen. Genauere Infos zu den Konditionen der Tickets gibt es oftmals direkt am Fahrkartenautomaten und auf den Webseiten der jeweiligen Verkehrsunternehmen. In jedem Fall ist es wichtig, sich vorab über diese zu informieren, damit man keine Strafe zahlen muss. Denn auch im Urlaub heißt es: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht”.
Einzelfahrkarten sind nirgends so teuer wie in London
Hauptstadt
Preis Einzelfahrt
London
7,65 €
Reykjavik
3,68 €
Oslo
3,65 €
Stockholm
3,46 €
Amsterdam
3,40 €
Die fünf Städte mit dem höchsten Preis für eine Einzelfahrt.
In Berlin wurde der Preis für eine Einzelfahrt gerade auf 3,20 € angehoben, was für reichlich Empörung gesorgt hat. Dabei gibt es einige Städte, in denen die Tickets noch ein ganzes Stückchen mehr kosten. Beim Blick auf die reinen Ticketpreise hat London ganz eindeutig die Nase vorn. Ein Einzelticket kostet dort nämlich unglaubliche 6,70 £ (ca. 7,65 €). Auch Tickets in Reykjavik und Oslo sind teurer als in Berlin. Am günstigsten sind Einzelfahrscheine übrigens in Bukarest mit ca. 0,61 € pro Ticket.
Spartipp: Wer einen Urlaub in London plant, sollte sich unbedingt eine Oyster Card besorgen. Mit dieser werden die Ticketpreise nämlich deutlich günstiger (2,80 £). Die Karte gibt es für 5 £, die man zurückbekommt. Auf die Card lädt man dann Guthaben auf und schon kann sie genutzt werden. Ein weiterer Vorteil der Oyster Card ist, dass sie ein Limit hat. Ab dem Moment, wo man 6,80 £ an einem Tag genutzt hat, verwandelt sie sich quasi in eine Tageskarte, da keine weiteren Kosten mehr abgebucht werden!
Günstiger als in Bern und Luxemburg geht’s nicht
Noch günstiger als in Bukarest wird es allerdings in Bern und Luxemburg. Hier zahlen Urlauber nämlich nichts für den ÖPNV. In Luxemburg ist er generell kostenfrei und in Bern bekommen alle Beherbergungsgäste die Bern Card, mit der man umsonst fahren kann.
Brüssel: 61x so teuer wie in Rom
Im Vergleich zur Stadtgröße ist London nicht mehr der Negativ-Spitzenreiter. Stattdessen ist es die belgische Hauptstadt Brüssel. Dort kostet der Einzelfahrschein 0,0736 € pro km². Brüssel ist mit einer Fläche von 32,61 km² relativ klein und ein Ticket mit 2,40 € wirkt auf den ersten Blick gar nicht so teuer – ist aber das teuerste im Ranking. Im vergleichsweise riesigen London (Fläche: 1.572 km²) kostet das an sich sehr teure Ticket nur 0,0049 €/km².
Großstadt
Fläche
Preis Einzelfahrt
Preis pro km²
Brüssel
32,61 km²
2,40 €
0,0736 €
Kopenhagen
86,2 km²
3,22 €
0,0374 €
Athen
38,9 km²
1,20 €
0,0308 €
Paris
105,4 km²
2,50 €
0,0237 €
Lissabon
84,7 km²
1,65 €
0,0195 €
Die fünf Städte mit dem höchsten Preis für eine Einzelfahrt pro km².
Einen besonders günstigen Kilometerpreis hat übrigens Rom (Fläche: 1.285 km²) mit nur 0,0012 € pro km². Ein Einzelfahrschein in Brüssel ist also 61x so teuer wie in Bella Roma. Einen Einzelfahrschein gibt es dort schon für 1,50 €, was wirklich überraschend günstig ist.
Tageskarten
Will man mehrere Fahrten an einem Tag machen oder einfach flexibel sein, dann lohnt es sich fast immer eine Tageskarte zu kaufen. Damit hat man die Möglichkeit, einfach nochmal spontan loszufahren oder vielleicht bei schlechtem Wetter doch den ÖPNV zu nutzen, statt zu laufen. Tageskarten sind mancherorts 24 Stunden gültig, in anderen Städten bis Mitternacht oder sogar bis 3 Uhr des Folgetages. Auch bei den Tageskarten ist es ratsam, sich vorab vernünftig zu informieren, damit es nicht unnötig teuer wird.
