Reisen, Rätsel, Abenteuer.

Autor: Thorsten Reimnitz (Seite 154 von 200)

CSI: NY 1.4 – Todesgrüße auf Vinyl

Originaltitel: Grand Master

Inhalt

In einem Club in New York findet ein DJ-Wettbewerb statt, bei dem einer der Kontrahenten durch seinen Gegner DJ Banner gedemütigt wird. Als es zur Preisverleihung kommt, erscheint der Sieger jedoch nicht – er liegt tot am Hinterausgang des Clubs. Jemand hat ihn erstochen. Sein Gegner DJ Francais wird der Tat verdächtigt und verhaftet. Doch dann stellt sich heraus, dass DJ Banner schon drei Tage zuvor eine Morddrohung erhalten hat – aus der DJ-Szene…
Stella und Danny werden in das Apartment einer Modedesignerin gerufen. Sie ist in ihrem eigenen Pool ertrunken. Zunächst sieht alles nach einem gewöhnlichen Badeunfall aus, doch dann stellt sich heraus, dass die Dame Tetrodotoxin im Blut hatte: das Gift des Kugelfischs. In der Tat hat sie am Abend ihres Todes im Fuqa Sushi Restaurant einen solchen Fisch gegessen. Doch der Fisch enthielt gar kein Gift…

Zitat
„Gewinnt den Wettbewerb, verliert sein Leben. Fragt sich nur, was der zweite bekommt.“
Mac Taylor über den Mord an DJ Banner

Medien
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Hinter der Story
Gaststar in dieser Episode ist der Rapper Master P.
In Japan nennt man den Kugelfisch „Fugu“. Die besondere Kunst beim Zubereiten ist es, den Fisch auszunehmen, ohne die Organe zu beschädigen, die das Gift Tetrodotoxin enthalten. Das sind die Ovarien, die Leber, aber auch die Haut. Das Muskelfleisch enthält kein Gift, dieses wird zu Sushi verarbeitet. Der besondere Kick für viele Gäste ist es, sich voll und ganz auf die Künste des Küchenchefs verlassen zu müssen. Da nur wenige Köche den Kugelfisch so zubereiten können, ist ein Essen entsprechend teuer. Für einen Koch ist es entehrend, wenn einer seiner Gäste am Kugelfischgift stirbt. Dass solche Köche in Japan dann jedoch Seppuku (rituellen Selbstmord nach Art der Samurai) begehen, ist ein Mythos.
Mittlerweile ist es möglich, Kugelfische zu züchten, die kein Gift enthalten, indem man ihnen gewisses Futter vorenthält. Das Zunähen des Mauls hat damit direkt nichts zu tun, dies ist für Danny und Stella nur der Hinweis, dass der Kugelfisch nicht in Freiheit aufgewachsen sein kann, sondern im Aquarium gezüchtet wurde.

Diese Episode spielt an keinem bestimmten Ort in New York, allerdings zeigt sie sehr schön die verschiedenen Facetten der Stadt, die niemals schläft. Leider ist den Schreibern ein Fehler unterlaufen: Mac Taylor verdächtigt DJ Francais des Mordes, nachdem er eingetrocknetes Blut unter dessen Schuhen gefunden hat. Er lässt ihn verhaften – und danach sehen wir Francais nicht mehr wieder. Es wird nicht einmal erklärt, wie das Blut an seine Schuhe gekommen sein kann, da er mit der Tat ja offenbar nichts zu tun hat.

DVD-Cover: (c) by CBS

CSI: Miami 1.4 – Ein verhängnisvolles Angebot

Originaltitel: Just one Kiss

Inhalt

Ein Pärchen geht in der Nacht an den Strand. Sie kommen sich näher. Ein Mann überfällt die beiden. Am nächsten Morgen ist der Mann tot und die Frau schwer verletzt. Jemand hat dem Mann die Wange verbrannt und die Kehle durchgeschnitten.
Die Frau kann vernommen werden und dabei kommt überraschendes zutage: der Tote ist nicht ihr Freund – und der kann sich an nichts erinnern, da beide auf einer Party waren. Die Party wurde von einem Mitglied der Familie Hamilton veranstalten – und die sind sowas wie die amerikanischen Royals, und alte Bekannte von Horatio…

