Reisen, Rätsel, Abenteuer.

Kategorie: Reisen in andere Regionen (Seite 10 von 33)

Beere für Beere zur Erholung – Waginger See: Herbsturlaub im Einklang mit der Natur

Heilkräftige Schätze selber pflücken: Auf der Plantage im Schönramer Filz gedeihen Aroniabeeren und Cranberrys bis Ende Oktober. Foto: djd/Tourist-Information Waginger See/Murner Wagner

Heilkräftige Schätze selber pflücken: Auf der Plantage im Schönramer Filz gedeihen Aroniabeeren und Cranberrys bis Ende Oktober.
Foto: djd/Tourist-Information Waginger See/Murner Wagner

Wenn die Sommerhitze weicht und Platz macht für die klaren Farben und die Stille des Herbstes, dann ist für viele Menschen der richtige Zeitpunkt zum Erholen und Durchatmen gekommen. In ursprünglichen Landschaften wie etwa dem Rupertiwinkel im östlichen Chiemgau erwarten Urlauber aktive, entspannende und meditative Erlebnisse. Die sanft-hügelige Gegend rund um den Waginger See ist ein ideales Revier für Radler und Wanderer. Themenwege wie St.-Rupert-Pilgerweg durch Tittmoning oder der Barfußpfad in Taching am See ermöglichen innere Einkehr und hautnahe Naturerlebnisse. Außerdem lädt der wärmste Badesee Oberbayerns oft noch bis weit in den Herbst zu erfrischenden Pausen ein.

Stiller Sommerausklang: Rund um den Waginger und Tachinger See kann man im Einklang mit der Natur entschleunigen. Foto: djd/Tourist-Information Waginger See/Heinrich Plum

Stiller Sommerausklang: Rund um den Waginger und Tachinger See kann man im Einklang mit der Natur entschleunigen.
Foto: djd/Tourist-Information Waginger See/Heinrich Plum

Meditativer Ausflug nach Klein-Skandinavien

Birken- und Kiefernwälder und dazwischen lila blühende Heideflächen und kleine Seen – das Hochmoor Schönramer Filz lädt zu einem Ausflug nach Klein-Skandinavien ein. In einem etwas abgelegenen Teil des ausgewiesenen Naturwaldreservats erstreckt sich die Beerenplantage von Agrarwissenschaftler Dr. Michael Bannert. Hier gedeihen ab Juli Heidelbeeren und bis Ende Oktober Cranberrys und Aroniabeeren, die Besucher selber pflücken können. Vor allem den beiden letztgenannten wird eine heilkräftige Wirkung zugeschrieben. Eine Extraportion Gesundheit bietet schon allein die meditative Tätigkeit inmitten der herbstlich bunten Moorlandschaft. Beere für Beere kommt man im Einklang mit der Natur zur Ruhe. Inspirationen für die Verarbeitung der schmackhaften Naturschätze etwa zu Marmeladen und Säften bietet auch der Verkaufsstand der Plantage. Unter www.waginger-see.de gibt es weitere Informationen dazu und zu weiteren kleinen Abenteuern, die man in der Region erleben kann.

Entschleunigen in der Bücherhütte

Als besonderer Kraftort gilt auch der Knallerhof, der auf einem Hügel zwischen Kirchanschöring und Petting thront. Franz und Erika Aicher möchten Besuchern ermöglichen, die besondere Atmosphäre ihres Zuhauses, die zum Entschleunigen einlädt, zu erleben. „Die Leute dürfen einfach zu uns kommen und sich wohlfühlen“, betonen die Besitzer des historischen Anwesens. Zum Zur-Ruhe-Kommen und für die Begegnung mit Gleichgesinnten haben sie unter anderem eine Kapelle als Ort der Stille gebaut und den alten Schafstall in eine von Weinreben umrankte Bücherhütte umgestaltet. In der „Lese-Oase“ mitten in der Natur gibt es Bücher aller Art – von Romanen über Reiseführer und geschichtliche Werke bis zu Fotobänden – sowie Zeitschriften.

Im Herbst locken die "Waginger See Genusswochen" mit Wild- und Pilzgerichten, Kürbisspezialitäten und Musikanten-Stammtischen. Foto: djd/Tourist-Information Waginger See/Danzl

Im Herbst locken die „Waginger See Genusswochen“ mit Wild- und Pilzgerichten, Kürbisspezialitäten und Musikanten-Stammtischen.
Foto: djd/Tourist-Information Waginger See/Danzl

Herbsttermine 2017

Die Region rund um den Waginger See lädt zum stillen Sommerausklang in der Natur, aber auch zu vielfältigen kulturellen Erlebnissen ein. Die wichtigsten Termine:

– 16. / 17. September: Historische Burgtage (Burg Tittmoning)
– 28. September bis 7. Oktober: Zeltl’n – Das Zirkusfestival (Waging am See)
– 8. Oktober: Bauern- und Handwerkermarkt (Waging am See)
– 5. November: Patroziniumsfest mit Leonhardiritt (St. Leonhard)
– 12. November: Kathreinmarkt (Tittmoning)

Außerdem locken die heimischen Gastwirtschaften während der „Waginger See Genusswochen“ mit Wild- und Pilzgerichten, Kürbisspezialitäten und Musikanten-Stammtischen. Unter www.waginger-see.de gibt es weitere Informationen und Termine.

Quelle: djd/Tourist-Information Waginger See

 

Der Zauber des Orients: Trendreiseziel Oman verzaubert mit Geschichte, Exotik und viel Gastfreundschaft

Jahrhundertealte Festungsstädte zeugen bis heute von der Geschichte Omans, etwa auf der Weihrauchstraße. Foto: djd/Sultanate of Oman

Jahrhundertealte Festungsstädte zeugen bis heute von der Geschichte Omans, etwa auf der Weihrauchstraße.
Foto: djd/Sultanate of Oman

(djd). Nomaden und Weihrauchhändler, Sindbad der Seefahrer und die Heiligen Drei Könige: Sie alle stammen von hier oder haben das Land zwischen schneeweißen Stränden und zerklüfteten Canyons im Landesinneren einmal bereist. Wer das Trendreiseziel Oman besucht, wandelt auf den Spuren von über 5.000 Jahren Geschichte. Aufgrund seiner exponierten Lage am Arabischen Golf – sozusagen auf halbem Wege zwischen Europa und Südostasien – haben Handel und Weltoffenheit das Sultanat schon immer geprägt. Gastfreundschaft wird hier seit jeher ebenso gepflegt wie die Tradition des Orients. Für die Reiseprofis von Lonely Planet etwa zählt Oman zu den zehn angesagtesten Zielen für 2017.

Gastfreundliches und sicheres Urlaubsland mit vielen Facetten

Abwechslung ist hier Programm: Die reizvollen Landschaftsformen von der Küste über Sanddünen bis zum Gebirge tragen ebenso zu der Beliebtheit des Sultanats Oman bei wie die angenehmen sommerlichen Temperaturen selbst im mitteleuropäischen Winter – und das alles bei einer kurzen Anreise von nur gut sechs Flugstunden. Seit Jahren steigen die Urlauberzahlen vor allem aus Deutschland stetig an, ohne dass allerdings von Massentourismus gesprochen werden müsste. Überfüllte Strände oder Gedränge an den Sehenswürdigkeiten kennt man in Oman nicht. Mit Freundlichkeit, Offenheit und großer innerer Ruhe heißen die Omanis ihre Gäste willkommen und nehmen sich gerne Zeit. Sie sind stolz auf das, was sie in den letzten 45 Jahren unter der Regentschaft von Sultan Qaboos aufgebaut haben und leben heute in einem sicheren, modernen Staat in Einklang mit ihren Traditionen.

Von der Küste bis ins Gebirge

Landschaftlich überrascht das Sultanat mit wild zerklüfteten Hochgebirgen, tiefen Canyons, idyllischen Oasen und weitläufigen Plantagen. Ein abwechslungsreicher Rhythmus aus weißen Stränden und steilen Klippen prägen die 3.165 Kilometer lange Küste, die nicht nur bei Sonnenhungrigen, sondern insbesondere bei Schnorchlern und Tauchern beliebt ist. Auf der offiziellen Webseite gibt es viele Reisetipps und ausführliche Informationen zu den verschiedenen Regionen des fast 310.000 Quadratkilometer großen Sultanats. Das besondere regionale Klima und die nur dünne Besiedelung machen Oman aber auch zu einem Refugium für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. So ist das Land die letzte Heimat der Arabischen Oryxantilope, des Arabischen Leoparden und des Tahr.