Über 10 € kosten Tageskarten in fünf Hauptstädten
Teuer ist ja bekanntlich relativ, doch wenn es um Fahrkarten für den ÖPNV geht, könnte man schon sagen, dass Tageskarten für mehr als 10 € kein Schnäppchen mehr sind.
Großstadt
Preis Tageskarte
London
17,36 €
Reykjavik
14,74 €
Stockholm
14,64 €
Oslo
10,77 €
Kopenhagen
10,74 €
Die fünf Städte mit dem höchsten Preis für eine Tageskarte.
Am teuersten ist auch hier London mit 15,20 £ (ca. 17,36 €), wenn man nicht die Oyster Card nutzt. In Reykjavik, Stockholm, Oslo und Kopenhagen kosten Tageskarten ebenfalls über 10 € pro Person. In Berlin sind es übrigens aktuell 9,50 €. Die günstigste Tageskarte gibt es in Bukarest. Dort kostet sie nur 8 Lei (ca. 1,62 €).
0,2576 € pro km² – noch teurer geht’s nicht!
Bei der Betrachtung der Preise pro km² ist eine Stadt mit Abstand teurer als alle anderen: Brüssel. Hier zahlen ÖPNV-Nutzer 0,2576 € pro km², was doppelt so teuer ist wie in der zweitteuersten Stadt Kopenhagen, wo die Tageskarte 0,1246 € pro km² kostet.
Großstadt
Fläche
Preis Tageskarte
Preis pro km²
Brüssel
32,61 km²
8,40 €
0,2576 €
Kopenhagen
86,2 km²
10,74 €
0,1246 €
Athen
38,9 km²
4,10 €
0,1052 €
Paris
105,4 km²
8,45 €
0,0802 €
Lissabon
84,7 km²
6,60 €
0,0779 €
Die fünf Städte mit dem höchsten Preis für eine Tageskarte pro km².
Besonders günstig ist der Quadratkilometerpreis für eine Tageskarte übrigens in Sofia. Dort gibt es das Tagesticket für 0,0042 € pro km². Dieser unschlagbare Preis ergibt sich daraus, dass das Ticket nur 4 BGN (ca. 2,05 €) und Sofia mit einer Fläche von 492 km² doch recht groß ist.
Teuer, teurer, Monaco!
Auch wenn die Stadt- und Zwergstaaten in diesem Ranking nicht berücksichtigt wurden, gibt es doch eine Stadt, die um ein Vielfaches teurer ist als alle anderen, dass sie doch erwähnt werden sollte. Die Rede ist vom 2 km² kleinen Monaco. Eine Einzelfahrt in Monaco kostet 2,00 €, eine Tageskarte 5,50 €. In Bezug auf die Fläche der Stadt sind das 1,00 € pro km² für den Einzelfahrschein und sogar unglaubliche 2,75 € pro km² für das Tagesticket.
Die 11 europäischen Hauptstädte mit den teuersten ÖPNV-Tickets im Überblick
Eins ist klar: Gemeckert wird immer! Auch wenn es in Bezug auf Ticketpreise für den ÖPNV in Europas Hauptstädten wahrlich nicht in jeder Grund dazu gibt. Insbesondere in Osteuropa sind die Preise für Fahrkarten wirklich günstig und setzt man den Ticketpreis ins Verhältnis zur jeweiligen Stadtgröße, sind auch Rom, Berlin und London überraschend günstig.
Wir haben uns aber gefragt, welche europäischen Hauptstädte tatsächlich das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis bezüglich der ÖPNV-Tickets haben und wo Urlauber wirklich einen Grund zum Meckern haben – das Ergebnis hält dabei doch die eine oder andere Überraschung bereit!