Zitat
„Tja, das ist die alles bewegende Frage. Aber ich denke, auch diesmal werden die Beweise für sich sprechen.“
Horatio – die erste „Kampfansage“ von „CSI: Miami“

Medien
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Kritik
In dieser Episode wird zum ersten Mal das eingeführt, was das Gegenstück zum „Opener“ bei „C.S.I.“ ist: das „Versprechen des Helden“. Während bei „C.S.I.“ der Satz, der die Titelmusik einleitet, eine meistens sarkastische Bemerkung über das Opfer, seine Lebens- oder die Todesumstände ist, ist es bei „CSI: Miami“ eine Ankündigung, den Täter zur Strecke zu bringen – eine „Kampfansage“, wie Produzentin Ann Donahue es bezeichnet hat.

Die Episode führt uns nach Miami Beach. Die Stadt liegt sechs Kilometer östlich von Miami auf einer Insel im Miami-Dade County. Bekannt sind vor allem die Ansichten der langen Sandstrände mit den dahinter liegenden Hotels, zumeist Wolkenkratzer. Eine Touristenattraktion ist auch das Art-Déco-Viertel von South Beach, wo der berühmte Ocean Drive liegt.
Tatsächlich leben einige gut situierte Leute hier. „CSI: Miami“ thematisiert in dieser Episode die Sonderbehandlung, die manche dieser Menschen von der Polizei erwarten. Außerdem wird erwähnt, dass echte kubanische Zigarren in den USA illegal sind. Das liegt daran, dass es in den USA noch immer ein Handelsembargo gegen Kuba gibt. Der Einfuhr sämtlicher Waren aus Kuba ist verboten, damit auch der Zigarren.

Ein kleiner Fehler steckt in dieser Episode im Detail: Horatio beschreibt, wie der Täter Blutspritzer vom Opfer abgekriegt hat. Dabei sagt er, dass das Blut aus einer „durchtrennten Vene“ gespritzt sei. Das ist so nicht korrekt, Blut aus Venen spritzt nicht, es läuft. Spritzen tut es nur bei Arterien.

C.S.I. 1.4: Stille Wasser

Originaltitel: Pledging Mr. Johnson

Inhalt

Zwei Männer sind auf dem Lake Mead zum Angeln. Als sie wegfahren wollen, finden sie das abgetrennte Bein einer Frau. Taucher finden den Rest der Leiche. Es gab einen Kampf und die Frau hatte vor ihrem Tod Geschlechtsverkehr – aber nicht mit ihrem Mann. Sie hatte eine Affaire und ihr Liebhaber lebt in der Nähe des Fundorts der Leiche…

Sarah und Nick werden in eine Universität gerufen. Einer der Studenten hat sich erhängt. Es kommt heraus, dass er vor seinem Tod bei der Aufnahmeprozedur in eine Studentenverbindung gedemütigt worden ist. Doch er starb nicht durch das Erhängen…
Richter Cohen (aus den ersten Episoden) geht in seiner Erpressung von Warrick einen Schritt weiter: Er will einen Vergewaltiger aus der Haft bekommen und dazu sollen Beweise verschwinden…

Zitat
„Niemand geht mit Schwimmflossen ins Restaurant – und es geht auch niemand mit Stöckelschuhen baden.“
Gill Grissom

Medien
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Hinter der Story
In dieser Episode werden beide Fälle voll und ganz vor dem Hintergrund des Umfelds dargestellt. Das Konzept geht damit besser auf, denn auch wenn „C.S.I.“ sich auf die wissenschaftliche Seite der Kriminalistik konzentriert, braucht eine Geschichte (was die Serie nun mal ist) Emotionen. Genau darüber haben Catherine und Grissom in dieser Episode eine Diskussion, als Catherine dem Ehemann der Toten Details von deren Affaire mit einem Bekannten erzählt. Man sieht hier deutlich die Unterschiede der beiden, Grissom ist der nüchterne Wissenschaftler, Catherine die emotionale Mutter, deren Mann sie betrogen hat.

