[singlepic id=90 w=320 h=240 float=left]Vor einiger Zeit habe ich in diesem Blog eine Reihe mit „Tauch-Geschichten“ angefangen, mit der Ansage, dass diese weitergehen würden. Seither ist etwas Zeit vergangen und neue Ideen sind dazu gekommen. Ideen, die zum Start einer neuen Webseite geführt haben.
Der ursprüngliche Gedanke war, in den Reiseberichten des EP-Blogs auch solche aufzuführen, die Hinweise für Taucher enthalten sollten. In einigen Gesprächen zwischen meiner Tauchpartnerin und mir kamen wir jedoch immer wieder auf die Einzigartigkeit unserer „Karriere“ zu sprechen und dass es schade wäre, diese Erfahrungen nicht mit anderen zu teilen. Wir hatten viele Bedenken, als wir diesen Sport anfingen, die sich so nach und nach immer mehr selbst erledigten. Viele Menschen würden unsere Geschichten sicher lustig finden, aber wer weiß, vielleicht würde es auch dazu führen, dass jemand, der selbst Zweifel hat, sich dazu durchringen kann, das Tauchen vielleicht doch einmal zu versuchen. Es ist immer schwierig, sich das vorzustellen, wenn man die ganzen erfahrenen Taucher sieht, die mit der Routine der Gewohnheit ihre Ausrüstung richten und sich in irgendein Gewässer stürzen. Es fällt einem schwer, sich vorzustellen, dass diese ganzen Menschen auch mal klein angefangen haben. Manche werden überkritisch sich selbst gegenüber und lassen es einfach.
Deswegen fingen wir an, unsere Geschichte aufzuschreiben, wobei wir es vermieden, uns selbst allzu Ernst zu nehmen. Denn die Meister, die sprichwörtlich vom Himmel fallen, das waren wir selbst nie und sind wir auch nicht. Im Gegenteil. Und genauso entstand die neue Webseite und ihr Titel: „Flat Flute Divers“. Der Name ist ein typisches Beispiel dafür, wie Annette und ich uns gegenseitig inspirieren. In einer eMail an mich schrieb sie etwas über unsere Bedenken und meinte dazu scherzhaft, wir wären schon „zwei Flachflöten“. Meine Antwort darauf war, ob wir uns vielleicht T-Shirts drucken lassen sollen mit der Aufschrift „Flat Flute Divers“. So entstand der Name. Und so heißt auch die neue Webseite: www.flatflutedivers.de.
Dort finden Sie unsere Geschichte in aller Ausführlichkeit und ungeschminkt. Am besten ist es, mit dem Lesen beim Vorwort anzufangen, so ähnlich wie man ein Buch liest (klicken Sie hier, um zum Vorwort zu kommen), und sich dann chronologisch von Artikel zu Artikel durcharbeiten. Einen Link zum nächsten Artikel gibt es ganz unten auf jeder Seite. Oder auch zum vorigen, wenn Sie das wünschen. Ich hoffe, Sie haben Spaß an der Geschichte und können das eine oder andere mitnehmen. Aber die Einrichtung lassen Sie bitte stehen!
Was bedeutet das nun für das EP-Blog? Werden hier keine Tauchziele mehr besprochen? Nicht mehr so wie wir das mal gedacht haben. Denn die Trennung der Themenbereiche gibt uns die Gelegenheit, beides ausführlicher zu behandeln. Und wir hoffen, es gefällt so. Aber den einen oder anderen Querverweis wird es schon noch geben.
Ein Angebot von unseren Partnern der Firma Terracus: Wenn Sie den Reisenewsletter abonnieren, bekommen Sie nicht nur in regelmäßigen Abständen aktuelle Informationen und spezielle Angebote von Reisezielen und günstigem Urlaub, sondern nehmen auch noch an der Verlosung einer attraktiven Reise teil. Eintragen können Sie sich hier (bitte Teilnahmebedingungen beachten!):
Hier klicken, um den Inhalt von www.terracus.de anzuzeigen.
Wir hatten also die Theorie und den einen Freiwassertauchgang erledigt. Einen Tag später stand der nächste an – der letzte. Danach würden wir es geschafft haben. Aber zwischen uns und das „Open-Water-Diver“-Brevet hatten die Götter des Tauchens eine besondere Prüfung gestellt.