Platz 11: Helsinki, Finnland (5,25 Punkte)
Platz 11: Helsinki. Alle Grafiken und Bilder zur lizenzfreien und kostenlosen Nutzung finden Sie hier: https://bit.ly/teure-hauptstaedte-europa
Finnland und all die wunderschönen skandinavischen Länder sind dafür bekannt, dass sie zu den teureren Urlaubsregionen gehören. Da ist es wenig überraschend, dass auch die Ticketpreise für den Nahverkehr in Helsinki nicht übermäßig günstig sind. Eine Einzelfahrt kostet 3,10 € und eine Tageskarte gibt es für 9,00 €. Im Verhältnis zur Stadtgröße von 213,8 km² sind das 0,0145 €/km² für die Einzelfahrt und 0,0421 €/km² für ein Tagesticket.
Der Nahverkehr in Helsinki ist sehr gut ausgebaut, es gibt Trams, Busse, eine Metro und eine S-Bahn. Nachts fahren zudem Nachtbusse, sodass man auch nach einer Partynacht problemlos heimkommt. Wer einen Abstecher auf die Festungsinsel Suomenlinna macht, kann die Fähre nehmen, die ebenfalls zum ÖPNV gehört und für die man kein zusätzliches Ticket braucht.
Helsinkis Sehenswürdigkeiten wie der Dom, die Temppeliaukio-Kirche, die Markthalle Vanha Kauppahalli oder der Freizeitpark Linnanmäki lassen sich sehr gut mit den Öffis erreichen und das Stadtzentrum können Urlauber sogar problemlos zu Fuß erkunden.
Platz 10: Amsterdam, Niederlande (5,31 Punkte)
Eine Städtereise nach Amsterdam ist immer eine gute Idee. Die holländische Hauptstadt ist nur 5,5 km² größer als Helsinki, hat aber sehr ähnliche Ticketpreise. Die Tageskarte kostet ebenfalls 9,00 €, ein Einzelfahrschein ist mit 3,40 € 30 Cent teurer als in Helsinki und kostet 0,0155 € pro km². Wer mehrere Tage in Amsterdam bleibt, sollte sich ein 2- bis 7-Tages-Ticket kaufen, das günstiger ist als mehrere 24 Stunden Tickets.
Wer ein Hotel im Stadtzentrum hat, braucht aber eigentlich kein Ticket, da sich die Stadt wunderbar zu Fuß erkunden lässt. Liegt das Hotel weiter außerhalb, sollte man entweder ein Ticket haben oder ganz typisch holländisch mit dem Rad von A nach B fahren.
Platz 9: Reykjavik, Island (5,48 Punkte)
Platz 9 unseres Rankings geht an Reykjavik, wo die Tickets schon ein ganzes Stück teurer sind als in vielen anderen Städten. 550 kr. (ca. 3,68 €) kostet dort ein Einzelfahrschein. Bei einer Fläche von 273 km² sind das ca. 0,0135 €/km². Damit ist Reykjavik tatsächlich etwas günstiger als Amsterdam und Helsinki. Dafür ist eine Tageskarte mit 0,0540 €/km² bzw. ca. 14,74 € (2.200 kr.) deutlich teurer.
Wer nach Island reist, bleibt oft nicht nur in der Hauptstadt. Sie hat zwar auch einiges zu bieten, doch die Hauptattraktionen der Insel wie die Blaue Lagune, die Wasserfälle oder der Schwarze Strand liegen weiter außerhalb, weswegen sich auf Island ein Mietwagen lohnt.
Platz 8: Nikosia, Zypern (6,02 Punkte)
Nikosia gehört vermutlich zu den Städten, die eher überraschenderweise zu den teureren Hauptstädten gehören. 2,00 € für einen Einzelfahrschein und 6,50 € für eine Tageskarte klingen auf den ersten Blick auch gar nicht so teuer, doch im Verhältnis zur Stadtgröße von 111 km² ist es doch teurer als in deutlich größeren Städten wie Amsterdam.
Während ein Tagesticket in Amsterdam 0,0410 € pro km² kostet, liegt der Preis in Nikosia bei 0,0586 € pro km². Nikosia ist übrigens die einzige geteilte Hauptstadt der Welt (ein Teil gehört zu Zypern und der andere zur türkischen Region Nordzypern) und bietet ihren Besuchern somit die Möglichkeit, zwei Kulturräume innerhalb eines Urlaubs zu erkunden. Die Grenze verläuft direkt durch die schöne Altstadt.