Eric Szminda bekommt in dieser Episode etwas mehr Raum in seiner Rolle als Greg Sanderson, der Laborarbeiter ist. Diese Rolle wird sich noch entwickeln. Und auf eine beinahe unspektakuläre Art wird der Handlungsbogen um Warrick Brown und Richter Cohen beendet.

Der Lake Mead, an dem einer der Fälle dieser Episode spielt, ist ein Stausee, der aus dem aufgestauten Colorado River entstanden ist. Er ist 170 km lang und bis zu 160 m tief. Das Stauwerk, dass den See aufstaut, ist die Hoover-Talsperre. Diese wurde zwischen 1931 und 1935 erbaut.
Las Vegas verdankt dem Bauprojekt seinen Aufstieg: Da für das Projekt tausende von Arbeitern benötigt wurden, musste für diese eine Siedlung gebaut werden. So entstand die Stadt Boulder City. Dort gab es allerdings sehr rigide Regeln, was den Alkohol und das Glücksspiel betraf und so zog es die Arbeiter in die 50 Kilometer entfernte Siedlung „Las Vegas“, die offiziell 1905 gegründet worden war. Glücksspiel und Alkohol waren hier erlaub, und die Stadt reagierte auf den Zustrom der Arbeiter sehr schnell mit dem Bau von Kasinos und Bars. Die endgültige Richtung der Entwicklung zur Hotel- und Glücksspielmetropole setzte in den 1940er Jahren der Mobster Bugsy Siegel, der sich in das Kasinobusiness drängte und das erste Hotel mit integriertem Kasino bauen ließ.

DVD-Cover: (c) CBS

CSI: NY 1.3 – Seine letzte Fahrt

Originaltitel: American Dreamers

Inhalt

Auf einer Bustour durch New York spricht eine Passagierin einen Mann an – doch unter der Kleidung verbirgt sich ein Skelett. Was zunächst wie ein schlechter Scherz aussieht, ist bittere Realität: das Skelett ist echt. Ablagerung auf den Knochen sprechen dafür, dass er über zehn Jahre zuvor gestorben sein und bei einem Busbahnhof gelegen haben muss. Mac kann den Sterbeort ausfindig machen und findet den Rest der Knochen. Es handelt sich um einen Jugendlichen, der durch einen Schlag auf den Kopf starb. Bei seinen Überresten findet sich ein Buch mit einer Geschichte, die in New York spielt („Bright Lights, Big City“ von Jay McInerney) und ein Block mit Zeichnungen. Kurz darauf meldet sich ein Ehepaar, das seit den 1980er Jahren seien Sohn vermisst und die Gegenstände, die man bei dem Toten gefunden hat, eindeutig identifiziert. Doch dann der Schock: das rekonstruierte Gesicht des Toten gehört nicht ihrem Sohn…

Zitat
„Er verlässt die Stadt, bevor sie ihn auffrisst.“
Stella Bonasera über „Bright Lights, Big City

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Hinter der Story
Bustouren in New York gibt es mehrere. Bekannt sind die so genannten „Hop-on / Hop-off Stadtrundfahrten“. Es handelt sich hierbei um zweistöckige Busse, bei denen die obere Etage ohne Dach ist, so dass man einen ungehinderten Blick auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt hat. Das besondere an dieser Art Rundfahrt sagt schon der Name: man kann von jeder Haltestelle aus zusteigen und aussteigen. Die Touren sind unterschiedlich und decken verschiedene Bereiche von New York ab, es gibt die „Downtown-Tour“, die „Uptown & Harlem-Tour“, die „Brooklyn-Tour“ oder besondere Fahrten wie „Nachtausflug“, „All Around“ oder „Super New York“. Die Karten für die Touren gibt es bei den Visitor Centers. Es wird aber empfohlen, die Tickets vorher online zu bestellen. Sie kosten dann weniger, außerdem vermeidet man so Wartezeiten

Der Times Square in New York.

Der Times Square ist eigentlich eine Kreuzung, und zwar der Straßen Broadway und Seventh Avenue. Er ist nach dem Gebäude der dort ansässigen New York Times benannt. Bekannt sind die großen Reklametafeln, die Leuchtreklame und der NBC-Bildschirm mit Times Square Ticker.