Die bekannten Übungen liefen eigentlich recht gut, Tarieren, schweben, Maske ausblasen. Dann die Kompassnavigation unter Wassser. Die Idee war, dass Annette bei Majki bleibt, während ich mit Babsi so weit weg schwimme, dass man gerade noch das Licht der Taucherlampe sehen konnte. Dann sollten Annette und ich abwechselnd das Licht mit dem Kompass anvisieren und ohne aufzusehen hinschwimmen. Die Idee war wie gesagt nicht schlecht, allein die Technik spielte nicht mit. Kaum hatten Babsi und ich den Punkt erreicht, da wir von Majki und Annette nichts mehr sahen, sondern nur noch das Licht von seiner Lampe erkannten, da meinte Babsis Lampe, dass nun der geeignete Moment sei, den Jahresurlaub einzureichen. Zack – und sie war aus. Drehen, klopfen, Voodoozauber, alles half nichts, sie wollte nicht mehr. Also mussten wir wieder zurück. Aus den Gesten, die Babsi machte, schloss ich, dass sie den gleichen Gedanken hatte wie ich: Wenn wir schon zurück zu den anderen müssen, dann könnte ich ja gleich die Navigationsübung machen. Majkis Licht sah ich ja. Und Annette hatte nichts zum Anvisieren. Gesagt (bzw. gedeutet) – getan. Ich visierte das Licht an und schwamm los. Und schon wieder musste ich davor bewahrt werden, mir den Kopf anzustoßen. Zwar kann man sich im Schluchsee fast nicht visuell orientieren, aber ich wollte trotzdem nicht schummeln und hielt daher den Kompass (geliehen!) fest im Blick, als plötzlich eine Metallstange vor mir auftauchte. Das war das Gestänge der Galerie, die dort versenkt war. Ich hatte also wieder eine Punktlandung hingelegt, aber dummerweise waren Majki und Annette nicht mehr dort. Wir hatten uns also verloren. Daher machten wir das, was Taucher in so einem Fall machen, kurz umsehen, suchen, auftauchen. An der Wasseroberfläche trafen wir uns dann wieder. Wie sich herausstellte, waren Annette und Majki uns entgegen gekommen und wir hatten uns knapp verfehlt. Aber was hatte Annette eigentlich anvisiert?
Annette: Eben, eben. Ich tauchte nämlich mit Majki los, und da ich nicht wußte, was ich anpeilen sollte, hab ich einfach mal geradeaus gepeilt. Unsicher, ob das jetzt so richtig ist, blickte ich hoch und da sah ich Euch uns entgegenkommen. Heee! Wohin bitte soll ich denn jetzt… Majki tauchte hinter mir her, ohne irgendwelche Anstalten zu machen… ich war irritiert. Jetzt kam aber noch ein Problem dazu. Meine rechte Flosse drohte abhanden zu kommen. Also wenn ich schon keine Möglichkeit habe, selber abzuhauen, dann wohl meine Flosse. Ich setzte mich auf die Uferböschung und zog die Flosse fest. Majki gab mir das Zeichen zum Auftauchen. Oben angekommen meinte er, dass seine Frau wohl zu weit weg geschwommen sei, denn er könne ihre Lampe nicht mehr sehen. Ich sagte ihm, dass Babsi und Thorsten uns doch entgegen gekommen seien. Er wollte es nicht glauben, aber so war es. Das hatte mich nämlich komplett verwirrt. Wie soll ich peilen wenn mein Ziel auf mich zu kommt. Nun ja… Kurze Zeit später tauchten die beiden dann auf und wir hatten uns alle wieder. 🙂
Nun standen noch Notfallmanöver auf dem Plan. Das eine war die so genannte „Wechselatmung“, diesmal allerdings mit Aufstieg. Die Wechselatmung braucht man in dem seltenen Fall, wenn ein Taucher keine Luft mehr hat und aus irgendeinem Grund die alternative Luftversorgung seines Buddys ausfällt. Zwei Taucher teilen sich einen Hauptregulator und müssen währendessen natürlich auch noch an die Oberfläche kommen.
Ich sollte der „Geber“ sein. Wir platzierten uns auf der im See versenkten Plattform und Annette gab mir das Zeichen, keine Luft mehr zu haben. Dann fingen wir mit der Wechselatmung an, und wir hatten recht schnell unseren Rhythmus gefunden, zwei Atemzüge ich, Regulator an Annette abgeben, zwei Atemzüge sie, Regulator an mich zurück… und so weiter. Dann das Zeichen: „Auftauchen!“ Wir hielten uns an einander fest und stießen uns von der Plattform ab. Ich fing sofort mit Flossenschlag an, hatte allerdings ein Problem: da mein Jacket keinen herkömmlichen Inflatorschlauch hatte, der über die linke Schulter hängt, hätte ich zum Luft einlassen Annette länger loslassen müssen. Ich musste ja an den Hebel an meiner linken Seite kommen. Da ich nicht wusste, ob sie mir gleich abstürzt, wenn ich sie loslasse, verzichtete ich aufs Tarieren. Damit hatte ich leider kein Glück – und dann kam auch noch Pech dazu.
Bei der Wechselatmung ist man so dicht bei einander, dass man nichts weiter sieht, nur das Gesicht des Partners. Und man konzentriert sich natürlich auf den Regulator. Deswegen konnte ich nicht erkennen, was schief lief, als Annette plötzlich immer mehr in Rückenlage geriet. Ich fing noch mehr an zu strampeln, was aber die Lage nicht verbesserte, im Gegenteil. Es wurde immer schwieriger, Balance zu halten und gleichzeitig den Regulator weiter zu geben. Auf einmal gab es einen Ruck und reflexartig machte ich eine Ausgleichsbewegung. Dabei riss ich Annette den Regulator aus dem Mund. Sie reagierte, in dem sie auf Abstand von mir ging und nach ihrem eigenen Regulator angelte. Erst als ich sah, dass sie ihn hatte, nahm ich meinen wieder in den Mund. Aber ich hätte ihr den sowieso nicht zurückgeben können. (In der Tat. Ich hab mir schon vorher den Hals verrenkt, um überhaupt noch an deinen Regulator dranzukommen.) Ich hing nämlich fest. Erst jetzt konnte ich die ganze Lage überblicken: Wir waren in einen Torfballen gestürzt. Und mein linker Fuß war unter der Umrandung der Plattform eingeklemmt. Mit Mühe bekam ich ihn frei. Aber was war passiert?