Wer Lust hat, noch weitere Teile Zyperns, wie z. B. Paphos oder den Felsen der Aphrodite, zu erkunden, kann dies entweder mit einem Mietwagen oder mit Überlandbussen machen. Die Preise für die Überlandbusse sind relativ niedrig, allerdings sollte man auch nicht allzu viel Komfort erwarten.
Platz 7: Dublin, Irland (6,18 Punkte)
Kühles Guinness, Kobolde, fröhliche Live-Musik und jede Menge Lebensfreude – die irische Hauptstadt ist für viele Reisende ein absoluter Sehnsuchtsort. Das beliebte Ausgehviertel Temple Bar, das berühmte Trinity College und viele weitere Sehenswürdigkeiten wie die St. Patrick’s Cathedral sind gut zu Fuß erreichbar.
Wer aber auch die Außenbezirke des 117,8 km² großen Dublins oder vielleicht sogar den Strand sehen möchte, sollte lieber auf Bus oder Straßenbahn ausweichen. Die Einzelfahrt ist mit 2,00 € recht günstig, die Tageskarte mit 8,00 € bzw. 0,0679 € pro km² etwas teurer.
Platz 6: Stockholm, Schweden (6,59 Punkte)
Stockholms U-Bahnhöfe sind dafür bekannt, dass sie wahre Kunstwerke sind. Wenn das mal nicht ein Grund mehr ist, die schwedische Hauptstadt auch mit dem ÖPNV zu erkunden. Tickets dafür sind allerdings nicht besonders günstig. Eine Tageskarte kostet stolze 165 SEK (ca. 14,64 €) bzw. 0,0779 € pro km². Betrachtet man das Ticket aber als Kombi-Ticket für Kunst und Nahverkehr, dann ist der Preis schon fast wieder vertretbar, oder?
Einzelfahrkarten gibt es für 39 SEK (ca. 3,46 €) und gelten für Bus, Tram, U-Bahn und Pendlerfähren. Tickets sollte man übrigens unbedingt vorher am Automaten kaufen.
Platz 5: Lissabon, Portugal (6,69 Punkte)
Das wunderschöne Lissabon gehört eindeutig zu den günstigeren Reisezielen Europas. Da ist es fast überraschend, dass die Stadt auf dem 5. Platz der europäischen Hauptstädte mit den teuersten ÖPNV-Tickets landet. 1,65 € für einen Einzelfahrschein und 6,60 € für eine Tageskarte klingen auch eigentlich nicht teuer.
Da Lissabon mit einer Fläche von 84,7 km² aber recht klein ist, sind die Fahrpreise pro km² doch etwas höher: 0,0195 €/km² bzw. 0,0779 €/km² – die Tageskarte ist so gesehen genauso teuer wie in Stockholm, wo das Ticket knapp 14,64 € kostet.
Übrigens: Die Fahrt mit der ikonischen Tram-Linie 28 kostet keinen Aufpreis. Das reguläre Ticket genügt und eine Fahrt mit der 28 ist definitiv ein abenteuerliches Muss in Lissabon!
Platz 4: Paris, Frankreich (7,14 Punkte)
Platz 4 geht an eine Stadt, bei der sicherlich viele gedacht hätten, dass sie die teuersten Ticketpreise hat. Die Rede ist von Paris. Ein Urlaub in der Stadt der Liebe ist definitiv eine kostspielige Angelegenheit. Eine Tageskarte für den Nahverkehr kostet 8,45 €, was eigentlich noch recht günstig ist. In Berlin kosten Tickets beispielsweise mehr. Doch Paris ist mit einer Fläche von nur 105,4 km² deutlich kleiner als Berlin. Und so kostet das Tagesticket in Paris 0,0802 € pro km² – 8x so viel wie in Berlin.
Was aber definitiv als Pluspunkt für Paris gesehen werden kann, ist die Möglichkeit, die ganze Stadt bequem mit Bus und Metro zu erkunden. Busse werden recht wenig genutzt, dabei kann man beim Rausschauen noch die eine oder andere schöne Ecke der Stadt entdecken.
Platz 3: Athen, Griechenland (8,47 Punkte)
Unser 3. Platz gehört eindeutig zu den Überraschungen dieses Rankings. Denn Hand aufs Herz, wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die griechische Hauptstadt Athen zu den Städten mit den teuersten Ticketpreisen gehört? Vermutlich kaum jemand.