Das Buch „Bright Lights, Big City“ gibt es auf Deutsch nicht. Der 1984 erschienene Roman wurde allerdings 1988 verfilmt und kam unter dem Titel „Die grellen Lichter der Großstadt“ auch in Deutschland in die Kinos. Hauptdarsteller ist Michael J. Fox, in einer weiteren Rolle ist Kiefer Sutherland zu sehen. Angeblich plant der Regisseur Josh Schwartz derzeit ein Remake.

DVD-Cover: (c) by CBS

CSI: Miami 1.3 – Der Preis der Freiheit

Originaltitel: Wet Foot / Dry Foot

Inhalt

Ein Angler fängt auf einer Bootstour einen Hai. Als er dessen Bauch aufschneidet, um ihn auszunehmen, fällt ein halber menschlicher Torso mit einem Arm heraus. In der Schulter des Torsos steckt eine Kugel – es ist Mord. Eine Tätowierung deutet darauf hin, dass es sich um einen Flüchtling aus Kuba handelt. Das Team sucht nach dem Boot, mit dem dieser in die amerikanischen Hoheitsgewässer gekommen sein könnte. Als sie es finden, stellen sie fest, dass es noch ein zweites Opfer geben muss. Außerdem finden sie heraus, dass mit diesem Boot nicht nur Menschen geschmuggelt wurden…

Zitat
„Die Freiheit wirft immer ein helles Licht. Egal bei welchem Mond.“
Horatio

Medien
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Hinter der Story
In dieser Episode wird uns eine weitere Besonderheit der Region vorgestellt: Bootsflüchtlinge aus Kuba. Wie überall auf der Welt gibt es auch hier Menschenschleuser, die ihren Profit mit der Not der Flüchtlinge machen. Die USA hat ein Gesetz, was diese Flüchtlinge betrifft: Sie müssen amerikanischen Boden berühren, dann dürfen sie bleiben. Werden Sie noch auf dem Meer von der Küstenwache aufgegriffen, müssen sie zurück nach Kuba. Diese Regel wird „Wet Feet / Dry Feet Policy“ genannt, daher rührt der Originaltitel der Episode. Andere Länder wie etwa Mexiko oder Honduras schicken diese Menschen umgehend zurück nach Kuba.
Flüchtlinge, die auf dem Seeweg nach Florida kommen, nennt man „Balseros“ (wörtlich Spanisch: „Flößer“). Viele der Balseros leben im einem Ortsteil von Miami, der nach der Hauptstadt von Kuba als „Little Havana“ (Spanisch: La Pequeña Habana) bezeichnet wird. Der Name kam in den 1960er Jahre auf. Damals stieg die Anzahl der in dem Bereich zwischen dem Miami River und der 11th Street wohnenden Kubaner stark an. Bekannt ist von „Little Havana“ vor allem die Calle Ocho (8th Street) und das Calle-Ocho-Festival, der Cuban Memorial Boulevard und der „Viernes Culturales“ (Spanisch: „kultureller Freitag“), der jeden letzten Freitag im Monat stattfindet. Hierbei kann man die vielen verschiedenen Facetten lateinamerikanischer Kultur kennenlernen.
Mit den Ereignissen dieser Episode wird Delkos Hintergrund etwas ausgeleuchtet – wenn auch nur dezent. Er erzählt, dass auch er als „Balsero“ nach Amerika kam, allerdings noch im Bauch seiner Mutter.
Ein Merkmal der „CSI“-Serien, die überraschenden Wendungen, wird in dieser Geschichte auf die Spitze getrieben, denn mit dem Ende rechnet man bestimmt nicht…

DVD-Cover: (c) CBS

C.S.I. 1.3: Lebendig begraben

Originaltitel: Crate ’n Burial

Inhalt

Las Vegas liegt mitten in der Wüste. Und inmitten dieser weiten Wüste schaufelt ein Mann ein Loch zu: Er hat eine Frau lebendig begraben und erpresst deren Ehemann. Grissom, Brass, Nick und Sarah bleibt nicht viel Zeit, die Frau zu finden. Bei der Geldübergabe wird ein Mann festgenommen. Da man ihm die Tat nicht eindeutig nachweisen kann, forscht das Team weiter und kommt dabei einigen Ungereimtheiten auf die Spur…

