Reisen, Rätsel, Abenteuer.

Autor: Thorsten Reimnitz (Seite 185 von 200)

Tauchen – in der Praxis

[singlepic id=87 w=320 h=240 float=right]Als wir unsere Helden das letzte Mal sahen, hatten Sie gerade Theorie und praktische Übungen eines Tauchkurses hinter sich gebracht und warteten mehr als nervös auf den nächsten Tag – der Praxis…

Für den Tag der Meerwassertauchgänge hatte man uns verschiedene Tipps gegeben. Man sollte zum Beispiel am Morgen nicht zu schwer frühstücken. Aber das war, was mich betrifft, sowieso umöglich. Ich war viel zu nervös, um mir den Bauch vollzuschlagen. Immer noch spukte diese Zahl in meinem Kopf, 10 Meter. Der einzige, der Zuversicht ausstrahlte, war unser Tauchlehrer. Nicht mal ein anderer Mensch, der an unseren Übungen teilgenommen hatte, war weniger nervös als wir. Und der hatte nur das „Einsteigerpaket“ gebucht, bei dem man nur einen Tauchgang im Meer macht und nur bis 5 Meter Tiefe geht, also sich das Ganze quasi einfach mal so anschaut. Diesen „Discover Scuba-Diving“ genannten Kurs kann man innerhalb einer gewissen Frist fortsetzen, um „Scuba Diver“ oder „Open Water Diver“ zu werden.

Nach einer Fahrt von etwa zwei Stunden erreichten wir den ersten Tauchplatz. Der erste Tauchgang sollte keine Übungen beinhalten. Das haben diejenigen, die den Kurs entworfen haben, schon recht gut erkannt: Als Anfänger ist man beim ersten Freiwassertauchgang überhaupt mit vielen, vielen anderen Dingen beschäftigt, als sich unbedingt noch um irgendwelche Übungen zu kümmern. Der Tauchgang dient dazu, sich selbst zu orientieren, sich an das Gefühl zu gewöhnen. Schließlich war es soweit: Der Moment, ins Wasser zu springen, zu wissen, dass man hier – anders als beim Pooltraining – nicht eben mal schnell einfach so an die Oberfläche konnte. Nervosität.

Dann Regulator und Maske festhalten… reinspringen. Zum ersten Mal von der eigenen Tarierweste an der Oberfläche gehalten und zu wissen, dass es unter einem etwa 20 Meter in die Tiefe geht. Und letztlich: das Abtauchen. Hier macht man die Erfahrungen, von denen die Lehrbücher schon erzählt haben. Auch wenn es sich teilweise anders anfühlt, als man es sich vorgestellt hat. Der Druckausgleich war auf den ersten fünf Meter schwieriger, später wurde er leichter und lief fast „so nebenher“. Allein, wir konnten es gar nicht fassen, bis auf fünf Meter Tiefe gegangen zu sein. Was Entfernungen betrifft, unterschätzt man sich unter Wasser gewaltig, vor allem als Anfänger. Das einzige, das einem sicher bestätigt, wie tief man ist, ist der eigene Tauchcomputer.

Die ersten fünf Meter waren wir senkrecht unter unseren Tauchboot nach unten getaucht, entlang einer Leine. Nun ging es von der Leine weg auf ein Riff zu, in dessen Nähe das Boot lag. Und unter uns breitete sich ein Schiffswrack aus. Wir tauchten tiefer, je näher wir dem Riff kamen, das merkte man an der Notwendigkeit, immer wieder einen Druckausgleich zu machen. Aber wie schon erwähnt, es war leichter als zuvor. Außerdem gab es so viel zu sehen, die Korallen, das Riff, das Wrack, Fische…

[singlepic id=88 w=320 h=240 float=right]Während wir kontinuierlich tiefer gingen, schwammen wir an der Steuerbordseite des Wracks in Richtung Bug. Als wir auf desssen Höhe waren, waren wir auch in der Tiefe, in der dieser Lag, unmittelbar am Riff. Von hier aus konnte man zurückblicken auf das Schiff, das seit über 20 Jahren an der Stelle lag. Und der Anblick war beeindruckend, das kann man wohl sagen. Die gute Sichtweite im Roten Meer tat ihr übriges dazu, man konnte nicht nur bis zur Oberfläche sehen, sondern weit bis zu den Aufbauten des Schiffes. Doch genau in dem Moment, da wir beide vor dem Bug schwebten, fiel mir etwas ein. Vor dem Tauchgang wurde – wie es so üblich ist – ein so genanntes „Briefing“ gemacht. Der Tauchplatz wurde besprochen, was man dort so findet, wo man vorsichtig sein muss, und es wurde eine „Route“ ausgemacht. Hatte es da nicht geheißen, der Bug des Wracks läge auf 10 Metern Tiefe? Ich blickte auf die Anzeige meines Tauchcomputers.

10,2 Meter.

Es sind solche Momente, die sich einprägen. Einerseits, weil die Tatsache, in 10 Metern Tiefe zu sein sich als nicht so drastisch herausstellte, wie man sich das anhand der Schilderungen aus dem Lehrbuch vorgestellt hatte. Andererseits, weil es einem klarmachte, dass man sich nicht auf das verlassen konnte, was man sah oder abzuschätzen glaubte. Hätte man mich gefragt, ich hätte die Entfernung zur Wasseroberfläche in dem Moment auf etwa fünf oder sechs Meter geschätzt. Der Tauchcomputer bestätigte, dass wir doppelt so tief waren.

Unser Weg führte uns an der Backbordseite des Schiffes entlang zur Brücke. Da das Riff an der Stelle abfiel und damit das Wasser tiefer wurde, mussten wir immer mehr über dem Boden schweben, um die Tiefe von 12 Metern nicht zu überschreiten, die für den „Scuba Diver“ die festgelegte Grenze war. Es war trotzdem ein faszinierender Anblick und unzählige Eindrücke, die auf einen einströmten. Nicht dass man das nicht schon aus irgendwelchen Dokumentarfilmen kannte, aber es tatsächlich selbst zu sehen und zu erleben, das war etwas völlig anderes. Die 45 Minuten, die der Tauchgang letztlich dauerte, vergingen dann auch wie im Flug. Schneller als gedacht war der Inhalt meiner Flasche in der Nähe der Reserve angekommen und wir wieder an der Oberfläche.