Die hohe Negativ-Punktzahl hat Athen seiner geringen Stadtgröße zu verdanken. Athen hat nämlich nur eine Fläche von 38,96 km² und ist damit viel kleiner als der Großteil der anderen europäischen Hauptstädte. Im Verhältnis zur Stadtgröße kostet eine Tageskarte in Athen 0,1052 €/km² und ein Einzelfahrschein 0,0308 €/km².
Die reinen Ticketpreise sind mit 1,20 € für die Einzelfahrt und 4,50 € für das Tagesticket tatsächlich die niedrigsten unter den Top 11. Doch da die Stadt relativ klein ist, bekommen Fahrkartennutzer hier eben auch weniger für ihr Geld als beispielsweise in Amsterdam, Berlin oder London.
Eine Reise nach Athen lohnt sich auf jeden Fall trotzdem. Dank des gut ausgebauten ÖPNV-Netzes kommen Urlauber und Einheimische problemlos von einem Ort zum anderen, können die Stadt erkunden und auch den Ausblick auf so manche Sehenswürdigkeit genießen. Im Vergleich zu einigen anderen Städten ist Athen immer noch ein günstiges Reiseziel – trotz der Ticketpreise für Bus, Metro und Tram.
Platz 2: Kopenhagen, Dänemark (9,60 Punkte)
Platz 2 geht an eine Stadt, die wirklich dafür bekannt ist, dass alles ein klein wenig teurer ist: Kopenhagen. Dänemarks wunderschöne Hauptstadt ist ein beliebtes Reiseziel für Urlauber aus aller Welt und hat auch jede Menge zu bieten. Wer Lust auf köstliche Zimtschnecken, interessante Museen, bunte Häuser und ein herrliches skandinavisches Flair hat, ist in Kopenhagen auf jeden Fall an der richtigen Adresse.
Um in der 86,2 km² großen Stadt von einem Ort zum anderen zu kommen, empfiehlt es sich, entweder ein Fahrrad auszuleihen oder den Nahverkehr zu nutzen. Neben Bussen und Bahnen gibt es in Kopenhagen außerdem die beliebten Hafenbusse – kleine Fähren, mit denen man Kopenhagen auch vom Wasser aus erkunden kann.
In Kopenhagen lohnt es sich definitiv, ein Tagesticket zu kaufen. Dieses kostet 80 kr. (ca. 10,74 €) und ist 24 Sunden gültig. Das entspricht 0,1246 € pro km², womit Kopenhagen eindeutig zu den teuersten Hauptstädten Europas gehört. Einen Einzelfahrschein gibt es für 24 kr. (ca. 3,22 €). Dieser ist aber nur für eine einfache Fahrt gültig.
Kopenhagen ist schon wirklich teuer im Verhältnis zur Stadtgröße, doch es gibt eine europäische Hauptstadt, die tatsächlich ein noch schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis bezüglich ihrer ÖPNV-Tickets hat.
Platz 1: Brüssel, Belgien (10,00 Punkte)
Europas Hauptstadt mit den teuersten ÖPNV-Tickets im Verhältnis zur Stadtgröße ist ganz eindeutig Brüssel! Einen Einzelfahrschein gibt es dort für 2,40 € und eine Tageskarte für 8,40 €. Das klingt zwar gar nicht so übel, doch bedenkt man, wie klein Brüssel ist, bekommen ÖPNV-Nutzer hier echt wenig für ihr Geld.
Dank einer süßen Größe von gerade einmal 32,61 km² hat Brüssel das mit Abstand schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis, was die Ticketpreise angeht. Ein Einzelfahrschein kostet nämlich stolze 0,0736 € pro km² und somit fast doppelt so viel wie im zweitplatzierten Kopenhagen. Auch die Tageskarte ist mit 0,2576 €/km² deutlich teurer als in allen anderen Städten. In Sofia zum Beispiel gibt es ein Tagesticket schon für 0,0042 € pro m² – in Brüssel ist dieses also mehr als 61x so teuer wie in Sofia!
