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Kategorie: Niederlande (Seite 21 von 22)

Langeweile wird zu optischer Illusion: Neue Interpretationen im Escher In Het Paleis

Das Museum Escher In Het Paleis in Den Haag widmet sich ab 15. November 2014 in einer Ausstellung der bisher unbekannten Inspiration des berühmten niederländischen Künstlers M.C. Escher (1898-1972) in jungen Jahren. Denn die Schulzeit langweilt den Teeanger, später bezeichnet er sie als „die Hölle“. Die Zeit diente ihm aber gleichzeitig als große Inspiration. Zum ersten Mal wird nun die Verbindung zwischen dem Schulgebäude in Arnheim, das er ins einer Jugend besuchte, und den Bildern, die er dreißig Jahre später schaffte, hergestellt.

Fast die Hälfte der Drucke von M.C. Escher werden im Escher In Het Paleis gezeigt – im ehemaligen Winterpalast der niederländischen Königin Emma. Es ist das einzige öffentliche Gebäude in Den Haag, in dem die ursprüngliche, königliche Atmosphäre bewahrt wurde. Neu seit 2014 ist die königliche Besichtigungstour, die am Het Paleis beginnt und seit Februar von der Internetseite des Museums heruntergeladen werden kann. Die Tour dauert rund 45 Minuten und führt an mehreren anderen königlichen Sehenswürdigkeiten in der historischen Innenstadt von Den Haag vorbei.

Escher In Het Paleis, Lange Voorhout 74, 2514 EH Den Haag, Tel.: +31 (0)70-4277730, geöffnet dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr

Weitere Informationen: www.escherinhetpaleis.nl (Englisch)

 

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Meister der großflächigen Formate: Mark Rothko im Gemeentemuseum Den Haag

Das Gemeentemuseum in Den Haag zeigt ab 20. September 2014 eine Retrospektive des Künstlers Mark Rothko. Es ist die erste Ausstellung mit Werken des berühmten Künstlers in den Niederlanden seit 40 Jahren. Das Werk Rothkos (1903-1970) ist mitreißend und zugleich sehr intim, es hat eine überwältigende Wirkung auf den Betrachter. Die aus vielen Schichten aufgebauten Bilder seiner Farbfeldmalerei auf großformatigen Leinwänden sind von einer unvergleichlichen Intensität und Ausdruck universeller Emotionen wie Angst, Ekstase, Tragik und Euphorie. Die Farbe der „klassischen” monochromen Quadrate und Rechtecke scheint über den Rand der Leinwand hinauszufließen, wodurch Rothko den Betrachter zu umhüllen versucht.

Die Ausstellung im Gemeentemuseum widmet sich eingehend der Farbfeldmalerei, aber auch dem seltener gezeigten Frühwerk des Künstlers. Als Museum, das die weltweit größte Sammlung von Werken Piet Mondrians beherbergt, eines Malers, der bekannt ist für seinen Weg zur Abstraktion, ist das Gemeentemuseum prädestiniert für die Auseinandersetzung mit Rothkos Entwicklung zur Abstraktion. Die Ausstellung beleuchtet auch die Parallelen und die Unterschiede in der Entwicklung beider Maler. Rothko zollte Mondrian zu Lebzeiten seinen Respekt und bezeichnete ihn sogar als den „sinnlichsten Maler”, den er kannte.

„Mark Rothko“, 20. September 2014 bis 18. Januar 2015, Gemeentemuseum Den Haag, Stadhouderslaan 41, 2517 HV Den Haag, Tel.: +31 (0)70 3381111, geöffnet dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr

Weitere Informationen: www.gemeentemuseum.nl

 

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Der Sommer im Herzen Hollands: Römer, Livemusik und Sonnengarantie in Utrecht

Für den perfekten Städtetrip muss man nicht weit reisen: Die mittelalterliche Studenten-Stadt Utrecht im Herzen der Niederlande mit ihren schmucken Grachten, der interessanten Musikszene und bunten Märkten im Schatten von Kirchen und alten Bäumen eignet sich gut für eine Auszeit. Ob auf dem Wasser, in kultureller Hinsicht oder gar unter der Erde: Utrecht bietet im Sommer zahlreiche Höhepunkte.

 

Umweltbewusst auf Utrechts Grachten

Die Domstadt Utrecht erkundet man am besten vom Wasser aus. Während man in einem gemütlichen Bötchen leise dahin tuckert, hat man den schönsten Blick auf die einzigartigen Utrechter Grachtenkeller, die an alte Zeiten des Handels erinnern. Heute haben sich in den historischen Lagerhallen kleine Geschäfte und Restaurants einquartiert. Das bunte Treiben auf ihren schmalen Terrassen sowie das viele Grün am äußeren Grachtenbogen lohnt es sich, auf eigene Faust zu entdecken. Der Anbieter Greenjoy stellt 6-Personen-Boote für 22,50 Euro pro Stunde bereit, die zu hundert Prozent mit Elektrostrom fahren. Die Bötchen dürfen ohne Fahrausweis gesteuert werden und sind online unter www.greenjoy.nl buchbar.

 Greenjoy Elektrobootverleih, auf der Höhe vom Wittevrouwensingel 58, Tel.: +31 (0)30 227 03 50

Weitere Informationen: www.greenjoy.nl (Englisch)

 

Eröffnung TivoliVredenburg im Utrecht Musikjahr 2014

Hier spielt die Musik: In Utrecht eröffnet am 21. Juni das moderne Konzertgebäude TivoliVredenburg und bietet dem wachsenden musikalischen Angebot der Stadt eine noch größere Bühne. Der Neubau hat das ehemalige „Musiekcentrum Vredenburg“ am selbigen Ort wortwörtlich verschluckt: Der alte Konzertsaal ist in das neue TivoliVredenburg eingegliedert. Die Eröffnung wird bis einschließlich
3. Juli groß gefeiert, unter anderem mit einem Festival für junge Musikfans, dem „My Festival #1“, am 22. Juni.

Ob weltbekannte Größen wie Jeff Beck und Ben Harper oder junge Indie-Bands: das neue Musikzentrum lockt heimische und internationale Talente insbesondere im Rahmen von „Utrecht Muziek“, dem Musikjahr 2014, in die Studentenstadt. Abwechslungsreiche Events wie Fête de la Musique, The Mall of Sound und Lazy Sunday Afternoons sorgen für neue und klassische Klänge entlang der Grachten, in ehemaligen Kirchen und Clubs – und eben auch im TivoliVredenburg.