Die Pause zwischen den zwei Tauchgängen, die dadurch kam, dass das Boot den zweiten Tauchplatz anfahren musste, brauchten Annette und ich, um ansatzweise verarbeiten zu können, was wir da gerade erlebt hatten. Ich will nicht sagen, dass sich unsere Nervosität, die wir am Morgen noch hatten, komplett in Luft aufgelöst hatte, aber sie war auf ein erträgliches Maß zurückgegangen, so dass wir nun sehr gespannt waren auf den nächsten Tauchgang und was es da so zu sehen geben würde. Der Hauptteil der noch vorhandenen Nervosität kam durch die Übungen, die bei diesem Tauchgang absolviert werden müssten.

[singlepic id=91 w=320 h=240 mode=watermark float=right]Der zweite Tauchgang führte uns zu einem Riff in einer Gegend, die auch als „Dolphin House“ bezeichnet wurde. Warum, das merkten wir schon bei der Ankunft, als in der Ferne die ersten Delphine (nach neuer Rechtschreibung: „Delfine“) auftauchten. Dann ging es herunter an das Riff, wo unser Tauchlehrer sich offenbar genötigt sah, das Versprechen einzuhalten, das einem die Tauchschulen so leichtfertig geben: „You will see Nemo!“ Ja, so schreitet die Disneyfizierung der Ozeane fort, das arme Tier heißt nicht mehr „Clownfisch“, sondern „Nemo“. Jedenfalls durften wir das Tier, das bei Disney „Nemo“, bei einigen „Clownfisch“, bei anderen „Harlekinfisch“ und wissenschaftlich „Amphiprion ocellaris“ heißt, aus der Nähe betrachten, wie er aus einer Anemone hervorlugte. Und ach ja, daher nennt man ihn auch „Orangeringel-Anemonenfisch“. Dieses Erlebnis wurde jedoch bald darauf übertroffen, als zwei Delphine auf der Bildfläche erschienen, die in unserer Nähe blieben, während wir die Übungen durchführten. Offenbar fanden sie interessant, was wir machten. Oder vielleicht wollten sie nur sagen „Macht’s gut und danke für den Fisch!

Beide Tauchgänge hatten bei uns einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Offenbar so nachhaltig, dass das auch unserem Tauchlehrer auffiel, der uns folgende mahnenden Worte mit auf den Weg gab: „Ihr werdet schon bald anfangen, Eure eigene Ausrüstung anzuschaffen.“ (aber bitte, wieso denn gleich eine eigene Ausrüstung??) und „Als ‚Scuba Diver‘ dürft Ihr nur tauchen, wenn ein Aufpasser mit dabei ist, und das wird Euch bald nerven.“ (ach was, 12 Meter ist doch tief genug und so’n Aufpasser sorgt doch auch für zusätzliche Sicherheit). Wir hingegen waren uns zu dem Zeitpunkt nur sicher, dass wir irgendwie weitermachen wollten. Urlaubstaucher… ja… ist doch ganz nett… so ab und zu mal…

Oder?

Fortsetzung folgt!

Tauchen – in der Theorie

[singlepic id=39 w=320 h=240 float=right]Als wir unsere Helden das letzte Mal sahen, hatten sie gerade den Entschluss gefasst, sich an der Tauchbasis ihres Hotels zu einem Tauchkurs anzumelden. Hier nun die Fortsetzung…

Als wir einen Tag später zur Tauchbasis unseres Hotels kamen, ging alles sehr viel schneller, als wir gedacht hatten. Wir erklärten dem Leiter, dass wir den „Scuba Diver“-Kurs machen wollten und dass wir nach Möglichkeit einen deutschen Instructor bräuchten. Dann kamen als erstes die Formulare, Anmeldung zum Kurs und eine medizinische Selbstauskunft. Tauchen ist eine Sportart, die voraussetzt, dass man körperlich dafür geeignet ist. Gewisse Krankheiten, wie etwa Asthma, sollten vor einem Tauchversuch mit Hilfe eines Arztes abgeklärt werden, manche sprechen sogar gegen das Tauch an sich. Außerdem sollte man – was wunder – schwimmen können. Und wenn man die Nerven vom Tauchlehrer schonen möchte, sollte man schon zuvor schon mal mit dem Kopf unter Wasser gewesen sein. Tatsächlich, so erklärte es uns unser Instructor später, gäbe es wohl Leute, die eigentlich Angst vor dem Untertauchen haben, aber dann einen Tauchkurs belegen. Nein, so waren wir nicht, im Gegenteil. Aus heutiger Sicht erscheint es sogar merkwürdig, dass wir das nicht früher angefangen haben, aber es ist wie es ist. Und es ist eigentlich auch gut so. Aber eines nach dem anderen.

Wenn man den Entschluss fast, sich ernsthaft mit dem Tauchen zu beschäftigen, kommt meistens eine Frage auf, die wir uns gar nicht zu stellen hatten: Bei welchem Tauchverband macht man die Ausbildung? CMAS oder PADI? CMAS ist die Abkürzung für „Confédération Mondiale des Activités Subaquatique“ und ist einer der ältesten Tauchverbände überhaupt. Er bildet eine Dachorganisation verschiedener nationaler Tauchverbände wie dem VDST („Verband deutscher Sporttaucher“) oder der IDA („International Diving Association“). PADI bedeutet „Professional Association of Diving Instructors“. Beide Organisationen sind – bis auf ein paar Ausnahmen – weltweit bekannt und anerkannt und achten darauf, dass beim Erlernen des Tauchsports bestimmte Standards eingehalten werden. Gab es früher noch große Unterschiede zwischen den Standards beider Organisationen, so sind diese heute weitestgehend gleich. Die Ausbildungen, die man absolvieren kann, haben unterschiedliche Bezeichnungen, aber das Ziel ist das Gleiche. Oft – so wie bei uns – ist es einfach keine Frage persönlicher Präferenz, sondern der Verfügbarkeit. Unsere Tauchbasis bildete nach PADI aus, also begannen wir eben diesen Kurs.