Catherine und Warrick untersuchen einen Fall von Fahrerflucht: ein Auto hat ein Mädchen auf einem Roller erwischt und zwanzig Meter durch die Luft geschleudert. Teile des Nummernschilds haben sich auf dem Schenkel des Mädchens in die Haut eingeprägt. Diese bringt die Fahnder auf die Spur eines alten Mannes, der zugibt, gefahren zu sein. Aber irgendetwas ist merkwürdig an seiner Geschichte…

Zitat
„Wenn man wenig Zeit hat – so wie jetzt – dann muss man langsam vorgehen, um schnell zu sein.“
Grissom

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Hinter der Story
Grissom liefert in dieser Episode die erste Variante des „Schlüsselsatzes“ ab, der die Titelsequenz einleitet (siehe Zitat). Damit geht die Erfindung dieses „Running Gags“ auf das Konto der Produzentin Ann Donnahue, die diese Episode geschrieben hat. Und während in den ersten beiden Episoden drei Fälle parallel bearbeitet wurden, hat man sich nun auf das „Zweier-Schema“ eingeschossen: Zwei Teams, deren Zusammensetzung variiert, bearbeiten zwei unterschiedliche Fälle.
Interessant auch, dass Grissom in dieser Episode in der Lage ist, vom Tonband mit der Erpresserstimme ein feines Summen einer Stromleitung zu hören. In späteren Episoden wird ihm eine Erbkrankheit zu schaffen machen, aufgrund derer er das Gehör zu verlieren droht.
Die Geschichte von der Fahrerflucht ist zudem die erste, in der auch auf den Hintergrund der Tat eingegangen wird. Wurden die familiären Umstände des Mannes, der in der ersten Episode einen Gewalttäter erschossen hat, völlig ausgeblendet – schließlich wollte er wirklich seine Familie beschützen, ob ein Mord die beste Art dazu ist, darüber lässt sich streiten -, so wird dem jugendlichen Alter des Täters und der Tatsache, dass es ein tragischer Unfall war, Rechnung getragen. Davon werden wir auch noch etwas hören – in einer späteren Episode. Dass in dieser Episode mehr die Gefühle im Vordergrund stehen, wird auch dadurch klar, dass ein Großteil von Catherines und Warricks Fahndungsarbeit nicht gezeigt wird. Sie haben nur einen Teil des Nummernschilds und müssen daher etliche Adressen durchgehen, wir sehen sie aber nur, wie sie an der richtigen Türe klingeln.

Las Vegas liegt mitten in der Wüste, es wurde alledings nicht völlig „aus dem Sand“ gestampft. Die ersten Siedlungen, die es hier gab, entstanden aufgrund von Quellen, die eine eingeschränkte Vegetation ermöglichen. Dadurch wurde die ursprüngliche Siedlung zu einem wichtigen Haltepunkt für Wagentrecks durch die Wüste Nevadas.
Doch gerade mal 80 Kilometer vom „Las Vegas Strip“ entfernt kann man in der entsprechenden Jahreszeit eine ganz andere Welt erleben: Schnee. Die Berge um Las Vegas sind beliebte Wintersportgebiete. Auf 2.600 Metern über dem Meer befindet sich beispielsweise das „Las Vegas Ski & Snowboard Resort“.

DVD-Cover: (c) CBS

CSI: NY 1.2 – Geschöpfe der Nacht

 Originaltitel: Creatures of the Night

Inhalt

Eine Galaveranstaltung im Central Park West Museum findet ein abruptes Ende, als eine blutverschmierte und schwer verletzte Frau hineinstolpert und zusammenbricht: Robin Prescott wurde überfallen und vergewaltigt, als sie auf dem Weg durch den Central Park war. Danny Messer gelingt es, den Tatort einzugrenzen. Ein Fundstück führt die Ermittler zu einem Restaurant, doch der Verdächtige behauptet, nichts mit der Tat zu tun zu haben. Doch die Tat lässt sich ihm nicht nachweisen: der Vergewaltiger ist unfruchtbar, also gibt es in den Spermaspuren keine DNS…
Gleichzeitig wird die Leiche eines offenbar Obdachlosen gefunden. Die Einschusswunde sieht merkwürdig aus. In der Pathologie stellt sich heraus, dass eine Ratte in die Wunde eingedrungen sein und das Projektil gefressen haben muss. Doch das Projektil ist wichtig für die Ermittlungen, also machen sich Mac und Aiden daran, die Ratte ausfindig zu machen…

Zitat
„Ratten – wenn die nicht gerade fressen, dann treiben sie’s.“
Ein Kammerjäger zu dem Problem, eine ganz bestimmte Ratte unter vielen zu finden.