Konzertgebäude TivoliVredenburg, Vredenburgkade 11, 3511 WC Utrecht, Tel.: +31 (0)30 – 2314544, info@tivolivredenburg.nl

Alle Veranstaltungen in Utrecht im Musikjahr 2014 sind auf der Webseite www.utrechtmuziek.nl (Niederländisch) einzusehen.

 

2000 Jahre alte Stadtgeschichte am Fuße des Utrechter Doms

Auf eine unterirdische Reise entlang der Überreste niederländischer Geschichte können Besucher ab 2. Juni in Utrecht „DOM under“ gehen. Besucher erleben am Fuße des Wahrzeichens der Stadt Epochen der Blüte und des Verfalls von jenem Moment an, da die Römer hier um 45 n. Chr. das Castellum Trajectum erbauten. Entdeckt wird, warum Utrecht im Mittelalter das Zentrum kirchlicher Macht war, und die Gäste erfahren, wie der vernichtende Sturm 1674 das Schiff der Domkirche zum Einsturz brachte. Mit Hilfe von Taschenlampen und Smart Devices verfolgen die Besucher des Doms die Routen der Archäologen und erleben wie Geschichte und Geschichten aus der Vergangenheit zum Leben erweckt werden. Die unterirdische Entdeckungsreise wird auf Niederländisch, Deutsch und Englisch angeboten.

Besucher des „DOMunder“ können außerdem live miterleben, wie Archäologen 2000 Jahre alte Geschichte ausgraben und erlebbar machen. Die „Initiatief Domplein“ bietet den Gästen des „DOMunder“ verschiedene Führungen und Rundgänge an, die sich mit der Archäologie selbst befassen. Diese speziellen Führungen finden immer mittwochs und samstags statt, Beginn der Rundgänge ist jeweils um 13.30 Uhr.

DOMunder, Domplein 4, 3512 JC Utrecht, Führungen dienstags bis sonntags zwischen 11 und 16 Uhr, Tel.: +31 (0)30 233 99 99

Weitere Informationen: www.domunder.nl (Niederländisch)

 

Modische Musical-Szenen im Centraal Museum Utrecht

Das Centraal Museum in Utrecht präsentiert vom 7. Juni bis zum
30. November 2014 die Mode-Ausstellung „Fashion, the musical“, die vom niederländischen Mode-Illustrator Piet Paris zusammengestellt wurde. 150 Objekte aus der bestehenden Sammlung des Utrechter Museums präsentiert er in Form von Musical-Szenen.

Besucher werden so entlang 50 verschiedener Modeensembles geführt, die von Bühnengarderobe bis hin zu Kleidern auf dem roten Teppich reichen. Die verwendeten Kleidungsstücke stammen aus den bekannten Modehäusern Comme des Garçons, Maison Martin Margiela, Iris van Herpen und Viktor & Rolf, außerdem werden Kostüme aus dem 17. und 18. Jahrhundert präsentiert. Hauptdarsteller in der Ausstellung sind Chantal und Simone, zwei Schwestern, die beide gegensätzliche Stile vertreten. Modern, minimalistisch und geometrisch steht dekorativ, traditionell und rund gegenüber. Dieser Kontrast bildet den roten Faden durch die Ausstellung. Wie die eigenen Arbeiten von Piet Paris, ist auch die von ihm kuratierte Ausstellung verspielt und elegant gestaltet, mit viel Liebe zum Detail. Verständlich auch für Nichtkenner der Modewelt und humorvoll mit einer Prise Ernsthaftigkeit, verbindet die Kollektion Unterhaltung mit Kunst und spielt so mit dem Verlangen der Menschen nach Massenkultur und Oberflächlichkeit.

„Fashion, the musical“, 7. Juni bis 30. November 2014, Centraal Museum Utrecht, Nicolaaskerkhof 10, 3512 XC Utrecht, geöffnet dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr

Weitere Informationen: www.centraalmuseum.nl

Sonnenschein oder Geld zurück: Festival deBeschaving

In den botanischen Gärten in Utrecht findet am 5. Juli das Kultur- und Musikfestival „deBeschaving“ statt. Auf sechs Bühnen treten zahlreiche Künstler auf, und im angrenzenden Utrechter Science Park sind auch wissenschaftliche Themen für die Besucher aufbereitet. Unter dem diesjährigen Thema „Homo Ludens“ (spielender Mensch) setzt das Festival vor allem auf Inklusion und die freie Entfaltung von Kreativität.

Wer dem niederländischen Sommer nicht über den Weg traut, hat beim Festival deBeschaving keinen Grund zur Sorge: bei weniger als 20 Grad und einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von über 50% werden die Eintrittskarten voll erstattet. Im vergangenen Jahr war das Festival ausverkauft, deswegen wurde es in diesem Jahr vergrößert. In den grünen botanischen Gärten finden sich aber viele kleine ruhige Ecken, die dem gut besuchten Festival eine gemütliche und idyllische Atmosphäre verleihen.

Festival deBeschaving, 5. Juli von 12 bis 23 Uhr, Botanische Tuinen Utrecht/Utrecht Science Park, Festival-Eingang: Budapestlaan 17, 3584 HD Utrecht, Eintritt 27,30 Euro pro Person

Weitere Informationen: www.debeschaving.nl (Englisch)

Allgemeine Informationen zu Utrecht:

www.visit-utrecht.com; www.holland.com

 

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Wiedereröffnung Mauritshuis in Den Haag: Das Zuhause holländischer Meisterwerke

Nach rund zweijähriger, umfangreicher Renovierung öffnet das Mauritshuis, eines der berühmtesten Museen der Welt, am 27. Juni 2014 wieder seine Türen. Oft auch als „Schatzkästchen“ bezeichnet, beheimatet das historische Gebäude eine weltberühmte Sammlung flämischer und niederländischer Kunstwerke aus dem 17. Jahrhundert, einschließlich Rembrandts „Die Anatomie des Dr. Tulp“, Carel Fabritius‘ „Distelfink“ und nicht zuletzt das weltberühmte Gemälde von Jan Vermeer „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“.

Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Gebäude wurde in mühevoller Kleinarbeit renoviert und modernisiert, große Teile des originalen Erscheinungsbildes sowie die ursprüngliche Farbgebung wurden originalgetreu restauriert. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Eröffnung des neuen „Royal Dutch Shell“-Flügels auf der gegenüberliegenden Straßenseite, mit dem die bereits vorhandene Grundfläche des Museums verdoppelt wird. Dieser Flügel ist mit dem historischen Gebäude durch ein neues lichtdurchflutetes Foyer verbunden und bietet zusätzliche Ausstellungsgalerien, ein museumspädagogisches Zentrum, ein Café und weitere moderne Besuchereinrichtungen. Die erste Ausstellung im neu erbauten Royal Dutch Shell-Flügel wird die Geschichte des einstmaligen Adelspalastes und seiner Bewohner erzählen.

Mauritshuis, Plein 29, 2511 CS Den Haag, Tel.: +31 (0)70 302 3436, geöffnet dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr

Weitere Informationen: www.mauritshuis.nl (Englisch)

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Vielfältige Kulturstadt Amsterdam: Trendsetter in Design und moderner Kunst

Nach diversen umfangreichen Renovierungs- und Erneuerungsplänen kultureller Gebäude hat sich Amsterdam in puncto moderner Kunst und Design neu positioniert – und gehört mittlerweile zu den wichtigsten kulturellen Zentren in Europa. Am zentral gelegenen Museumsplatz liegen mit Rijksmuseum, Van Gogh Museum und Stedelijk Museum drei der wichtigsten Kulturhäuser des Landes in Laufnähe voneinander entfernt, die gemeinsam drei Jahrhunderte Kunstgeschichte präsentieren. In den vergangenen eineinhalb Jahren wurden alle drei Museen nach umfangreichen Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten wiedereröffnet – steigende Besucherzahlen sind nur ein Beweis für den hohen Stellenwert von moderner Kunst und Kultur, von Kreativität und kultureller Vielfalt in der niederländischen Hauptstadt.

Auch abseits des Museumsplatzes wird die Tragweite der Kultur in all ihren Facetten gelebt. Mit dem Stedelijk Museum Bureau Amsterdam (SMBA) beispielsweise im Stadtteil Jordaan beherbergt das Museum einen Projektraum mit Fokus auf zeitgenössischer lokaler Kunst im internationalen Kontext. SMBA organisiert kontinuierlich Ausstellungen mit Werken von Newcomern sowie Lesungen, Präsentationen und Künstlerresidenzen. Daneben ist De Appel Arts Centre eines der wichtigsten Zentren für zeitgenössische Kunst in Amsterdam und fungiert als Trendscout für die nächsten Entwicklungen in der Szene. Auch das international arbeitende Kunstzentrum De Appel wird für sein vielfältiges Programm über die Grenzen hinaus anerkannt. Seit 1975 gilt De Appel als führende Plattform für die Erforschung und Präsentation zeitgenössischer Kunst. Ein abwechslungsreiches Programm mit Ausstellungen und Auftritten visueller Künstler, Choreografen und Theaterdirektoren bringt eine große Anzahl verschiedener Fachleute mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen. Unter dem Namen „Appel on the Side“ organisiert das Kunstzentrum auch diverse Veranstaltungen – von Einführungsvorlesungen bis zu mehrtägigen Konferenzen.

In der Kulturlandschaft gehört das Fotomuseum Amsterdam (Foam) zu den bedeutendsten Fotomuseen des Landes und präsentiert alle Genres dieser Kultursparte in Ausstellungen, Diskussionsreihen und Publikationen. Der Fokus liegt nicht nur auf den Arbeiten von etablierten Fotografen und historischer Kunst, Foam fungiert ebenso als Plattform für Nachwuchstalente und ist damit ein wichtiger Treffpunkt für Fotografen, Bildredakteure und Designer. Pionierarbeit als Fotomuseum leistete das Huis Marseille – seit der Eröffnung im Jahr 1999 präsentiert das Museum zahlreiche Werke zeitgenössischer Lichtbildner. Im Vordergrund stehen Formen der Fotografie, die den Anforderungen der Bildenden Kunst gerecht werden– und sich so von der Fotografie als Massenmedium unterscheiden.

Nicht nur in der bildenden Kunst steht Amsterdam auf Augenhöhe mit Städten wie Paris, Berlin und New York. Vor allem im Bereich Design hat sich die Stadt durch die Marken Droog und Moooi international einen Namen gemacht und ist heute Brutstätte einer großen Anzahl renommierter Designer, die ihre Arbeiten regelmäßig in Galerien ausstellen. Wie unterscheiden sich niederländische Designer von anderen internationalen Gestaltern? Durch Pragmatismus, Zielstrebigkeit und Bescheidenheit – sehr niederländisch eben. Viele der heutigen Designer sind oder waren mit Droog Design verbunden. Anfang der neunziger Jahre, kurz nach seinem Start, wurde Droog Design Pionier für neue Entwicklungen im Design. Die Designer haben die Vorstellungen von Luxus und Design neu definiert und damit internationale Maßstäbe gesetzt. Einige ihrer Arbeiten, wie „Chest of drawers“ – eine Kommode aus unterschiedlichen Schubladen, die von einem Gürtel zusammen gehalten werden, sind mittlerweile weltberühmt. Im Jahr 2001 machte Moooi, eine Gruppe niederländischer Designer – darunter auch Piet Hein Eek und Joep van Lieshout – unter der Leitung von Marcel Wanders dem Droog-Team Konkurrenz. Wanders hat das niederländische Design in den vergangenen zehn Jahren so stark verändert, dass ihm das Stedelijk Museum derzeit noch bis zum 15. Juni 2014 eine Ausstellung widmet: „Marcel Wanders: Pinned Up”. Der Niederländer gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Designer und ist international bekannt für seine Möbel- und Interieur-Entwürfe. Es ist die bislang größte Übersichtsausstellung zu Wanders’ Werken und die erste große Designausstellung im Stedelijk Museum seit dessen Wiederöffnung 2012 – und zeigt somit ganz deutlich, dass Design und Kunst schön längst auf einer Ebene zu nennen sind.

 

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Fähnchen, Festivals und fahrende Leckereien: Küstenstadt Den Haag im Sommer

In Den Haag, der Stadt am Meer, wird es diesen Sommer kunterbunt: im ersten Straßenbahn-Restaurant der Niederlande werden hungrige Städte-Entdecker bekocht, im Gemeentemuseum können die kleinsten Besucher Rotkäppchens Märchenwelt erkunden, und zahlreiche Festivals bringen Kunst und Musik in den niederländischen Regierungssitz. Außerdem wird das berühmte Mauritshuis wiedereröffnet und vor den Toren Den Haags, im Badeort Scheveningen, wird mit dem „Vlaggetjes Dag“ der Beginn der Heringssaison gefeiert.

 

Allgemeine Informationen zu Den Haag:

www.denhaag.info; www.holland.com

 

Festivalsaison eröffnet

Zum achten Mal in Folge steht Den Haag noch bis Ende Juni ganz im Zeichen der Festivalsaison. Die Veranstaltungsreihe „Haager Festivals“ übernimmt dann mit 30 Festivals in zwei Monaten die komplette Stadt.
Auch in diesem Jahr finden wieder allerlei besondere und festliche Events in Den Haag während des Haager Festivals statt. Einzelne Höhepunkte in diesem Jahr sind: die Rabobank Hockey Weltmeisterschaft (31. Mai – 15. Juni), das indische Tong Tong Fair Festival (29. Mai – 9. Juni), der Fähnchen Tag (14. Juni) und das klassische, niederländische Festival zum Veteranentag (28. Juni). Ein weiteres Highlight während der Festivalsaison ist das Festival Classique mit klassischen Konzerten in der ganzen Stadt, unter anderem auf dem Weiher am Parlamentsgebäude, dem Hofwijver (18. – 22. Juni). Das Haager Festival endet am 29. Juni mit dem Parkpop, dem größten kostenlosen Popfestival in Europa.

 

Weitere Informationen: www.thehaguefestivals.com. (Niederländisch und Englisch)

 

Erstes Straßenbahn-Restaurant der Niederlande

Ein Vier-Gänge-Menü in einer Tram können Gäste des ersten Straßenbahnrestaurants der Niederlande genießen. Die „Hoftrammm“ ist ein fahrendes Restaurant in einer umgebauten Straßenbahn, die während des Diners die Sehenswürdigkeiten von Den Haag abfährt. Sie hat feste Abfahrtszeiten und eine Fahrt dauert mindestens 2 ¼ Stunden. Bemerkenswert dabei ist, dass die Bahn während des normalen Schienenverkehrs in Den Haag fährt.

Eigentümer und Gründer der Stiftung, Bobby van Galen, kam während einer Weltreise auf die Idee, ein fahrendes Restaurant zu realisieren. Drei Jahre später können die Besucher der Hofstad ein Vier-Gänge-Menü vom ehemaligen TV-Koch Pierre Wind in einer fahrenden Straßenbahn genießen.

Die Bahn fährt immer von Dienstag bis Donnerstag zu verschiedenen Zeiten und der Einstiegsort ist „Rond de Grote Kerk“, der Kirchplatz im Zentrum von Den Haag. Von dort aus fährt die Bahn zunächst in Richtung Scheveningen. Bereits auf dieser Strecke befinden sich einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten Den Haags. Über die Linie 1 geht es dann wieder zurück ins Zentrum des Regierungssitzes, bis hin zum ältesten Bahnhof, der Station Hollands Spoor (1843). Von dort aus wird noch einmal Kurs auf Scheveningen genommen, bis es schließlich erneut Richtung Zentrum und damit auch Ende der Fahrt geht. Eine Fahrt (inklusive dem Vier-Gänge-Menü) kostet pro Person 69,50 Euro.

Die Reservierungsmöglichkeiten und freie Zeiten findet man unter folgender Adresse: http://www.hoftrammm.nl/reserveren (auf Niederländisch). Ebenfalls kann die Hoftrammm für eigene Feiern oder Betriebsausflüge gebucht werden.

Weitere Informationen www.hoftrammm.nl (auf Niederländisch); www.denhaag.info

 

Rotkäppchen im Gemeentemuseum Den Haag

Das Märchen „Rotkäppchen und de böse Wolf“ wird noch bis zum 7. September im Kindersaal des Gemeentemuseums Den Haag ausgestellt. Wer den Kindersaal des Museums betritt, hat sofort das Gefühl ein Teil dieses weltbekannten Märchens zu sein. Man kann sowohl Rotkäppchen auf ihrem Weg durch den Wald zu ihrer Großmutter begleiten, aber der Saal bietet ebenfalls ausreichend Fläche, um in Großmutters Schlafzimmer ein wenig zu spielen oder um sich einfach das Märchen vorlesen zu lassen. Und wer noch ein wenig tiefer in die Märchenwelt eintauchen möchte, der kann sich als Darsteller des Märchens verkleiden.

Gemeentemuseum, Stadhouderslaan, 41, Den Haag, Ausstellung geöffnet bis zum 7. September von Dienstag bis Sonntag, jeweils 11 bis 17 Uhr geöffnet.

 

Weitere Informationen: www.gemeentemuseum.nl

 

Indonesien während des Tong Tong Fair erleben

Auf der grünen Wiese des Malievelds in Den Haag (direkt neben dem Hauptbahnhof) findet vom 29. Mai bis zum 9. Juni der nach Angaben der Veranstalter größte Eurasische Markt der Welt, der Tong Tong Fair, statt. Der 56. Tong Tong Fair besteht aus dem berühmten Grand Pasar mit seinen indonesischen Pavillons, dem Kulinarischen-Viertel mit zahlreichen Restaurants und Cafés und dem internationalen Tong Tong Festival, einem kulturellen Mix zwischen Ost und West.

 

Weitere Informationen: www.tongtongfair.nl (auf Niederländisch); www.denhaag.info

Fähnchentag im Hafen von Scheveningen

Der traditionelle Vlaggetjesdag (Fähnchentag) findet am Samstag, 14. Juni, im Hafen von Scheveningen statt. Dies ist ein Event, das jedes Jahr feierlich den neuen Hering („Hollandse nieuwe“) ankündigt und bei dem tausende Menschen zusammen kommen, um den Lieblingsfisch der Niederländer zu feiern. Der Kapitän des ersten Schiffs, das den Hering an Land bringt, hat die Ehre, der Königin eine Kiste Fisch persönlich zu übergeben. Das erste Fass wird bei einer Auktion verkauft und der Gewinn wird für gemeinnützige Zwecke gespendet.

Beim Fähnchentag werden Besucher dazu ermuntert, sich die spektakulären Demonstrationen mit Rettungsboten anzugucken, mitzumachen beim Buchstabieren des Alt-Niederländischen, die königliche Marine zu bewundern, Köche beim Arbeiten live zu sehen, mitzusingen bei traditionellen Chören – und natürlich Hering zu essen.

 

Weitere Informationen: www.vlaggetjesdag.com (auf Niederländisch); www.denhaag.info

 

Neue Ausstellung zum Zweiten Weltkrieg

Einen neuen Saal, der sich ausschließlich mit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt, gibt es im Historischen Museum in Den Haag. Grund für die Errichtung dieses Saals ist die besondere Bedeutung des Zweiten Weltkriegs für Den Haag. Noch heute lassen sich Überreste finden, wie zum Beispiel der Atlantikwall oder einige Bunker in den Dünen. Darüber hinaus hatte Den Haag nach Amsterdam die zweitgrößte jüdische Gemeinschaft, von der viele Mitglieder während des Krieges in Vernichtungslager deportiert wurden.

Diese Geschehnisse bekommen nun einen festen Platz im Historischen Museum. In dem neuen Saal wird zum Beispiel das tägliche Leben während des Krieges beleuchtet, der Atlantikwall, das Bombardement und die Judenverfolgung. Darüber hinaus sind eine Auswahl an 3D-Fotos und Exponate aus der Zeit des Krieges zu sehen. Auch für die jungen Besucher ist etwas dabei: So können sie zum Beispiel mittels einer Animation das Bombardement auf Den Haag nacherleben und so erfahren, was am 3. März 1945 während der Bombardierung passierte.

 

Weitere Informationen: www.haagshistorischmuseum.nl (Niederländisch und Englisch)

 

Quelle: Niederländisches Büro für Tourimus und Convention

 

 Hotels in Den Haag

Hier klicken, um den Inhalt von www.booking.com anzuzeigen.

Ausstellungskalender 2014 – Partner der „Kunst Holland“ Initiative

Folgende Ausstellungen und Veranstaltungen werden in den nächsten Monaten im Rahmen der „Kunst Holland“ angeboten:

Den Haag

Gemeentemuseum

Jürgen Partenheimer – Das Archiv – 28. Juni bis 9. November 2014
Das Archiv ist die dritte Präsentation von Jürgen Partenheimer (1947) im Gemeentemuseum Den Haag. Das Werk des bekannten deutschen Künstlers zeichnet sich durch seine einfache, jedoch zugleich stark poetische Bildsprache aus. Sprache, Literatur und Philosophie spielen eine große Rolle. Die Ausstellung reist anschließend zur Contemporary Art Gallery Vancouver (CAG) weiter.

Wow Wonderkamers
Wer die komplett erneuerten Wonderkamers des Gemeentemuseums einmal besucht hat, wird nie wieder behaupten, dass Museen langweilig sind. Dank modernster Technik wird Kunst in einem Spiel zum Leben erweckt, in dem Besucher die Hauptrolle spielen. Mit einem Tablet reist man durch „Wunderzimmer“ gereist, wo dann diverse Aufgaben zu bewältigen sind. Jedes Zimmer wurde thematisch anders entworfen, wodurch man auf eine überraschende, spielerische Weise bildende Künste, Kunsthandwerk, Architektur und Mode kennen lernt. Der Eintritt ist bis 18 Jahre kostenlos.

Escher in het Palais
Eeuwigheid & Oneindigheid (dt. Ewigkeit und Unendlichkeit)
Escher in Het Paleis zeigt dauerhaft die weltberühmte und fantasievolle Vorstellung des Künstlers M.C. Escher. Das Museum befindet sich im Winterpalast der früheren Königin-Mutter Emma. Mit seinen 130 Werken sind im Museum Escher in Het Paleis beinahe alle Gemälde des weltberühmten Künstlers M.C. Escher (1898-1972) zu sehen.
www.escherinhetpaleis.nl

Van-Gogh-Museum

Félix Vallotton – Das Feuer unter dem Wasser – bis 01. Juni 2014
In der Ausstellung Félix Vallotton: “Het vuur onder het ijs” werden Gemälde und Bilddrucke kombiniert. Circa 60 Kunstwerke aus verschiedensten Internationalen Museen wie dem Musée d’Orsay in Paris, dem Kunsthaus Zürich und zahlreichen Privatsammlungen ergeben zusammen mit den 40 Bilddrucken der Van Gogh-Sammlung eine Übersicht der Facetten von Vallottons OEuvre.
www.vangoghmuseum.com

Amsterdam

Rijksmuseum

Alain de Botton – Art is Therapy – noch bis 7. September 2014
Die Gastkuratoren Alain de Botton und John Armstrong präsentieren von April bis September 2014 ihre Ausstellung „Kunst ist Therapie“: eine Serie neuer Werke in der Dauerausstellung des Rijksmuseums, die den Besucher mit einer Reihe von sehr persönlichen Anliegen wie Arbeit, Liebe und Sterblichkeit konfrontieren sollen. Die Ausstellung zielt darauf ab, dem Betrachter aufzuzeigen was die Kunst für den Menschen tun kann.

Rijksmuseum Summer Sculpture Garden – 21. Juni bis 5. Oktober 2014
Rund 20 monumentale Skulpturen von dem amerikanischen Bildhauer Alexander Calders werden ab dem 21. Juni in der „Outdoor-Galerie“ des Rijksmuseums gezeigt. Alexander Calder ( 1898-1976) ist ohne Zweifel einer der Vorreiter der modernen Skulptur. Die Ausstellung ist die zweite in einer Reihe von jährlichen internationalen Skulpturenausstellungen, die in den Gärten des Rijksmuseum in den nächsten vier Jahren vorgestellt werden, und mit Hilfe eines anonymen Spender realisiert werden.

