Reisen, Rätsel, Abenteuer.

Autor: Thorsten Reimnitz (Seite 162 von 200)

Die aktuelle Lage in Ägypten aus Sicht von Reisenden

Der Tempel des Ramses II. von Abu Simbel

Der Tempel des Ramses II. von Abu Simbel

Aufgrund der Vorkommnisse der letzten Tage in einigen Großstädten in Ägypten und dem Verhängen einer Ausgangssperre durch die ägyptischen Sicherheitskräfte hat das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland seine Reisehinweise für die Region aktualisiert. Obwohl sich, wie es auf der Info-Webseite heißt, die Demonstrationen nicht gegen Touristen richten, wird Touristen empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden. Unabhängig von der neuen Situation gelten die Hinweise des Auswärtigen Amtes immer noch, in Ägypten keine Touren in die Wüste oder das Grenzgebiet zu Libyen und dem Sudan zu unternehmen.

Die Reiseveranstalter haben mittlerweile auch reagiert. Laut übereinstimmender Mitteilungen mehrerer Veranstalter seien die Reiseziele am Roten Meer (Hurghada, Sharm El Sheikh, Marsa Alam und El Quseir) nicht betroffen und Reisen in die Regionen finden wie geplant statt. Ebenfalls nicht betroffen sind die üblichen Routen der Nil-Kreuzfahrten von Luxor nach Assuan und umgekehrt. Abgesagt wurden allerdings sämtliche Tagesausflüge nach Kairo, vorerst bis zum 4. Februar 2011. Für gebuchte Urlaubsaufenthalte in Kairo selbst bieten die großen Veranstalter (TUI, Thomas Cook, Neckermann Reisen, ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg und REWE Touristik) eine kostenlose Umbuchmöglichkeit an. Genaue Details dazu erfahren Reisende direkt von ihrem Veranstalter selbst. Bei Nil-Kreuzfahrten, bei denen im Anschluss ein Aufenthalt in Kairo vorgesehen war, wird dieser teilweise durch einen Aufenthalt am Roten Meer ersetzt.

Überstimmend vermelden die Reiseveranstalter, dass es bislang keine Wünsche seitens der Ägypten-Reisenden gab, den Urlaub vorzeitig zu beenden und nach Deutschland zurück zu kehren. Sollte sich die Situation weiter verschärfen, ist die Reisebranche allerdings vorbereitet und kann ausländische Touristen schnell außer Landes bringen.

Im Zweifel sollten Urlauber, die in den nächsten Tagen eine Reise nach Ägypten gebucht haben, sich bei ihrem Reiseveranstalter rückversichern, dass die Reise wie gebucht stattfindet. Vor allem wenn ein Aufenthalt oder ein Ausflug in Kairo geplant war, sollte man sich erkundigen, was als Alternative angeboten wird. Kontaktmöglichkeiten finden die Reisenden auf ihrer Buchungsbestätigung. Jedes Unternehmen ist für die eigenen Buchungen selbst verantwortlich und handhabt Änderungen, Umbuchungen und Stornos daher unter Umständen anders.

Außerdem sollten Urlauber die Nachrichten aufmerksam verfolgen. Wie sich in Tunesien gezeigt hat, kann sich eine Situation sehr schnell ändern. Eine schnelle und gute Quelle ist hier beispielsweise die Tagesschau der ARD.

Update 30. Januar 2011: Bislang unbestätigten Berichten zufolge soll das Militär nach Sharm El Sheikh vorgerückt sein. Das Außenministerium der Republik Österreich hat zudem eine Reisewarnung ausgesprochen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Proteste sich von den Metropolen auch auf größte Städte in der Provinz ausweiten. Das Internet ist in Ägypten noch immer gesperrt, Mobilfunk teilweise nur eingeschränkt nutzbar. Außerdem wurde dem arabischen Sender Al Dschasira, der bisher sehr detailiert über die Proteste berichtet hat, die Sendelizenz entzogen. Die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Kairo hat unterdessen ihre Landsleute aufgerufen, Ägypten zu verlassen. Die am 28. Januar verhängte nächtliche Ausgangssperre für die Städte Kairo, Alexandria und Suez ist verlängert worden, gilt jedoch offenbar ausdrücklich (noch) nicht für die Touristenzentren am Roten Meer um die Städte Hurghada und Sharm El Sheikh.