Nachdem wir uns durch die Formulare gekämpft hatten, kam die Ansage, dass wir sofort mit der Theorie beginnen würden. Am Nachmittag würde es in den Pool gehen – und am nächsten Tag ins Meer. Äh, wie bitte? Ja, in der Tat, von der so viel beschriebenen ägyptischen „Gemütlichkeit“ war da nicht viel zu merken. Ob das daran lag, dass der Tauchbasenleiter Bedenken hatte, wir könnten es uns nochmal anders überlegen, wenn noch ein Tag dazwischen wäre, konnten wir nicht herausfinden. Jedenfalls bekamen wir sofort die Theorie erklärt, zusammen mit einem Lehrbuch zum Selbststudium. Mit dem sollten wir uns bis zum Nachmittag beschäftigen.

Die Theorie… da war doch noch was. Ich kann nicht sagen, dass ich völlig „unbedarft“ war, was das Tauchen betrifft. Über die Notwendigkeit des Druckausgleichs etwa hatte ich schon etwas gelernt, als ich als Teenager das Schnorcheln angefangen habe. Und über Tauchnotfälle hatte ich im Rahmen meiner Ausbildung zum Rettungsassistent einiges gehört. Gezwungenermaßen hatte ich da sogar schon praktische Erfahrung, als ich im Rettungswagen einen Taucher mit Zustand nach Tauchunfall reanimierte (der es leider nicht geschafft hat). Alles das kehrte nun zurück, denn natürlich muss man auch über die Extremsituationen Bescheid wissen, Dinge, die einem passieren können – und was man tun kann, um sie zu verhindern (bzw. wenn man sie nicht verhindern kann, wie man richtig reagiert). Bei Annette und mir jedoch sprang unser Gefahrensinn an. Vielleicht etwas mehr als er sollte, denn wir wurden auf einmal richtig nervös. Aber jetzt hatten wir’s schon angefangen. Mit dazu kamen ganz neue Begriffe, die man natürlich auch lernen musste. Was bei mir im Kopf bisher unter „Atemgerät“ abgespeichert war, wurde auseinander genommen in seine Bestandteile wie „erste Stufe“ (was für mich bisher der Anfang einer Treppe war), „Regulator“, „Finimeter“, „Inflator“ und noch einiges mehr.

[singlepic id=86 w=320 h=240 float=right]Nun standen also zwei Einheiten Poolunterricht vor uns. Die Tatsache, dass ich wieder diesen Moment erleben würde, in dem man zum ersten Mal unter Wasser Luft holen würde und feststellt, dass es ganz einfach geht, dämpfte meine Nervosität ein wenig und wandelte sie in Vorfreude. Am Pool wurde die Ausrüstung erklärt, im Pool wurden verschiedene Übungen und Manöver durchgegangen; man muss mit der Ausrüstung klarkommen, sie genauer kennenlernen und wissen, wie man sich hilft, wenn man zum Beispiel den Regulator verliert, oder die Taucherbrille. Es war in der Tat ungewohnt und der Instructor, den man uns zugeteilt hatte, brachte die notwendige Entspannung mit. Nicht dass es groß etwas genützt hätte, die Nervosität blieb, aber es war doch sehr positiv. Da ich mittlerweile auch Erfahrung mit anderen Tauchlehrern machen durfte, weiß ich, dass mir die beruhigende Art sehr viel mehr liegt. Ich brauche niemanden, der mir erzählt, dass ich ein blöder Anfänger bin – das weiß ich selbst!

Aber a propros „Anfänger“, was paradoxerweise auch nicht zu meiner Beruhigung beitrug, war die Tatsache, dass die ganzen Übungen gut funktionierten. Für unser beider Geschmack etwas zu gut. Konnte das sein? Waren wir Naturtalente? Nein, irgendwas konnte da nicht stimmen. Ein Loch im Raum-Zeit-Gefüge? Oder war das Privatfernsehen schuld? Einfach nur Glück?

Zu dieser Nervosität kam dann auch noch die Beschreibung aus dem Lehrbuch dazu, dass wir am Abend natürlich nochmals durchgingen. Man möchte ja vorbereitet sein, immerhin sollte es am nächsten Tag bis auf 10 oder gar 12 Meter Tiefe gehen. Ganz spezifisch wurde im Lehrbuch darüber berichtet, dass mit dem steigenden Druck in der Tiefe (pro 10 Meter Wassertiefe nimmt der Druck um 1 Bar zu) auch das Atmen schwerer sei. Und mit einem Mal wurde uns bewusst, wie viel Wasser da über einem ist. Eine Säule von 10 Metern. Hätte man mich aufgeforderte, diese 10 Meter von einem Sprungturm zu springen, ich hätte es nicht gemacht. Zu hoch. Und jetzt sollten wir also da runter gehen.

Aha.