Stedelijk Museum Amsterdam

Marcel Wanders: Pinned Up – bis 15. Juni 2014
Marcel Wanders (Boxtel, 1963) gilt als einer der maßgeblichen Gestalter der Gegenwart. Für seine Produkte, Möbel und Interieurs genießt er internationales Renommee. „Pinned Up“ ist die erste Übersichtsausstellung des Designers in Europa seit 1999 und die größte Werkübersicht Wanders‘ überhaupt. Zudem ist dies die erste große Designausstellung im Stedelijk Museum seit der Wiedereröffnung. Mehr als 400 Objekte werden zu sehen sein, darunter Möbel, Lampen, Besteck, Tapeten, Verpackungen und Schmuck. Ausgestellt werden ferner Fotos von Interieurs sowie Skizzen, Prototypen, experimentelle Arbeiten für spezielle Projekte und „virtuelle Interieurs“. Die Präsentation besteht aus drei Teilen: einer weißen Zone, worin Wanders‘ Werk anhand von zehn Themen analysiert wird, einer schwarzen Zone, worin sein persönliches, oft experimentelles Werk in einer theatralischen Aufstellung zur Schau gestellt wird, und einer Lounge, in der Wanders’ Rolle als Art Direktor unter anderem für die Designmarke Moooi im Mittelpunkt steht.

Die Show von Gijs+Emmy – bis 3. August 2014
Gijs Bakker (1942) und Emmy van Leersum (1930 -1984) entfachten Ende der 1960er Jahre mit ihren avantgardistischen Schmuck- und Kleiderentwürfen eine kleine Revolution. Anhand multidisziplinärer Installationen, inspiriert von ihrer legendären Modenschau im Stedelijk Museum im Jahre 1967, wird die fortschrittliche Vision von Gijs und Emmy hinsichtlich Schmucks, Kleidung und der modernen Frau (und des Mannes) gezeigt. Das Herz der Ausstellung bildet eine Rekonstruktion der 1967er-Schau. Ein Teaser-Video des Künstlers Bart Hess (1984) mit Bildern und Tönen aus dem Backstage-Bereich kurz vor Beginn der Show entführt die Besucher unverzüglich in die Atmosphäre von Gijs und
Emmy. Auf einem Laufsteg sind sieben Outfits zu sehen, ringsherum werden Schmuck und Modefotos ausgestellt.

Jeff Wall – 1. März bis 3. August 2014
Jeff Wall (1946) ist für seine monumentalen Leuchtkästen bekannt: auf durchsichtig-weißem Material aufgeklebte Farbdias, die von einer hinter liegenden Leuchtstoffröhrenkonstruktion beleuchtet werden. Der Leuchtkasten ist ein aus der Werbung stammender Bildträger; Wall nutzt dieses Medium als Leinwand für seine figurativen Darstellungen, Straßenszenen und Interieurs, Landschaften und Stadtansichten. Themen seiner Arbeit sind das Verhältnis von Frauen und Männern, die Grenzen zwischen Natur und Stadt, soziale Fragen wie Gewalt und kulturelle Fehlkommunikation, albtraumartige oder verführerische Fantasien und persönliche Erinnerungen. Die Ausstellung konzentriert sich auf Walls Werk seit 1996, dem Jahr, als er mit Schwarz-Weiß-Fotos begann. Zu sehen ist eine Auswahl von beinahe 40 Werken aus der Zeit von 1996 bis 2013. Dies ist die erste große Fotoausstellung im Stedelijk Museum seit der Wiedereröffnung. Die Ausstellung kam in Zusammenarbeit mit dem Louisiana Museum of Modern Art und dem Kunsthaus Bregenz zustande.

Museum van Loon

Children’s Portraits – Bis 09. Juni 2014
In diesem Frühjahr werden zum ersten Mal alle Porträts der Kinder der Familie Van Loon in einer Ausstellung gezeigt. Diese feiert vier Jahrhunderte breit gefächerter Illustrationen mit unterschiedlichsten Porträts der Kinder.
www.museumvanloon.nl

Zuiderzee Museum

Altniederländische Kirmes – 05. bis 13. Juli 2014
Vom 5. bis 13. Juli 2014 findet im Freilichtmuseum Zuiderzee eine altholländische Kirmes statt. Während dieser Festwoche genießen Kinder, Eltern und Großeltern die zahlreichen Kirmesattraktionen aus den 1920er Jahren. www.zuiderzeemuseum.nl

Amsterdam Museum

Van Oostsanen – 15. März bis 29. Juni 2014
Bis zum 29. Juni 2014 präsentiert das Amsterdam Museum Werke des Malers Jacob van Oostsanen (1470 – 1533). Er war Wegbereiter der Glanzzeit um die spätere Holländische Malerei.
www.amsterdammuseum.nl

De Nieuwe Kerk

World Press Photo – 18. April bis 22. Juni 2014
Die Bilder der Gewinner des weltweit größten und renommiertesten Pressebild-Wettbewerbs starten ihre Welttour in Amsterdam. Nach 15 Jahren in der Oude Kerk kehrt die Ausstellung 2014 zurück in die Nieuwe Kerk am Dam Square.
www.nieuwekerk.nl

Fotografiemuseum Amsterdam (Foam)

Richard Mosse – 21. März bis 01. Juni 2014
In der Kulturlandschaft gehört das Fotografiemuseum Amsterdam zu den bedeutendsten Fotografiemuseen des Landes und präsentiert alle Genres dieser Kultursparte in Ausstellungen, Diskussionsreihen und Publikationen. In dieser Ausstellung liegt der Fokus auf den Arbeiten des etablierten Fotografen Richard Mosse. Die Austtellung „The Enclave“ besteht aus sechs multimedia-Installationen, die den Krieg im Kongo zeigen.
www.foam.org

Das Holland Festival 2014 in Amsterdam:

Über 50 internationale Produktionen
Die 67. Ausgabe des Holland Festivals mit über 50 internationalen Produktionen auf dem Gebiet von Tanz, Oper, Musiktheater, Musik, Theater und Film findet vom 1. bis 29. Juni 2014 in Amsterdamer Theater- und Konzertsälen statt. Es ist die zehnte und letzte Ausgabe unter der Leitung von Pierre Audi. Höhepunkte in diesem Jahr sind unter anderem die musikalische Trilogie von Luigi Nono, „Die Schutzbefohlenen“ von Elfriede Jelinek, „The Returns“ von William Forsythe und die niederländische Version von „War Horse“.
Das Holland Festival wird mit der Tanzvorstellung „Vortex Temporum“ der flämischen Choreographin Anne Teresa eröffnet. Mit Arbeiten von Alain Platel, William Forsythe, Lemi Ponifasio (Neuseeland) und neuen Vorstellungen von „Het Nationale Ballet“ und dem „Nederlands Dans Theater“ setzt sich das Festival auch weiterhin für die Meister des zeitgenössischen Tanzes ein.
Die Liebhaber von Oper und Musiktheater können sich ebenfalls freuen, unter anderem auf Händels Meisterwerk „Orlando“, mit dem Dirigenten René Jacobs und mit Bejun Mehta in der Titelrolle; auf William Kentridge, der mit dem Medium Video einen Dialog mit Schuberts Winterreise eingeht, live gesungen vom weltberühmten Bariton Matthias Goerne; sowie auf die Weltpremiere der Oper „Laika“ des niederländischen Komponisten Martijn Padding.