Medien
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Hinter der Story

Ein „Central Park West Museum“ gibt es nicht, aber das „American Museum of Natural History“ befindet sich am Central Park West. In diesem Museum ist die ganze Geschichte der Menschheit von den Höhlenmenschen bis zur Raumfahrt dargestellt. Um sich alle Exponate anzusehen, braucht man mehr als einen Tag.
Den Central Park nennt man auch „die grüne Lunge von New York“. Es handelt sich dabei um einen Stadtpark mitten in Manhatten. Er ist ungefähr vier Kilometer lang und 800 Meter breit und nimmt damit eine Fläche von etwa 3,5 km². Die Arbeiten an dem Park begannen 1858 und eigentlich kann man nicht sagen, dass sie beendet wurden, denn auch heute wird der Park immer noch umgebaut. Der Park umfasst mehrere Grünflächen, Wälder und Seen.
New York wird in der Tat auch als „Hauptstadt der Ratten“ bezeichnet. Die Nagetiere kamen schon mit den ersten Siedlern auf ihren Schiffen in die neue Welt. Die in New York typische Spezies, die auch in der Episode erwähnt wird, heißt „Rattus Norvegicus“, die Wanderratte. Sie lebte ursprünglich nur im nördlichen Ostasien, doch der Mensch sorgte für ihre Verbreitung auf alle Kontinente.

CSI: Miami 1.2 – Eine explosive Mischung

Originaltitel: Losing Face

Inhalt

Eine Frau erwacht eines Morgens und stellt fest, dass ihr Mann nicht im Bett ist. Er sitzt im Wohnzimmer und hat eine Bombe um den Hals. Beim Versuch, diese zu entschärfen, explodiert sie und tötet sowohl das Tatopfer als auch den Sprengmittelexperte. Da dieser Horatios Ausbilder und Mentor ist, räumt er dem Fall oberste Priorität ein und das Team macht sich auf, alle Einzelteile der Explosion einzusammeln.
Es stellt sich heraus, dass der Bombenleger eine Falle gestellt hat, die Bombe musste beim Entschärfungsversuch explodieren. Horatio glaubt, den Verantwortlichen zu haben, da wird noch ein Opfer mit einer Bombe um den Hals gemeldet…

Zitat
„Das ist eine kubanische Mischung, davon wachsen Dir Haare auf der Brust!“
Eric zu Calleigh. Er spricht von Kaffee.

Medien
CSI: Miami – Die komplette Season 1 [6 DVDs] bei AMAZON

Hinter der Story
Eine Horatio-Episode. Wir erfahren etwas mehr über seine Geschichte, dass er Sprengmittelexperte ist. Und wir sehen den großen Unterschied zwischen Horatio und Gill Grissom von „C.S.I.“: Gill ist der nüchterne Wissenschaftler, Horatio ist ein sehr emotionaler Mensch, möglicherweise mehr als gut für ihn ist.
Außerdem wird uns eine spezielle Seite von Miami gezeigt: im südlichen Florida gelegen ist es einer der Hauptumschlaghäfen in Richtung Südamerika. Natürlich läuft dabei auch ziemlich viel Schmuggel ab.
Diese Episode ist bereits die zweite, die das „C.S.I.“-Schema durchbricht, dass in einer Episode mehrere Fälle auf einmal bearbeitet werden.

Coral Gables, wo ein Teil der Episode spielt, ist eine Stadt an der Ostküste der USA, zehn Kilometer von Miami entfernt.