Wir einigten uns darauf, dass wir das jetzt durchziehen und dann erstmal weitersehen. Die Nacht wurde entsprechend unruhig. Es schläft sich nicht gut, wenn man sich so viele Gedanken macht. Und umso schneller kam der nächste Morgen…

Fortsetzung folgt…

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Tauchen – und so beginnt es…

[singlepic id=92 w=320 h=240 float=right]Wenn man die Lehrbücher über das Tauchen liest, so fangen diese zumeinst mit einer kleinen Einführung an, die den Schüler auf das vorbereiten, was er so erleben und erfahren wird, wenn er das erste Mal die Ausrüstung anlegt und ins Wasser geht. Dass die Ausrüstung sich schwer anfühlt, ungewohnt. Dass man, wenn man den Kopf zum ersten Mal mit einem Regulator im Mund unter Wasser nimmt, sich daran erinnern muss, weiterzuatmen. Nicht die Luft anhalten. Und dann ist da die Rede von einer neuen Welt, die man betritt. Und in der Tat, das ist es…

Ein Urlaub ist auch die Gelegenheit, mal etwas auszuprobieren. Meine Mutter hat sich beispielsweise vor Jahren im Urlaub das Rauchen abgewöhnt. Ihre Überlegung war dabei ganz logisch: Niemand von den Kollegen würde es mitbekommen, sollte ihr Versuch scheitern. Und wenn sie es schaffen sollte, wäre sie nach dem Urlaub so gefestigt, dass ein Rückfall nicht mehr so wahrscheinlich wäre. Ihr Plan ging auf. Und ganz so ähnlich verhält es sich mit anderen Dingen, wie zum Beispiel sportlichen Aktivitäten. Wenn man schon immer mal das Windsurfen ausprobieren und sich nicht am heimischen Baggersee vor allen Freunden blamieren wollte, ist der Urlaub ideal. Keiner da, der einen kennt, und Lehrer, die durch den Umgang mit der besonderen Sorte Anfänger schon einiges gewohnt sind.


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Mit dem Tauchen ist es da ganz ähnlich. Was mich persönlich betrifft, es steckte irgendwie schon immer in mir drin. Fasziniert sah ich als Kind Fernsehsendungen über das Tauchen (nur die Dokumentation über Tauchunfälle fand ich gruselig). Aber irgendwie fehlte immer etwas, das den letzten Ausschlag gab. Etwas, das mich dazu bewegen würde, zu mir selbst zu sagen: „Jetzt machst Du’s!“ In meinem Bekanntenkreis war niemand, der tauchte und mich hätte „anstecken“ können. Und dadurch, dass ich am Bodensee wohnte, bekam ich immer aus erster Hand mit, wenn es mal wieder einen Tauchunfall gegeben hatte. Im Zuge meiner rettungsdienstlichen Ausbildung lernte ich noch mehr über diese Art Unfälle und was alles so passieren konnte. Diese ganzen Dinge führten dazu, dass es einfach bleiben ließ. Zwar nahm ich im ersten Ausbildungsjahr an einem Schnuppertauchen teil, das beim Jubiläum eines Hallenbades veranstaltet wurde, aber trotz dass ich das faszinierend fand, wurde die Leidenschaft in mir doch nicht geweckt. Mal ganz davon abgesehen, dass ich in meiner Ausbildung andere sorgen hatte, als auch noch Tauchen zu lernen.

[singlepic id=85 w=320 h=240 float=left]Viele Jahre später dann kam ein Urlaub am Roten Meer. Und es geschah genau das, was ich oben beschrieb – fern der Heimat und unbeobachtet von Menschen, die ein eigenes Scheitern vielleicht hämisch betrachten würden, kam es dazu, dass meine charmante Reisebegleiterin Annette und ich den Entschluss fassten, das Tauchen mal zu probieren. Das Hotel, in dem wir wohnten, hatte – wie die meisten Strandhotels am Roten Meer – eine eigene Tauchbasis, deren Leute immer nach neuen Tauchschülern Ausschau hielten. Diese Schüler übten am Hotelpool. Immer, wenn ich sie sah, musste ich an mein eigenes Schnuppertauchen denken, und dass es doch recht faszinierend war. Schnuppertauchen wäre auch dort möglich gewesen, doch ich wollte mich selbst nicht quälen. Nur mal ausprobieren und dann nicht anfangen, was sollte das denn sein? Vielleicht weiterzumachen, das kam mir nicht in den Sinn.

Eines Abends nun saßen Annette und ich in der Hotellobby und warteten eigentlich auf unsere Reiseleiterin, um einen Tagesausflug zu buchen. Und auf einmal fing sie an, ob ich nicht schon immer mal das Tauchen lernen wollte. Verblüfft stellte ich fest, dass sie sich offenbar ähnliche Gedanken gemacht hatte wie ich. Und zum ersten Mal entstand auch bei mir so ein Impuls, so dass wir hin und her überlegten. Hm. Was wollen wir überhaupt damit anfangen? Urlaubstauchen vielleicht. Würde doch reichen. Die erste Ausbildungsstufe, die die da anbieten, heißt „Scuba Diver“. Hm. Soso. Und was darf man dann? Ja, bis 12 Meter Tiefe tauchen und nur unter Aufsicht von einem „Instructor“. Wäre doch nett. Dann ist immer einer dabei, der aufpasst. Und 12 Meter, das ist ja nicht so tief. Na ja, man muss es ja nicht gleich richtig anfangen. Ausrüstung kann man sich leihen und immer schön dort ins Wasser gehen, wo es warm ist. Ja. Der Kurs kostet Geld. Aber Du wolltest es auch immer mal ausprobieren, oder?