Nun, die Optik hatte mir einen Streich gespielt. Da man im Schluchsee nicht sonderlich weit sieht, hatte ich keine Ahnung, wie weit hoch wir von der Plattform waren, als wir uns abgestoßen hatten. Ich hätte schwören können, dass wir mindestens zwei Meter hoch gekommen waren. Waren wir aber nicht, meine Flossenschläge hatten uns nicht nach oben, sondern zur Seite bewegt, kaum einen halben Meter über der Plattform. ( Tja… Orientierung ist halt nicht Jedermanns Sache, was…?) Annette kam deswegen in Rückenlage, weil ich sie auf den Torfballen, der neben der Plattform lag, schob. (Wüstling!) (Ach komm, Du wolltest es doch auch!) Dadurch sind wir offenbar wieder abgesunken und dabei hatte ich mir den Fuß eingeklemmt.
Nicht dass ich explizit darauf hinweisen wollte… aber fällt dir auf, dass du etwas unfall-lastig bist? Man könnte es fast schon als „ungeschickt“ bezeichnen… 🙂 Na, da bin ich ja mal gespannt, was du in Zukunft noch alles so für Hämmer bringst…
Ich sagte es ja schon beim Schwimmbadtauchgang – irgendwas muss wohl sein. Aber es heißt doch, dass man nur dann ein wirklich „erfahrener“ Taucher wird, wenn man auch ein paar unangenehme Situationen mitmacht. Insofern werde ich wohl irgendwann ein „verdammt erfahrener“ Taucher sein. Immerhin gab uns beiden der Vorfall eine Lektion und da war ein besonderer Punkt – wir haben uns selbst geholfen und waren nicht in Panik geraten.
Tja. Pech gehabt. Die Chance, mich unter Wasser mit Hilfe eines als Unfall getarnten Manövers abzuhängen hat wohl nicht geklappt was?
Nein, im Ernst. Das war eine Situation, die gar nicht mal ungefährlich war. Ich würde durch Analyse dazu tendieren zu behaupten, dass der Wurm von Anfang an drin war. Ich glaube zwar, dass wir beide mit Flossenschlag an die Oberfläche gekommen wären, also auch ohne Luft im Jacket, aber ich denke, du hättest Luft ins Jacket lassen müssen, als wir noch auf der Plattform waren. So hatte ich es gemacht. Und zudem halte ich mich ja auch noch an dir fest, insofern kann ich nicht abstürzen.
Ja, es zeigt mal wieder eins: Solche Dinge muss man sich vorher im Kopf durchspielen, weil wenn es passiert, hat man nicht die Zeit, das Für und Wieder einzelner Maßnahmen abzuwägen. Ich musste eine Entscheidung treffen und hab mich leider falsch entschieden. Aber dafür sind solche Übungen da – um sowas herauszufinden und (hoffentlich) daraus zu lernen.
Ich war wohl etwas irritiert über die zunehmende horizontale Lage (aufdringlicher Kerl!), aber man ist ja flexibel. Ich erkannte gar nicht, dass hier ein Problem vorliegt. Erst als du mir den Regulator aus dem Mund gerissen hast bevor ich den 2. Atemzug machen konnte vermutete ich, dass hier etwas nicht stimmt. Denn bei allem gebührenden Hass füreinander ( 🙂 ), aber das würdest du nicht tun. Mir die Luft abschneiden. Oder? Oder? ODER???
Ach, mit wem würde ich mich denn dann streiten? My Life would suck without you…
Nachdem das passiert war, merkte sogar die helle Leuchte Annette, dass hier etwas gründlich daneben ging. Da Thorsten mich aber immer noch festhielt, der Gute, musste ich ihn etwas rabiat wegstoßen um ihm zu sagen: “ Hör auf mit der Übung“. Ich kruschtelte nach meinem Regulator, (Fehler! , denn der Oktopus wäre mit einem Griff in meiner Hand gewesen, zudem hielt mir offenbar Majki seinen Oktopus auch noch hin, den ich glatt übersah (sowohl den Oktopus wie auch Majki selber…)), versuchte gleichzeitig einen Druckausgleich, denn wir waren abgestürzt und meine Ohren zogen ziemlich und ich versuchte krampfhaft dran zu denken, wenn ich den Regulator im Mund habe, die Luftdusche zu drücken. Ich hatte nämlich auch noch wirklich „keine Luft“ mehr. Und natürlich auch noch den Inflatorschlauch, um meinen Fall zu bremsen. Etwas kompliziert, aber ich schaffte es. Dann sah ich Thorsten abgestürzt weiter unten hängen, Majki war bei ihm. Gut, wir hatten zumindest beide keinen Schaden genommen. Und wir waren Majki im Nachhinein unendlich dankbar, dass wir diese Situation durchspielen konnten ohne dass er eingriff. Tätlich eingriff. So konnten wir eine Notsituation unter geordneten Bedingungen üben.