Fjorde gibt es auch im Orient. In der Region Musandam erstrecken sich die Gebirgskämme bis ans Meer. Foto: djd/Sultanate of Oman

Fjorde gibt es auch im Orient. In der Region Musandam erstrecken sich die Gebirgskämme bis ans Meer.
Foto: djd/Sultanate of Oman

Kurze Anreise – viel Abwechslung

Die exotisch anmutende Welt des Orients ist nur den sprichwörtlichen Katzensprung entfernt: Gerade einmal sechs Flugstunden sind es bis ins Sultanat Oman. Direktverbindungen gibt es von verschiedenen deutschen Flughäfen. Das angesagte Reiseziel am Arabischen Golf verbindet zahlreiche Kontraste miteinander: zerklüftetes Hochgebirge und tiefe Canyons mit 3.165 Küstenkilometern, Strandvergnügen mit Wüstenoasen, gastfreundliche Städte mit weitläufigen Plantagen. Die dünne Besiedelung macht es zudem zum Refugium für eine exotische Tier- und Pflanzenwelt. Unter www.omantourism.de gibt es ausführliche Informationen.

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Reise-Highlight 2017: Biken, schlemmen und genießen in den Dolomiten

Foto: Dennis Stratmann/akz-o

Foto: Dennis Stratmann/akz-o

(akz-o) Mountainbiken in Südtirol und in den Dolomiten ist längst nicht mehr nur ein Geheimtipp und erfreut sich bis weit über die Landesgrenzen hinaus großer Beliebtheit. Als spezialisiertes Bike-Hotel haben sich der Ganischgerhof (www.ganischger.com) zusammen mit Jens Vögele, Chefredakteur des Mountainbike Magazins, der dreimalige Weltmeister Mike Kluge und die Profis von Focus Bikes etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die FOCUS MOUNTAINBIKE Men’s Week vom 15. bis 22. Juli 2017. Das exklusive Programm verspricht einiges: Coole Trails rocken, mit den Profis schrauben und die besten Tipps und Tricks erlernen. Auch Kulinarisch hat die Men’s Week viel zu bieten. Die Kunst der Sommeliers kennenlernen, den perfekten Kaffee zaubern und zum Grillmeister werden. All dies ist im Programm enthalten. Die Experten von Focus haben extra für die Men’s Week ihre neuesten Bikes dabei, erklären die neuesten Trends und zeigen Ihnen wohin die Reise geht.

Dolomitentrails rocken

Unter Leitung von Mike Kluge fährt man die schönsten Touren der Dolomiten – mit neuesten E-Mountainbikes von Focus. Dabei erhält man Tipps, um seine Fahrtechnik Schritt für Schritt zu verbessern.

Barista, Sommelier und Grillchef werden

Cappuccino mit Herz? Erfahrene Kaffee-Experten zeigen jeden Morgen beim Frühstück, wie’s geht. Gerhard Kofler ist einer der besten Kellermeister in Südtirol und zeigt in der Kellerei Girlan alles, was man über Wein wissen sollte. Natürlich gehört auch das verkosten unter seiner Anleitung dazu. Auf einem alten Bauernhof aus dem 14. Jahrhundert erhält man Einblick darin, wie man die perfekten Würste nach traditioneller Art selber macht. Und mit dem Küchenchef des Ganischgerhof, Dennis Pixner, grillt man das T-Bone-Steak seines Lebens.

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Übernachten im Paradiesgärtlein – Schweizer Hotelgärten

Der Kräutergarten der Villa Honegg. Bild: Schweiz Tourismus

Der Kräutergarten der Villa Honegg. Bild: Schweiz Tourismus

Gärten werden immer mehr als grüne Oasen der Ruhe und der Sinne wiederentdeckt, so auch in der Hotellerie. Kräuter- und Gemüsegärten in den Schweizer Hotels bieten beste Möglichkeiten zur Erholung und sorgen nachhaltig und regional für das leibliche Wohl ihrer Gäste.

Montagne Alternative in Commeire und Hôtellerie franciscaine in St-Maurice (Wallis)

Ziel des innovativen Hotelkonzepts von Benoit Greindl, Co-Gründer und Direktor von „Montagne Alternative“ ist es, den Gästen einen nachhaltigen Urlaub im Einklang mit der Natur im Pays du St-Bernard zu ermöglichen. Durch die Zusammenarbeit mit örtlichen Bio-Bauern wird die Berglandschaft aufgewertet. Sorgfältig renovierte, autonome Scheunen aus Stein, Holz und Glas öffnen sich zur Landschaft hin und laden die Natur ein, zur Tür hereinzukommen. Früchte, Gemüse und aromatische Pflanzen aus dem Hotelgarten werden direkt im hauseigenen Restaurant L‘Arpalle verwendet. Andere Pflanzen werden angebaut, um Sirup, Kräutertee und Naturkosmetik herzustellen. Hierbei dürfen die Besucher in den zahlreichen Workshops auch gleich selbst Hand anlegen. www.montagne-alternative.com

Ebenfalls im Wallis gelegen ist die Hôtellerie franciscaine im Wallfahrtsort St-Maurice. Äpfel, Karotten, Beeren und Kräuter aus dem klösterlichen Hotelgarten werden zu saisonalen Gerichten verarbeitet. Strom und heißes Wasser werden über Solarpaneele erzeugt. Das 1970 erbaute Hotel liegt nahe der über 1500 Jahre alten Basilika und bietet funktionale, ruhige und preiswerte Zimmer ab 45 Schweizer Franken (rund 41 Euro) pro Person. www.hotellerie-franciscaine.ch

Landvogthaus Nidfurn (Ostschweiz)

Der spätmittelalterliche Landsitz Nidfurn beherbergt ein Swiss Historic Hotel sowie ein Museum für Wohnkultur und ist ein Mussfür Gartenliebhaber. Direkt am Haus hat der Inhaber Armin Trinkl seinen Garten im englischen Stil entwickelt. Kunst gehört bei Armin Trinkl, selbst Künstler, immer dazu – auch im Garten, so zum Beispiel die Original-Büste der Fürstin Friederike von Anhalt-Bernburg. Wein rankt sich an der Fassade des über 400 Jahre alten Hauses empor. Ganz traditionell wächst ein Birnbaum am Haus. Preise pro Person und Nachtinklusive Frühstück 95 Schweizer Franken (rund 87 Euro). www.landvogthaus.com

Schloss Münchenwiler bei Murten (Fribourg Region)

Das Schloss Münchenwiler – nicht weit vom historischen Städtchen Murten – liegt inmitten einer großzügigen Parkanlage mit über 150 Jahre alten Mammutbäumen und exotischen Pflanzen wie Serbischer Fichte, Sicheltanne, Metasequoia und einem begehbaren Lebensbaum (Thuja). Der Kräutergarten ist seit Jahrhunderten ein Nutzgarten, angelegt von den Cluniazenser Mönchen, später weitergepflegt von verschiedenen Schlossherren und heute unverzichtbar für die engagierte Küchenmannschaft. Dieser magische Ort sinnlichen Erlebens beherbergt über 200 verschiedene Pflanzen. Doppelzimmer ab 160 Schweizer Franken (rund 147 Euro), Einzelzimmer ab 120 Schweizer Franken (rund 110 Euro). www.schloss-muenchenwiler.ch

Hotel Villa Honegg in Ennetbürgen (Luzern – Vierwaldstättersee)

An bester Aussichtslage hoch über dem Vierwaldstättersee thront das 5-Sterne-Superior-Hotel Villa Honegg – und ist mit seiner heimatverbundenen Küche trotzdem ganz auf dem Boden geblieben.Die verwendeten Lebens- und Genussmittel werden wann immer möglich von Produzenten aus der Region bezogen, so zum Beispiel von der Traditionsmetzgerei Stalder im Dorf. Oft stammen Obst und Gemüse sogar aus dem hoteleigenen Garten. Blühende Wiesen rund ums Haus liefern die Grundlage für den Honegg Honig. Die Bienen (Apis Mellifera Carnica – eine besonders friedliche Spezies) werden auf dem Hotelgelände gehalten und tragen maßgeblich zum intakten Ökosystem auf der Honegg bei. www.villa-honegg.ch

Weitere Informationen zum Urlaub in der Schweiz gibt es im Internet unter MySwitzerland.com, der E-Mail-Adresse info@MySwitzerland.com oder unter der kostenfreien Rufnummer von Schweiz Tourismus mit persönlicher Beratung 00800 100 200 30.