So kam es zu dem Entschluss – wir belegen diesen „Scuba Diver“-Kurs. Schon am nächsten Tag wollten wir uns anmelden. Dass es am nächsten Tag schon losgehen sollte, ahnten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Wird fortgesetzt…

EUROPA-PARK Shows 2009: „Duell der Brüder“

[singlepic id=15 w=320 h=240 float=right]Segor und Selor sind Ritter – und Brüder. Bei einem Ausritt gerät Segor in die Hände einer bösen Hexe, die ihn in den Schwarzen Ritter verwandelt. Nachdem der König gestorben ist und keinen Nachfolger hinterließ, will sie die Macht an sich reißen. Dank ihrer Macht ist keiner der anderen Ritter, die nach dem Königsthron streben, dem Schwarzen Ritter ebenbürtig. Und so kommt es auf dem Turnierplatz zum „Duell der Brüder“…

Wiederum zeichnet Mario Luraschi für das Spektakel in der Spanischen Arena verantwortlich. Neben über 20 Mitwirkenden und 10 Pferden kommen auch einige Spezialeffekte zum Einsatz, die die Geschichte gleichermaßen spannend und auch lustig machen. Fans wird es freuen, dass der Darsteller des Hofnarrs Chico, Stephane Bulcourt, wieder mit von der Partie ist, nachdem er letztes Jahr für eine gewisse Zeit ausgesetzt hat. Die Moderation der Show übernimmt wieder, so wie im letzten Jahr, Wolf Fisher. Die Geschichte selbst hat natürlich Anklänge an die Show vom letzten Jahr („Der Kampf der edlen Ritter“), aber was bei den Rittershows immer der besondere Reiz ist, ist das ganze live zu sehen. Die Leistungen der Stuntleute und ihre Kunst im Umgang mit den Pferden kann an dieser Stelle gar nicht hoch genug gelobt werden. Es ist ein aufregendes Spektakel, das den Zuschauern geboten wird, Reit- und Hasardeur-Kunst auf hohem Niveau, wie man das ganz speziell in diesen Shows vom Europa-Park gewohnt ist. Wenn Sie diesen Jahr den Park besuchen, planen Sie diese Show unbedingt ein. Es lohnt sich!

Ägypten: Aktuelle Sicherheitshinweise

Heute möchte ich die kleine Reihe über Reisen nach Ägypten mit den aktuellen Sicherheitshinweisen vervollständigen, die das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben hat. Ich kann allerdings keine Garantie dafür übernehmen, dass zu dem Zeitpunkt, da Sie diesen Artikel lesen, sich die Situation nicht schon grundlegend geändert hat. Informieren Sie sich daher unbedingt noch aus anderen Quellen, wie etwa die Webseite des Auswärtigen Amts, um die neuesten Informationen zu erhalten.

Wichtig ist: Diese Sicherheitshinweise sind keine Reisewarnung! Sie können aufgrund dieser keinen Anspruch erwirken, eine bereits gebuchte Reise nach Ägypten zu stornieren oder umzubuchen. Konkret wird zu erhöhter Vorsicht gemahnt und zum Fernbleiben aus Menschenansammlungen oder Demonstrationen geraten, im Hinblick auf den Anschlag auf einen Markt in Kairo im Februar 2009. Ägypten ist allerdings sehr bemüht, durch entsprechende Präsenz von Polizei und Militär, das Risiko für Bevölkerung und Touristen, in einen Anschlag verwickelt zu werden, gering zu halten. Die Begleitung von Buskonvois entlang des Nils durch das Militär wurde Ende 2008 eingestellt.

Wovon dringend abgeraten wird, sind Reisen in entlegene Gebiete der Wüste, in denen ein Schutz durch das Militär nicht gewährleistet werden kann. Konkret wird davon abgeraten, in das südliche Grenzgebiet von Ägypten zum Sudan, Libyen und Tschad zu reisen, sowie in entlegene Gebiete der Sinai-Halbinsel. Hier wird auchvon Reisen in die Nähe des Grenzgebiets zum Gaza-Streifen abgeraten.

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Hotel Safir, Hurghada: Klein aber fein

[singlepic id=79 w=320 h=240 float=left]Hurghada am Roten Meer war ursprünglich ein Fischerdorf, das in den letzten 30 Jahren eine schwunghafte Entwicklung durch den Tourismus genommen hat. Nicht immer war die Entwicklung positiv. Doch es gibt immer wieder Hotels, die zeigen, wie es es anders geht.

Das Safir liegt unmittelbar am Ufer des Roten Meeres, der Stadtkern von Hurghada ist gerade mal fünf Kilometer entfernt. Das Hotel selbst verfügt über 141 Zimmer, es besteht aus einem dreistöckigen Haupthaus und einem Nebengebäude. Es wurde so gebaut, dass die Flügel des Haupthauses das Gelände des Hotels wie ein „V“ umschließen und so von der Straße abschirmen. Dadurch, dass das Haus nur drei Stockwerke hat, unterscheidet es sich stark von den Bettenburgen, die man hier auch finden kann.

Im Scheitelpunkt des „V“ liegt sozusagen der Hauptteil mit der Rezeption, einem Buffet-Restaurant sowie mehreren Läden. Außerdem bietet das Hotel als Service Massagen in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an. Dass der Massageraum ein wenig beengt ist, tut der Sache dabei keinen Abbruch, es kommt darauf an, gut bedient zu werden – und das wird man. Neben dem Buffet-Restaurant gibt es noch zwei Á-la-Carte-Restaurants und eine Bar.

[singlepic id=81 w=320 h=240 float=left]Der Sandstrand ist sehr sauber und bietet genügend Liegemöglichkeiten und Liegen. Man muss im Meer auch nicht sehr weit hinausschwimmen, die Fische kommen – wie fast überall am Roten Meer – bis in Strandnähe. Außerdem verfügt das Hotel über einen Pool mit integriertem Kinderbecken. Des weiteren gibt es hier eine Pool- und Strandbar. Bei Gelegenheit – wovon die allerdings abhängt, habe ich nicht herausfinden können – wird ein Animationsprogramm organisiert oder eine Abendveranstaltung. Außerdem kann man am Strand Volleyball spielen und im Hotel selbst Billard. Vor Ort befindet sich zudem eine Tauchschule, weitere Wassersportaktivitäten lassen sich bei lokalen Anbietern buchen. Das gleiche gilt auch für verschiedene Tagesausflüge. Angebote hierfür liegen bei der Rezeption aus.