DVD-Cover: (c) CBS

C.S.I. 1.2: Hoher Einsatz

Originaltitel: Cool Change

Inhalt

Ein junges Pärchen knackt den Jackpot in einem Kasino: 40 Millionen US$! Am nächsten Morgen ist der Mann tot – vom Dach des Hotels gestürzt.
Grissom wird zum Abteilungsleiter befördert, während Brass zur Mordkommission versetzt wird. Letzterer ist nicht begeistert, denn das ganze ist für ihn eine Degradierung.
Der Zustand von Holly Gribbs, die in der letzten Episode angeschossen wurde, wird kritischer – schließlich stirbt sie. Grissom muss Brown beurlauben und holt eine alte Bekannte aus San Francisco für die interne Untersuchung: Sarah Sidle.
Brown wird von dem Richter erpresst, für den er die Wette abliefern sollte: Warrick muss ihm in kürzester Zeit 10.000 Dollar ersetzen und spielt dazu Black Jack. Bei der Befragung durch Sarah kann er den wahren Grund seiner Abwesenheit vom Tatort nicht erklären.
Sarah und Catherine untersuchen die Spuren von dem Überfall auf Holly Gribbs. Sie finden einen Piepser, der offenbar vom Täter stammt…
Grissom und Stokes untersuchen den Fall des vom Dach gestürtzen Millionengewinners. Wie es aussieht hat er an einem Automaten gewonnen, an dem zuvor ein Stammkunde zehntausende Dollar verloren hat. Und der Sturz war nicht die Todesursache, sondern ein Schlag auf den Kopf…

Zitat
„Sie verstehen gar nichts.“
Grissom zu einem jungen Officer, als dieser ihm die Einzelheiten eines Falls erklären will.

Medien
CSI: Crime Scene Investigation – Die komplette Season 1 [6 DVDs] bei AMAZON

Hinter der Story
In der Folge werden die Charaktere weiter entwickelt. So stellt sich heraus, dass Warrick Brown nicht nur wettet, sondern auch ein ausgezeichneter Spieler ist. Sarah Sidle wird am Anfang wie ein Eindringling behandelt, aber sie lässt sich – was ich ziemlich erfrischend finde – nicht auf einen Zickenkrieg ein, sondern gliedert sich ins Team ein. Interessanterweise wird nicht offensichtlich davon gesprochen, dass sie ganz ins Team kommen und die verstorbene Holly Gribbs ersetzen soll. Grissom holt sie hauptsächlich, um die Ermittlungen zum Tod von Holly zu führen. Sie bleibt beim Team.

Catherine rät Sarah, nach Warrick in den Kasinos der „Blue Diamond Road“ zu suchen. Die Blue Diamond Road liegt im Südwesten von Las Vegas, sie führt vom Las Vegas Freeway weg in Richtung Spring Mountain. Die Hotels, die in dieser Gegend liegen, sind eher in der Drei-Sterne-Kategorie.
Auch wenn in den letzten Jahren immer mehr Attraktionen abseits des Spielbetriebs geschaffen wurden, ist Glücksspiel in Las Vegas immer noch allgegenwärtig. Die Kasinos der Stadt haben rund um die Uhr geöffnet und die meisten von ihnen bieten sogar „gaming lessons“ für diejenigen, die nicht gleich aufs Ganze gehen wollen, an. Den Spielautomaten kann man in der Stadt aber auf keinen Fall entkommen, sie sind quasi überall. Wer mit dem Flugzeug in Las Vegas ankommt, wird das feststellen: Den ersten Spielautomat, auf den man trifft, findet man bereits am Gepäckband.

DVD-Cover: (c) CBS

CSI: NY 1.1 – Im Augenblick des Todes

Originaltitel: Blink

Inhalt

New York City: Ein Mann besucht eine Kirche, als sein Piepser Alarm schlägt. Der Mann ist Mac Taylor vom CSI. Am Ufer des Hudson River wurde eine weibliche Leiche gefunden. Doch der Fundort ist nicht der Tatort. Und die Frau wurde vor ihrem Tod mit Drogen vollgepumpt. Während die Ermittlungen noch laufen, wird auf einem Müllfrachter ein weiteres Opfer gefunden. Beide Opfer weisen merkwürdige Druckstellen am Hals und am Rücken auf.
Über ein Foto von dem zweiten Opfer wird ein Haus in Queens ausgemacht. Hier findet sich eine weitere Frau – im Koma und künstlich beatmet…