Quelle: Schweiz Tourismus

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Meer mit Mehr

Zu Besuch bei den Nationalpark-Partnern auf Eiderstedt

Wioletta Gattorf vor dem Roten Haubarg - Bild (c) www.nordseetourismus.de

Wioletta Gattorf vor dem Roten Haubarg – Bild (c) www.nordseetourismus.de

Es wird Abend an der Nordsee. In der Ferne, vor St. Peter-Ording, rollen die Wellen auf den Sand. Und zu hören ist ein fernes, sanftes Rauschen. Dazu sehnsuchtsvolle Möwenschreie – die Melodie des Meeres. Aber hier ist noch mehr: Wer auf den Wegen in das Vorland geht, in Richtung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer, wird vielleicht Moorfrösche hören oder Kreuzkröten. Wer genau hinschaut, wird die Feldlerche auf ihrem Flug sehen und ihr melodisches Tirilieren hören. Hier in der Salzwiese, dort, wo der Nationalpark anfängt, und schon mittendrin in einer einzigartigen Landschaft. Ankommen und Durchatmen auf der Terrasse des Dünenapartments. Willkommen an der Nordsee, willkommen bei den Nationalpark-Partnern. Hier, auf der Halbinsel Eiderstedt, gibt es besonders viele von ihnen.

Das mit der Feldlerche am Meer: man hätte es kaum gewusst. „Viele Gäste kommen von woanders her, sie kennen das nicht. Wir wollen unseren Gästen die Natur zeigen; dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen und dabei auch auf die kleinen Schönheiten zu achten. Sie zu schätzen und in der Konsequenz auch zu schützen und zu bewahren“, sagt Wiltrud Kraas. Familie Kraas, Wiltrud und Ehemann Godber sowie Sohn Welf, betreibt feine Apartments direkt am Dünensaum in St- Peter-Ording in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark. Mit den Bio-Apartments „Dünenzeit“ gehört Familie Kraas zu den ersten Nationalpark-Partnern in St. Peter-Ording. Die Nutzung regenerativer Energien und ökologisch sinnvoller Baustoffe – für sie selbstverständlich.

Aber Nationalpark-Partner wie Kraas´ sind noch mehr – sie sind Mittler und Multiplikatoren: „Wir möchten Ihnen auch ein Gefühl für die Natur, ihre Schönheit und ihren Wert geben. Ihnen zeigen, dass sie etwas Besonderes ist“, sagt Godber Kraas und der Gast merkt, dass es den Gastgebern wichtig ist, die Leute persönlich anzusprechen, „…wir sind jederzeit für Sie da!“, sagt Godber Kraas. Das ist das Besondere, das Mehr am Meer: „Ziel des Partnerschaftsprogrammes ist es, die Natur dieser einzigartigen Landschaft schleswig-holsteinisches Wattenmeer zu schützen und zugleich für die Gäste erlebbar zu machen. Unsere Partner stehen dabei für Umweltbewusstsein und Qualität, für Regionalität und Verlässlichkeit“, sagt der Leiter der Nationalparkverwaltung in Tönning Dr. Detlef Hansen.

Vor ihrer Berufung zur Gastgeberin war Wiltrud Kraas übrigens Bio-Lehrerin, sie weiß das mit den Fröschen im Vorland. Und alle Kraas‘ zusammen wissen eine Menge mehr. Wohin die Reise an der Nordsee hier auf der Halbinsel Eiderstedt zum Beispiel gehen könnte. Zu Nationalpark-Partnern mit unterschiedlichen Angeboten, aber einer Leidenschaft: die für die einmalige Natur des Wattenmeeres. „Nur wenn die Menschen sehen, wie wertvoll unsere Natur ist, sind sie bereit, sie zu schützen. Deshalb wollten wir Nationalpark-Partner werden – um diesen Wert weiterzugeben!“ Da ist Familie Kraas sich einig.

Am nächsten Morgen steht das E-Bike vor dem Bio-Apartment, die Karte gibt es am Empfang mit ein paar handfesten Tipps und einem Vorschlag zur Routenplanung. „Wenn man bedenkt, dass manche unserer Bauern auch Landschaftspfleger sind und Sie eine typische nordfriesische Spezialität probieren möchten, dann radeln Sie mal zu Monika und Redlef Volquardsen nach Tetenbüll …“, sagt Godber Kraas zum Abschied. Auf also zu den nächsten Nationalpark-Partnern! Sie erfüllen Kriterien, die dem Gast einen gleichermaßen erlebnisreichen wie umweltschonenden Urlaub im Nationalpark Wattenmeer garantieren. „Bei unseren Nationalpark-Partnern können Sie sicher sein, dass Ihr Urlaub besonders nachhaltig und umweltfreundlich ist und Ihre Gastgeber motiviert und regional engagiert sind. Sie sind Qualitätsanbieter. Nationalpark-Partner verstehen sich als Botschafter des Nationalparkgedankens – sie sind freundliche Gastgeber und kompetente Berater in Sachen Nationalpark“, erklärt Matthias Kundy, in der Nationalparkverwaltung verantwortlich für das Partnerprojekt.

Abseits der großen Straßen führt der Weg zur Friesischen Schafskäserei nahe Tetenbüll durch eine grün-gemütliche und beruhigende Marschlandschaft. Der Blick schweift in die freie Unendlichkeit unter dem hohen Himmel, bleibt hier und dort hängen an kleinen Katen oder an einer Reihe Pappeln, die mit seltsam flirrenden Blättern im Sonnenlicht steht. Es sind stille Stunden. Kiebitze flitzen über satte Weiden, auf vielen stehen Schafe – an der Küste gehören sie dazu. Bei Monika und Redlef Volquardsen rasen sie über die Weide, als Monika das Gatter öffnet. „Wir halten rund 120 friesische Milchschafe“, sagt sie, als Hütehund „Nop“ die Tiere zusammentreibt; es ist Zeit zum Melken.

„Durch den Tritt und Verbiss pflegen die Schafe diese alte Kulturlandschaft und erhalten anderen, manch inzwischen selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum – zum Beispiel den für die Uferschnepfe. Es sind sensible Biotope, die durch die extensive Schafhaltung am besten und natürlich erhalten werden“, sagt Monika Volquardsen. Gemeinsam stellten sie und ihr Mann vor 14 Jahren den ehemaligen (schon damals Bioland-) Rindermastbetrieb auf Schaf und Milch um. Damit erhalten die beiden passionierten Landwirte auch zwei alte friesische Traditionen – die der Schafhaltung und die der Käserei.

Es ist ein schöner, stattlicher Hof, mehr als 120 Jahre alt und gelegen im saftig-satten Grünland, das von Wassergräben durchzogen ist. Monika und Redlef Volquardsen haben eine eigene Käserei, die Treppe führt in den kühlen Keller. Je näher man dem Reifekeller kommt, desto intensiver riecht es nach Milch und – ja: irgendwie – nach Champignons. Wie genau aus der Eiderstedter Milch köstlicher Käse – zum Beispiel der nussige „Tetenbüller“ oder der an Romadour erinnernde, pikante „Rote Friese“ – wird, bleibt ein Geheimnis dieses Reifekellers mit seiner eigenen Atmosphäre und seinem besonderen Klima.

Manchmal monatelang liegen die Laibe hier unten auf den Holzregalen. Aber: „Ohne Pflege geht es nicht“, sagt Redlef, „wir müssen die Laibe regelmäßig wenden, mit Salzwasser bearbeiten und bürsten.“ Und guter Käse braucht zusätzlich Leidenschaft. Wer die beiden da unten in ihrem Keller bei der Arbeit beobachtet, wird verstehen, was gemeint ist. Schmecken tut man das später. Und wieder stehen ein paar Touristen am Gatter; besichtigen die wilde Herde, bestaunen den Hof. „Dürfen wir uns das mal ansehen. Können wir mal probieren?“ Dürfen sie, können sie. Bei Landwirten, bei Nationalpark-Partnern, aus Liebe und aus Leidenschaft.