Nachdem die Situation geklärt war, wiederholten wir das ganze, diesmal unfallfrei. Die letzte Übung sollte dann der Notaufstieg sein. Notaufstieg bedeutet, ein Taucher hat keine Luft mehr und ist aus irgendeinem Grund zu weit vom Buddy weg, um von dem Luft zu holen. Das sollte nicht passieren, aber wenn es passiert, macht man einen Notaufstieg: durchgehend Luft aus dem Mund lassend strampelt man sich bis an die Oberfläche. Im Lehrbuch heißt es sogar: „Sing ein Lied bis an die Oberfläche.“
Ich wollte soeben den „Kammerton A“ anstimmen, da fiel mir ein, dass meine Stimme nicht gerade für die Öffentlichkeit tauglich ist. Es gibt bessere. Ich war in Sorge um Majkis Brillengläser. Der machte nämlich den Notaufstieg mit mir zusammen. Zur Sicherheit, falls was schief laufen sollte. Wie hätte das denn ausgesehen, wenn sie Risse bekommen hätten um schließlich in 1000 Scherben zu zerspringen…
Na dann… „*In a world of illusion and mystery there’s a secret between you and me, let me be your Oxygen… let me feel your breath again… Oxygen!*(1)“
Da ich den Regulator im Mund behielt, hatte ich ein kleines Problem: Ich konnte die Luft aus meiner Lunge nicht so ganz kontrolliert ablassen, da mein Mund ja sperrangelweit offen stand. Ich kriegte das erst nach ein, zwei Sekunden hin, und da war schon ein ansehnlicher Anteil meines Lungeninhalts ausgeströmt. Die Oberfläche erreichte ich gerade eben noch so (es bestand natürlich keine Gefahr, ich hätte jederzeit wieder einatmen können), und dann musste ich das Jacket auch noch mit dem Mund aufblasen. Etwas *hüstel außer Atem machte ich mich daran und kriegte es auch hin.
Eigentlich müssten deine Lungen ja gut trainiert sein so wie Du immer die Kanne leerschnüffelst… 🙂 Schade dass du nicht gesungen hast. Da wären die Fische sicher im hohen Bogen freiwillig aus dem Wasser gesprungen.
Und dann, dann war es geschafft. Als „Scuba Diver“ waren wir in den See gestiegen, als „Open Water Diver“ kamen wir wieder heraus. Sinnbildlich gesprochen, denn erst musste die Bürokratie noch erledigt werden. Formulare, Formulare. Aber dann hielten wir das vorläufige Brevet in den Händen, das uns bestätigte, dass wir die Ausbildung bestanden hatten. Von jetzt an brauchten wir nicht mehr unbedingt mit einem TL einen Termin absprechen, wenn wir tauchen gehen wollten – wir konnten selbst tauchen gehen! Wir waren unheimlich stolz, aber dennoch war es nicht so, dass wir gleich ins nächste Gewässer hüpften, um möglichst schnell auf 18 Meter Tiefe zu gehen. Wir sind vernünftig genug zu wissen, dass es nicht nur auf den Schein ankommt, sondern auch auf das, was man sich zutraut. Und an die Tiefe wollten wir uns Stück für Stück und möglichst unter Anleitung herantasten.
He! Du hast vergessen zu sagen, dass wir eine LAOLA-Welle bekommen haben!
Richtig! Die Ein-Personen-LAOLA-Welle! Die hatten wir uns aber auch verdient, oder? 😀 Das nächste Abenteuer sollte also heißen: Tauchgang ohne TL. Wow!
Heute geht es mal wieder um das EP-Blog selbst. Vor einiger Zeit haben wir angefangen, Beiträge mit Sicherheitshinweisen und Reisewarnungen zu veröffentlichen. Leider ist hier die Auswahl nicht immer einfach, da das Auswärtige Amt auch schon mal zwischen sechs und zehn dieser Hinweise am Tag rausschickt. Teilweise handelt es sich dabei um geringfügige Korrekturen, teilweise aber auch um völlig Neues. Da wir aber hier nicht nur Reisewarnungen als Beiträge veröffentlichen wollen, haben wir ab sofort eine neue Funktion: die akutellsten Reisewarnungen sind in der linken Seitenleiste aufgeführt.