[singlepic id=83 w=320 h=240 float=left]Die Zimmer sind ordentlich und werden gut sauber gehalten. Sie verfügen über Dusche, Bad und WC, Satelittenfernsehen, Minibar und Klimaanlage. Einen Safe für Wertsachen kann man an der Rezeption mieten. Das Personal des Hotels ist durchweg freundlich und auch immer mal für einen Scherz zu haben, besonders die Kellner im Hotel. Bei denen ist vor allem die Geduld im Umgang mit Kindern zu bewundern, egal wie viel oder wenig Erziehung letztere genossen haben. Das Hotel gehört in die Kategorie 4 Sterne und ist aufgrund seiner Lage für Bade-, Schnorchel- oder Tauchurlauber besonders geeignet, die evenutell Abends nochmal weggehen wollen. Der Stadtkern von Hurghada ist gut zu erreichen, und es gibt günstige Anbindungen per Bus oder Taxi. Vom Preis her gehört das „Safir“ zu den günstigeren Alternativen und hat dafür ein ordentliches Angebot.

Das Hotel wird auch gern für so genannte „Nil-Kombis“ genommen, eine Kombination aus Badeurlaub am Roten Meer und Nilkreuzfahrt. Die Abwicklung einer solchen Kombi-Reise erfolgt über die Reiseleitung vor Ort und ist sehr umkompliziert.

Das Hotel Safir ist eine kleine aber feine Unterkunft des mittleren Preissegments. Bei diesem Preis darf man natürlich kein hochklassiges Hotel erwarten, aber in seiner Kategorie ist es eine gute Unterkunft für einen erholsamen, selbst geplanten Urlaub – oder für den Einstieg und Ausklang zu einer Nilkreuzfahrt.

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Bilder aus dem Hotel „Safir“:

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Ägypten – Reise durch das Land der Pharaonen, ein Überblick

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Ägypten – Museen und Denkmäler auf einer größeren Karte anzeigen

Während der letzten Tage haben wir in diesem Blog eine Reise durch Ägypten unternommen. Dieser Beitrag soll einen kleinen Überblick darüber geben. Außerdem möchte ich nochmal auf Reiseführer für Ihren Urlaub eingehen.

Welcher Reiseführer soll es also sein? Das hängt davon ab, welchen Schwerpunkt Sie auf ihrer Reise setzen. Wenn Sie des Sports und der Abendaktivität nach Ägypten kommen, ist ein Kurzreiseführer, etwa aus der ADAC-Reihe oder von Marco Polo, völlig ausreichend. Wenn Sie allerdings tiefer in die Kultur eindringen wollen, sollten sie ein Werk nehmen, das das Land und seine Kultur ausführlicher beschreibt. Hier stechen die Bücher von Baedeker hervor, die allerdings auch ein bisschen mehr kosten. Sollten Sie gezielt eine Nilkreuzfahrt planen, so gibt es hierfür spezielle Bücher. Achten Sie auch darauf, was andere Leser über das Buch sagen, respektive in den Kritiken schreiben.

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Und hier nun die Teile unserer Artikel-Reihe:

Der erste Teil der Reihe bietet allgemeine Informationen über Ägypten, das Land und die Leute und einen Ausblick darauf, welche Art Urlaub man in diesem Land verbringen kann.

Der zweite Teil geht explizit auf Orte, Regionen und Aktivitäten am, im und um das Rote Meer ein.

Der dritte Teil berichtet von den Nilkreuzfahrten und was man dort so erleben kann. Außerdem wird auf Luxor und seine Sehenswürdigkeiten eingegangen.

Der vierte Teil folgt einer Nilkreuzfahrt von Luxor nach Assuan und geht die Sehenswürdigkeiten am Nil ab.

Nicht im Rahmen dieser Reihe veröffentlicht, gehört aber durchaus hierher: Ein Bericht über das Sheraton Miramar Resort in El Gouna, nördlich von Hurghada.

Zuletzt noch das EP-Blog Fotoalbum von Ägypten mit einigen Impressionen aus dem Land. Wenn Sie Lust bekommen haben, dann buchen Sie doch einen Urlaub oder eine Nilkreuzfahrt. Die Möglichkeit dazu gibt es gleich unterhalb des Albums.

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Ägypten – Reise durch das Land der Pharaonen, Teil 4

[singlepic id=77 w=320 h=240 float=]Eine Kreuzfahrt auf dem Nil ermöglicht einem ganz neue Einblicke. Ein Mitreisender auf unserem Weg von Luxor nach Assuan erzählte eines Abends, wie er, nachdem unser Schiff angelegt hatte, ins Bad ging, um zu duschen. Als er frischgeduscht und im Adamskostüm wieder aus dem Bad kam, musste er feststellen, dass sich an seiner Kabine etwas grundlegendes geändert hatte: Die Aussicht. Als er ins Bad ging, war das Fenster nach draußen noch unverstellt. Doch jetzt ankerte dort ein anderes Schiff, und ausgerechnet auf Höhe seiner Kabine befand sich dessen Speisesaal. Dort saßen Leute beim Essen, wie sich das für einen Speisesaal gehörte. Allerdings konnten diese nun in seine Kabine sehen. Durch einen gezielten Sprung in den Sichtschutz eines Tisches konnte er sich vor deren Blicken retten, kroch über den Boden bis zum Fenster und zog die Vorhänge zu.

Das ist nur eine der kleinen Überraschungen, die einen an Bord eines Nilkreuzfahrtschiffes begegnen können. So begegnet man an den Staustufen, wo die Schiffe auf ihre Passage warten müssen, keinen fliegenden, sondern schwimmenden Händlern. Das „schwimmend“ ist dabei nicht wörtlich zu nehmen, die Händler sind natürlich im Boot unterwegs. Aber die Geschäftsmethode ist ungewöhnlich, Souvenirs – zumeist Kleidungsstücke – werden in Bündel geschnürt auf das Oberdeck des wartenden Schiffes geworfen, während der Händler selbst auf seinem Boot bleibt. Dann kann man sich etwas aussuchen. Die Preisverhandlung wird durch Zuruf geführt, bevor man das, was man nicht kaufen möchte, zusammen mit dem Geld für das, was man gekauft hat, wiederum in ein Bündel schnürt und dem wartenden Händler zuwirft.