Landwirtschaft hat diese Landschaft am Rande des Nationalparks geprägt, die Höfe sind – neben den Kirchen – Wahrzeichen Eiderstedts. Fernes Muhen und Meckern vermengt sich mit dem Schrei der Möwen. Monika und Redlef Volquardsen haben zum Abschied noch einen Tipp: Wer Zeit und Muße mitbringt, kann seine Sinne schärfen in diesem Naturraum.

Auf dem Mars-Skipper-Hof in Kotzenbüll laden mehr als 80 Spielstationen zur Sinnesschulung und Wahrnehmungsförderung ein. Maren von der Heide ist die Gestalterin dieses wundersamen Ortes. „Viele Leute fragen uns, woher der Name ,Mars-Skipper-Hof` stammt – es ist der Hof der Schiffer in der Marsch“, erklärt sie. „Diese alte Hofstelle, sie wurde im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt, konnte mit dem Schiff erreicht werden.“ Im vorvergangenen Jahrhundert entstand der prächtige Haubarg – diese Bauernhöfe gelten als die größten der Welt und sind eine Besonderheit Eiderstedts. Sie fügen sich ein in diese Landschaft wie ein trutziges, erdverbundenes Element. In eine Landschaft, die von und mit der Nordsee existiert, wo der Rhythmus der Gezeiten und der Einfluss der nahen See zu spüren sind. Eine Landschaft, die dem Meer vor Jahrhunderten abgerungen wurde – Eiderstedt, das waren einst zwei Inseln und eine kaum zugängliche Halbinsel.

„Gedacht sind unsere Angebote für Kinder und Jugendliche – aber jeder Erwachsene ist natürlich herzlich willkommen“, sagt Maren von der Heide. „Um spielerisch die Natur (wieder)zuentdecken. Sie zu hegen und zu pflegen; ihren Wert zu erkennen – und sehen, fühlen, schmecken, was sie uns Wertvolles gibt.“ Zum Beispiel dies: Maren von der Heide führt in den Garten, unter alten Kastanien und mächtigen Eschen hindurch und über den alten Graben, in den sich Kinder so gern fallen lassen. „Kräuterbeet und Garten sind so angelegt, dass sie den Verlauf des Tages wiederspiegeln – Mais steht zum Beispiel für das Frühstück: Cornflakes. Liebstöckel und Kartoffeln für das Mittagessen, Birnen und Rhabarber für den Kuchen am Nachmittag, Getreide für das Abendbrot.“

Die Bäume rund um den Hof sind das Revier eines jungen Bussards, Käuzchen nisten in den alten Bäumen und Fledermäuse leben im Gebälk des alten Haubargs. Selbst wer sich nicht länger aufhalten kann, ist zur kurzen Rast auf dem Mars-Skipper-Hof willkommen. „Kleinigkeiten wie eine Suppe oder Kuchen bieten wir jedem Radler an“, sagt Maren von der Heide, „und den Apfelsaft gewinnen wir aus eigenen Früchten – aus historischen, fast vergessenen regionalen Sorten wie zum Beispiel dem ,Alten Tönninger Apfel`.“

Einen weiteren Haubarg – und auch den sollte man nicht verpassen – gibt es im Norden der Halbinsel. Der Weg führt über stille Straßen; teils behütet durch Baum und Busch, teils exponiert mit weitem Blick und scheinbar verloren in Zeit und Raum. Immer wieder spürt man den Wind (der mit einem Elektroantrieb niemals ärgert), der das Aroma der nahen Nordsee herüberträgt. Kleine Katen ducken sich unter dem hohen Himmel, dann ein gemütliches Gasthaus und hinter Witzwort bald der mächtige Hof auf dem Hügel, der Haubarg. Rot ist er nicht, obwohl er so heißt, es ist trotzdem der Richtige:

An der Decke hängt ein Schinken und Champagner liegt im Alkoven. Vor dem offenen Kamin knarren die Stühle gemütlich. Dies ist der „Rote Haubarg“ nahe Witzwort und es ist Kaffeestunde. Tortenstück um Tortenstück wird vorbeigetragen – in die gute Stube oder nach draußen in den Garten. Auch dieser Haubarg thront über der Weite Eiderstedts; stolz und herrschaftlich. Weiß gekalktes Mauerwerk, reetgedecktes Dach. Und warum heißt dieser hier „Roter Haubarg“? „Früher hatte er ein Ziegeldach und die Backsteinwände waren noch nicht weiß geschlämmt“, sagt Pächterin Wioletta Gattorf.

Wioletta Gattorf ist mit dem „Roten Haubarg“ Nationalpark-Partnerin und serviert hauptsächlich regionale, saisonale Spezialitäten – wie es hier halt schmeckt. „Die Gäste freuen sich sogar, dass es fast ausschließlich regionale Produkte gibt: Matjes und Scholle, Fleisch vom Angler Sattelschwein, das ist eine alte, regionale Art, und das Lamm stammt aus Nordfriesland.“ Damit servieren sie hier nicht nur leckere und typische Produkte, sondern auch eine ordentliche Portion Authentizität. „Und darauf achten unsere Gäste: auf Regionalität, auf Qualität. Auf das Echte und Ehrliche. Das Natürliche. Wir haben sogar einen eigenen Kräutergarten“, sagt Wioletta Gattorf, die den Gedanken der Nationalpark-Partnerschaft („…das ist wie ein gutes Warenzeichen, ein wertvolles Qualitätsmerkmal…“) damit nicht nur zur Freude der Gäste lebt.

Auf Eiderstedt herrscht nicht nur wohltuendes See-, sondern auch ein besonderes Kunstklima – eine enorme Zahl an Künstlern lebt und arbeitet hier in der Nationalparkregion. Im „Alten Rathaus“ in Garding lädt der „Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt“ in die Galerie. „Urlaub ist mehr als nur Sandburgen bauen“, sagt der Schriftsteller Dirk-Uwe Becker – und dieser Kunstraum in Garding gewiss mehr als nur eine Schlechtwetteralternative. Auch dieser Verein ist Nationalpark-Partner, denn der Zugang zur Natur und die Möglichkeiten, ihre Schönheit zu betrachten, sind von vielen Positionen aus möglich – Kunst ist eine davon; seien es Worte, seien es Bilder.

In der Galerie hängen beispielweise Werke des Malers Raimund Behrend aus dem nahen Oldenswort. Inspiriert durch die nordfriesische Natur entstehen Bilder, die die Faszination der Küste widerspiegeln – mystisch und mit teils unwirklich erscheinender Atmosphäre, geheimnisvoll. So, wie die Landschaft draußen – die Faszination Wattenmeer erscheint in vielen Facetten; so, wie sie jeder Gast für sich selbst erlebt. Becker, Vorsitzender des Fördervereins, erzählt während seiner Lesung „Meer & Mehr“ Geschichten, die den Blick auch auf das Kleine lenken. Und er zeigt, wie alle anderen Künstler auch, dass Natur, dass der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer etwas ist, das es zu schützen und zu bewahren gilt. Wie mit allen gezeigten Werken soll dieser Schauraum den Gast sensibilisieren; mit Wort und mit Bild, und „…er möge schmökern, er möge schwelgen.“ Das macht Lust, diese Schönheiten auch draußen zu entdecken. So sind sie, die Nationalpark-Partner: Sie bringen einen auf den Weg – zum Erleben und Genießen.