In der linken Seitenleiste finden Sie den Punkt „Reisehinweise des Auswärtigen Amtes“. Darunter werden die neuesten Sicherheitshinweise, Reisewarnungen und medizinischen Reisehinweise, die von dieser Stelle ausgegeben werden, veröffentlicht. Die Überschriften zeigen, um welche Art Hinweis es sich handelt und für welches Land dieser gilt. Außerdem ist noch das Datum mit angegeben, damit der Leser sieht, wann der entsprechende Hinweis ausgegeben wurde. Wenn Sie mit der Maus über einen Titel fahren, ohne ihn anzuklicken, erscheint ein kleines Fenster, in dem die ersten Zeilen des Hinweises wiedergegeben werden. Um den ganzen Hinweis zu lesen, müssen Sie die jeweilige Zeile anklicken. Sie werden dann auf die Webseite des Auswärtigen Amtes weitergeleitet.
Wenn Sie den Titel „Reisehinweise des Auswärtigen Amtes“ anklicken, werden Sie auf die Übersichtsseite der Reisehinweise der Behörde weitergeleitet. Sollte Ihr Reiseland nicht unter den aktuellen Reisehinweisen zu finden sein, können Sie es hier mit Hilfe einer Karte oder alphabetischen Liste suchen und die Hinweise nachlesen.
Ebenfalls neu im EP-Blog ist eine Funktion, die sich am Ende jedes Einzelbeitrags findet: „Verwandte Beiträge“. Sie werden hier auf Beiträge aufmerksam gemacht, die inhaltlich auf irgendeine Weise mit dem Beitrag zu tun haben, den Sie gerade lesen, und die sie daher möglicherweise auch interessant finden. Die Funktion ist am Ende des Beitragstextes, direkt vor den Kommentaren.
Mittlerweile war es fast schon zu einer lieben Gewohnheit geworden, vor dem nächsten Tauchgang nochmal in den Laden zu gehen und das eine oder andere Teil dazu zu kaufen, das man noch nicht hatte, was aber unverzichtbar war. Allerdings war etwas merkwürdig: O-Ringe, die Annette unbedingt haben wollte, gab es nicht, nicht mal in dem Tauchladen in Salzburg, in dem ich vorbeigeschaut hatte, als ich dort zu Besuch weilte. Dafür hatte ich ihr dann Ohrringe mitgebracht (ich kleiner Schelm, ich).
O-Ringe hatten wir also diesmal auch nicht gekriegt, aber dafür Handschuhe und Shaker. Das war doch auch schon was. Bedauerlicherweise stellte sich heraus, dass die „Metal Straps“ (Metallfedern als Flossenbänder), die ich Annette auch aus Österreich mitgebracht hatte, an ihren Flossen nicht befestigt werden konnten. Damit landeten sie bei eBay.
Unser nächstes Ziel war also der Schluchsee. Dort gibt es verschiedene Tauchgebiete, die unterschiedlich tief und unterschiedlich geeignet sind. Wir Anfänger mit Tauchgang Nr. 5 nahmen natürlich das einfachste. Respektive, wir ließen es nehmen und vermuteten, dass es das einfachste war, denn da mussten wir uns auf die Informationen der Tauchbasis vor Ort verlassen. Wir wurden sehr freundlich empfangen, man zeigte uns alles und hatte auch Verständnis für unseren Wunsch, tauchen gehen um zu üben. Zum ersten Mal wurden wir nicht gefragt, ob wir nicht gleich den OWD machen wollten. Das sollte noch Folgen haben.
Annette: Hier kann ich mich Thorstens Meinung nur anschließen. Wir wurden wirklich sehr herzlich empfangen. Ehrlich gesagt hatten wir etwas Sorge, denn im Internet liest man immer wieder von Tauchern, die offenbar sehr genervt sind von Anfängern. Insofern hatten wir fast das Bedürfnis, uns für unser „Anfängertum“ entschuldigen zu müssen, aber Michael, einer der Chefs der Basis, wischte unsere Bedenken mit einem Mal weg.
Über den Schluchsee als Tauchgebiet findet man hier eine allgemeine Beschreibung. Unser Tauchgang sollte nun nicht nur von einem, sondern von zwei Tauchlehrern begleitet werden, beziehungsweise, einer von beiden – der spontan zum Mitkommen aufgefordert wurde – war gerade auf dem Weg, Tauchlehrer zu werden. Und schon kam die nächste „Habt-Ihr?“-Frage: „Habt Ihr Lampen?“ Äh, nö? Warum das so wesentlich war, sollten wir gleich beim Tauchgang herausfinden. Wenn man nämlich ein paar Meter abtaucht und in Richtung Seemitte (also ins Tiefe) schaut, sieht man ungefähr das hier:
Der Schluchsee von unten
Ich möchte hierbei mit allem gebotenen Nachdruck betonen, dass das Bild tatsächlich im Schluchsee aufgenommen wurde – und zwar bei Tag! Im See liegen Unmengen von Torfballen, mit denen man zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs das Wasser abgedeckt hatte. Sie sogen sich voll mit Wasser und sanken auf den Grund. Da liegen sie noch heute und lösen sich auf. Und das verdunkelt das Wasser. Was noch hinzu kommt: da der Schluchsee ein Stausee ist, wird ab und zu das Wasser umgesetzt, dabei lösen sich die kleinen Teilchen so richtig gut und wirbeln durcheinander.