Zitat
„Irgendjemand vermisst seine Frau.“
Mac Tayler, als er an der ersten Toten einen Ehering entdeckt

Medien
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Hinter der Story
Mac Taylor hat seine Frau beim Attenat auf das World Trade Center vom 11. September 2001 verloren und trauert noch immer (die erste Staffel von CSI: NY beginnt im Herbst 2004). Stella Bonasera macht ihm Vorwürfe, da er aus diesem Grund ständig arbeitet und nie ausgeht. Insofern ist das Zitat aus der Episode auch ein Bezug auf Mac selbst.

Der Stadtteil Queens wurde bereits 1683 gegründet, als New York noch eine Kolonie der Engländer war. Diese nannten das Land „Queens Country“ zu Ehren der Ehefrau des damaligen Königs Charles II., Catherine of Braganza. Zwei der größten Flughafen New Yorks liegen in Queens: der John F. Kennedy International Airport und der LaGuardia Airport. Bekannt wurde er vor allem durch die Comedy-Serie „King of Queens“ mit Kevin James und Leah Remini.
Der „Ground Zero New York“ am ehemaligen Standort des World Trade Centers dürfte eine der bekanntesten Punkte der Stadt sein. Eigentlich bezeichnet man beim amerikanischen Militär mit „ground zero“ den Punkt, an dem eine Bombe oder Rakete eingeschlagen ist und der völlig zerstört wurde. Da der Terroranschlag vom 11. September 2001 von den USA als kriegerischer Angriff angesehen wurde, ist diese Bezeichnung aber nur folgerichtig. Es gab lange Diskussionen, ob der Ort überhaupt wieder neu bebaut werden soll. Zum Zeitpunkt der Episode befindet sich noch nichts an der Stelle, Mac steht an einem langen Zaun. Mittlerweile wurde aber mit dem Bau eines neuen World Trade Center begonnen. Teile des neuen Komplexes, der unter anderem ein Museum beherbergen soll, sind bereits fertig gestellt, andere Teile werden in den kommenden Jahren vollendet.

Ground Zero New York

Das Locked-in-Syndrom, um das es in der Geschichte geht, beschreibt eine Erkrankung aufgrund einer schweren Hirnschädigung. Der Patient kann außer den Augenlidern nichts am Körper bewegen, ist aber bei Bewusstsein. Die Pflege ist sehr aufwändig, aber es gibt Patienten, die sich nach sehr langer Zeit wieder bewegen und auch sprechen können.
Das „Koma Glasgow Stufe 3“, von dem die Rede ist, nachdem die Überlebende einen Schlaganfall erlitten hat, ist ein Übersetzungsfehler: Die aus dem Englischen stammende Einteilung heißt „Glasgow Coma Scale“ oder „GCS“. Dabei werden für verschiedene neurologische Reaktionen in drei Kategorien Punkte vergeben. Die maximale Punktzahl ist 15, die mindeste ist 3, was ein tiefes Koma oder den Tod bedeutet.

Der Einstieg in die neue Serie erfolgt sehr direkt, die einzelnen Figuren wurden eigentlich schon in der Folge „Spurensuche in New York“ („MIA/NY Nonstop“) der zweiten Staffel von „CSI: Miami“ vorgestellt. An der Zusammenstellung wurde nicht viel geändert und in der deutschen Fassung behielten die Hauptfiguren auch ihre Synchronsprecher.
Die Atmosphäre von „CSI: NY“ ist wesentlich düsterer, es gibt sehr viele graue Farben und die Gebäude des CSI sind sehr dunkel. Allerdings gibt es in New York eigentlich keine Tatortermittler, die unter dem Namen „CSI“ bekannt sind. Die entsprechenden Einheiten heißen dort „CSU“, „Crime Scene Unit“.
Wie schon in den ersten Episoden von „CSI: Miami“ so wird auch hier gleich vom „CSI“-Schema abgewichen, dass pro Folge mehrere Kriminalfälle gleichzeitig bearbeitet werden.

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