Weitere Informationen:

Urlaub bei den Nationalpark-Partnern: Seit 2003 werden im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer Partnerschaften vergeben. Ein Programm, das für die Zusammenarbeit zwischen der Nationalparkverwaltung, Gemeinden, Naturschutzverbänden und touristischen Betrieben der Region steht, die sich für den Nationalpark einsetzen. Die Küstenlandschaft und das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer zu erhalten und sie den Gästen der Westküste erlebbar zu machen ist das Hauptziel der Partnerschaft. Mehr als 160 Partner – Hotels, Restaurants, Reedereien, Gästeführer und Co. – sind mittlerweile als Botschafter der Nationalpark-Idee unterwegs. Jeder Aufenthalt bei einem Nationalpark-Partner unterstützt daher den Schutz dieser einzigartigen Naturlandschaft. Denn: Sie l(i)eben das Wattenmeer. www.nationalpark-partner-sh.de

Weitere Tipps und Ideen für einen genussvollen Urlaub an der Nordsee-Schleswig-Holstein unter www.nordseetourismus.de

Quelle: Nordseetourismus GmbH

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Süße Überraschung im mittelalterlichen Murten

Der Nidelkuchen von der Bäckerei Aebersold in Murten, Fribourg Region. Bild: Schweiz Tourismus

Der Nidelkuchen von der Bäckerei Aebersold in Murten, Fribourg Region. Bild: Schweiz Tourismus

Das romantische Städtchen Murten in der Region Fribourg ist ein Geheimtipp – nicht nur wegen seiner idyllischen Lage am gleichnamigen See und seiner perfekt erhaltenen mittel­alterlichen Altstadt. Auf keinen Fall sollte sich der Besucher den Nidelkuchen entgehen lassen.

Dank seiner intakten Altstadt und seiner Lage auf einer kleinen Anhöhe über dem Murtensee hat sich das 800-jährige Zähringer-Städtchen Murten im Kanton Freiburg zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. Einzigartig ist die fast vollständig erhaltene, begehbare Ringmauer. Längst hält sie keine Eindringlinge mehr fern, sondern öffnet den Besuchern einen prächtigen Blick über das Schloss aus dem 13. Jahrhundert, die malerischen Altstadtdächer und den nahen See, umgeben von Weinbergen mit roten und weißen Trauben. www.regionmurtensee.ch

Neben dem Wein wartet Murten mit einer weiteren kulinarischen Köstlichkeit auf: dem Nidelkuchen. Dieser süße Rahmkuchen ist eine typische Spezialität aus Murten und jede Kalorie wert. Besonders dann, wenn er von der Bäckerei Aebersold im Herzen der Altstadt stammt. Seit drei Generationen perfektioniert der Familienbetrieb die Qualität und die Herstellung. Die Besonderheit des Nidelkuchens besteht darin, dass nicht weniger als fünf Lagen Rahm auf einen leichten Hefeteig geschichtet werden. Die ersten drei Schichten sind säuerlich und süß und werden während des Backens zugegeben. Die durch die Zugabe von Zucker entstehende Karamellschicht wird weich, sobald die letzten zwei Schichten Doppelrahm aus dem Greyerzerland beigegeben werden. www.nidelkuchen.ch

Nach dem Genuss des Nidelkuchens bietet sich etwas Bewegung an. 170 Kilometer Radwege und 90 Kilometer Pisten für Inline-Skater laden ein, die Region zu entdecken: zum Beispiel auf einem Ausflug in die 2000 Jahre alte Stadt Avenches mit ihrem römischen Amphitheater, ins tropische Schmetterlingsparadies „Papillorama“ in Kerzers oder durch die Weinberge des Mont Vully. Auch für Wassersportler ist Murten ideal. Segeln, Windsurfen und Wasserskifahren sind nur drei der zahlreichen Vergnügungsmöglichkeiten. Wer es ruhiger angehen möchte, kann sich auf Zwei- und Drei-Seen-Fahrten durch Kanäle zum Neuenburger- und Bielersee entspannen.

Weitere Informationen zum Urlaub in der Schweiz gibt es im Internet unter MySwitzerland.com, der E-Mail-Adresse info@MySwitzerland.com oder unter der kostenfreien Rufnummer von Schweiz Tourismus mit persönlicher Beratung 00800 100 200 30.

Quelle: Schweiz Tourismus

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Paddelnd durch die Schweiz: Die besten Kanu- und Kajaktipps

Mit dem Kajak auf dem Vierwaldstättersee. Bild: Schweiz Tourismus

Mit dem Kajak auf dem Vierwaldstättersee. Bild: Schweiz Tourismus

Ob sanft über Seen oder wild durch Flüsse: Die Schweiz bietet unvergessliche Kanu- und Kajakerlebnisse. Im kleinen Alpenland gibt es eine erstaunliche Vielzahl an Möglichkeiten für Paddelausflüge unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade. Eine handverlesene Übersicht über die besten geführten Touren bietet seit April der neue Erlebnisfinder www.MySwitzerland.com/MySwissExperience.

Mit dem Kanu durch die Rheinschlucht (Graubünden)

Der1232 Kilometer lange Rhein ist ein beliebtes River-Rafting-Ziel. In der Ferienregion Graubünden, unweit der Rheinquelle, befindet sich der sogenannte„Grand Canyon der Schweiz“. In der 20 Kilometer langen Rheinschlucht mit bis zu 300 Meter hohen Felswänden finden Outdoor-Enthusiasten rasante Stromschnellen und das nötige Gefälle für den Adrenalinkick. Kurse gibt es sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Die Tour durch die Rheinschlucht von Ilanz bis nach Reichenau dauert einen Tag inklusive einer gemütlichen Mittagspause mit Essen vom Grill. Das Paddelvergnügen startet am Bahnhof Versam und kostet 170 Schweizer Franken (rund 155 Euro) pro Person. www.kanuschule.ch, www.myswitzerland.com/de-de/pages/landingpages/erlebnisfinder/adventureoffer-52558.html

Kayak-Fondue (Fribourg Region)

Das Käsefondue ist aus der Region Fribourg nicht wegzudenken. Beim „Kayak-Fondue“ muss sich der Sportler aber die nicht ganz leichte Kost zuerst verdienen. Als erstes erlernen die Teilnehmer die Grundlagen der Kajak-Technik, bevor sie mit einem Guide die Tour von La Roche über den magischen Greyerzersee auf die Insel Ogoz in Angriff nehmen. In der alten Ruine des „Château d’Ogoz“ wird anschließend das Fondue serviert. Das Erlebnis „Kayak-Fondue“ beginnt ab einer Gruppengröße von sieben Personen und kostet 70 Schweizer Franken (rund 64 Euro) pro Person. http://kayakaventure.ch, www.myswitzerland.com/de-de/pages/landingpages/erlebnisfinder/adventureoffer-53127.html

Mit dem Kanu auf Erlebnistour (Bern – Berner Oberland)

In der großen Bucht von Spiez am Thunersee legen täglich Kursschiffe der BLS Schifffahrt an und befördern die Gäste in Richtung Thun und Interlaken. Noch gemächlicher paddeln kleinere Gruppen mit Kanus unter fachkundiger Führung zu den schönsten und ruhigsten Plätzen entlang des linken Seeufers. Für Verpflegung und Unterhaltung ist durch ein Lagerfeuer mit Speis und Trank sowie einen Guide und Geschichtenerzähler in Personalunion gesorgt. Der Höhepunkt an ausgewählten Daten ist die nächtliche Paddeltour bei Vollmond. Im romantisch fahlen Licht bringen die Guides die Teilnehmer zurück nach Spiez. Die fünfstündige Tour kostet 75 Schweizer Franken (rund 68 Euro) pro Person. www.spiez.ch/de/gemeinde/tourismus-freizeit/Gefuehrte-Touren.php, www.myswitzerland.com/de-de/pages/landingpages/gefuehrte-touren/adventureoffer-53791.html

Im Kanu gemächlich den Doubs hinab (Jura & Drei-Seen-Land)

Seit 2013 zählt der Parc du Doubs offiziell zum Netzwerk der Schweizer Pärke. Steile Schluchten zum Jurafluss Doubs bilden auf weiten Strecken die natürliche Grenze zu Frankreich. Zwischen Soubey und Saint-Ursanne verläuft der Doubs ruhiger und bietet sich somit bestens für gemütliche Kanufahrten für Familien und kleinere Gruppen an. Eine dreistündige Tour von Tariche zum historischen Städtchen Saint-Ursanne kostet für Erwachsene 70 Schweizer Franken (rund 64 Euro) und 40 Franken (rund 36 Euro) für Kinder bis zwölf Jahren. Abgerundet wird die Tour durch ein Picknick mit Produkten aus der Region. www.maisondutourisme.ch/index.php/de/canoe-kayak, www.myswitzerland.com/de-de/pages/landingpages/erlebnisfinder/adventureoffer-52625.html