Update 30. Januar 2011 (2): Al Dschasira (Al Jazeera) meldet, dass die Polizei völlig aus der Öffentlichkeit verschwunden ist und vermutet dahinter eine Taktik. Offenbar hoffe man in der ägyptischen Regierung, dass durch die Abwesenheit der Polizei Plünderungen zunehmen und die Leute von sich aus ein Eingreifen des Staates fordern. Wenn dem so war, dann ging die Rechnung nicht auf: Die Bürger selbst haben Nachbarschaftshilfen aufgestellt und für die Sicherheit ihrer Mitmenschen gesorgt. Mittlerweile fliegt auch die Türkei ihre Staatsbürger aus dem Land. Weiters heißt es, dass sich in Kairo erneut Leute zu einer großen Demonstration sammeln.

Update 31. Januar 2011: Die REWE Touristik empfiehlt ihren Gästen, die einen Ägyptenurlaub mit Anreisedatum bis einschließlich 7. Februar 2011 gebucht haben, ihre Reise nicht anzutreten. Durch diese Maßnahme möchte das Unternehmen zur Entlastung der Infrastruktur vor Ort beitragen. Der bezahlte Reisepreis wird für eine beliebige Neubuchung bei ITS, JAHN REISEN und TJAEREBORG gut geschrieben oder auf Wunsch ohne Abzug von Stornokosten erstattet.
Aufgrund der Proteste in den Großstädten, insbesondere in Kairo, sei die Logistik des Landes aktuell zur Versorgung der Bevölkerung besonders gefordert. „Wir wollen die Versorgung unserer Gäste vor Ort auch weiterhin sicherstellen. Deshalb bitten wir alle Ägyptenurlauber, die sich noch vor dem Start in den Urlaub befinden, um Verständnis, dass nach unserer Überzeugung in den nächsten sieben Tagen keine weiteren Gäste nach Ägypten reisen sollten“, erklärte die REWE Touristik. „Wir hoffen mit den Ägyptern, dass sich die Lage bis dahin wieder entspannt hat.“

Reisen und Tagesausflüge nach Kairo führt die REWE Touristik aufgrund des Sicherheitshinweises aktuell nicht durch. Alle entsprechenden Reisen mit Abreisedatum bis einschließlich 7. Februar 2011 hat das Unternehmen abgesagt. Einschränkungen für die Gäste in den touristischen Gebieten am Roten Meer sieht die REWE Touristik aufgrund des Sicherheitshinweises des Auswärtigen Amtes nicht. Das Auswärtige Amt beschreibt die Lage am Roten Meer als ruhig. Die REWE Touristik geht auf dieser Grundlage davon aus, dass die Gäste vor Ort ihren Urlaub planmäßig verbringen und abschließen können.  Die aktuellen Informationen des Auswärtigen Amtes gibt die REWE Touristik über die Reiseleiter weiter. ITS, JAHN REISEN und TJAEREBORG, die Veranstaltermarken der REWE Touristik, haben aktuell rund 3.100 Gäste in Ägypten.
Aktuelle Auskünfte zur gebuchten Reise erhalten die Gäste von ITS, JAHN REISEN und TJAEREBORG bei der Service-Hotline:  (0 22 03) 42-800
(Samstag und Sonntag 9.00 bis 18.00 Uhr, Montag bis Freitag 9.00 bis 20 Uhr).
Quelle: REWE Touristik

EUROPA-PARK: Englischer Themenbereich

Der Englische Themenbereich ist einer der ruhigeren, was die Attraktionen betrifft. Das hängt damit zusammen, dass er in dem Bereich des Europa-Park liegt, der direkt an den Ort Rust grenzt und man die Lärmbelästigung hier gering halten will. Auch der Englische Themenbereich wurde mehrfach überarbeitet, große Neuerungen waren Shakespears Globe Theater, das hier aufgebaut wurde und der Aufbau des Englischen Dorfs mit typischen Fachwerkfassaden. Zuletzt wurde auch die große Pyramide, die ursprünglich den Themenbereich „Schokoland“ bildete, nach ihrer Umgestaltung zum „Historama“ in den Bereich mit integriert.
An den Englischen Themenbereich schließen sich das Abenteuerland, der Russische, Niederländische und Französische Themenbereich an, sowie die Welt der Kinder.