[singlepic id=76 w=320 h=240 float=left]Über das freundliche Schiffspersonal habe ich bereits in Teil 3 der Reihe geschrieben. Die Leute waren geduldig und immer für einen Scherz zu haben. Das merkte man auch, wenn man des Abends in seine Kabine zurückkehrte. Das Reinigungspersonal lebte dort seine Kreativität aus, eigentlich jeden Tag gab es eine neue Figur, die aus den Handtüchern gedreht und gefaltet worden war und sich zumeist auf dem Bett breitmachte. Irgendwann fieberte man der Rückkehr in die Kabine regelrecht entgegen, weil man sehen wollte, was sich das Personal nun wieder hatte einfallen lassen.

Auch die Reiseleiterin war in der Beziehung für manchen Scherz zu haben. Ziemlich am Ende unserer Tour beispielsweise besuchten wir einen Tempel und betrachteten eine Wand mit Hieroglyphen. Immer und immer wieder hatte uns die Dame auf die Kartuschen aufmerksam gemacht, die aus dem Text hervorstachen und in die die Pharaonen ihre Namen hatten schreiben lassen. So auch hier. Während sie uns erklärte, was genau auf der Wand geschrieben stand, stellten sich zwei junge Damen unserer Gruppe abseits zur nächsten Wand mit Hieroglyphen. Die eine – Andrea mit Namen – drückte der anderen ihren Fotoapparat in die Hand und verlangte von jener, sie solle ein Bild von ihr vor dieser Wand machen. Andrea stellte sich in Position, ihre Freundin legte die Kamera an – und in dem Moment wandte sich unsere Reiseleiterin ausgerechnet der Wand zu: „Und hier…“ Sie stutzte, dann jedoch sprach sie ungerührt weiter: „…an dieser Wand sehen wir Andrea.“ Sie deutete auf den goldenen Anhänger, den sich die junge Frau in Ägypten gekauft hatte und meinte: „Und auch sie hat ihren Namen in eine Kartusche geschrieben!“

Diese goldenen Anhänger in Kartuschenform, in denen der eigene Name in Hieroglyphen geschrieben steht, ist natürlich ein beliebtes Souvenir, so wie Goldschmuck jeglicher Art. Repliken von Kunstschätzen sind mindestens genauso beliebt, wobei Sie darauf achten sollten, dass es wirklich Repliken sind. Originale aus Ägypten zu bringen führt zu empfindlichen Strafen. Sie dürfen nicht einmal mehr ägyptische Kunstschätze ausführen, selbst wenn Sie diese legal bei der Einreise eingeführt haben.

Ebenfalls sehr beliebt sind handgemachte Papyrii, wobei sich das „handgemacht“ nicht nur auf die Zeichnung bezieht, sondern auch auf die Herstellung des Papyrus selbst. Die Zeichnungen werden zumeist von ägyptischen Kunststudenten gemacht. Wenn Sie es billiger mögen, natürlich gibt es auch gedruckte Bilder, aber die sind von der Qualität nicht so hochwertig. Wofür Ägypten auch bekannt ist, sind Essenzen. Dabei handelt es sich um den Grundstoff, aus dem Parfüm oder Eau de Toilette hergestellt wird. Essenzen sind sehr ergiebig und Sie können vor Ort die Gerüche von gängigen Markenartikeln kaufen. Auf den Märkten an den Ufern des Nils finden Sie zudem eine große Auswahl an Gewürzen. Und zuletzt ist noch die Shisha, die typische Wasserpfeife zu erwähnen. Beim Souvenirkauf gilt selbstverständlich: Handeln! Und Achtung auf die Einfuhrgrenzen, sonst könnten Sie bei der Einreise nach Deutschland am Zoll Ärger bekommen. Bedenken Sie, dass für Tabak beispielsweise die Grenzen entweder für Zigaretten oder für losen Tabak (zum Beispiel für eine Shisha) gelten. Führt man beides zusammen ein, addiert sich das.

Souvenirs können Sie in Ägypten eigentlich überall kaufen. Die altägyptischen Götter wären vermutlich Stolz, werden doch heutzutage mehr Statuen von ihnen hergestellt, als im Altertum. Auch ich habe eine Statue, die den falkenköpfigen Gott Horus zeigt, bei mir stehen, neben ein paar kleineren Dingen und drei Papyrii. Wenn Sie eine Sehenswürdigkeit besuchen, können Sie den Souvenirhändlern eigentlich auch nicht entkommen. Allein am Tal der Könige sind dutzende Läden dicht an dicht – und jeder Laden verkauft eigentlich das gleiche. Wie diese Läden überleben, ist mir ein Rätsel, aber sie tun es. Und neben den Dingen, die ich bereits aufgezählt habe, gibt es noch tausend andere Artikel zu kaufen – was das Herz des Ägyptomanen begehrt. Ich habe mich auf Souvenirs beschränkt, die eine gewisse Authenzität haben, einen Kaffeebecher mit dem Gesicht des Tut-Ench-Amun kann man auch bei uns kaufen. Doch jetzt wollen wir uns weiter auf unsere Nilkreuzfahrt begeben. Der erste Halt nach dem Ablegen in Luxor ist…

  • Edfu

[singlepic id=72 w=320 h=240 float=left]Edfu liegt von Assuan gesehen etwa 100 Kilometer flussaufwärts. Hier wird das Reisen nochmal zum Abenteuer, denn das Straßenbild wird von einspännigen Pferdekutschen beherrscht, mit deren Hilfe man von der Schiffsanlegestelle zu einem der imposantesten Gebäude Ägyptens kommt: dem Horus-Tempel. Dieser ist deswegen so beeindruckend, weil er fast vollständig erhalten ist. Wenn man den Reiseleitern zuhört, bekommt man einen guten Überblick über die Geschichte des Tempels. Außerdem lernt man, dass man im Ägyptischen das Wort „Ptolemäer“ so ausspricht, als würde man zwischen dem „P“ und dem „T“ einen Kirschkern ausspucken. Dummerweise gibt es aber keine Kirschbäume in Ägypten, also sagen wir mal, als würde man einen Dattelkern ausspucken. Das trifft’s.