Mit dem Paddel der Sonne entgegen (Luzern – Vierwaldstättersee)

Warum nicht mal den Feierabend auf dem Wasser verbringen? Der Veranstalter „Kanuwelt Buochs“ bietet genau das an. Zwischen Mai und September können Gäste in kleinen geführten Gruppen dem Sonnenuntergang entgegenpaddeln. Die Guides führen die Teilnehmer zu außergewöhnlichen Stellen und unbekannten Ufern. Start der Touren ist abwechselnd in Buochs und Luzern. Sie dauern eineinhalb Stunden und kosten 35 Schweizer Franken (rund 32 Euro) pro Person. Die Sunset-Paddeltouren werden ab einer Gruppengröße von vier Personen durchgeführt. www.kanuwelt.ch/sunset, www.myswitzerland.com/de-de/pages/stories/sommergeschichten/mit-dem-paddel-der-sonne-entgegen.html

Quelle: Schweiz Tourismus

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Nur zu Fuß erreichbar: Wanderungen mit Ein- und Ausblicken

Blick vom Wildenmannlisloch zum Säntis. Bild: Schweiz Tourismus

Blick vom Wildenmannlisloch zum Säntis. Bild: Schweiz Tourismus

Es gibt Orte, da hält kein Zug, da gibt es keine Bushaltestelle, und es fährt auch keine Seilbahn hoch. Trotzdem, oder gerade deshalb, lohnt es sich, die Wanderschuhe zu schnüren und sich auf den Weg zu machen. Auf den Wanderer warten spannende Ein- und Ausblicke.

Das prähistorische Wildenmannlisloch im Toggenburg (Ostschweiz / Liechtenstein)

Von Starkenbach im Toggenburg geht es zuerst steil 700 Höhenmeter hinauf zum Strichboden. Oben angekommen, eröffnet sich eine fantastische Rundsicht vom Schwarzwald über das Alpsteinmassiv bis zu den österreichischen Alpen. Von hier oben führt der Weg zum geheimnisvollen Wildenmannlisloch. Die 142 Meter lange Höhle wurde bereits zu prähistorischen Zeiten genutzt – es wurden unter anderem Knochenreste von Höhlenbären und -löwen sowie von Mammuts gefunden. Die Wanderzeit der leichten Tour beträgt knapp zwei Stunden. Für weniger sportliche Wanderer empfiehlt es sich, die ersten Höhenmeter mit der abenteuerlich schaukelnden Holzkistenbahn ab Starkenbach zurückzulegen. www.myswitzerland.com/de-de/wildenmannlisloch-sagenweg.html

Durch die Schlucht der Areuse (Jura & Drei-Seen-Land)

Die Schlucht der Areuse im Westen der Schweiz ist ein Fall für Romantiker. Der teils kühn angelegte Wanderpfad führt vorbei an gigantischen Felstürmen und über malerische Steinbrücken. Hier, wo das Flüsschen Areuse mit lautem Getöse durch die tief eingeschnittene Schlucht fließt, ermöglicht der Pfad Einblicke in das beeindruckende Naturspektakel. Besonders an heißen Sommertagen freuen sich Wanderer darüber, dass in der Schlucht stets ein kühles Lüftchen weht. Die leichte Wanderung von Noiraigue durch die Schlucht nach Boudry dauert bei einer Länge von rund elf Kilometern ungefähr drei Stunden. www.myswitzerland.com/de-de/durch-die-schlucht-der-areuse.html

Mit einem einzigen Schritt über den Rhein (Graubünden)

Man muss kein Riese sein, um den Rhein mit einem einzigen Schritt zu überqueren. Denn lange, bevor der mächtige Fluss in die Nordsee mündet, entspringt er auf 2345 Metern Höhe als Bach aus dem Tomasee in Graubünden. In diesem Schutzgebiet hat das Wasser Trinkqualität, und die Spiegelungen der umliegenden Berge sind ein wahrer Augenschmaus. Die mittelschwere Wanderung zum Ursprung des Rheins beginnt auf dem Oberalppass und führt in rund dreieinhalb Stunden zum Tomasee. Ein Abstecher in die Maighelshütte macht die Tour um 50 Minuten länger, doch die hausgemachten Kuchen sind den Umweg wert. www.myswitzerland.com/de-de/die-wiege-des-rheins.html

Über Stein und Stein in der Schrattenfluh (Luzern – Vierwaldstättersee)

Laut Sage ist die Schrattenfluh mit den tief eingefurchten, langgezogenen Kalkriegeln das Werk von mächtigen Teufelsklauen. Die Wissenschaft teilt diese Meinung heute nicht mehr, doch für den Wanderer bleibt die mit Schrunden und Gräben durchsetzte Steinwüste ein mühsames, aber durchaus reizvolles Ziel. Bei der Überquerung ist Vorsicht geboten. Ab und zu Stehenbleiben lohnt sich: Der Rundblick von der UNESCO-Biosphäre Entlebuch zum Jura und von der Brienzer-Rothorn-Kette bis zu den Berner Hochalpen ist beeindruckend. Die Rundwanderung ab Sörenberg/Flühli dauert sechseinhalb Stunden und hat einen hohen Schwierigkeitsgrad. www.myswitzerland.com/de-de/ueber-die-schrattenfluh.html

Zu Fuß auf das Barrhorn (Wallis)

Wer als Wanderer ohne mühselige Kletterei hoch hinaus möchte,der hat mit dem Barrhorn im Wallis sein ideales Ziel gefunden. Mit seinen 3610 Metern Höhe ist der Berg der höchste Gipfel Europas, der ohne technische Hilfsmittel erklommen werden kann – gute Wanderschuhe sind dabei allerdings ein Muss. Die Tour gilt als schwer und ist nur für konditionsstarke und erfahrene Bergwanderer zu empfehlen. Sie startet bei Gruben/Oberems und führt in zwei Tagen auf den Gipfel. Zur Übernachtung mit Verpflegungsmöglichkeit bietet sich die Turtmannhütte an. Der Lohn für die Mühen ist ein großartiger Ausblick zu einer ganzen Kette von Viertausendern, darunter die Mischabel-Kette und die Monterosa-Kette. www.myswitzerland.com/de-de/hoechster-wand-ergipfel-europas.html

Weitere Informationen zum Urlaub in der Schweiz gibt es im Internet unter MySwitzerland.com, der E-Mail-Adresse info@MySwitzerland.com oder unter der kostenfreien Rufnummer von Schweiz Tourismus mit persönlicher Beratung 00800 100 200 30.

Quelle: Schweiz Tourismus

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Auf Entdeckungsreise entlang des Nord-Ostsee-Kanals

Von Kreuzfahrtschiffen, Naturerlebnissen und unseren Vorfahren

Unterwegs am Nord-Ostsee-Kanal. Bild (c) Dithmarschen Tourismus

Unterwegs am Nord-Ostsee-Kanal. Bild (c) Dithmarschen Tourismus

Alle warten, keines kommt. Jetzt grad nicht. Wo bleibt das Traumschiff? Gespannte Erwartung bei Kanalkilometer Null, Schleuse Brunsbüttel, und sieben Uhr ist durch. Nur das Kreuzfahrtschiff nicht, das ist (noch) nicht durch. Dabei sollte es jetzt einfahren von der Elbe in den Nord-Ostsee-Kanal.

Schiffegucken ist der schönste Zeitvertreib in Brunsbüttel, und der Zettel mit den gemeldeten Traumschiff-Passagen – das mit Abstand beliebteste Stück Papier vom nahen Tourismus-Büro – hatte sie doch angekündigt; die „Saga Sapphire“, unterwegs von Dover nach Dänemark. Durch die meistbefahrenste künstliche Wasserstraße der Welt. Luxusliner sind recht selten, aber schön, spektakulär und damit Höhepunkt; „normale“ Schiffe sind allemal spannend und immer einen kleinen Stopp wert. Zum Schauen. Zum Staunen.

Der Nord-Ostsee-Kanal, mit fast hundert Kilometern Länge zwischen Elbe und Kiel und mit mehr als 30.000 Schiffspassagen pro Jahr (das ist viel, viel mehr als im Suez- oder Panama-Kanal), ist eine Sehenswürdigkeit. Der (hauptsächlich) am Ufer entlangführende Radweg ein tolles Stück Fahrrad-Tour. Von Brunsbüttel bis zum Gieselau-Kanal (der Verbindung zum Fluss Eider) sind es schöne und spannende 40 Kilometer Dithmarschen. Mit Schiffen, Störchen und schönem Schlafen am Kanal. Und wer weiß, vielleicht kann man unterwegs ja mal mit einem Traumschiff um die Wette fahren. Oder mit einem U-Boot, denn die sind hier ab und zu auch unterwegs.

Kanalkilometer Null also; dort, wo in den gewaltigen Schleusenbecken Tanker und Frachter gehoben und gesenkt werden, kann der Reisende dem Schauspiel zusehen. Von der Aussichtsplattform wirken die Festmacher, die Leute mit den Tauen, unten auf dem Kai winzig im Vergleich zu den Schiffen, die zumeist unter Flaggen sehr fremder Länder fahren – Liberia, Zypern, Panama. Für manch einen Seemann mag dies hier der letzte Hafen vor New York sein, andere Matrosen freuen sich vielleicht auf die baldige Ankunft in Skandinavien oder St. Petersburg. Der Radfahrer träumt ein wenig von der weiten Welt und macht sich auf ins Dithmarscher Hinterland. Fernweh und Landliebe am Kanal gleichermaßen.

An der Strecke queren kostenlose Fähren den Kanal. Wer mag, kann gleich hier zu Beginn mit der Fähre in den Brunsbütteler Süden übersetzen, um ein paar hundert Meter kanalaufwärts wieder zurückzukehren – die Route führt nun durchs Ländliche. Man kennt die Kanalbrücken vielleicht vom Auto aus oder der Bahn; von unten sind sie spektakulär, monumental und – vor allem die Eisenbahnbrücke bei Hochdonn – von einem einzigartigen ästhetischem Reiz. Es ist ein klarer Morgen, weiße Wölkchen segeln ins Dithmarscher Land und unter der Brücke an der B5 fliegt ein Falke.

Der Kanal ist ein moderner Verkehrsweg, das Land links und rechts davon oft Natur pur. Die Karten verzeichnen Routen, die abseits des Kanals zu kleinen, sehenswerten Städten wie Burg führen oder durch Naturschutzgebiete wie das um den Kudensee. Bald führt ein Weg fort vom Kanal, saftig-grüne Weiden und Wiesen liegen in der Niederung der Burger Au, darin der Kudensee, ein Paradies für die Vogelwelt. Der Wind lässt die Kronen der Erlen rauschen, dahinter glitzert – und schäumt in Böen – das Wasser dieses verschwiegenen Sees. Am Ufer wiegt sich Schilf, darin brüten Rohrweihe und Rohrammer, sogar ein Seeadler-Paar auf einem Baum. Ein Reiher steht stoisch am Ufer eines Grabens und ein Schwan gleitet vorüber – diese Gegend ist wichtiges Rast- und Überwinterungsgebiet für Zugvögel: Zwergschwäne im runden Tausend sowie Enten und Gänse aller Art. Flinke Kiebitze kann man beobachten und das melodischen Tirilieren der Feldlerche hören. Ein Fernglas gehört auf dieser Tour gewiss ins Gepäck.

Es ist stilles, schönes Radeln auf dem Plattenweg am Ufer. Kurz vor der Eisenbahnbrücke bei Hochdonn kreist am gegenüberliegenden Ufer ein Seeadler im Himmel. Nicht nur dies ist ein Grund für die Pause, die Poller sind ein schöner Picknick-Tisch. Hummeln summen, Löwenzahn setzt gelbe Akzente ins Grün, Gänse lärmen vorüber. Ist der Kanal streckenweise sonderbar leer (die Schiffe schleichen meist im Verband) und still, schwillt nun ein fernes Stampfen an. Eine Parade Frachter schiebt sich heran. Ihre Bugwellen zerreißen das stille Wasser und werfen die gespiegelten Wolkenbilder in Scherben. Die „Neckar Highway“, ein Autofrachter, gleitet vorüber, gefolgt von der „Ebba 2“, dann die „Tilda Kosan“, zuletzt die „Sulphur Genesis“ – Woher? Wohin? Was drin? Die Gedanken ziehen mit. Wellen schwappen sacht ans Ufer und der Kormoran bleibt sitzen, so als wäre nichts.

Wieder lohnt ein Abstecher – nun zum „Kerzenhof“ nach Schafstedt. Vor einiger Zeit übernahm Familie Bork dort einen Resthof. Mit einem guten Gespür für Gemütlichkeit und Nostalgie wandelte Dorte Bork den alten Kuhstall um in ein Café, das gewiss zu den schönsten in Schleswig-Holstein zählt. Das Team Bork hat ein gutes Händchen für Torten, Kuchen und Co. Candy und Klönschnack also im alten Bauernhof, Kaffeeklatsch und Kulturerlebnis. Man fühlt sich aufgehoben, wenn man die gastliche Stube betritt und beinah so, als ob es ein Kurzurlaub in die Vergangenheit wäre. Die Wohnzimmeratmosphäre mit ihren bunt zusammengewürfelten Tischen, Stühlen und Accessoires aus längst vergangenen, aber dennoch fühlbar nahen, Zeiten zaubert angenehme Nostalgie; das hier ist stimmig. Es ist romantisch; auch echt – viele Dinge, Deko-Geschirr oder alte Modemagazine aus den 50ern, haben Nachbarn auf dem Dachboden gefunden und vorbeigebracht. Die Torten sind ohnehin eine köstliche Verführung! Neben den kulinarischen Leckerbissen gibt es auch kulturelle – Konzerte zum Beispiel. Angeschlossen ist ein kleines Museum, das die Heimatkunde der Gegend liebevoll arrangiert wiederspiegelt. Der Kerzenhof, hier kann der Gast unter Anleitung von Dorte Bork auch Kerzen färben, ist ein authentischer Ort – zum Wohlfühlen. Und die Leute aus dem Dorf treffen sich hier auf einen Klönschnack. Und in die Etagèren greifen nicht nur Kinder; Süßes gibt´s auch für die Großen.

Der Uferweg ist eine gut zu befahrende, gefällige Strecke; grün und gemütlich. Hier riecht es nach wilden Rosen, dort nach Waldmeister und manchmal nach dem Rauch von Holzfeuer, bei den großen Silos der Genossenschaften, die wie Burgen am Ufer stehen, nach Getreide. Sogar eine kleine, verschwiegene Badestelle gibt es hinter Hochdonn – mit Sandstrand und Treppe in die Bucht am Kanal. Die Landschaft ändert sich im Verlauf des Kanals; bisher durch die Ebene der Marsch wird es hügelig; dies ist die Geest, das Rückgrat Schleswig-Holsteins.

Hinter der Straßenbrücke zwischen Albersdorf und Hademarschen lohnt ein Abstecher zum Steinzeitpark Dithmarschen (nahe Albersdorf). Der Weg führt in einen lichten Wald mit Eichen und Buchen in gefälliger, sanfter Hügellandschaft. In der malerischen Niederung des Flüsschens Gieselau mit den Erlen und Röhrichten leben Kröten und seltene Unken, Wasseramseln am Fluss. Wer Glück hat, sieht den Eisvogel gleich einem fliegenden Edelstein umherschwirren. Eine Landschaft, die bereits vor 6000 Jahren Heimat war, geheimnisvolle Steinzeitgräber zeugen von ihrer Anwesenheit und ihrem Totenkult.

Mitten im Wald steht eines dieser fast 50 Meter langen Gräber aus der Jungsteinzeit; Bernsteinschmuck und Steinwerkzeuge haben Forscher hier gefunden, solche Dolmen waren Kollektivgräber – Leichnam um Leichnam wurde hier bestattet. Heute rauscht der Wind in den Kronen der Eichen und ein Specht hämmert beharrlich, ferne Vogelrufe hallen durch den Wald und es sind nicht die frischen Böen allein, die ein wenig Gänsehaut ob dieser mystischen Atmosphäre schaffen. Stehen dann noch urzeitlich anmutende Konik-Pferde in der nebelverhangenen Aue der Gieselau, ist das Bild grauer Vorzeit perfekt.