Eigentlich praktisch. So kann man Nachttauchgänge auch tagsüber durchführen…
Schwebeteilchen können den ein oder anderen Taucher Übelkeit bescheren. Ich hatte zuerst etwas Angst, aber ich hab keine Probleme gehabt. Im Gegenteil. Ich fand sie praktisch, denn so konnte ich gleich „mit einem Blick“ sehen, ob ich die Höhe halte oder falsch tariere… 🙂 Man muss immer das Beste aus einer Situation machen!
Wir hatten uns in der Basis umgezogen, die in einem ehemaligen Eisenbahngebäude untergebracht ist und gut Platz bietet. Dann überquert man die Straße, steigt eine Treppe hinab – schon ist man im See. Andere Tauchgebiete können auch mit dem Boot angefahren werden. Die Situation war für uns etwas ungewohnt. Selbst in den heimischen Gewässern, in denen wir bisher waren, hatten wir mehr Sicht als hier. Begleitet wurden wir diesmal gleich von zwei „Guides“, einem Tauchlehrer und einem Assistent, der das noch werden sollte. Unser Weg führte uns die Uferlinie entlang. wo es tatsächlich einzelne helle Flecken gab. Außerdem wurden hier für die Taucher einige Dinge installiert, zum Beispiel eine Galerie (das ist nicht im übertragenen Sinn gemeint, es handelt sich um eine Sammlung von Bildern, die an einem Gestell angebracht sind) oder ein Boot, das auf dem Grund liegt.
Die Tücken des dunklen Wasser durften wir – Annette und ich – dann auf dem Rückweg so richtig kennenlernen. Wir tauchten zu zweit nebeneinander, die beiden Tauchlehrer vorweg, wir hinterher. Plötzlich bemerkte ich, dass Annette weiter weg war als bei meinem letzten Blick. Sie war also mal wieder auf Exkursion. (*) Nicht, dass das was Neues wäre, aber angesichts der schlechten Sicht kamen mir Bedenken. Ich konnte sie aber noch sehen und sah auch, dass sie in die richtige Richtung blickte – zu unserem Tauchlehrer, der recht auffällig helle Flossen hatte. Aber sie macht keinerlei Anstalten, dahin zu schwimmen. Damit war ich in einem Dilemma – sollte ich nun zu Annette oder bleiben, wo ich bin? Würde ich ihr andeuten können, dass die Richtung schon richtig war? Oder würden wir dann beide die TLs verlieren? Doch mit einem Mal war sie im Dunkel verschwunden. Kurz sah ich noch ihre Blasen aufsteigen, dann war sie endgültig weg. Für mich das Zeichen, dem TL Bescheid zu geben. Er bedeutete mir, bei seinem Assistent zu bleiben und machte sich auf den Weg, sie zu suchen. Ausgemacht war, dass man zur Oberfläche gehen soll, wenn man verloren geht, und ich wusste genau, dass Annette das machen würde.
(*) Eine derartige UNVERSCHÄMTHEIT sowas zu behaupten! Also, das war natürlich ganz anders! Wir sind nämlich plötzlich ein kleines Stück höher getaucht, und durch die Oberfläche brach das Sonnenlicht. Und mit einem Mal befand ich mich in einer „Schwebeteilwolke“. Ich versuchte, meine Hand direkt vor meinen Augen zu sehen, es ging nicht. Also versuchte ich, das Licht der Lampen zu erkennen, um ungefähr die Richtung zu sehen, aber da ausgerechnet an der Stelle das Wasser sehr hell war, konnte ich auch die Lichter nicht sehen. Ich tauchte ein Stück vor, in der Hoffnung, aus dieser Wolke herauszukommen, aber die Sicht blieb schlecht. Also ein Stück runter, unten ist es meist besser. Aber dann kam mir ein Gedanke: Alleine? So passieren Unfälle. Zumindest bei so jungen Anfängern wie ich einer bin. Deshalb traf ich die Entscheidung, nicht eine Minute unter Wasser zu suchen sondern gleich aufzutauchen. Gemütlich stieg ich auf und wartete, und tatsächlich erschien Michaels Kopf knapp eine Minute später. Übrigens ein beachtliches Stückchen weiter weg.
Indessen, ich hatte ein Problem. Der TLA deutete mir an, ich sollte an Ort und Stelle bleiben, was mir nicht so recht gelang. Also, an Ort und Stelle blieb ich schon, aber ich trieb umher wie ein Luftballon im Wind. Ja, Tauchgang Nr. 5, ich weiß, aber es ärgerte mich trotzdem. Irgendwann hielt ich mich mit einer Hand an einem Stein fest, dann ging es einigermaßen. Just zu dem Moment kehrte der TL zurück und brachte Annette mit, die – wie ich später erfuhr – wie vorgesehen zur Oberfläche gegangen war.