Attraktionen

  • Europa-Park Historama
  • Arena of Football
  • London Bus
  • Crazy Taxi
  • Monorail-Bahn
  • Panoramabahn Station
  • The British Carousel
  • Silverstone Piste
  • Queen’s Diamonds
  • Market Hall

Shows

  • Globe Theater

Gastronomie

  • The Three Piglets
  • Generationen-Restaurant im Historama
  • Coca Cola Sportsbar
  • Pasteria & Donuts
  • Ice Cream Pavillon

EUROPA-PARK: Griechischer Themenbereich

Auch vom Griechischen Themenbereich wurde zuerst die Hauptattraktion verwirklicht, die Wasserachterbahn „Poseidon“. Das griechische Dorf „Mykonos“ kam ein Jahr später dazu. Der ganze Bereich wurde mehrfach neu organisiert und auch erweitert. Heute gehört auch die Eisshow, die ursprünglich zum Schweizer Themenbereich gezählt wurde, mit dazu. Außerdem befindet sich hier einer der Haltepunkte vom Europa-Park Express.
An den Griechischen Themenbereich schließen der Schweizer und der Russische Themenbereich an.

Attraktionen

  • Poseidon – die Wasserachterbahn
  • Pegasus – die YoungStar-Achterbahn
  • Abenteuer Atlantis
  • Fluch der Kassandra
  • Flug des Ikarus

Shows

  • Eisshow

Gastronomie

  • Taverna Mykonos
  • Atlantis-Snack
  • Poseidon-Snack

Für kalte Wintertage und auch sonst zur Erholung: Wellnessbäder, Sauna und Co.

Erholung im Wasser - schwereloses Schweben.

Erholung im Wasser - schwereloses Schweben.

Die Abkürzung „SPA“ bedeutet „sana per aquam“, also „Gesundheit durch Wasser“. Seit langer Zeit kennt der Mensch die Besonderheit bestimmter Quellen, die sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken. Aber selbst das einfache „Abschalten vom Alltag“ kann schon helfen. In der kalten Jahreszeit ist das besonders notwendig, deswegen wollen wir in diesem Winter die Reihe eröffnen mit Berichten über verschiedene Bäder, Wellnessbäder, Erlebnisbäder und was so dazu gehört. Beginnen wollen wir heute mit diesem Artikel über die Bäderkultur im Allgemeinen.

Die Bäderkultur in Europa hat eine lange Geschichte, angefangen von den griechischen Bädern aus vorchristlicher Zeit, die von den Römern übernommen wurden. Die Römer nutzten schließlich warme Quellen und entdeckten die Heilwirkung von Mineralquellen. Schon in römischer Zeit war ein Bad mehr als ein Ort der Reinigung, man traf sich dort zum Reden, um sich verschönern zu lassen und auch um Sport zu treiben. Doch im europäischen Mittelalter stand wieder die Reinigung im Vordergrund, bevor erst in jüngerer Zeit wieder die anderen Aspekte in den Vordergrund traten: das Schwimmbad zuerst als Sportmöglichkeit, dann als Möglichkeit, eine Kur zu unterstützen bis hin zu den Erlebnis- und Erholungsbädern neuerer Zeit.

Dabei gibt es die verschiedensten Bezeichnungen, die einem meist aber nur einen Hinweis darauf geben, wo das entsprechende Bad seinen Schwerpunkt hat. Manche Bäder bieten auch verschiedene Abteilungen, also etwas zum Erleben, aber auch zur Erholung. Solche Bäder sind für Familien eher geeignet, da sich hier für jeden etwas finden sollte. Manche von den Badeinrichtungen, die ich im Einzelnen vorstellen möchte, sind in Badezentren zu einem zusammengefasst, was sich meist in einer Staffelung der Eintrittspreise niederschlägt – je mehr Abteilungen man besuchen möchte, desto teurer wird es. Des weiteren gibt es auch noch Bäder, die an einen Ferienpark (wie zum Beispiel Center Parcs) angeschlossen sind. Hier ist zumeist eine Reservierung im Voraus nötig, da das Bad natürlich den Gästen des Ferienparks vorbehalten ist und man eine Überfüllung vermeiden möchte. Ferienpark-Bäder können vom Erlebnis- bis zum Wellnessbad sämtliche Einrichtungen beinhalten, die hier beschrieben sind.

Freibäder und Hallenbäder

Eine grundsätzliche Unterscheidung muss man in Frei- und Hallenbäder machen, wobei heutzutage gerade bei den Thermen die Grenzen da fließend sind (im wahrsten Sinne des Wortes). Eine direkte Abgrenzung gibt es eigentlich nur noch bei den Sportbädern, Hallenbäder befinden sich in Gebäuden und werden in der Regel nur während der Wintermonate betrieben; Freibäder sind Schwimmbäder (und auch Naturbäder) unter freiem Himmel, die entsprechend nur in den Sommermonaten betrieben werden. Da das Wasser in Thermalbädern meist wärmer ist als in anderen Bädern und außerdem bei Wasser aus einer heißen Quelle das aufwändige (und teure) Heizen entfällt, finden sich dort sowohl Becken im Badegebäude als auch unter freiem Himmel, die ganzjährig betrieben werden.