Trotz der verhältnismäßig teuren ÖPNV-Tickets ist Belgiens schöne Hauptstadt definitiv eine Reise wert. Wie wäre es mit einer Besichtigung des berühmten Atomiums, einem Besuch des Magritte Museums und einem Spaziergang durch die schöne Innenstadt? Auch wer sich für Politik, Comics, Bier oder wirklich leckere Schokolade interessiert, ist in Brüssel genau an der richtigen Adresse.
Fazit: In Brüssel darf gemeckert werden, in Berlin aber nicht!
Unser Ranking zeigt deutlich: Teuer ist nicht gleich teuer! Fahrkarten sind beispielsweise in London wirklich kostspielig, doch wenn man bedenkt, wie groß die Stadt ist und wie viel man tatsächlich mit den Tickets abfahren kann, so sind die Ticketpreise doch gleich viel weniger dramatisch.
Anders verhält es sich mit kleineren Städten wie Athen und Brüssel. Dort sind zwar die reinen Preise etwas niedriger, aber es gibt auch weniger zu erleben oder entdecken – das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier deutlich schlechter und hier darf getrost über die Preise gemeckert werden. Die deutsche Hauptstadt hat zwar gerade erst die Preise angezogen, doch Dank der beeindruckenden Stadtgröße landet Berlin nur auf dem 20. Platz des Rankings. Es gibt also eigentlich gar keinen Grund, sich über die Preise für Bus und Bahn in Berlin zu beschweren!
Alt sind immer nur die anderen – das dachte auch Dieter Bednarz, Jahrgang 1956. Doch als sein Chef ihn nach über 30 Jahren beim „SPIEGEL“ auf den Vorruhestand anspricht, kann er es kaum fassen. Mehr als sein halbes Leben berichtete er als politischer Redakteur und Korrespondent vor allem über den Nahen und Mittleren Osten, sprach mit Staats- und Regierungschefs und war bekannt als Autor von Sachbüchern und Romanen, die sehr persönlich gefärbt waren. Und jetzt das!
Dieter Bednarz wird Rentner, seine Frau kauft ihm ein Rentnerticket und seine Töchter freuen sich mit ihm, denn für Senioren ab 60 gibt es sogar ein „leckeres Stück Blechkuchen im Schloss Balthasar“ – so steht es auf dem Ticket des Europa-Park. Und genau dort beginnt seine Reise in die Zukunft. Im Europa-Park, zwischen Achterbahnen und jeder Menge Attraktionen, beschließt er, nicht mehr wegzuschauen und darüber zu sprechen. Er wird sich das Alter ansehen, sein eigenes Altern. Er wird seine neue Lebensphase ergründen. Und mit der Sorgfalt eines kompetenten Journalisten bricht er auf in die Freiheit nach dem Arbeitsleben.
Die Gäste dürfen sich am 16. Mai auf einen Vortrag freuen, der ehrlich und offen die Krisen schildert, die Frauen und Männer in dieser Phase erleben. Doch umso mehr soll er auch ermutigen, die guten Seiten des Älterwerdens zu sehen und auch zu leben. Denn egal wie alt man ist – irgendwann trifft es jeden. Dieter Bednarz erhält keinerlei Honorar und auch in seinem Sinne werden mit den Spenden der Gäste über Marianne Macks Förderverein „Santa Isabel e.V. – Hilfe für Kinder und Familien“ Familien unterstützt, die ein schweres Schicksal zu tragen haben und auf Hilfe angewiesen sind.
Der Vortrag findet um 19.30 Uhr im Raum „La Scala“ des Hotels Colosseo statt, Einlass ist ab 19 Uhr. Weitere Informationen und Einlasskarten zum Vortrag unter gaesteservice@europapark.de oder Tel.: 07822/77 66 88. Spendenkonto Santa Isabel e.V.: Volksbank Lahr, IBAN: DE17 6829 0000 0000 4048 02; BIC: GENODE61LAH.
Lange bevor die EXPEDITION R in ihrer jetzigen Form gegründet wurde gab es schon Bemühungen, über Freizeitparks in aller Welt zu berichten. Im Jahr 1992 ergab sich da eine Gelegenheit, das Gardaland im Norden Italiens zu besuchen. In dieser Folge gibt es einen Rückblick auf diesen Besuch.