Nun setzten wir unseren Tauchgang fort, der uns langsam zurück in Richtung Ausstieg führte. Hier musste Annette feststellen, dass sie ihren Shaker, den wir erst kurz zuvor gekauft hatten, verloren hatte. Wie – das bleibt das Geheimnis des Shakers. Die Schnur, an der er hing, war nämlich noch intakt. Aber er war weg und liegt nun auf dem Grund des Schluchsees. Der Tauchgang war sehr ungewohnt gewesen, vor allem wenn man bedenkt, dass die Sichtweite das exakte Gegenteil von dem war, das wir in Ägypten erlebt hatte. Trotzdem hatte das was. Noch dazu hatten wir wieder mal Glück gehabt, die Leute an der Tauchbasis waren nett und hatten Verständnis für uns Anfänger. Da sich die Möglichkeit bot, machten wir gleich einen neuen Termin aus für eine Woche später.
Dazwischen lag ein Kino-Abend, vor dem wir wieder mal ins Tauchgeschäft wollten, um uns mit Lampen auszurüsten. Aber nun ja… der Laden hatte Mittwochs geschlossen. Das gab uns mehr Zeit fürs Abendessen und uns auf „Harry Potter“ einzustimmen. Dann eben nochmal ohne Lampen.
Diesen Tauchgang sollten wir zu dritt machen, also nur mit einem TL. Wir erkundeten diesmal ein anderes Gebiet, und was soll ich sagen? Annette ging wieder verloren (*) , wobei ich wieder das gleiche Dilemma hatte: Ich sah, wie sie sich entfernte. Ihr nach, oder dem TL folgen? Ich folgte dem TL. Nachdem wir sie unter Wasser nicht wiederfanden, stiegen wir zur Oberfläche auf, wo sie schon wartete. Da kann man sich auf sie verlassen.
(*) Es ist mir zwar unangenehm, aber es stimmt. Einmal in die andere Richtung geguckt und schon ist es passiert! Ich bin sonst nicht so! Wirklich nicht. Es war mir auch schon echt peinlich langsam…
Ohne weitere besondere Vorkommnisse ging es dann weiter und wir beendeten den Tauchgang dort, wo er angefangen hatte.
Kommt mir das nur so vor oder haben wir beim Erzählen des letzten Tauchganges vielleicht eine Winzigkeit vergessen lieber Autor? Es begab sich nämlich der Moment, in dem ich mich vertarierte und fast an die Oberfläche schoss. Um nicht schon wieder abhanden zu kommen improvisierte ich einen „Delfinsprung“ nach unten und sauste direkt neben dir vorbei wieder runter. Und hab den Anschluss behalten! Ich möchte bitte, dass diese Heldentat erwähnt wird!
Im Gegensatz zu dir. Ich erinner mich, wie ich auf dem Grund neben Michael saß und wartete… und wartete… und wartete… weil ein gewisser Buddy ABHANDEN gekommen war… Mr „blütenweiße Weste“… versuch ja nicht zu lügen. Ich hab davon sogar ein Foto!
Mann, jetzt hatte ich das soooo gut verdrängt, da wühlst Du alles wieder auf! Ich kann alles erklären. Ich bin nämlich gar nicht abhanden gekommen. Als ich den Sichtkontakt zu Dir verloren hatte, hab ich angehalten und bin… ich bin… ich bin in eine ganz fiese Reißströmung geraten, die vom Seegrund senkrecht nach oben in Richtung Oberfläche ging und mich mitriss… nein, warte, das Magnetfeld der Erde hatte sich an der Stelle für einen Moment gedreht, deswegen bin ich in Richtung Oberfläche getrieben… nein, als Du Deinen „Delfinsprung“ an mir vorbei gemacht hast, bin ich in Dein Kielwasser geraten und in Richtung Wasseroberfläche gesaugt worden… Menno-o! Ich hab Dich nicht mehr gesehen, hab angehalten und bin dabei aus der waagerechten in die senkrechte Lage gegangen. Und auf einmal zog es mich nach oben, meine Tarierung war halt für waagerecht ausgelegt, nicht für senkrecht. Außerdem haben die Bremsen versagt. Aber ich bin nicht abhanden gekommen! Ich wusste jederzeit, wo ich war: Im Wasser! Ich wusste auch ganz genau, wo ihr wart: Unter Wasser! Und ich bin von selbst zurück gekommen, oder? Gut, hat etwas gedauert, ich wollte halt nicht wie so ein Stein zum Grund sausen, sondern mit der Eleganz eines Delfins eine Punktlandung hinlegen. Jawohl!
Tzzzzzzzz… welch schwache Ausrede!
Nach diesem Tauchgang unterhielten sich Annette und ich über unsere Pläne. Wieder kam das Thema auf, dass es manchmal etwas umständlich war, immer einen TL zu besorgen. Außerdem hatte Annette bereits ein paar von den „Spezialkursen“ im Auge. Die konnte man aber nur mit Brevet abschließen, wenn man „Open Water Diver“ war. Und eine Idee entstand: Wie wäre es, wenn wir… aber nein, das wäre ja… also… hm… außerdem hatten wir das doch schon anders geplant… aber…
Wie wäre es, wenn wir den „Open Water Diver“ eben doch in Deutschland fertig machen? Und zwar möglichst bald sogar. Die Basis am Schluchsee bot da Möglichkeiten an. Also machte ich nicht nur einen Termin für das folgende Wochenende zu einem Tauchgang aus, sondern fragte auch vorsichtig an, wie das denn so wäre mit dem „Open Water Diver“.