Naturbäder und Strandbäder

Der Name sagt es schon, bei Natur- und Strandbädern handelt es sich um Bäder, die an natürlichen Gewässern eingerichtet wurden und entsprechend nur während der Sommermonate betrieben werden. Naturbäder können dabei allerdings auch künstlich angelegte Teiche oder aufgestaute Bäche oder Flüsse sein. Strandbäder können auch mit Sportbecken kombiniert sein und andere Sportmöglichkeiten bieten (wie zum Beispiel Beach Volleyball). Naturbäder sind natürlich noch wetterabhängiger als Freibäder. Sollte eine zeitlang schlechtes Wetter sein, kann ein Freibad am ersten schönen Tag den normalen Badebetrieb wieder aufnehmen, da die Temperatur in den Becken stabil bleibt. Ein Freigewässer kühlt in dieser Zeit ab und braucht einige Tage Sonnenschein, um wieder auf Temperatur zu kommen.

Sportbäder

Sportbäder finden sich zumeist in kleinen Gemeinden wieder. Sie verfügen über ein Schwimmbecken, das 25 oder 50 Meter lang ist und in dem im Beckengrund Bahnen markiert sind. Die Tiefe kann variieren; muss das Bad „familientauglich“ sein, hat das Becken meistens eine Seite mit geringer Wassertiefe (zwischen unter einem Meter und etwa 1,20 Meter) und eine tiefe Seite (zwischen zwei und drei Metern). Einige Sportbäder haben einen beweglichen Boden: Dieser wird zu bestimmten Anlässen (etwa zu Wettkämpfen) abgesenkt, so dass sich auch am flachen Ende eine größere Tiefe ergibt. Bäder mit einem solchen Boden bieten manchmal auch Zeiten mit so genanntem „Erwachsenenschwimmen“ an, also wenn der Boden für das „normale“ Badepublikum abgesenkt wird, so dass es nicht empfehlenswert ist, mit Anfängern oder kleinen Kindern schwimmen zu gehen.

Sportbäder können auch über mehr als ein Becken verfügen, zum Beispiel ein spezielles Becken mit Sprungturm oder ein Kinderbecken. Einrichtungen wie Rutschen findet man dagegen selten. Die Wassertemperatur von Sportbädern wird moderat gehalten (zwischen 22 und 26 ° C).

Erlebnisbäder

Der Begriff „Erlebnisbad“ ist sehr weit gefasst. Im Allgemeinen ist damit gemeint, dass es in der Einrichtung verschiedene Becken für verschiedene Zwecke gibt. Meistens sind besondere Attraktionen wie Rutschen, Strudelbecken oder Wasserpilze dort zu finden, genauso wie ruhige Orte zur Erholung. Meist gibt es auch ein Bistro oder gar Restaurant, damit man für einen Tagesaufenthalt auch irgendwo essen und trinken kann. Synonym zu „Erlebnisbad“ sind die Begriffe „Spaßbad“, „Freizeitbad“ oder „Wasserpark“ (letzteres ist eine Eindeutschung des englischen Begriffs „water park“, wo diese zuerst aufkamen).

Es kann allerdings auch sein, dass das eigentliche Schwimmen in einem „Erlebnisbad“ erst in zweiter Linie kommt, oder dass das Bad nicht einmal über ein „reguläres“ Schwimmerbecken verfügt. Hier liegen dann die Schwerpunkt auf dem Spaß, was vor allen Dingen Jugendliche als Badegäste anzieht.

Thermalbäder und Solebäder

Thermalbäder sind Bäder mit höherer Wassertemperatur und verschiedenen Einrichtungen zur Erholung, zum Beispiel Massagedüsen, Sprudelbädern oder Schwallduschen. Dabei ist nicht gesagt, dass ein Thermalbad auch über eine eigene Quelle mit warmen Wasser verfügt, obwohl das häufig der Fall ist. Im Infomaterial oder auf der Webseite des entsprechenden Bades finden sich dann Hinweise, welche besondere Wirkung die spezielle Zusammensetzung des Quellwassers hat und auch, welche Menschen eher aufpassen sollten. Manche Thermalbäder mit Quelle verfügen über ein so genanntes „Quellbecken“, in dem die Temperatur besonders hoch ist (40 ° C und höher). In diesen Becken wird nur ein kurzer Aufenthalt empfohlen, da die Wärme sonst unangenehme Auswirkungen auf den Kreislauf haben kann. Für wie lange der Aufenthalt empfohlen wird, steht meistens an den Becken angeschrieben.

Manche Thermalbäder sind so genannte „Solebäder“. Sole ist eine Salzwasserlösung, die Konzentration an Salz im Wasser ist dabei recht hoch. Die Sole kann natürlichen Ursprungs sein oder mit Salz aufbereitetes „normales“ Badewasser sein.

Saunen

Das Wort „Sauna“ entstammt der finnischen Sprache, von wo diese „Schwitzstuben“ stammen. Es handelt sich dabei um kleine Räume, in denen die Raumtemperatur mit Hilfe eines Ofens oder eines offenen Feuers auf 80 bis 100 ° Celsius gesteigert wird. Saunen (oder „Saunas“, wie man auch sagen kann) sind meistens an Schwimmbäder oder Fitnessstudios angeschlossen. Der Besuch einer Sauna hat mehrere Wirkungen: das Wechselbad zwischen warmer und kalter Umgebung soll gegen Erkältungen abhärten, das Schwitzen und anschließende Reinigen bewirkt eine Hautpflege und eine intensive Reinigung der Haut und beugt Hautalterung vor, außerdem wird der Kreislauf angeregt.

Ein Saunagang läuft in der Regel so ab: Man betritt die Sauna und bleibt dort zwischen 8 bis 15 Minuten (die meistens Saunas verfügen dazu über mehrere Sanduhren, die man bei Betreten der Sauna umdreht) oder für die Dauer eines Aufgusses. Dabei gibt der eigene Körper die Grenzen vor: Hat man das Gefühl, sich nicht mehr wohlzufühlen, bevor die 15 Minuten vergangen beziehungsweise der Aufguss vorüber ist, verlässt man die Sauna vorzeitig. Im Anschluss reinigt man den Körper mit kühlen oder kaltem Wasser, entweder in einer Dusche oder einem Tauchbecken, das auch ein natürliches Gewässer sein kann. Falls vorhanden, kann man den Körper mit Eis oder Schnee abreiben. Diese Prozedur sollte ungefähr 15 Minuten dauern. Sodann begibt man sich in den Ruheraum und legt eine Pause ein, die ebenfalls etwa 15 Minuten dauern sollte. Saunagänge können wiederholt werden, mehr als drei Saunagänge hintereinander haben allerdings keinen höheren Nutzen.

In Deutschland macht man den Saunagang in der Regel nackt, Ausnahmen bilden so genannte „Textilsaunas“. Allerdings bietet feuchte Badekleidung in dem warmen Milieu der Sauna einen idealen Nährboden für Bakterien, weswegen es in unseren Breiten eher unüblich ist. Auf die Holzbänke einer Sauna wird lediglich ein Bade- oder Saunatuch untergelegt, das groß genug ist, dass beim Schwitzen kein Schweiß auf das Holz der Sitzbänke tropft. Aus hygienischen Gründen wird zudem vor dem ersten Betreten der Sauna geduscht. Des weiteren sollte man auf das Tragen von Schmuck verzichten. Neben den hygienischen Gründen spielt hier noch die Tatsache mit hinein, dass Metall Wärme sehr gut leitet und Schmuckstücke aus (Edel)Metall die Eigenschaft haben, heiß zu werden. Es kam schon zu Kontaktverbrennungen deswegen.

In den meisten Saunas finden regelmäßig so genannte „Aufgüsse“ statt. Ein Saunaofen hat in der Regel Steine auf der Oberseite liegen, die sich aufheizen. Beim Aufguss wird Wasser auf diese Steine gegossen, wodurch Wasserdampf entsteht, der die Temperatur kurzfristig noch weiter in die Höhe treibt. Die durch den Dampf aufgeheizte Luft wird von der Person, die den Aufguss durchführt, mit einem Tuch (dem so genannten „Wacheltuch“) durch kreisende Bewegungen im Raum verteilt. Bei einem Aufguss wird in der Regel drei Mal Wasser aufgegossen und die heiße Luft mit dem Tuch verteilt, dann ist dieser Saunagang beendet. Es ist gibt spezielle Aufgüsse, bei denen dem Aufgusswasser spezielle etherische Öle beigesetzt werden oder bei dem spezielle Zusatzbehandlungen erfolgen. Das Bekannteste ist hierbei das „Auspeitschen“ mit Birkenbüscheln. Da die Birkenzweige nicht entblättert werden, ist das „Peitschen“ mit ihnen nicht schmerzhaft, sondern hat eher den Effekt einer Massage. Andere Behandlungen sind das Einreiben der Haut zwischen zwei Aufgüssen mit Salz oder Honig, was der Hautpflege dient.

Eine Variante der Sauna ist das Dampfbad, in dem der Raum nicht aufgeheizt wird, sondern Wasserdampf einströmt. Die Temperatur ist dabei niedriger als in einer Sauna und die Luftfeuchtigkeit entsprechend höher. Dampfbäder gibt es meistens auch in den „normalen“ Bereichen von Erlebnisbädern, und sie werden in normaler Badekleidung betreten. In manchen Bädern werden dem Dampf etherische Öle zugesetzt, diese sind in der Regel am Eingang des Dampfbades angeschrieben.

Beim Saunabesuch ist es wichtig, einen eigenen Rhythmus zu finden und auf die Signale des eigenen Körpers zu achten. Zwar sind die Saunas im deutschsprachigen Raum in der Regel mit Alarmknöpfen ausgestattet, die man betätigen kann, falls es ein Problem gibt, dennoch gilt: das beste Problem ist das Problem, das man nicht hat. Wer sich während eines Saunagangs unwohl fühlt, sollte die Sauna verlassen, auch wenn die Zeit noch nicht abgelaufen oder ein Aufguss beendet ist, sonst riskiert man einen Kreislaufkollaps, was der Gesundheit nicht zuträglich ist.

Für den Besuch in einem Saunabereich empfiehlt es sich neben dem Saunatuch zum Unterlegen auch einen Bademantel mitzunehmen. Gerade wenn sich die einzelnen Saunas im Freien befinden, kann es nach dem Duschen beziehungsweise dem Bad im Kältebecken angenehm sein, etwas zu haben, das man anziehen kann. Zudem wird eigentlich in jedem Sauna-Gastrobereich gefordert, dass die Gäste sich bedecken, auch wenn der Rest des Bereichs textilfrei ist. Badeschlappen sind optional, aber in der kalten Jahreszeit kann es in einem Außenbereich ungangenehm sein, über den gefrorenen Boden zu laufen. Die Schlappen sollten offen sein und bleiben beim Saunagang selbst natürlich aus hygienischen Gründen vor der Tür stehen.

Weitere Einrichtungen

Neben den schon genannten bieten einige Erlebnisbäder noch mehr Einrichtungen, zum Beispiel ein Fitnessstudio oder Massageanwendungen. Diese Zusatzangebote müssen jedoch in der Regel extra bezahlt werden. Massagen kosten im Schnitt etwas mehr als 1,00 Euro pro Minute, abhängig davon, ob es sich um eine einfache Massage oder eine ganze Behandlung handelt. Hervor sticht hier der so genannte „Hamam“, in dem der Gast mit Seife abgerieben wird.

Unsere Artikelserie

In unserer Artikelserie wollen wir uns verschiedene Erlebnisbäder anschauen. In einer Woche geht es damit los. Die Artikel, die von Erlebnisbädern handeln, sind der Kategorie „Erlebnisbäder“ zugeordnet. Wenn Sie die Kategorie anklicken oder oben im Menü auswählen, finden Sie sie alle aufgelistet. Die nächsten Wochen wird der Donnerstag den Bäderberichten vorbehalten sein, danach werden wir immer mal wieder auf das eine oder andere Bad zurückkommen beziehungsweise auch Neues berichten. Weil zu dem Zeitpunkt, da dieser Artikel erscheint, Winter ist, werfen wir uns zunächst einen Blick auf die Einrichtungen, die gerade zur Winterzeit besonders einladend sind.

35 Jahre EUROPA-PARK, Teil 24: 2010

Das Europa-Park Historama

Das Europa-Park Historama

Ein weiteres großes Jubiläum feiert der Europa-Park im Jahr 2010: 35 Jahre.

Es war ein langer Weg durch so manchen Widerstand, doch der Park wurde zur Erfolgsgeschichte. Im Jubiläumsjahr wird der Isländische Themenbereich weiter ausgebaut und mit neuen Attraktionen versehen, der “Gazprom Erlebniswelt ‘Abenteuer Energie’”, dem “Splash-Battle” mit dem Namen “Whale Adventures” und einem neuen Bahnhof der Monorail-Bahn. Dazu wird die Strecke der Monorail über den Skandinavischen Themenbereich hinaus erweitert. Aus einer Rundfahrt wird damit eine weitere Möglichkeit, schnell und bequem von einem Punkt im Park zum anderen zu kommen.

Etwas später im Jahr wird der Wasserspielplatz “Litill Island” eröffnet, genauso wie die umgebaute Pyramide im Zentrum des Parks. Sie behebergt nun das „Europa-Park Historama“. Die neue Show, die dort geboten wird, erzählt die Geschichte von 35 Jahren Europa-Park in Mulitmedia. Im Portugiesischen Themenbereich wird der provisorische Imbiss durch ein kleines Gebäude ersetzt, wo man nun auch die Möglichkeit hat, sich hinzusetzen. Natürlich finden im Jubliäumsjahr wieder etliche Sonderveranstaltungen statt, die den Park durch den Jahreslauf begleiten.

Bei der Winteröffnung wird zum ersten Mal der Isländische Themenbereich mit eingebracht und der Bereich der Winteröffnung damit erweitert. In Island erwartet die Besucher zum ersten Mal das Riesenrad „Bellevue“, von dem aus man den ganzen Park überblicken kann.

Leider gab es auch einen traurigen Moment in der Jubiläumssaison: Am 3. Oktober 2010 verstarb der Gründer des Europa-Parks, Franz Mack, im Alter von 89 Jahren. Aber sein Vermächtnis besteht weiter.

Damit sind 35 Jahre Geschichte des Europa-Parks erzählt. Aber es geht in Zukunft noch weiter. Denn die Erfolgsgeschichte des Parks ist noch lange nicht beendet.

EUROPA-PARK: Schweizer Themenbereich

Vom Schweizer Themenbereich stand als erstes die Hauptattraktion „Schweizer Bobbahn“. Das Dorf, das zum Teil aus originalen Chalets aus der Schweiz besteht, die man hier wieder aufgebaut hat, kam später dazu, genauso wie eine Erweiterung des Bereichs in Richtung Parkplatz. Das Souvenirgeschäft im Themenbereich war ursprünglich mal ganzjährig auf Weihnachtsschmuck spezialisiert, das wurde aber geändert.
An den Schweizer Themenbereich grenzen der Französische und der Griechische Themenbereich.

Attraktionen

  • Schweizer Bobbahn
  • Matterhorn-Blitz
  • Jungfrau-Gletscherflieger
  • Walliser Dorf

Gastronomie

  • Bobbahn-Snack
  • Walliser Stuben
  • Eispavillon Bobbahn

Shopping

  • Walliser Stübli

EUROPA-PARK Wintersaison 2010 / 2011 endet heute

Dieser Artikel erscheint und der Europa-Park schließt seine Pforten für die Jubiläumssaison endgültig. Die Pause wurde diesmal allerdings verkürzt: da Ostern relativ spät im Jahr liegt, wurde der Eröffnungstermin für die Hauptsaison 2011 nicht auf das Wochende vor Karfreitag, sondern um eine Woche vorverlegt. Am 9. April 2011 kann man dann die neuen Attraktionen für die ganze Familie bewundern. Zwischen England und Österreich entführt der Märchenwald die Gäste in die Welt ihrer Kindheitserzählungen. Hierbei handelt es sich um den ältesten Teil des Europa-Parks, der eine Erneuerung erfährt, genauso wie „Ciao Bambini“ im Italienischen Themenbereich. Die Bahn nimmt die kleinsten Besucher mit auf eine etwas andere Reise durch Italien und in „Volo da Vinci“ wird ab Pfingsten der Traum vom Fliegen wahr!

Auch hier beim EP-Blog wird fleißigst gebaut und wir blicken nochmal zurück auf das, was war und was sein wird. Aber darüber gibt es einen separaten Artikel.

„Man sagt nicht ’sechen‘, man secht ’sagen‘!“ – Der Bürgermeister in „Hannes und der Bürgermeister“

Außerdem wird am 4. und 5. April 2011 wird die erfolgreiche Sketch- und Theaterproduktion „Hannes und der Bürgermeister“ im Europa-Park Dome zu Gast sein (u. a. bekannt aus dem SWR Fernsehen). Es erwarten Sie witzige, spritzige und hintersinnige Sketche mit Albin Braig als Hannes und Karlheinz Hartmann als Bürgermeister. Den musikalischen Teil der Show bestreiten die vier Haus- und Hofmusikanten von „HERRN STUMPFES ZIEH & ZUPF KAPELLE“.