Wie diese Menschen hier vor tausenden Jahren gelebt haben, ist im Steinzeitpark Dithmarschen rekonstruiert – ein ganzes Steinzeitdorf, das das Leben vor 5000 Jahren zeigt. Es gibt Aktionen zum Mitmachen: Heute werden Steinwerkzeuge aus Flint geschlagen. Schutzbrille und Handschuhe sind ein Muss, denn die Splitter sind schärfer als jedes Skalpell. Neben dem Feuerstein gibt es auch Tipps wie das geht („…nicht draufhauen, sondern abschlagen…“) mit der groben Vorarbeit und der folgenden Feinarbeit mit dem Geweih-Stück. Schaber und einfache Klingen sind nicht schwer; Faustkeile, Sicheln und perfekte Speerspitzen Meisterwerke.

Zwischen Schafstedt und Hohenhörn fließt der Mühlenbach, der Abend senkt sich langsam über seine Niederung; feuchte, saftige Wiesen, aus denen der Nebel steigt, ein Rehbock läuft über die Wiesen, Baumreihen begrenzen, darüber eine späte Sonne mit milchigem Licht, Blätter knistern verhalten im sachten Wind. Vollkommene Ruhe liegt über diesem Ort. Und hier ist endlich einer: Zwischen den Kiefern thront ein Storchennest, darin steht einer dieser schönen Vögel und scheint Eier im Nest zu wenden, schaut immer….ja, wohin? Vielleicht zum Partner, der hier irgendwo über die Wiesen stakst. Und spürt man da nicht wieder ein Schiff? Ein kurzer Weg nur zur Bank am nahen Kanal.

In Hohenhörn (nahe Schafstedt) steht das kleine, feine Gasthaus und Hotel „Kanal 33“ direkt am Ufer. Die kleine Fähre müht sich im Minutentakt über den Kanal, die Silos der Genossenschaft nebenan sehen in ihrem verwitterten Grau aus wie eine Burg aus dem Mittelalter. Vor den Gasthaus ist der Biergarten und auch hier gilt: Schiffegucken. Aus der alten Gastwirtschaft wurde ein Kleinod zum Essen und Übernachten. Die Zimmer sind modern und gemütlich, großzügig und licht. Mehr noch: „Wir haben aus alten Dalben des Nord-Ostsee-Kanals Betten, Schränke und Fensterbänke tischlern lassen. Auch der Fußboden wurde aus dem Douglasienholz der Dalben gefertigt“, erklärt Petra Lucht. Dalben sind die gewaltigen Holzpfosten, die im Wasser stehen und an denen Schiffe festgemacht werden können.

Radfahrer dürfte auch dieser Service interessieren: „Wir haben eine kleine Werkstatt und einen Schlauch-Automaten, nasse Sachen kommen in den Trockenraum und das E-Bike kann man hier aufladen. Nach Vorbestellung organisieren wir Ihnen auch Leihräder von unserem hiesigen Verleih“, sagt Petra Lucht. Und das Schönste, im stimmigen Ambiente der Zimmer, ist der Blick aus dem Fenster – ist Kanal-Kino vom Feinsten: das Hin und Her der kleinen Fähre inklusive abendlichem Schaftransport mit Traktor und Anhänger, der Blick in die grüne Weite Westholsteins und immer wieder Schiffe, Schiffe, Schiffe. Ihre Lichter sind an, das sind wunderschöne Motive vor dem dunkler werdenden Blau der beginnenden Nacht. Schleichen sich fort; nach Hongkong vielleicht oder nach Shanghai. Muhen da irgendwo nicht Kühe? Fernweh beim Schiffegucken und Heimatliebe auf´m Land; und das auf einen Blick – das geht wohl nur hier am Kanal. Wo die Schiffe über´s Land fahren.

Termin-Tipps 2017

  • Lichterfest NOK Romantika, 02. September 2017
  • Sonderausstellung Weltgarten im Steinzeitpark Dithmarschen noch bis Oktober 2017
  • Die Termine der Kreuzfahrtpassagen 2017 im Nord-Ostee-Kanal finden sich unter www.schleusenmeile-brunsbuettel.de

Weitere Informationen:

www.echt-dithmarschen.de
Quelle: Dithmarschen Tourismus e.V. 

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Luzern – Vierwaldstättersee: Sommerloch adé – Regatta, Grooves und Klassik am See

Das Blue Balls Festival in Luzern. Bild: Schweiz Tourismus

Das Blue Balls Festival in Luzern. Bild: Schweiz Tourismus

Im Rahmen der Lucerne Regatta findet vom 7. bis 9. Juli 2017 das Weltcup-Finale mit über 1000 Ruderern aus aller Welt auf dem Rotsee statt. Vom 21. bis 29. Juli sorgt das Blue Balls Festival in Luzern mit rund 120 Veranstaltungen für quirligen Groove am See. Liebhaber klassischer Musik erleben vom 11. August bis 10. September akustische Höhenflüge beim Lucerne Festival. Die Reihe „40min“ gibt in elf Kurzkonzerten kostenlos Einblick in verschiedene Festivalprojekte.

Die Lucerne Regatta auf dem „Göttersee“

Mit ihrer über 100-jährigen Tradition gehört die Lucerne Regatta vom 7. bis 9. Juli 2017 zum Besten, was der internationale Rudersport zu bieten hat. Der natürliche Rotsee bietet so gute Wettkampf-bedingungen, dass er in Ruderkreisen auch „Göttersee“ genannt wird. Jedes Jahr kämpfen hier bis zu 1000 Ruderer beim Finale um den Weltcup-Gesamtsieg. Der Rotsee und seine Umgebung bilden dabei eine einmalige Naturarena. Wer möchte, kann hier auch baden, wandern, angeln und reiten. www.lucerneregatta.com

Blue Balls Festival

Samm Henshaw, der junge Londoner mit nigerianischen Wurzeln, wird am 21. Juli gemeinsam mit Jake Bugg das Blue Balls Festival im Kongress- und Kulturzentrum (KKL) eröffnen. Im KKL werden Acts wie L.A. Salami, Fantastic Negrito, Mahalia und Laurel ihre Schweizer Premiere feiern; aber auch bekannte Künstler wie Xavier Naidoo, Jake Bugg, David Gray, Patti Smith, Boy&Friends, Peter Doherty, John Newman, Macy Gray, Benjamin Clementine und Morcheeba treten auf. Die Newcomerin Aurora sowie José González und Gregor Meyle dürfen ebenfalls das KKL bespielen. Zudem können sich die Besucher auf Jeremy Loops, Cody ChesnuTT, Walking on Cars und die Crystal Fighters freuen. Auch Indie-Fans kommen mit Wild Beasts und White Lies auf ihre Kosten. Das Blue Balls Festival präsentiert vom 21. bis 29. Juli 120 Events in den Sparten Musik, Fotografie, Kunst, Video, Film und Talks. www.blueballs.ch

Lucerne Festival – über 100 Konzerte in vier Wochen

Vom 11. August bis 10. September 2017 treffen sich die Weltstars der Klassik im Herzen der Schweiz. „Identität“ lautet das Motto des Sommer-Festivals 2017. Der Chefdirigent Riccardo Chailly und das Lucerne Festival Orchestra widmen sich Werken von Mendelssohn, Strauss, Strawinsky und Tschaikowsky. Dazu gibt es 30 Sinfoniekonzerte mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem West-Eastern Divan Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Mariinsky Orchestra und vielen weiteren Orchestern. Mit der Reihe „40min“ wird Festivalbesuchern und Interessierten gratis in elf moderierten Kurzkonzerten am frühen Abend ein Einblick in die Probenarbeit und verschiedene Festivalprojekte geboten. www.lucernefestival.ch

Weitere Informationen zum Urlaub in der Schweiz gibt es im Internet unter MySwitzerland.com, der E-Mail-Adresse info@MySwitzerland.com oder unter der kostenfreien Rufnummer von Schweiz Tourismus mit persönlicher Beratung 00800 100 200 30.

Quelle: Schweiz Tourismus

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