  • Kom Ombo

[singlepic id=60 w=320 h=240 float=left]Von Kom Ombo aus sind es nur noch 50 Kilometer bis Assuan. Je nach Planung der Kreuzfahrt wird die Stadt entweder auf dem Weg nach Assuan angefahren und ist eine Station auf dem Rückweg. In unmittelbarer Nähe der Schiffsanlegestelle, und damit gut zu Fuß zu erreichen, befindet sich der so genannte Doppeltempel von Kom Ombo, der für die Götter Sobek und Haroeris errichtet wurde. Hier kann man neben zahlreichen Reliefs auch einige mumifizierte Krokodile, den heiligen Tieren von Sobek, bewundern. Falls jemand unliebsame Familienangehörige günstig loswerden möchte, in Kom Ombo gibt es zudem einen Kamelmarkt, wo unter Umständen gerne getauscht wird.

  • Assuan

[singlepic id=69 w=320 h=240 float=left]Mit Assuan ist auch schon der südlichste Ort des ägyptischen Nils erreicht. Hier türmt sich der berühmte Assuan-Hochdamm auf, der den Nil gen Süden zum Nasser-See aufstaut. Ein Besuch des Hochdamms ist möglich, allerdings gelten besondere Vorschriften, was das Filmen und Fotografieren betrifft, und das Militär achtet sehr auf deren Einhaltung. In Assuan befinden sich die Steinbrüche, aus denen in alter Zeit Steine für verschiedene Bauten geholt wurden. In einem dieser Steinbrüche befindet sich der unvollendete Obelisk, der der größte Obelisk Ägyptens geworden wäre, wäre er nicht noch beim Bearbeiten im Steinbruch durch einen Riss wertlos geworden. Das berühmte Mausoleum von Aga Khan, das über dem Nil weithin sichtbar ist, ist auf Wunsch von Aga Khans Witwe nicht mehr zugänglich. Im Nil gibt es verschiedene Inseln, Elephantine, Philae oder Kitchener’s Island, um nur drei zu nennen. Letztere hält einen besonderen botanischen Garten bereit. Um den Nil hier richtig zu erkunden, bietet sich eine Fahrt in einer Felukke an, einem typischen regionalen Boot. Übrigens ist hier der Einfluss der nubischen Kultur zu merken, während Händler im übrigen Ägypten teilweise recht aufdringlich sein können, üben die Einheimischen hier eine gewisse Zurückhaltung aus. So fragte der Bootsführer unserer Felukke während unserer Tour erst um Erlaubnis, ob er uns verschiedenen handwerkliche Sachen anbieten darf, bevor er das wirklich tat. Auch die Art dieser Souvenirs unterscheidet sich etwas von dem, was man im übrigen Land bekommt. Hier merkt man deutlich, dass man sich in Afrika befindet.

[singlepic id=55 w=320 h=240 float=left]Von Assuan aus bietet sich ein Tagesausflug nach Abu Simbel und der berühmten Tempelanlage an, die im Zuge des Aufstauens des Nasser-Sees von ihrem ursprünglichen Standort versetzt wurde. Der Tempel wurde von Pharao Ramses II. erbaut und sollte gegenüber den Nubiern ein Symbol der Macht Ägyptens sein. Ein größerer Tempel ist Ramses selbst geweiht, ein kleinerer seiner Gemahlin Nefertari. Die Versetzung der beiden Tempel auf ein höheres Plateau in den 1960er Jahren wird mit der Bauleistung der alten Ägypter verglichen, als sie die Anlage ursprünglich bauten. Für den Tagesausflug sollte man sich allerdings viel Zeit nehmen, denn allein die 280 Kilometer Fahrt durch die Wüste von Assuan aus nimmt vier Stunden in Anspruch. Die meisten Tagesausflüge beginnen daher auch vor Sonnenaufgang.

Assuan ist entweder Wendepunkt einer Nilkreuzfahrt oder deren Ziel, je nach Organisation. Und es hat etwas besonderes, die Altertümer Ägyptens auf diese Weise zu sehen, denn vom Fluss aus bekommt man auch sehr viel von der übrigen Landschaft mit. Wer nach einer solchen Reise noch nicht genug hat, dem sei ein Tagesausflug nach Kairo oder Alexandria angeraten, wo es noch mehr Altertümer zu bestaunen gibt. Immerhin war der Satz, den wir auf unserer Reise am Häufigsten zu hören bekamen, „[Gegenstand] ist nicht hier, ist in die Ägyptische Museum in Kairo“. Wie bereits zu Anfang dieser Reihe erwähnt wurden die meisten Kulturgegenstände des Landes in dieses Museum geschafft, allerdings hat man mittlerweile angefangen, auch lokale Museen, zum Beispiel in Edfu oder in Luxor, aufzubauen.

Ägypten ist ein faszinierendes Reiseland mit vielen Facetten. Und obwohl ich sonst Science Fiction schreibe, muss ich hier doch einmal betonen: Nicht die Außerirdischen haben die Pyramiden und Tempel von Ägypten gebaut. Menschen waren das, Menschen wie Du und ich. Und das lässt einen schon ehrfürchtig werden. Ich komme immer wieder gern hierher. Und ich kann es nur empfehlen.

Morgen gibt es eine Impression, und übermorgen erscheint ein Überblick über die Reihe zu Ägypten, sowie eine kleine Empfehlung für Reiseführer. Sollten Sie aber bereits Lust darauf bekommen haben, Ihre eigene Nilkreuzfahrt unternehmen zu wollen, können Sie diese hier buchen:
(Abwicklung der Buchung durch Travelan Reisen!)

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