Ticketpreise (inkl. 7% MwSt.):

Kategorie 1: 33,50 Euro (vorne bzw. mittig)

Kategorie 2: 31,50 Euro (seitlich bzw. hinten)

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 20.00 Uhr

Der telefonische Ticketvorverkauf läuft bereits. Info & Ticket-Hotline: 01805 / 7 88 99 7 (14 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk teurer). Die Vorstellung dauert 2 Stunden.

Impression 2011 – 93

Mit der "Atlantica" ab in die Tiefe!

Mit der "Atlantica" ab in die Tiefe!

Für den heutigen Tag habe ich ein Bild gewählt, das geradezu symbolisch ist. Wenn man mit der ATLANTICA im Europa-Park zum ersten Mal fährt (und das Gefühl kann sich auch bei den nächsten Malen einstellen), so ist das ein bisschen komisch: Man weiß eigentlich ganz genau, was passieren wird. Schließlich hat man die Bahn ja von außen gesehen und auch während der Fahrt sieht man die Schienen. Aber was passiert weiß man so wirklich nicht. Die Schienen geben nur die Richtung vor. Alles andere, das komische Gefühl, das Kribbeln im Bauch, das Adrenalin, das hochschießt, kommt aus einem selbst.

Das Bild ist deswegen symbolisch, weil es so ein bisschen den Weg in die Zukunft zeigt. Die Schienen sieht man zwar, aber was wirklich passiert, weiß man erst, wenn man es erlebt. Diese heutige Impression beendet diese Serie von Impressionen, denn morgen schließt der Europa-Park seine Pforten für die Winter-Saison 2010/11. Die Hauptsaison 2011 wird am 16. April starten. Die vergangene Saison war die 35. für den Europa-Park und daher seine Jubelsaison. Auch für das EP-Blog war es eine Jubelsaison, wir durften immerhin das 5jährige Bestehen feiern. Deswegen haben wir den Europa-Park durch die vergangene Saison hindurch begleitet, was sehr spannend, aber teilweise auch sehr anstrengend war. Morgen werfen wir nochmal einen Blick zurück auf die Saison, auf das Jubiläum und auf unser eigenes Projekt und wagen einen kleinen Blick in die Zukunft.

EUROPA-PARK: Französischer Themenbereich

Der Französische Themenbereich wurde offiziell am 14. Juli 1989 durch den französischen Senatspräsidenten Alain Poher eröffnet. Das Datum war natürlich nicht zufällig gewählt, Frankreich begeht am 14. Juli seinen Nationalfeiertag. Um einen See herum sind Gebäude mit verschiedenen französichen Baustilen angeordnet. Der Bereich wurde mehrfach erweitert, zunächst um den Straßenzug zum 4D-Kino (kam allerdings erst später dazu) mit dem Bistro „La Cigale“, das in der SWR-Produktion „Nadine nackt im Bistro“ als Kulisse diente, dann um den Bereich zur Achterbahn „Silverstar“. Die Silberkugel, die die Achterbahn „Eurosat“ beherbergt, ist eine der Attraktionen, die der Silhouette des Europa-Park ihr charakteristisches Aussehen gibt, zudem wird sie zu verschiedenen Gelegenheiten umdekoriert (zu Halloween zum Beispiel zum „größten Kürbis der Welt“).
Direkt an den Französischen Themenbereich schließen sich der Deutsche, Schweizer und Englische Themenbereich an, genauso wie die Welt der Kinder.

Attraktionen

  • Eurotower
  • Eurosat
  • Filmerlebniswelt
  • Magic Cinema 4D
  • Mercedes Benz Hall
  • Marionetten-Bootsfahrt
  • Old 99 mit Zirkusparade
  • Universum der Energie
  • Silverstar

Shows

  • Seebühne

Gastronomie

  • Bistro La Cigale
  • Chez Marianne
  • Crêperie Nadine
  • Mille Fleurs
  • Holzofenbäckerei
  • Motor Sports Bar
  • Flammkuchenstand
  • Petit France

Shopping

  • Bonbonniere
  • Leonardo-Shop
  • Boutique Europa-Park
  • L’Atelier Nici
  • Eurosat-Shop
  • Silver Star Racing Shop
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