Weitere Informationen (inkl. Programm): www.hollandfestival.nl (Englisch)

Robeco SummerNights 2014 im Concertgebouw:
Programm der musikalischen Sommerabende
Mit einem Konzert am Samstag, 28. Juni, eröffnet die niederländische Band De Dijk die 26. „Robeco SummerNights“ mit einem Mix aus Soul, Rock und Blues. Das jährlich stattfindende Sommerprogramm des Koninklijk Concertgebouw (Königlichen Konzerthauses) in Amsterdam zeichnet sich vor allem durch die unterschiedlichen Musikgenres und die Diversität innerhalb aller Musikgattungen aus. Über 80 Konzerte kann man vom 28. Juni bis zum 31. August in den Genres Klassik, Pop, Comedy, Jazz und Weltmusik besuchen. So spielen etwa „Lucas Jussen & Arthur Jussen“ die schönsten Klavierstücke von Schumann, Beethoven, Mozart und Grieg, und am 4. Juli sorgt Roy Hargrove mit dem Jazz Orchestra of the Concertgebouw zum amerikanischen Unabhängigkeitstag für ein musikalisches Feuerwerk im Bigband-Stil. Besucher können ihre Lieblingsmusiker treffen, bei Interviews anwesend sein und sich natürlich live Musik anhören. Mit der Eintrittskarte zu Robeco SummerNights Live! sind alle angeschlossenen Konzerte frei zugänglich. Ferner ist das „Robeco Summer“-Restaurant geöffnet und es finden täglich Führungen für diejenigen statt, die mehr über das Konzertgebäude erfahren möchten.
Weitere Informationen unter: www.robecosummernights.nl

 

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Die Initiative „Kunst Holland“: Große Kooperation zur Kulturvermarktung

Die Initiative „Kunst Holland“ ist einmalig in Europa: Zum ersten Mal haben sich Direktoren international bedeutender Museen und Marketing-Verantwortliche zusammengetan, um den deutschen Nachbarn nachhaltig die hochkarätigen Kunstschätze und die interessanten Ausstellungsprogramme der Niederlande näherzubringen. Es handelt sich um sechs starke Partner aus den Niederlanden: das Rijksmuseum Amsterdam, das Van Gogh Museum, das Gemeentemuseum Den Haag und Escher In Het Paleis Den Haag sowie Amsterdam Marketing und das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC). Ziel der Partner ist, Kunst und Kunstgeschichte der Niederlande im Rahmen von „Kunst Holland“ in den nächsten drei Jahren zum Thema in Deutschland zu machen.

Mit der Initiative „Kunst Holland“ ist die Einladung in die Niederlande, nach Amsterdam und nach Den Haag sowie in die an der Initiative „Kunst Holland“ beteiligten Museen, verbunden. Die Museen und Institutionen glänzen mit interessanten Ausstellungen, kreativen Vermittlungsprogrammen, neuen Forschungsergebnissen sowie spektakulären Leihgaben, Neuerwerbungen und Schenkungen. Mit Amsterdam Marketing und dem NBTC wurden Experten des Tourismus in die Initiative eingebunden, die die Bedeutung des an Kunst und Kultur interessierten Individualreisenden erkannt haben und mit Engagement der „Kunst Holland“ ein Forum in Deutschland bereiten.

Das Magazin Art stellt die Initiative in einem „Kunst Holland“-Spezial vom 14.4. bis 14.5. auf www.art-magazin.de vor.

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

159 Blaue Flaggen für die Niederlande: Meilenstein für 100 Jachthäfen

Blaue Flaggen in den Niederlanden. Bild: Niederländisches Büro für Tourimus und Convention

Blaue Flaggen in den Niederlanden. Bild: Niederländisches Büro für Tourimus und Convention

Eine internationale Jury hat insgesamt 159 Blaue Flaggen an die Niederlande verliehen. Die Blaue Flagge ist ein internationales Gütesiegel für Sicherheit und Qualität von Stränden und Jachthäfen. Von diesen 159 Flaggen gehen 100 an verschiedene Jachthäfen und 59 an Strände. Die Blauen Flaggen wurden am 8. Mai in IJmuiden aan Zee (Nordholland) verliehen.

 Die Niederlande steigern ihre Anzahl

Im Vergleich zum vergangenen Jahr konnten die Niederlande die Anzahl der erworbenen Blauen Flaggen sogar noch um sechs auf 159 erhöhen. Ein weiterer Strand und fünf weitere Jachthäfen haben in diesem Jahr eine Blaue Flagge erhalten. Das macht einen erneuten Anstieg von fast vier Prozent. Zum ersten Mal mit der Blauen Flagge ausgezeichnet wurde der Recreatiestrand Lithse Ham in Lith (Nordbrabant). Bei den Jachthäfen kommen drei der sieben neuen Erwerber aus der Provinz Nordholland, zwei aus Südholland und jeweils ein Hafen aus Limburg und Nordbrabant.

Sichere und schöne Jachthäfen und Strände

Die Blaue Flagge ist ein internationales Gütesiegel, das jährlich an Strände und Jachthäfen verliehen wird, die sich durch ihre Schönheit und Sicherheit auszeichnen. In der Praxis bedeutet das, dass sich die Nominierten durch eine Anzahl von wichtigen Kriterien wie reines Schwimmwasser, gute sanitäre Einrichtungen und ein hohes Maß an Sicherheit auszeichnen müssen. Die Blaue Flagge ist für ein Jahr gültig, und jährlich wird durch Kontrollen entschieden, ob sich die Strände und Jachthäfen noch an die Anforderungen halten.

Die Blaue Flagge

Für den Touristen ist die Blaue Flagge ein internationales Erkennungssymbol für reines und sicheres Schwimmwasser, gute Strände und schöne und sichere Jachthäfen. Die internationale Auszeichnung erfolgt durch die Foundation for Environmental Education (FEE), eine unabhängige internationale Umweltorganisation. Mit der Kampagne der Blaue Flagge befasst sich die Stiftung für Umwelt, Sicherheit und Qualität mit den Sorgen der Bürger um reines und sicheres Wasser, schöne Natur, eine gesunde Umwelt und nachhaltige Jachthäfen.

Bei der Begutachtung der Jachthäfen und Strände war die internationale Jury voll des Lobes für die niederländischen Bewerber, da sie sich voll und ganz für die Verbesserung und Stärkung ihrer Natur eingesetzt hätten.

Grüner Wimpel

Die Jachthäfen haben im eigenen Interesse eine weitere Initiative gegründet, die neben der Blauen Flagge noch weitere Kriterien beinhaltet, um die Umwelt noch mehr zu schützen. Diese Kriterien wurden übernommen von der Marke Green Key für das Hotelgewerbe. (www.greenkey.nl)

Die Kriterien gelten für ein breites Spektrum und befassen sich überwiegend mit nachhaltigen Materialien, die die Umwelt schützen sollen. Auf Grund dieser Kriterien haben im Jahr 2014 acht Jachthäfen die Genehmigung erhalten und bekamen den Grünen Wimpel zusammen mit der Blauen Flagge am 8. Mai überreicht.

Weitere Informationen: www.holland.com; www.blauwevlag.nl (auf Niederländisch)

 

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

„Neue Nachbarschaft – Deutschland und die Niederlande, Bildformung und Beziehungen seit 1990“ von Jacco Pekelder [Buchrezension]

Der agenda-Verlag hat Ende 2013 ein neues Buch herausgebracht, das – nach „Typisch Niederländisch – die Niederland von A bis Z“ – wieder einmal unser nordwestliches Nachbarland behandelt. Und auch Gerd Busse, der Autor von „Typisch Niederländisch“, ist wieder beteiligt, er hat das Buch des niederländischen Autors Jacco Pekelder ins Deutsche übertragen. Und um es gleich zu sagen: „Neue Nachbarschaft“ ist ein völlig anderes Werk als „Typisch Niederländisch“. Während letzteres Buch die Niederlande und ihre Bewohner im Allgemeinen behandelt und für eine breite Leserschaft geschrieben wurde, ist ersteres etwas sehr spezielles: Es geht um die Entwicklung der Beziehung zwischen Deutschland und den Niederlanden von 1990 bis heute.

Warum ist ausgerechnet dieser Zeitraum so interessant für eine Betrachtung? Weil die Situation heute verglichen mit 1990 nicht unterschiedlicher sein könnte. Anfang der 1990er Jahre war die Beziehung zwischen den beiden Ländern in einer Krise. In den Niederlanden herrscht ein negatives Bild von „den Deutschen“ vor, umgekehrt war es nicht besser. Genau hier setzt die erste Frage, die sich „Neue Nachbarschaft“ stellt, an: Wie kam es zu dem schlechten Verhältnis. Pekelder nimmt die Situation von 1990 auseinander und zeigt auf, dass es nicht „die“ Antwort gibt, sondern dass viele Steine ein Mosaik bildeten und dass sich die Stimmung gegenseitig aufschaukelte. Eine negative Publikation im einen Land über das andere führte prompt zu einer umgekehrten Reaktion. Das ganze erste Kapitel widmet sich dieser Situationsbeschreibung, und zwar aus der Sicht beider Staaten.

Ab dem zweiten Kapitel untersucht Pekelder dann, was seit den 1990er Jahren gemacht wurde, respektive passiert ist, dass sich das Verhältnis bis zum Jahr 2013 so gebessert hat (das letzte Ereignis, auf das das Buch konkret Bezug nimmt, fand im Mai 2013 statt und zeigt, dass es akutell und am Puls der Zeit ist). Er betrachtet dabei die verschiedenen Dinge separat, um sie Stück für Stück zu einem Ganzen zusammen zu fügen. Wie schon die Ursache der Beziehungskrise, so ist auch ihre Auflösung nicht mit einem Ereignis oder einer Initiative zu erklären, sondern auch hier ergeben viele Steine ein Mosaik. Pekelder betrachtet polititsche Initiativen und Besuche von Staatsmännern, Journalistennetzwerke, Bildungsprogramme, Studierendenaustausch und nicht zuletzt auch Handelsbeziehungen und Tourismus. Immerhin sind die Niederlande heute das dritthäufigste Reiseziel der Deutschen für Kurzurlaube.

Jacco Pekelder ist Professor an der Universität Utrecht und Gastprofessor an der Universität des Saarlandes. Sein Fachgebiet ist Geschichte, entsprechend kann er die Verflechtungen von unterschiedlichen Ereignissen und deren Wirkungen analysieren, auseinander nehmen und ein breites Bild des Umschwungs in den Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden zeichnen. Sein Schreibstil ist der eines Wissenschaftlers, allerdings ohne dabei zu sehr in Fachsprache abzugleiten. Dennoch muss man einschränken, dass „Neue Nachbarschaft“ eher für speziell interessierte Leser gedacht ist. Es betrachtet nur den angebenen Zeitraum und das Verhältnis von Deutschland und den Niederlanden. Andere Dinge, wie etwa politische Ereignisse, werden nur betrachtet, wenn sie zu der Situation einen Bezug haben. Und auch generelle Dinge über die beiden Länder und ihre Einwohner werden nur angesprochen (im Gegensatz zu beispielsweise „Typisch Niederländisch“), wenn sie eine Rolle im deutsch-niederländischen Verhältnis innerhalb der letzten 20 Jahre spielen.

„Neue Nachbarschaft  – Deutschland und die Niederlande, Bildformung und Beziehungen seit 1990“ ist hochinformativ und zeigt, dass Probleme oder Krisen sich nun mal nur in den seltensten Fällen „auf einen Schlag“ lösen lassen. Meistens braucht es viele kleine Schritte, ein Netzwerk an Ideen, Menschen, die unermüdlich daran arbeiten und vor allem eins: Geduld. Gerade in der heutigen Zeit vergessen wir das gerne, weil wir ja möglichst schnell Ergebnisse sehen wollen.

Das Buch wird gefördert durch den „Nederlands Letterenfonds“ und die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen. Es ist im Oktober 2013 erschienen, hat 170 Seiten Umfang und kostet 18,00 Euro.

„Neue Nachbarschaft: Deutschland und die Niederlande, Bildformung und Beziehungen seit 1990“ bei AMAZON.de bestellen.

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