Der Tauchgang an diesem Wochenende huldigte gleich mehreren Traditionen, die sich bei uns etabliert hatten. Wir gingen zuvor in den Tauchladen, wollten eigentlich Lampen kaufen, ließen es aber. Zu teuer! Traditionsgemäß ging Annette auf Exkursion (*) und was sich bei den bisherigen Tauchgängen immer wieder gezeigt hatte, wurde bei diesem zur Ursache, dass wir das letzte Stück zum Ausstieg an der Oberfläche zurücklegen mussten: mein Luftverbrauch. Annette geizte weiterhin mit ihrer Luft, und ich kam immer an die Reserve. (**) Diesmal so weit, dass wir den Tauchgang frühzeitiger als gedacht beenden und zurückschwimmen mussten.
(*) Zu dem Thema äußere ich mich jetzt nicht mehr. Ich fühle mich zutiefst missverstanden. Zudem bin ich menschlich enttäuscht von dir, dass du so schamlos meine Unfähigkeit austratscht! So! Warte nur ab, bis wir zu den nächsten Artikeln kommen. Dann kriegst du dein Fett ab 🙂
(**) „Thorsten, – der Mann mit den Lungen eines Staubsaugers!“ Es ist auch nicht zu glauben, wie schnell du eine Flasche leersaugst. Und mal am Rande erwähnt… der TL hatte EXTRA gesagt, du sollst ihm anzeigen, wenn Halbzeit ist! Und nicht erst, wenn wir wieder mal das letzte Quäntchen Luft raussaugen! Wegen DIR hatte ich dann anschließend nämlich Drehschwindel und Übelkeit. Weil mir nämlich nicht unter oder im Wasser schlecht wird, sondern weil ich an der Oberfläche zurückschwimmen musste (mit 100 bar!!), und das tut mir gar nicht gut, wenn ich dann anschließend wieder Land betrete! Ab in die Ecke mit dir! Schäm dich! „6“, setzen!!!!!!
Hab ich was verpasst? Seit wann hat denn ein Staubsauger Lungen? Überhaupt, wozu haben wir die Flaschenfüllung denn? Um sie halbvoll wieder zurück zu geben? Neeee, ich hab dafür gezahlt, ich verbrauch’s auch! Übrigens hab ich dem TL die Halbzeit (100 bar) angezeigt. Er hätte es aber auch noch gern gehabt, wenn ich ihm die Reserve (50 bar) angezeigt hätte. Hat er aber vorher nicht gesagt, und ich bin davon ausgegangen, dass das mit der Halbzeit schon reichen wird. Erst als mein Finimeter wesentlich unter 50 bar anzeigte und immer noch kein „Land in Sicht“ (ha ha!) war, wurde ich etwas misstrauisch. Außerdem heißt das ja „Tauchsport„, da kann man auch mal so ’n paar Meter an der Oberfläche schwimmen.
SO hörst du also zu. Natürlich hat er das gesagt. Ich kann mich sogar dran erinnern wann. Und zwar als wir auf der gegenüberliegenden Seite die Pause gemacht haben. Ich bin zwar kein HNO Arzt aber wenn du Wert drauf legst, kann ich ja mal deine Lauscher durchputzen. Mit Stahlwolle vielleicht? 🙂
Na ja, liebe Leser, Sie sehen es schon, es gab auch so genügend Gründe, den Kurs weiterzumachen, damit wir endlich allein losziehen durften. Wir MUSSTEN es einfach machen, denn so wäre es nicht mehr lang gut gegangen. Nach dem Tauchgang folgt die Besprechung unserer neuen Pläne: der „Open Water Diver“. Einer der Tauchlehrer, die man regelmäßig an der Basis trifft, unterrichtet nach PADI und war bereit, uns als Schüler anzunehmen. Wir hatten ihn auch schon kennengelernt, allerdings ahnten wir da noch nicht, welche neuen Pläne wir haben würden. Er würde mit uns Kontakt aufnehmen und die Termine absprechen. Wir mussten noch die fehlenden Schwimmbadlektionen, Theorie, Freiwassertauchgänge und die Prüfung machen. Und wieder waren wir elektrisiert von unserer Entscheidung. Also, ich zumindest. Wie war das bei Dir, Annette?
Also ich konnte mich natürlich nur schwer zu dieser Entscheidung durchringen, die mein Tauchleben entscheidend verändert hatte. Eigentlich hatte ich ja gar keine Lust, und wer muß schon tauchen, immer dieses Schleppen, das Nasswerden, umziehen….
BLÖDSINN! Mir wäre es lieber gewesen, SOFORT damit anzufangen. Kaum stand der Plan, hab ich schon gedanklich weiter gearbeitet wie du weißt. Ein ruhender Geist rostet!
Weiter geht es im nächsten Teil unserer Reihe…
Und falls sich jemand fragt, ob der Titel dieses Beitrags eine subtile Anspielung ist – ja, ist er: