Reisen, Rätsel, Abenteuer.

Kategorie: Afrika (Seite 11 von 12)

Wie alles begann… – Annettes Version

Tauchen…

…abtauchen in eine andere Welt.

Wie kommt man zu so einer Sportart?

Thorsten erzählte mir von dieser neuen Webseite und der Idee, unseren taucherischen Werdegang zu dokumentieren. Ungeschminkt und unzensiert. Ich hielt das für eine gute Idee. Erst einmal wird der ein oder andere Leser, der selber schon taucht, herzlich über uns lachen können, genauso wie wir selber über uns lachen. Und vielleicht findet auch ein Nicht-Taucher daraufhin den Mut, es doch mal auszuprobieren.

Nun… die Grundvoraussetzung zum Tauchen ist natürlich die Vorliebe zum Wassersport. Diese scheint bei mir in den Genen zu liegen. Meine Mutter erzählte mir einmal, dass es sehr einfach war, mich als Baby zu beruhigen, wenn ich schrie. Einfach Wasser in die Wanne laufen lassen und das Kind hineinsetzen… schon hatte ich wohl alles, was ich damals brauchte.

Ich wohnte damals mit meinen Eltern und meiner Schwester in der Nähe von Düsseldorf. In den Sommerferien fuhren wir alle Mann jedes Jahr an den Bodensee… meine Mutter war dort aufgewachsen. Als ich gerade mal zwei Jahre alt war, ging meine Mutter mit mir und meiner Schwester im Sommer zum Baden. Sie ging zum Strand, stellte mich bis zu den Knien ins Wasser, damit ich mich schon mal an die Kälte gewöhnen konnte, und drehte sich um, um meiner Schwester die Schwimmflügel anzulegen. Danach wollte sie sich zu mir runter bücken – und erschrak. Annettchen war weg. Sie trieb kopfunter auf der Wasseroberfläche. Und paddelte wie ein Hund. Nur der Hintern guckte noch aus dem Wasser heraus. Tja…. vermutlich hatte damals mein Hintern schon den größten Auftrieb.

Entsetzt riss sie mich aus dem Wasser. Damit tat sie mir aber keinen Gefallen. Ich schrie wie am Spieß. Und wollte wieder unter Wasser. Damit war der Grundstein zum Tauchen gelegt.

Wieso also habe ich erst mit 39 Jahren angefangen zu tauchen, wenn ich schon so früh Ambitionen dazu hatte? Die Frage ist einfach zu beantworten. Der größte Feind des Menschen ist er selbst! Die Hindernisse hatte ich mir selbst in den Weg gelegt.

Aus völlig ungeklärten Umständen entwickelte ich als Kind eine große Furcht vor Schiffen. Nicht vor den Schiffen, die man über Wasser sehen kann, nein, ich hatte Horror vor der Vorstellung, ein Schiff von unten zu sehen. Und natürlich die Wracks. Das war mir unheimlich, gruselig, und ich wollte das gar nicht sehen. Hätte man mir zu der Zeit eine Million Euro geboten, ich hätte es nicht fertig gebracht, unter einem stehenden, kleinen Tauchboot durchzutauchen. NIEMALS!

Statt dessen lernte ich als Jugendliche Windsurfen. Das hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Und es war über Wasser!

Selbst mit zunehmenden Alter und – man sollte meinen – zunehmender Vernunft – konnte ich mir diese blöde Schiffsangst nicht abgewöhnen. 1997 kam der „neue“ Titanic Film im Kino. Ich überlegte mir wirklich, ob ich mir das überhaupt antun kann. Oder ob ich dann wieder nächtelang kein Auge zu kriegen würde wegen der Untergangsszene. Leider war aber eine meiner Freundinnen so begeistert von dem Film ( er sei ja sooo realistisch), dass sie für das kommende Wochenende Karten fürs Kino besorgt hatte. Auch für mich. Ich müsse das sehen.

Wirklich?

Davon war ich noch gar nicht so überzeugt. Im Kino sieht alles noch realistischer aus. Allein durch die Größe des Bildes. Aber…ich konnte ihr doch nicht sagen, dass ich Angst davor hatte! Also, ein bisschen Stolz besitze sogar ich!

Tapfer kam ich an diesem Wochenende zum verabredeten Kino. Der Film war schön gemacht, doch dann… kam die Untergangsszene. Das ganze Kino schwieg betroffen, während ich hektisch an den Fingernägeln kaute und nur hoffte, dass diese Szene dann bald vorbei ist. Ich fokussierte noch nicht einmal richtig, ich konnte die Szene so nur verschwommen sehen, aber das reichte mir schon. Mehr wollte ich doch gar nicht.

Das Tauchen war noch weit entfernt. Aber die Liebe zum Wassersport war schon immer da. Und – ich war erstaunt als ich davon erfuhr, bei Thorsten auch.

Thorsten und ich lernten uns vor 20 Jahren beruflich kennen. Damals hatten wir aber kaum Kontakt. Mitte der 90ger Jahre trafen wir wieder aufeinander, und da lernten wir uns richtig kennen. Schnell merkten wir, dass wir uns gegenseitig inspirieren konnten, oft redeten wir nächtelang über Gott und die Welt. Und dann kam es raus: Auch Thorsten liebte das Wasser. Daraufhin versuchten wir – ungelogen – einmal zusammen schwimmen zu gehen. Wie lange wir versuchten, einen gemeinsamen Termin zu finden wollen Sie wissen? Och… so 4 bis 5 Jahre vielleicht…

2008 hatten wir dann genug. So ging das doch nicht weiter! Die Buchungskataloge kamen auf den Tisch, es wäre doch gelacht, wenn wir nicht einmal zusammen schwimmen gehen würden! Und wenn es nicht in Deutschland ist… dann eben woanders. Unsere Wahl fiel auf die Isla Maguerita (Venezuela) in der Karibik. Baden und schnorcheln… das hatte ich zwar auch noch nie gemacht (es könnte ja ein Schiff vorbeifahren, wenn ich den Kopf grad unter Wasser hab), aber das würde ich hinkriegen. Bestimmt sogar.

Leider… wurde aber die politische Lage in Venezuela etwas unberechenbar zu der Zeit, zu der wir dort hin wollten. Also entschlossen wir uns kurzerhand um, und buchten Ägypten – das Rote Meer. Auch gut zum Schnorcheln. Perfekt! Der Abflugtag rückte näher… da fiel mir ein, dass man zum Schnorcheln vielleicht auch noch einen Schnorchel braucht. Wie Sie merken, bin ich manchmal etwas unsortiert. Dafür kann ich aber in den folgenden Berichten noch bessere Beispiele liefern. Also, um auf den Schnorchel zurückzukommen, hetzte ich am letzten Tag vor dem Abflug noch in das ansässige Sportgeschäft und deckte mich mit Brille und Schnorchel ein. Flossen? Also bitte – ein Flatflutediver braucht doch zum Schnorcheln keine Flossen! An die hatte ich gar nicht gedacht.

Zu Hause angekommen packte ich selbstverständlich auf den letzten Drücker meinen Koffer. Ein Wunder, dass ich alles dabei hatte. Und dann ging es Richtung Flughafen. Das Abenteuer konnte beginnen!

Wie alles begann… – Thorstens Version

„Vier Wochen später las ich in der Illustrierten dann
völlig sprachlos, wie das alles mit mir begann!“

Reinhard Mey: „Die Homestory“

Anfang 1970er Jahre - die AnfängeWenn man den Werdegang betrachten will, wie wir zum Tauchen kamen, muss man natürlich zurückgehen bis an die Anfänge. Unser Tauchlehrer erzählte uns, er hätte schon Tauchschüler gehabt, die sich bis zum Tauchkurs noch nicht mal getraut hätten, den Kopf unter Wasser zu nehmen, aber unbedingt tauchen lernen wollten. Was Annette und mich betrifft, war das ein wenig anders und es ist ein Wunder, dass es so lange dauerte, bis wir dieses Hobby überhaupt anfingen.

Was mich betrifft, irgendwie hatte ich immer schon eine besondere Affinität zum Wasser. 1972 fanden die Olympischen Spiele in München statt und wie man mir berichtete (ich kann mich daran leider nicht mehr so genau erinnern), saß ich im zarten Alter von zwei Jahren mit meiner Mutter vor dem Bildschirm und feuerte Mark Spitz an, den bekannten amerikanischen Schwimmer. Beim nächsten Wannenbad versuchte ich, ihm nachzueifern und durchpflügte die Wanne in einer Art improvisierten Kraulstil. Stolz verkündete ich meiner Oma, die zu dem Zeitpunkt die Badeaufsicht hatte, ich würde schwimmen wie Mark Spitz. Nun war meine Oma während der Olympiade im Krankenhaus gewesen, und damals war es noch nicht so, dass es Fernseher in den Krankenzimmern gegeben hätte. Sie hatte die ganzen Spiele verpasst und wusste daher nicht, wer Mark Spitz war. Und ich war pickiert. Wie konnte sie sowas nicht wissen?

Tatsächlich bekam ich nur wenige Jahre später meine erste Schnorchelausrüstung, an die ich mich noch erinnere, als wär’s gestern gewesen. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob es so war, aber ich vermute, sie war ein Merchandise-Artikel der Fernsehserie „Flipper„. Es war eine ovale, blaue Taucherbrille mit durchgehendem Glas, ein blauer Schnorchel und genauso blaue Flossen. Zumindest auf der Taucherbrille, ich glaube aber, auf den Flossen ebenso, war ein Logo angebracht, in dem der Schriftzug „Flipper“ stand. Außerdem benutzen die beiden Jungs aus „Flipper“ immer solche Masken, wenn sie tauchen gingen. Meine neue Ausrüstung eröffnete ganz neue Badewannen-Dimensionen, vom Schwimmbad mal ganz abgesehen. Schließlich auch im Bodensee, denn dort wohnten wir seit dem Jahr in dem besagte Olympiade stattgefunden hatte. Irgendwann jedoch war das Gummi der Maske so brüchig, dass das Maskenband riss, außerdem war sie undicht. Sie ging den Weg allen Irdischen.

Zum ersten Mal – ich war mittlerweile irgendwo zwischen sieben und zehn Jahren alt – erwachte in mir die Faszination für den Tauchsport. Damals lief im Fernsehen (zu einer Zeit, in der es nur ein paar wenige Sender gab) eine Serie, in der die verschiedenen Aspekte des Tauchens abgehandelt wurden, wie es funktioniert, was man so machen und sehen kann und welche Ausrüstung es gibt. Diese Serie verfolgte ich mit Begeisterung, nur die Folge über Tauchunfälle fand ich gruselig. Tauchen ist nicht ungefährlich, das lernte ich damals.

Und wie gesagt, wir lebten am Bodensee. Es verging kein Jahr, in dem nicht über mindestens einen Tauchunfall groß berichtet wurde, noch dazu, da das Gebiet um den so genannten „Teufelstisch“ damals noch nicht gesperrt war und dort immer wieder Taucher verloren gingen. Das flößte mir einigermaßen Respekt vor dem See ein. Meine Oma meinte mal, sie sei immer der Ansicht gewesen, dass ich irgendwann das Tauchen anfangen würde, aber auch sie hätte Sorge gehabt, wenn sie gewusst hätte, ich wäre im Bodensee unterwegs. Nun, immerhin sollte sie spät recht behalten, aber zu den Zeitpunkt leider nicht mehr lang genug leben, um es richtig mitzubekommen.

Zurück in die Vergangenheit: Mein Respekt vor dem Bodensee war groß genug, den Tauchsport nie ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Als Teenager hatte ich dann eine Jugendzeitschrift abonniert, in der es eine Serie über das Schnorcheln gab. Dort wurde einem alles erklärt, wie man mit Flossen richtig schwimmt, Druckausgleich macht… und so weiter. Seit meiner „Flipper“-Ausrüstung hatte ich immer nur Taucherbrillen gehabt, nun war aber wieder eine ganze Schnorchelausstattung fällig. Mit einem Freund erforschte ich die Unterwasser-Welt des Überlinger Strandbad West in Bereichen, wo ich mich sicher fühlte, nicht ahnend, dass dort auch eine junge Dame zum Schwimmen ging, die ich erst etwas später kennenlernen sollte.

Die junge Dame hieß Annette. Anfang der 1990er Jahre traf ich sie zum ersten Mal aus beruflichen Gründen: Ich war Zivildienstleistender beim Rettungsdienst, sie eine Ehrenamtliche. Aber wirklich kennengelernt haben wir uns damals nicht, ich wusste zwar, wer sie war, mehr aber auch nicht. Nach dem Zivildienst machte ich weiter beim Rettungsdienst und musste erst einmal die Ausbildung zum Rettungsassistenten absolvieren. Daher verloren wir uns aus den Augen. Und das Tauchen? Nun, eine gewisse Faszination war geblieben. Auf der Rettungsdienstschule gab es ein paar Pflichtbücher und ein paar „kann man sich anschaffen, wenn man sich dafür interessiert“-Bücher. Die Pflichtbücher bekamen wir natürlich alle. Und von den anderen Büchern schaffte ich mir neben einem fotografischen Atlas der menschlichen Anatomie ausgerechnet ein Buch über Tauchnotfälle an. Auch noch eins, das auf Spezialpapier gedruckt war – es war nämlich eigentlich für Taucher gedacht, die es für den Ernstfall dabei haben sollten (nicht unter Wasser, falls Sie das fragen! Es war aber wassergeschützt, damit ihm Spritzwasser nichts ausmacht).

Dann kam die Prüfungswoche auf der Rettungsdienstschule. Zu diesem Zeitpunkt feierte das Panorama-Bad in Freudenstadt gerade ein Jubiläum. Freudenstadt lag in der der Nähe der Rettungsdienstschule und ein paar der Azubis gingen eines Nachmittags zum Schwimmen. Just an diesem Nachmittag veranstaltete die örtliche DLRG im Hauptbecken des Bads ein „Schnuppertauchen“. Und diesmal packte es mich, es endlich mal auszuprobieren. Es war faszinierend, auf den Grund des Beckens abzusinken und einfach weiterzuatmen. Und dann schwamm ich – begleitet von einer Sicherheitstaucherin und einem weiteren Schnuppertaucher – die ganze Länge des Beckens durch uns wieder zurück. Ich war elektrisiert, aber offenbar nicht genug. Vielleicht lag es auch an der Tatsache, dass wir eben mitten in den Prüfungen waren, und ich andere Dinge im Kopf hatte, als auch noch das Tauchen anzufangen. Überhaupt – wo denn? Etwa im Bodensee?

Denn was den See betraf, da hatte ich bald drauf ein unschönes Erlebnis, als wir während meines Praktikums einen Notfall mit einem Taucher hatten. Wir übernahmen ihn von einer Rettungsbesatzung eines Polizeibootes und brausten mit Signal zum Krankenhaus nach Überlingen, während ich unablässig seinen Brustkorb komprimierte. Doch er schaffte es nicht. Tauchen war nicht ungefährlich, das wurde mir auf diese Weise wieder vor Augen geführt.

Meine folgende Karriere beim Rettungsdienst verlief aus verschiedensten Gründen, auf die ich keinen Einfluss hatte, etwas wirr. Doch ob es nun Schicksal war oder nicht, es führt dazu, dass sich mein Weg erneut mit dem von Annette kreuzte, wieder beruflich, doch diesmal an einem anderen Ort. Diesmal lernten wir uns besser kennen und merkten, wie wir auf einer Wellenlänge lagen. Im wahrsten Sinne des Wortes, nicht nur, dass wir die Nachtdienste davonreden konnten, wenn gerade nichts los war, sondern auch weil wir durch Zufall feststellten, dass wir beide rechte „Wasserratten“ waren (eine Bezeichnung, die man eigentlich nur Kindern zuteil werden lässt, da ich aber leider keine entsprechende Bezeichnung für Erwachsene gefunden habe, verwende ich sie hier einfach mal). Da sollte man doch eigentlich zusammen schwimmen gehen… irgendwann…

Jahr für Jahr im Flug verging. Nein, ich scherze nicht. Wir kriegten es nicht auf die Reihe. Bis plötzlich die Idee entstand, wenn schwimmen, dann vielleicht richtig. In einem Urlaub. Schwimmen, schnorcheln… Meer, Sonne… Malediven, Seychellen… so was in der Art. Das hatte sich allerdings ziemlich schnell erledigt, als die Preise für den Urlaub, den wir uns vorstellten, in astronomische Höhen schnellten. Unser nächstes Ziel war die Karibik, Venezuela. Dann jedoch brach der Georgienkonflikt aus und der Präsident Venezuelas wollte seine Verbundenheit zu Russland durch ein groß angelegtes Seemanöver demonstrieren – ausgerechnet in der Zeit, in der wir unseren Urlaub nehmen wollten. Außerdem gab es noch ein paar andere Dinge, die einen entspannten Urlaub stören könnten. Nun, das Manöver fand dann doch nicht statt, aber wir hatten bereits umgebucht auf Ägypten. Ägypten kannte ich schon, da war ich zuvor schon mal gewesen. Rotes Meer. Hurghada. Durch einen Zufall waren wir auf ein Hotel in El Gouna gekommen (mehr über den Zufall und das Hotel lesen Sie hier), das über einen eigenen Strand verfügte und mit einer Poollandschaft ausgestattet war. Schwimmen, schnorcheln, ausspannen. Das war der Plan. Ich musste mir da weiters keine Gedanken machen, denn ich hatte eine Schnorchelausrüstung. Zwar aus einem Angebot von einem Discounter, aber immerhin! Ich hatte diese immer mal wieder gebraucht, so etwa in den Schnorchelbädern der „Center Parcs“ Ferienparks. Die waren ideal, wenn man nicht weit fahren, aber doch tropische Unterwasser-Landschaften sehen wollte.

Annette musste sich ihre Ausrüstung noch holen. Ich staunte, als sie mir eine kleine, durchsichtige Plastikbox zeigte, in der die Taucherbrille steckte. Als mein Blick auf das Preisschild fiel, musste ich schlucken. Annette hatte sich eine Taucherbrille gekauft, wie sie Sporttaucher verwenden. In der Tat hatte sie mehr gekostet, als mein ganzes Schnorchelset. Völlig overdressed, fand ich. Wir wollten doch nur schwimmen und so ein wenig schnorcheln. Mehr nicht. Was Annette an der Taucherbrille mehr gezahlt hatte, machte sie dadurch wett, dass sie keine Flossen hatte. Aber kein Problem, dachte ich mir, die kann man sich im Zweifelsfall leihen.

Dann konnte es endlich losgehen. Ich freute mich auf diesen Urlaub, denn mein letzter „richtiger“ Urlaub war Jahre her. Ich war länger nicht mehr gewesen. Endlich mal wieder weiter weg, in eine andere Welt. Wie sehr sich letzter Satz bewahrheiten würde, ahnte ich nicht, als wir uns auf den Weg zum Flughafen machten.

Ägypten: Aktuelle Sicherheitshinweise

Heute möchte ich die kleine Reihe über Reisen nach Ägypten mit den aktuellen Sicherheitshinweisen vervollständigen, die das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben hat. Ich kann allerdings keine Garantie dafür übernehmen, dass zu dem Zeitpunkt, da Sie diesen Artikel lesen, sich die Situation nicht schon grundlegend geändert hat. Informieren Sie sich daher unbedingt noch aus anderen Quellen, wie etwa die Webseite des Auswärtigen Amts, um die neuesten Informationen zu erhalten.

Wichtig ist: Diese Sicherheitshinweise sind keine Reisewarnung! Sie können aufgrund dieser keinen Anspruch erwirken, eine bereits gebuchte Reise nach Ägypten zu stornieren oder umzubuchen. Konkret wird zu erhöhter Vorsicht gemahnt und zum Fernbleiben aus Menschenansammlungen oder Demonstrationen geraten, im Hinblick auf den Anschlag auf einen Markt in Kairo im Februar 2009. Ägypten ist allerdings sehr bemüht, durch entsprechende Präsenz von Polizei und Militär, das Risiko für Bevölkerung und Touristen, in einen Anschlag verwickelt zu werden, gering zu halten. Die Begleitung von Buskonvois entlang des Nils durch das Militär wurde Ende 2008 eingestellt.

Wovon dringend abgeraten wird, sind Reisen in entlegene Gebiete der Wüste, in denen ein Schutz durch das Militär nicht gewährleistet werden kann. Konkret wird davon abgeraten, in das südliche Grenzgebiet von Ägypten zum Sudan, Libyen und Tschad zu reisen, sowie in entlegene Gebiete der Sinai-Halbinsel. Hier wird auchvon Reisen in die Nähe des Grenzgebiets zum Gaza-Streifen abgeraten.

Hier klicken, um den Inhalt von travelan.net anzuzeigen.

Hotel Safir, Hurghada: Klein aber fein

[singlepic id=79 w=320 h=240 float=left]Hurghada am Roten Meer war ursprünglich ein Fischerdorf, das in den letzten 30 Jahren eine schwunghafte Entwicklung durch den Tourismus genommen hat. Nicht immer war die Entwicklung positiv. Doch es gibt immer wieder Hotels, die zeigen, wie es es anders geht.

Das Safir liegt unmittelbar am Ufer des Roten Meeres, der Stadtkern von Hurghada ist gerade mal fünf Kilometer entfernt. Das Hotel selbst verfügt über 141 Zimmer, es besteht aus einem dreistöckigen Haupthaus und einem Nebengebäude. Es wurde so gebaut, dass die Flügel des Haupthauses das Gelände des Hotels wie ein „V“ umschließen und so von der Straße abschirmen. Dadurch, dass das Haus nur drei Stockwerke hat, unterscheidet es sich stark von den Bettenburgen, die man hier auch finden kann.

Im Scheitelpunkt des „V“ liegt sozusagen der Hauptteil mit der Rezeption, einem Buffet-Restaurant sowie mehreren Läden. Außerdem bietet das Hotel als Service Massagen in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an. Dass der Massageraum ein wenig beengt ist, tut der Sache dabei keinen Abbruch, es kommt darauf an, gut bedient zu werden – und das wird man. Neben dem Buffet-Restaurant gibt es noch zwei Á-la-Carte-Restaurants und eine Bar.

[singlepic id=81 w=320 h=240 float=left]Der Sandstrand ist sehr sauber und bietet genügend Liegemöglichkeiten und Liegen. Man muss im Meer auch nicht sehr weit hinausschwimmen, die Fische kommen – wie fast überall am Roten Meer – bis in Strandnähe. Außerdem verfügt das Hotel über einen Pool mit integriertem Kinderbecken. Des weiteren gibt es hier eine Pool- und Strandbar. Bei Gelegenheit – wovon die allerdings abhängt, habe ich nicht herausfinden können – wird ein Animationsprogramm organisiert oder eine Abendveranstaltung. Außerdem kann man am Strand Volleyball spielen und im Hotel selbst Billard. Vor Ort befindet sich zudem eine Tauchschule, weitere Wassersportaktivitäten lassen sich bei lokalen Anbietern buchen. Das gleiche gilt auch für verschiedene Tagesausflüge. Angebote hierfür liegen bei der Rezeption aus.

[singlepic id=83 w=320 h=240 float=left]Die Zimmer sind ordentlich und werden gut sauber gehalten. Sie verfügen über Dusche, Bad und WC, Satelittenfernsehen, Minibar und Klimaanlage. Einen Safe für Wertsachen kann man an der Rezeption mieten. Das Personal des Hotels ist durchweg freundlich und auch immer mal für einen Scherz zu haben, besonders die Kellner im Hotel. Bei denen ist vor allem die Geduld im Umgang mit Kindern zu bewundern, egal wie viel oder wenig Erziehung letztere genossen haben. Das Hotel gehört in die Kategorie 4 Sterne und ist aufgrund seiner Lage für Bade-, Schnorchel- oder Tauchurlauber besonders geeignet, die evenutell Abends nochmal weggehen wollen. Der Stadtkern von Hurghada ist gut zu erreichen, und es gibt günstige Anbindungen per Bus oder Taxi. Vom Preis her gehört das „Safir“ zu den günstigeren Alternativen und hat dafür ein ordentliches Angebot.

Das Hotel wird auch gern für so genannte „Nil-Kombis“ genommen, eine Kombination aus Badeurlaub am Roten Meer und Nilkreuzfahrt. Die Abwicklung einer solchen Kombi-Reise erfolgt über die Reiseleitung vor Ort und ist sehr umkompliziert.

Das Hotel Safir ist eine kleine aber feine Unterkunft des mittleren Preissegments. Bei diesem Preis darf man natürlich kein hochklassiges Hotel erwarten, aber in seiner Kategorie ist es eine gute Unterkunft für einen erholsamen, selbst geplanten Urlaub – oder für den Einstieg und Ausklang zu einer Nilkreuzfahrt.

—Anzeige—

Wenn Sie Ihren Urlaub im Hotel „Safir“ gleich buchen wollen, dann klicken Sie hier! Aktuelle Angebote vom Hotel „Safir“ bei travelscout24.de!

——

Bilder aus dem Hotel „Safir“:

[nggallery id=6]

Ägypten – Reise durch das Land der Pharaonen, ein Überblick

Hier klicken, um den Inhalt von maps.google.de anzuzeigen.


Ägypten – Museen und Denkmäler auf einer größeren Karte anzeigen

Während der letzten Tage haben wir in diesem Blog eine Reise durch Ägypten unternommen. Dieser Beitrag soll einen kleinen Überblick darüber geben. Außerdem möchte ich nochmal auf Reiseführer für Ihren Urlaub eingehen.

Welcher Reiseführer soll es also sein? Das hängt davon ab, welchen Schwerpunkt Sie auf ihrer Reise setzen. Wenn Sie des Sports und der Abendaktivität nach Ägypten kommen, ist ein Kurzreiseführer, etwa aus der ADAC-Reihe oder von Marco Polo, völlig ausreichend. Wenn Sie allerdings tiefer in die Kultur eindringen wollen, sollten sie ein Werk nehmen, das das Land und seine Kultur ausführlicher beschreibt. Hier stechen die Bücher von Baedeker hervor, die allerdings auch ein bisschen mehr kosten. Sollten Sie gezielt eine Nilkreuzfahrt planen, so gibt es hierfür spezielle Bücher. Achten Sie auch darauf, was andere Leser über das Buch sagen, respektive in den Kritiken schreiben.

Hier klicken, um den Inhalt von Amazon Kindle anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Amazon Kindle.

Und hier nun die Teile unserer Artikel-Reihe:

Der erste Teil der Reihe bietet allgemeine Informationen über Ägypten, das Land und die Leute und einen Ausblick darauf, welche Art Urlaub man in diesem Land verbringen kann.

Der zweite Teil geht explizit auf Orte, Regionen und Aktivitäten am, im und um das Rote Meer ein.

Der dritte Teil berichtet von den Nilkreuzfahrten und was man dort so erleben kann. Außerdem wird auf Luxor und seine Sehenswürdigkeiten eingegangen.

Der vierte Teil folgt einer Nilkreuzfahrt von Luxor nach Assuan und geht die Sehenswürdigkeiten am Nil ab.

Nicht im Rahmen dieser Reihe veröffentlicht, gehört aber durchaus hierher: Ein Bericht über das Sheraton Miramar Resort in El Gouna, nördlich von Hurghada.

Zuletzt noch das EP-Blog Fotoalbum von Ägypten mit einigen Impressionen aus dem Land. Wenn Sie Lust bekommen haben, dann buchen Sie doch einen Urlaub oder eine Nilkreuzfahrt. Die Möglichkeit dazu gibt es gleich unterhalb des Albums.

[nggallery id=5]

—-



www.neckermann-reisen.de

—-

Hier klicken, um den Inhalt von travelan.net anzuzeigen.

Ägypten – Reise durch das Land der Pharaonen, Teil 4

[singlepic id=77 w=320 h=240 float=]Eine Kreuzfahrt auf dem Nil ermöglicht einem ganz neue Einblicke. Ein Mitreisender auf unserem Weg von Luxor nach Assuan erzählte eines Abends, wie er, nachdem unser Schiff angelegt hatte, ins Bad ging, um zu duschen. Als er frischgeduscht und im Adamskostüm wieder aus dem Bad kam, musste er feststellen, dass sich an seiner Kabine etwas grundlegendes geändert hatte: Die Aussicht. Als er ins Bad ging, war das Fenster nach draußen noch unverstellt. Doch jetzt ankerte dort ein anderes Schiff, und ausgerechnet auf Höhe seiner Kabine befand sich dessen Speisesaal. Dort saßen Leute beim Essen, wie sich das für einen Speisesaal gehörte. Allerdings konnten diese nun in seine Kabine sehen. Durch einen gezielten Sprung in den Sichtschutz eines Tisches konnte er sich vor deren Blicken retten, kroch über den Boden bis zum Fenster und zog die Vorhänge zu.

Das ist nur eine der kleinen Überraschungen, die einen an Bord eines Nilkreuzfahrtschiffes begegnen können. So begegnet man an den Staustufen, wo die Schiffe auf ihre Passage warten müssen, keinen fliegenden, sondern schwimmenden Händlern. Das „schwimmend“ ist dabei nicht wörtlich zu nehmen, die Händler sind natürlich im Boot unterwegs. Aber die Geschäftsmethode ist ungewöhnlich, Souvenirs – zumeist Kleidungsstücke – werden in Bündel geschnürt auf das Oberdeck des wartenden Schiffes geworfen, während der Händler selbst auf seinem Boot bleibt. Dann kann man sich etwas aussuchen. Die Preisverhandlung wird durch Zuruf geführt, bevor man das, was man nicht kaufen möchte, zusammen mit dem Geld für das, was man gekauft hat, wiederum in ein Bündel schnürt und dem wartenden Händler zuwirft.

[singlepic id=76 w=320 h=240 float=left]Über das freundliche Schiffspersonal habe ich bereits in Teil 3 der Reihe geschrieben. Die Leute waren geduldig und immer für einen Scherz zu haben. Das merkte man auch, wenn man des Abends in seine Kabine zurückkehrte. Das Reinigungspersonal lebte dort seine Kreativität aus, eigentlich jeden Tag gab es eine neue Figur, die aus den Handtüchern gedreht und gefaltet worden war und sich zumeist auf dem Bett breitmachte. Irgendwann fieberte man der Rückkehr in die Kabine regelrecht entgegen, weil man sehen wollte, was sich das Personal nun wieder hatte einfallen lassen.

Auch die Reiseleiterin war in der Beziehung für manchen Scherz zu haben. Ziemlich am Ende unserer Tour beispielsweise besuchten wir einen Tempel und betrachteten eine Wand mit Hieroglyphen. Immer und immer wieder hatte uns die Dame auf die Kartuschen aufmerksam gemacht, die aus dem Text hervorstachen und in die die Pharaonen ihre Namen hatten schreiben lassen. So auch hier. Während sie uns erklärte, was genau auf der Wand geschrieben stand, stellten sich zwei junge Damen unserer Gruppe abseits zur nächsten Wand mit Hieroglyphen. Die eine – Andrea mit Namen – drückte der anderen ihren Fotoapparat in die Hand und verlangte von jener, sie solle ein Bild von ihr vor dieser Wand machen. Andrea stellte sich in Position, ihre Freundin legte die Kamera an – und in dem Moment wandte sich unsere Reiseleiterin ausgerechnet der Wand zu: „Und hier…“ Sie stutzte, dann jedoch sprach sie ungerührt weiter: „…an dieser Wand sehen wir Andrea.“ Sie deutete auf den goldenen Anhänger, den sich die junge Frau in Ägypten gekauft hatte und meinte: „Und auch sie hat ihren Namen in eine Kartusche geschrieben!“

Diese goldenen Anhänger in Kartuschenform, in denen der eigene Name in Hieroglyphen geschrieben steht, ist natürlich ein beliebtes Souvenir, so wie Goldschmuck jeglicher Art. Repliken von Kunstschätzen sind mindestens genauso beliebt, wobei Sie darauf achten sollten, dass es wirklich Repliken sind. Originale aus Ägypten zu bringen führt zu empfindlichen Strafen. Sie dürfen nicht einmal mehr ägyptische Kunstschätze ausführen, selbst wenn Sie diese legal bei der Einreise eingeführt haben.

Ebenfalls sehr beliebt sind handgemachte Papyrii, wobei sich das „handgemacht“ nicht nur auf die Zeichnung bezieht, sondern auch auf die Herstellung des Papyrus selbst. Die Zeichnungen werden zumeist von ägyptischen Kunststudenten gemacht. Wenn Sie es billiger mögen, natürlich gibt es auch gedruckte Bilder, aber die sind von der Qualität nicht so hochwertig. Wofür Ägypten auch bekannt ist, sind Essenzen. Dabei handelt es sich um den Grundstoff, aus dem Parfüm oder Eau de Toilette hergestellt wird. Essenzen sind sehr ergiebig und Sie können vor Ort die Gerüche von gängigen Markenartikeln kaufen. Auf den Märkten an den Ufern des Nils finden Sie zudem eine große Auswahl an Gewürzen. Und zuletzt ist noch die Shisha, die typische Wasserpfeife zu erwähnen. Beim Souvenirkauf gilt selbstverständlich: Handeln! Und Achtung auf die Einfuhrgrenzen, sonst könnten Sie bei der Einreise nach Deutschland am Zoll Ärger bekommen. Bedenken Sie, dass für Tabak beispielsweise die Grenzen entweder für Zigaretten oder für losen Tabak (zum Beispiel für eine Shisha) gelten. Führt man beides zusammen ein, addiert sich das.

Souvenirs können Sie in Ägypten eigentlich überall kaufen. Die altägyptischen Götter wären vermutlich Stolz, werden doch heutzutage mehr Statuen von ihnen hergestellt, als im Altertum. Auch ich habe eine Statue, die den falkenköpfigen Gott Horus zeigt, bei mir stehen, neben ein paar kleineren Dingen und drei Papyrii. Wenn Sie eine Sehenswürdigkeit besuchen, können Sie den Souvenirhändlern eigentlich auch nicht entkommen. Allein am Tal der Könige sind dutzende Läden dicht an dicht – und jeder Laden verkauft eigentlich das gleiche. Wie diese Läden überleben, ist mir ein Rätsel, aber sie tun es. Und neben den Dingen, die ich bereits aufgezählt habe, gibt es noch tausend andere Artikel zu kaufen – was das Herz des Ägyptomanen begehrt. Ich habe mich auf Souvenirs beschränkt, die eine gewisse Authenzität haben, einen Kaffeebecher mit dem Gesicht des Tut-Ench-Amun kann man auch bei uns kaufen. Doch jetzt wollen wir uns weiter auf unsere Nilkreuzfahrt begeben. Der erste Halt nach dem Ablegen in Luxor ist…

  • Edfu

[singlepic id=72 w=320 h=240 float=left]Edfu liegt von Assuan gesehen etwa 100 Kilometer flussaufwärts. Hier wird das Reisen nochmal zum Abenteuer, denn das Straßenbild wird von einspännigen Pferdekutschen beherrscht, mit deren Hilfe man von der Schiffsanlegestelle zu einem der imposantesten Gebäude Ägyptens kommt: dem Horus-Tempel. Dieser ist deswegen so beeindruckend, weil er fast vollständig erhalten ist. Wenn man den Reiseleitern zuhört, bekommt man einen guten Überblick über die Geschichte des Tempels. Außerdem lernt man, dass man im Ägyptischen das Wort „Ptolemäer“ so ausspricht, als würde man zwischen dem „P“ und dem „T“ einen Kirschkern ausspucken. Dummerweise gibt es aber keine Kirschbäume in Ägypten, also sagen wir mal, als würde man einen Dattelkern ausspucken. Das trifft’s.

  • Kom Ombo

[singlepic id=60 w=320 h=240 float=left]Von Kom Ombo aus sind es nur noch 50 Kilometer bis Assuan. Je nach Planung der Kreuzfahrt wird die Stadt entweder auf dem Weg nach Assuan angefahren und ist eine Station auf dem Rückweg. In unmittelbarer Nähe der Schiffsanlegestelle, und damit gut zu Fuß zu erreichen, befindet sich der so genannte Doppeltempel von Kom Ombo, der für die Götter Sobek und Haroeris errichtet wurde. Hier kann man neben zahlreichen Reliefs auch einige mumifizierte Krokodile, den heiligen Tieren von Sobek, bewundern. Falls jemand unliebsame Familienangehörige günstig loswerden möchte, in Kom Ombo gibt es zudem einen Kamelmarkt, wo unter Umständen gerne getauscht wird.

  • Assuan

[singlepic id=69 w=320 h=240 float=left]Mit Assuan ist auch schon der südlichste Ort des ägyptischen Nils erreicht. Hier türmt sich der berühmte Assuan-Hochdamm auf, der den Nil gen Süden zum Nasser-See aufstaut. Ein Besuch des Hochdamms ist möglich, allerdings gelten besondere Vorschriften, was das Filmen und Fotografieren betrifft, und das Militär achtet sehr auf deren Einhaltung. In Assuan befinden sich die Steinbrüche, aus denen in alter Zeit Steine für verschiedene Bauten geholt wurden. In einem dieser Steinbrüche befindet sich der unvollendete Obelisk, der der größte Obelisk Ägyptens geworden wäre, wäre er nicht noch beim Bearbeiten im Steinbruch durch einen Riss wertlos geworden. Das berühmte Mausoleum von Aga Khan, das über dem Nil weithin sichtbar ist, ist auf Wunsch von Aga Khans Witwe nicht mehr zugänglich. Im Nil gibt es verschiedene Inseln, Elephantine, Philae oder Kitchener’s Island, um nur drei zu nennen. Letztere hält einen besonderen botanischen Garten bereit. Um den Nil hier richtig zu erkunden, bietet sich eine Fahrt in einer Felukke an, einem typischen regionalen Boot. Übrigens ist hier der Einfluss der nubischen Kultur zu merken, während Händler im übrigen Ägypten teilweise recht aufdringlich sein können, üben die Einheimischen hier eine gewisse Zurückhaltung aus. So fragte der Bootsführer unserer Felukke während unserer Tour erst um Erlaubnis, ob er uns verschiedenen handwerkliche Sachen anbieten darf, bevor er das wirklich tat. Auch die Art dieser Souvenirs unterscheidet sich etwas von dem, was man im übrigen Land bekommt. Hier merkt man deutlich, dass man sich in Afrika befindet.

[singlepic id=55 w=320 h=240 float=left]Von Assuan aus bietet sich ein Tagesausflug nach Abu Simbel und der berühmten Tempelanlage an, die im Zuge des Aufstauens des Nasser-Sees von ihrem ursprünglichen Standort versetzt wurde. Der Tempel wurde von Pharao Ramses II. erbaut und sollte gegenüber den Nubiern ein Symbol der Macht Ägyptens sein. Ein größerer Tempel ist Ramses selbst geweiht, ein kleinerer seiner Gemahlin Nefertari. Die Versetzung der beiden Tempel auf ein höheres Plateau in den 1960er Jahren wird mit der Bauleistung der alten Ägypter verglichen, als sie die Anlage ursprünglich bauten. Für den Tagesausflug sollte man sich allerdings viel Zeit nehmen, denn allein die 280 Kilometer Fahrt durch die Wüste von Assuan aus nimmt vier Stunden in Anspruch. Die meisten Tagesausflüge beginnen daher auch vor Sonnenaufgang.

Assuan ist entweder Wendepunkt einer Nilkreuzfahrt oder deren Ziel, je nach Organisation. Und es hat etwas besonderes, die Altertümer Ägyptens auf diese Weise zu sehen, denn vom Fluss aus bekommt man auch sehr viel von der übrigen Landschaft mit. Wer nach einer solchen Reise noch nicht genug hat, dem sei ein Tagesausflug nach Kairo oder Alexandria angeraten, wo es noch mehr Altertümer zu bestaunen gibt. Immerhin war der Satz, den wir auf unserer Reise am Häufigsten zu hören bekamen, „[Gegenstand] ist nicht hier, ist in die Ägyptische Museum in Kairo“. Wie bereits zu Anfang dieser Reihe erwähnt wurden die meisten Kulturgegenstände des Landes in dieses Museum geschafft, allerdings hat man mittlerweile angefangen, auch lokale Museen, zum Beispiel in Edfu oder in Luxor, aufzubauen.

Ägypten ist ein faszinierendes Reiseland mit vielen Facetten. Und obwohl ich sonst Science Fiction schreibe, muss ich hier doch einmal betonen: Nicht die Außerirdischen haben die Pyramiden und Tempel von Ägypten gebaut. Menschen waren das, Menschen wie Du und ich. Und das lässt einen schon ehrfürchtig werden. Ich komme immer wieder gern hierher. Und ich kann es nur empfehlen.

Morgen gibt es eine Impression, und übermorgen erscheint ein Überblick über die Reihe zu Ägypten, sowie eine kleine Empfehlung für Reiseführer. Sollten Sie aber bereits Lust darauf bekommen haben, Ihre eigene Nilkreuzfahrt unternehmen zu wollen, können Sie diese hier buchen:
(Abwicklung der Buchung durch Travelan Reisen!)

Hier klicken, um den Inhalt von travelan.net anzuzeigen.

Ägypten – Reise durch das Land der Pharaonen, Teil 3

[singlepic id=58 w=320 h=240 float=left]Die Geschichte von Ägypten beginnt mit der so genannten „vordynastischen Zeit“ etwa 3200 Jahre vor dem Jahr 0. Bis zum heutigen Tag wartet das Land damit mit mehr als 5000 Jahren Geschichte auf. Die meiste Geschichte spielte sich entlang der Lebensader des Landes ab, dem Nil. Wenn man also möglichst viel von Ägyptens Geschichte erfahren will, ist es ratsam, diesem Fluss zu folgen. Leider hat man in den vergangenen Jahren die Strategie verfolgt, bedeutende bewegliche Altertümer im Ägyptischen Museum in Kairo zu sammeln, dass es von diesen – wie etwa Mumien, Grabschmuck und ähnliches – im Land selbst nur wenig zu sehen gibt. Aber die bedeutenden Bauwerke, die von dieser Kultur erzählen, die stehen noch an Ort und Stelle.

  • Nilkreuzfahrten

[singlepic id=75 w=320 h=240 float=left]Die meisten Nilkreuzfahrten beginnen in Luxor und führen den Nil hinauf bis Assuan. Ausflugsziele nördlich von Luxor, wie etwa die Pyramiden von Gizeh oder Kairo, werden in separaten Paketen angeboten. Ausnahmen bilden ganz spezielle Reisen, wir wollen aber in dieser Reihe auf die „übliche“ Kreuzfahrt eingehen.

Wie die meisten Touristen war unser Startpunkt zu dieser Nilkreuzfahrt Luxor, das früher „Theben“ geheißen hatte. Wir hatten uns für einen Kombinationsurlaub entschlossen, also Badeurlaub und Kreuzfahrt. Hierbei reist man zunächst in einen Badeort am Roten Meer an (auf diese wurde im 2. Teil dieser Artikelreihe bereits eingegangen), verbringt dort ein paar Tage und wird dann mit dem Bus nach Luxor gebracht, wo man sich an Bord seines Schiffes begibt. Was die Auswahl betrifft, so sollte man beim Schiff nicht sparen, vier oder fünf Sterne sollte es schon haben, um eine gewisse Qualität zu bieten. Viele dieser Schiffe haben einen kleinen Pool auf dem Oberdeck, das während der Fahrtzeiten zum Sonnenbaden benutzt werden kann. Die Kabinen sind in der Regel mit Satelittenfernsehen ausgestattet, jedoch ist der Empfang bei einem fahrenden Schiff etwas schwierig. Es kann durchaus vorkommen, das mitten in der Sendung, die man gerade gesehen hat, der Empfang gestört wird. Es ist also empfehlenswert, sich mit anderen Aktivitäten zu beschäftigen. Ägypten bietet vom Nil aus auch Abends oder Nachts ein paar faszinierende Anblicke, manche Schiffe haben eine Bibliothek und die Bar mit Aufenthaltsraum ist sowieso obligat. Meistens gibt es auch spezielle Programme, bei denen den Touristen die ägyptische Kultur nahegebracht werden soll. Wenn Sie – so wie wir – eine sehr engagierte Reiseführerin haben, wird Ihnen diese an den Tagen, an denen nur gefahren wird, einen Einblick in das Ägypten von heute geben und Fragen beantworten.

  • Durch die Wüste: Karl May hätte seine wahre Freude gehabt

Aber zunächst einmal gilt es, Luxor zu erreichen. Wenn man ein Kombinationspaket gebucht hat, beginnt die Reise damit, dass man aus dem eigenen Hotel am Roten Meer auscheckt und in einen der Reisebusse steigt, die einen ans Ziel bringen sollen. Dabei wird die Küstenstraße entlang gefahren bis zu einem der Knotenpunkte wie zum Beispiel in der Nähe von Marsa Alam. Hier müssen sich alle Busse sammeln, denn der Weg an den Nil vom Roten Meer aus führt genau durch die Wüste.

Die Busfahrt ist ein Abenteuer für sich, ist es Nacht, wird ohne Licht gefahren, ist es Tag, legt der Fahrer ein Tempo vor, das einen jede Bodenwelle spüren läßt. An den Sammelpunkten der Touristenbusse wird man bereits vom ägyptischen Militär erwartet. Dann wird ein Konvoi gebildet, verschiedene Panzerfahrzeuge und Panzer reihen sich in den Buskorso mit ein, der nun seine Fahrt durch die Wüste antritt. Ehrgeizige Busfahrer versuchen auch hier, sich gegenseitig zu überholen, was letztlich soviel Wert hat wie keinen. Der ganze Konvoi hat sich dem Tempo der Militärfahrzeuge anzupassen, die ja letztlich für dessen Schutz zu sorgen haben.

Auf ungefähr der Hälfte der Fahrt wird an einer Oase Halt gemacht, die voll und ganz auf Touristen eingestimmt ist. Neben einer Bar mit Erfrischungen kann man sich dort mit Kamelen und ähnlichem Getier fotografieren lassen – gegen entsprechendes Bakschisch, versteht sich. Außerdem verkaufen Händler kleinere und größere Kunstgegenstände. Tatsächlich wird dabei auch getauscht, Ägypter scheinen immer auf der Suche nach Kugelschreibern zu sein. Wenn Sie sich entsprechend mit Schreibgeräten ausstatten, können Sie gut handeln. Ich habe für meinen Kugelschreiber einen kleinen Alabasterskarabäus gekriegt, der mich auch heute noch immer begleitet.

Nach einer gewissen Zeit wird die Reise fortgesetzt, durch die Wüste, bis man schließlich den Nil erreicht. Hier geht es die Straße weiter, bis man Luxor erreicht. Der Hafen, wo die Kreuzfahrtschiffe festmachen, liegt in der Stadt genau gegenüber dem Luxor-Tempel.

  • Alle an Bord! Jetzt wird eingeschifft…

[singlepic id=78 w=320 h=240 float=left]Was dem Touristen als erstes auffällt, ist die große Anzahl Schiffe, die hier liegen. Da es nicht für jedes der Schiffe einen eigenen Liegeplatz am Kai gibt, ankern diese auch „Schiff an Schiff“. Das heißt, es kann sein, dass man erstmal durch ein paar andere Schiffe hindurchlaufen muss, bevor man das eigene erreicht. Aber das ist eigentlich an allen Anlegestellen entlang des Nils so, nicht nur in Luxor.

Das Schiff ist im Grunde genommen ein schwimmendes Hotel mit allen Einrichtungen, die man in einem solchen erwarten würde. Das Personal ist in der Regel sehr bemüht um die Gäste, beantwortet Fragen und reicht auch mal ein feuchtes Handtuch, wenn man von einem schweißtreibenden Tagesausflug zurückkehrt. Ein Erlebnis hat mich besonders beeindruckt: Am ersten Abend saßen wir zum ersten Mal im Speisesaal, der sich bei unseren Schiff im Unterdeck befand, und bekamen gerade das Abendessen, als plötzlich das Licht ausging. Na toll, war mein erster Gedanke, der erste Abend an Bord, und schon fällt der Strom aus. Doch dann strömten die Jungs, die unser Buffet zubereitet hatten, aus der Küche, mit Trommeln und anderen Schlaginstrumenten bewaffnet und sangen. Was sie sangen, klang ungefähr so: „Ja, ja, ja, ja! Ja, ja, jajaja!“ Man möge mir verzeihen, falls das in irgendeiner Weise falsch ist, aber für meine europäischen Ohren war es das. Jedenfalls gingen die Jungs in Richtung eines Tisches, während ein weiterer Bediensteter eine Torte hinterher trug, auf der Wunderkerzen brannten. Nun war auch klar, warum das Licht ausgegangen war – jemand von den Passagieren hatte Geburtstag, und das war eine kleine Überraschung. Mit der Torte wurde dann das Nachtischbuffet erweitert.

Und wo wir gerade dabei sind – die Verpflegung ließ in keinster Weise zu wünschen übrig. Wir hatten auf dem Schiff Vollpension, das heißt, wir bekamen jede Mahlzeit – auch den Nachmittagskaffee – mit. Und das war gut und reichhaltig. Im Hotel am Roten Meer hatten wir Halbpension, also Frühstück und Abendessen, und selbst das war ausreichend! Auf dem Schiff wurden wir regelrecht verwöhnt.

Wenn man die Ausflugspakete gleich mit der Kreuzfahrt bucht – so wie wir -, wird alles organisiert und man braucht sich keine Gedanken zu machen. Denn leider sind bis auf wenige Ausnahmen die Sehenswürdigkeiten in den verschiedenen Orten ein Stück von der Schiffsanlegestelle entfernt und nur schlecht zu Fuß zu erreichen. Lediglich der Tempel von Luxor und der Tempel von Kom Ombo befinden sich direkt neben dem Fluss. Für alles andere braucht man Fahrgelegenheiten. Ob die Ausflugspakete bereits im Reisepreis inbegriffen sind oder extra dazugebucht werden müssen, erfahren Sie bei der Buchung. Ihre Nilkreuzfahrt können Sie beispielsweise auf dieser Seite auf der unteren Hälfte buchen.

Je nach Veranstalter werden die Ausflugsziele und der Reiseverlauf anders gehandhabt. So können sie beispielsweise alle Sehenswürdigkeiten auf einer Strecke von Luxor nach Assuan nacheinander ansehen, oder aber Sie sehen einen Teil auf der Fahrt nach Assuan, und den anderen Teil auf der Rückfahrt nach Luxor. Gerade Luxor wird in letzterem Fall „aufgeteilt“, so dass Sie nicht alle Sehenswürdigkeiten an einem Tag „abklappern“ müssen, sondern zwei Nachmittage Zeit haben. Wie das gehandhabt wird, hängt aber vom Veranstalter ab.

  • Die Reise beginnt: Luxor – Theben-West und Theben-Ost

[singlepic id=61 w=320 h=240 float=left]Doch egal wie es gehandhabt wird, die Reise beginnt in Luxor, früher „Theben“ genannt. In dieser ehemaligen Metropole befinden sich dann auch mit die meisten Sehenswürdigkeiten. Gleich am Ufer des Nils befindet sich der „Tempel von Luxor„, der den Göttern Amun, Mut und ihrem Sohn Chons geweiht war. Hier bekommt man gleich einen guten Eindruck von der Baukunst des alten Ägypten, mit riesigen Säulengängen, großen Pylonen, Statuen und Obelisken. Vom Eingang des Tempels führte in alter Zeit eine Allee von Sphingen zum zweieinhalb Kilometer entfernten Karnak-Tempel, der auch gleich das nächste Ziel darstellt. Dieser wurde ursprünglich für Amun-Re errichtet und besitzt mehrere Bezirke mit Heiligtümern, sowie einem heiligen See. Des weiteren gibt es eine Säule, auf der sich ein riesiger, aus Stein gemeißelter Skarabäus befindet und es heißt, wer diese Säule eine bestimmte Anzahl mal umrundet, wird Glück im Leben haben. Ich hab’s nicht gemacht. War vielleicht ein Fehler.

[singlepic id=67 w=320 h=240 float=left]Auf der Westseite des Nils befindet sich die Anlage, die Dank eines relativ unbedeutenden Pharaos mittlerweile Weltruhm erlangt hat: das Tal der Könige, in dem sich die Pharaonen der 18. bis 20. Dynastie bestatten ließen. Am bekanntesten ist natürlich das Grab des Tut-Ench-Amun, das von Howard Carter fast völlig unberührt vorgefunden wurde. Allerdings befinden sich an Ort und Stelle keine Grabbeigaben mehr, diese sind allesamt im Ägyptischen Museum in Kairo. Lediglich einer der inneren Sarkophage und die Mumie, sowie das Grab selbst ist noch zu besichtigen. Die anderen Gräber sind, um sie vor Verfall zu schützen, nur wechselweise geöffnet. In den Gräbern herrscht Fotografierverbot. Das Grab von Tut-Anch-Amun ist nicht im Eintrittspreis inbegriffen, ein Besuch dort muss extra bezahlt werden.

[singlepic id=57 w=320 h=240 float=left]Etwas Abseits, aber immer noch in der Gegend, befindet sich das Tal der Königinnen, richtig wäre allerdings, „Tal der Angehörigen“, denn hier wurden nicht nur Königinnen bestattet. Auch in der Nähe, aber vom Tal der Könige aus auf der anderen Seite befindet sich der Tempel der Hatschepsut, die neben Kleopatra die bekannteste Pharaonin Ägyptens sein dürfte. Dieser gehört zu Deir el-Bahari, eine Nekropole mit insgesamt drei Totentempeln, die durch den Fund der so genannten Königscachette mit über 40 Mumien bekannt wurde. Und ganz in der Nähe befinden sich die Memnonskolosse, Kolossalstatuen, die ursprünglich am Eingang eines Tempels von Amenophis III. standen. Der Tempel selbst wird derzeit ausgegraben.

Für einen Tag sind diese Sehenswürdigkeiten ein wenig viel, gerade für die Gräber im Tal der Könige sollte man sich Zeit nehmen, vor allem, wenn man das Grab des Tut-Ench-Amum sehen möchte. Insofern sollte man, wenn es möglich ist, eine aufgeteilte Tour machen. In der Regel besichtigt man dann den Luxor- und Karnak-Tempel am Tag der Abreise von Luxor, und die restlichen Sehenswürdigkeiten, wenn man wieder zurückkehrt.

Morgen geht es weiter mit Teil 4 der Reihe – es geht mit dem Schiff flussaufwärts gen Assuan.

Wenn Sie jetzt schon Lust bekommen haben, Ihre eigene Nilkreuzfahrt zu buchen, können Sie das hier tun:
(Abwicklung der Buchung erfolgt durch Travelan Reisen!)

Hier klicken, um den Inhalt von travelan.net anzuzeigen.

Ägypten – Reise durch das Land der Pharaonen, Teil 2

[singlepic id=65 w=320 h=240 float=left]Das Rote Meer ist genau genommen eine Meerenge zwischen dem nordostafrikanischen Kontinent und der arabischen Halbinsel, in seiner Ausdehnung 2240 Kilometer lang und an seiner tiefsten Stelle 2604 Meter tief. Über die Herkunft seines Namens ist man sich nicht einig. Eine Theorie geht davon aus, dass die Farbe „rot“ in der Frühzeit eine Bezeichnung für die Himmelsrichtung „Süden“ war (das „Rote Meer“ wäre also das „südliche Meer“, so wie das „Schwarze Meer“ das nördliche Meer wäre). Eine andere spekuliert über eine Algenart, deren Pflanzenfarbstoff nicht grün, sonden orange-rot ist und die bei starkem Wachstum das Meer färbt. Noch eine andere geht darum, dass die griechische Bezeichnung „eriträisches Meer“ wörtlich übersetzt wurde (erithros = rot), obwohl „Eritrea“ eigentlich die griechische Bezeichnung für die Länder südlich von Ägypten war. Doch egal woher der Name kommt, das Rote Meer ist ein faszinierendes Reiseziel.

Wer hierher kommt, der sucht Erholung, Strand oder Wassersport. Zwar gibt es auch an der Meeresküste Städte, die eine gewisse Geschichte haben, aber es gibt nicht so viele Altertümer wie am Nil. Die Städte sind sehr modern und auf Tourismus ausgerichtet gebaut. Es gibt verschiedene Anbieter für die unterschiedlichsten Aktivitäten. Viele Hotels haben eigene Angebote, aber man trifft dort auch Mitarbeiter von Firmen von außerhalb oder kann verschiedene Aktivitäten über den eigenen Reiseveranstalter buchen, der in der Regel eine Reiseleitung als Ansprechpartner vor Ort haben.  Wer ganz sicher gehen will, kann die Ausflüge und ähnliches auch über das Internet im Voraus buchen. Eine Möglichkeit gibt es zum Beispiel über diese Webseite. Oder man sucht den entsprechenden Anbieter im Internet. Beispielsweise bieten einige Tauchbasen diesen Service an. Der Vorteil ist, dass man bereits im Voraus bezahlen kann und alles erledigt ist, wenn man dann im Urlaub ankommt.

Am Roten Meer herrscht das ganze Jahr über mildes bis warmes Klima, am wärmsten sind die Hochsommermonate Juli und August, am Kältesten ist es zwischen Dezember und Februar.  Je weiter man nach Süden kommt, desto wärmer bleibt es auch in den kalten Monaten. Das Meer selbst kühlt aber selten unter 20 ° Celsius ab. Sehen wir uns zunächst die Orte am Roten Meer an, bevor wir zu den Aktivitäten kommen.

  • Hurghada

[singlepic id=59 w=320 h=240 float=left]Hurghada ist mit seinen 60.000 Einwohnern die Touristenmetropole am Roten Meer schlechthin. Der Ort ist erst Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet worden und war ursprünglich ein Fischerdorf. Seit den 1980er Jahren wurde und wird der Ort zum Tourismuszentrum ausgebaut, was ihm nicht immer gut getan hat. Besonders zu Anfang lief der Ausbau ungeplant, was dazu geführt hat, dass Hotel neben Hotel entstand und die Stadt ein chaotischer Mix aus Wohnhäusern, halbfertigen Bauten, Hotels und aufgegebenen Hotels ist. Des weiteren haben durch den Massentourismus die Hurghada vorgelagerten Korallenriffe Schaden genommen.

Seit einigen Jahren ist man dabei, diesem Effekt entgegen zu wirken. So wurde 2008 ein neuer Hafen mit entsprechender Infrastruktur eröffnet und die Auflagen für Hotelneubauten verschärft. Die Zerstörung der Riffe hielt man auf, indem für die Boote Ankermöglichkeiten schuf und Umweltauflagen für Ausflugsboote vorgab. Unter anderem wird für Tagesausflüge eine so genannte „Riffsteuer“ fällig, mit dene der Schutz der Unterwasserwelt finanziert wird. Verschiedene Plätze, wie etwa Giftun Island, dürfen nicht mehr betreten werden.

In Hurghada gibt es zudem ein Aquarium, das besichtigt werden kann, verschiedene Moscheen, die allerdings von Touristen nicht betreten werden dürfen, sowie eine koptische Kirche aus dem Jahr 1922. Erlebenswert sind auch die Märkte, wo man die in Ägypten weit verbreitete Kunst des Feilschens mit eigenen Augen sehen kann. Außerdem kann man Tagesausflüge in die Wüste unternehmen, sei es mit dem Quad, dem Jeep oder mit der Kamelkarawane. Hier trifft man in den Wadis der Umgebung auf Beduinen, die noch so leben, wie es ihre Tradition überliefert.

Wer Befürchtungen haben sollte, während seines Urlaubs von allzu viel Heimweh geplagt zu werden, kann ganz beruhigt sein: Im Zuge des Tourismus kamen auch Ketten und Läden in die Stadt, die auch dem deutschen Urlauber vertraut sein dürften. So gibt es hier Aldi, McDonald’s und auch deutsche Restaurants und Imbissstände.

  • Makadi Bay

Makadi Bay ist eine relativ kleine Touristensiedlung südlich von Hurghada. Sie besteht fast ausschließlich aus Hotelanlagen und anderen touristischen Einrichtungen. Das Meer bietet einige Hausriffe.

  • Soma Bay

Soma Bay ist eigentlich eine Halbinsel südlich von Hurghada. Hier befindet sich eine weitere Touristensiedlung, die zur Hauptsache für Kitesurfer, Windsurfer und Taucher interessant ist.

  • Safaga

Safaga ist eine der Städte mit historischem Hintergrund. Schon zur Pharaonenzeit befand sich hier ein Hafen und von Pharaonin Hatschepsut wird erzählt, sie hätte sich hier jedes Jahr zur Kur eingefunden. Der Sand an den Stränden von Safaga weist einen hohen Anteil an Salzen und Mineralien auf und soll gegen Schuppenflechte, Bronchitis, Rheumatismus und Allergien helfen. Wiederum ist das Meer der Hauptanziehungspunkt, denn trotz des Hintergrundes gibt es hier keine historischen Sehenswürdigkeiten. So ist die Hauptattraktion das Tauchen in Safaga.

  • al-Qusair

al-Qusair ist eine weitere Stadt mit historischem Hintergrund. Da die Stadt selber aber kaum nennenswerte Unterkünfte für Touristen bietet, kommen diese aus umliegenden Hotelanlagen, etwa aus Safaga oder Soma Bay. In al-Qusair kann man auch einige historische Sehenswürdigkeiten besuchen, wie etwa das alte Fort oder das Wasserreservoir.  Die Stadt hat außerdem einen authentischen Stadtkern, durch den Führungen organisiert werden.

  • Marsa Alam

Marsa Alam ist eine touristisch noch nicht sehr weit entwickelte Kleinstadt, die ihre Bedeutung ihrer Lage verdankt. Sie liegt an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt der Küstenstraße des Roten Meeres zur Verbindungsstraße zum Niltal. Entsprechend sind die dem Ort vorgelagerten Korallenriffe relativ unberührt. 2001 wurde ein Flughafen eröffnet.

  • El Gouna

El Gouna entstand auf Initiative des Investors Samih Sawiris quasi aus dem Sand und liegt nördlich von Hurghada. Der Ort wurde von Grund auf geplant, wobei auf die Infrastruktur und Standards geachtet wurde. So findet man ein Krankenhaus, das europäischen Richtlinien entspricht, eine Druckkammer für Taucher und weitere Einrichtungen. Der Ort selbst hat keinen historischen Kern, jedoch wurde beim Bau der Stadt auf eine gewisse authentische Architektur geachtet und entsprechende Baumaterialien verwendet. Sawiris wird zudem nachgesagt, sich sehr um soziale Standards für die Angestellten zu bemühen.

  • Sharm El-Sheikh

Sharm El-Sheikh oder deutsch geschrieben Scharm El-Scheich ist die Touristenhochburg schlechthin an der Südspitze der Sinai-Halbinsel mit kurzem, historischen Hintergrund. Das Fischerdorf entwickelte sich vor allem durch den Tourismus seit 1990. Die Touristen kamen vor allem wegen der Wassersportmöglichkeiten, die entsprechend ausgebaut wurden. Im Norden der Stadt entstand Naama Bay, das als das „Las Vegas von Ägypten“ bezeichnet wird. Nirgendwo in Ägypten wird der so genannte „westliche Lebensstil“ mehr ausgelebt als hier.

Hier klicken, um den Inhalt von Amazon Kindle anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Amazon Kindle.

Für den aktiven Urlaub halten die Orte am Roten Meer einiges bereit:

  • Golf

Hurghada, Makadi Bay, Soma Bay, Sharm El-Sheikh und El Gouna verfügen über großzügig angelegte Golfplätze für alle Spielstufen, vom Anfänger bis zum Profi.

  • Windsurfen, Kitesurfen, Segeln

Wind gibt es auf dem Roten Meer quasi ständig, was ideale Voraussetzungen für diese Sportarten bietet. Das Kitesurfen ist hierbei die neuere Trendsportart, bei der man auf einer Art Surfbrett steht und von einem Lenkdrachen gezogen wird. An den Küsten gibt es für alle drei Sportarten Schulen sowie die Möglickeit, einen „Schnupperkurs“ zu belegen.

  • Hochseeangeln

Hierbei wird mit dem Boot aufs Meer hinausgefahren und nach Großfischen geangelt. Auch diese Touren unterliegen mittlerweile den Umweltschutzbestimmungen.

  • Schnorcheln und Tauchen

[singlepic id=66 w=320 h=240 float=left]Der Artenreichtum und die Unterwasserlandschaft des Roten Meeres ist legendär. Die Korallenriffe reichen dabei oftmals so knapp unter die Oberfläche, dass sie auch für Schnorchler gut zu erreichen und zu beobachten sind. Wem das allerdings nicht reicht, der findet genügend Gelegenheit, einen Tauchausflug mitzumachen. Und wer nicht tauchen kann, findet auch genügend Gelegenheit, es zu lernen. Doch das ist eine andere Geschichte, und die soll ein andermal erzählt werden.

Wer jedoch die typischen Sehenswürdigkeiten Ägyptens sehen will, kommt nicht umhin, sich von der Küste des Roten Meeres wegzubewegen. Nach Kairo, Luxor oder Assuan werden verschiedene Tagesausflüge angeboten, doch am meisten sieht man, wenn man eine Nilkreuzfahrt unternimmt. Mehr zu diesen gibt es morgen im dritten Teil des Berichts.

Fortsetzung folgt…

—Anzeige—
Frühbucher- und LastMinute-Angebot für Ägypten bei TravelScout24 – klicken Sie hier!

——————

Ägypten – Reise durch das Land der Pharaonen, Teil 1

Nil! Nil! Nil! Du reißender und tosender Fluss! Wie unsere Königin bist Du der Quell des Lebens!

(ägyptisches Gedicht aus „Asterix & Obelix: Mission Kleopatra“)

[singlepic id=55 w=320 h=240 float=left]Das Land Ägypten hat schon viele fasziniert. Beim Anblick der großen Pyramiden von Gizeh soll Napoleon zu seinen Soldaten gesagt haben: „Seid Euch bewusst, dass 40 Jahrhunderte auf Euch herab blicken.“ Thomas Cook hat als erster Pauschalreisen in das Land der Pharaonen organisiert und die ersten Nil-Kreuzfahrten veranstaltet. Ägypten bildet in der Geschichte der Menschheit einen Meilenstein als eine der ersten Hochkulturen. Seinen Aufstieg in der Antike verdankte das Land dem Nil, dem großen Lebensspender mitten in der Wüste, wo die Pharaonen bis zum Tode von Königin Kleopatra herrschten. Die frühgeschichtlichen Herrscher hinterließen prachtvolle Bauten, Tempel und Gräber. Viele Besucher kommen wegen der Geschichte hierher. Doch viele werden auch von anderen Reizen angezogen, etwa dem Roten Meer und seinen Sportmöglichkeiten. Wer sich nicht entscheiden kann, kann auch beides kombinieren – eine Reise durch das Land der Pharaonen.

Ägypten liegt im nordöstlichen Eck von Afrika und wird eigentlich diesem Kontinent zugerechnet. Doch die Sinai-Halbinsel auf der anderen Seite des Roten Meeres, die ebenfalls ein Teil des Landes ist, gehört streng genommen zu Asien. Ägypten ist etwa dreimal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland und hat etwas genauso viele Einwohner, die sich allerdings einen relativ begrenzten Raum teilen: Die Ufer des Nils, des Roten Meeres und die Oasen in der Wüste, wie etwa Siwa. Hauptstadt des Landes ist Kairo im Norden.

  • Ägypten – Alte Kulturen und modernes Leben

[singlepic id=59 w=320 h=240 float=right]Ägypten ist heute ein Reiseland, das ganz auf den modernen Tourismus abgestimmt ist. Man ist sich dort seiner einzigartigen Kultur, die viele Touristen anzieht, sehr bewusst und beweist dies durch großen Geschäftssinn. Nirgendwo wird man mehr Souvenirhändler finden als in der unmittelbaren Nähe eines altägyptischen Gebäudes wie etwa einem Tempel. Des weiteren verfügt das Land mit dem Roten Meer über eine einzigartige Kulturlandschaft, die ganz modernen Freizeitvergnügungen Platz bieten, wie etwa surfen, Kite-surfen oder tauchen.

Das Land ist islamisch geprägt und man erwartet, dass sich auch Touristen gewissen Verhaltensregeln anpassen. So ist es ratsam, außerhalb von Hotels und Hotelanlagen Kleidung zu tragen, die sowohl Arme als auch Beine bedecken. Obwohl Ägypten sehr liberal geprägt ist, gibt es aber immer noch Verhaltensweisen, welche in anderen Ländern geduldet sind, die hier aber sogar zu strafrechtlicher Verfolgung führen können . Besonders hervorzuheben ist hier die Prostitution, der Ehebruch und die Homosexualität; diese drei Dinge stehen ausdrücklich unter Strafe. Der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit auch zwischen Mann und Frau kann unter Umständen als Zügellosigkeit betrachtet werden.

Bei einer Reise durch Ägypten trifft man sehr viele Menschen, die einem kleine Handreichungen erledigen, das Gepäck im Flughafen tragen oder ähnliches. Sie tun das in Erwartung eines kleinen Obulus, dem so genannten „Bakschisch“. Daher ist es ratsam, sich mit einem „Vorrat“ an kleinen ägyptischen Geldscheinen zu versorgen, mittlerweile werden aber auch Dollars und sogar Euros genommen. Allerdings ist es auch in Ägypten üblich, dass das „Bakschisch“ nur im Zusammenhang mit einer Leistung gezahlt wird, dann aber auf jeden Fall. Wird man nur nach Geld gefragt ohne Gegenleistung, so ist es auch erlaubt, dies abzuweisen, etwa mit dem Satz „Ma’fisch Bakschisch!“ („Es gibt nichts!“).

Der Straßenverkehr in diesem Land ist eine Sache für sich. Bei Nacht fahren nur Fahranfänger mit Licht und auch bei Tag ist es für einen Nicht-Ägypter mitunter schwierig, sich in dem Gewühl verschiedenster Verkehrsmittel zurecht zu finden. Von den nicht immer gut ausgebauten Straßen mal ganz abgesehen. Von Fahrten nach Einbruch der Nacht, egal ob mit dem eigenen Privat- oder Miet-PKW wird daher ganz abgeraten, ebenso von Fahrten in entlegene Gegenden.

Nicht nur wegen des Unfallrisikos, auch generell sollte man vor der Reise eine Auslandskranken- und Unfallversicherung abschließen. Zudem ist es ratsam, sich gegen Hepatitis A und B, Tetanus, Polio und Diphterie impfen zu lassen. Vorgeschrieben sind diese Impfungen aber nicht. Um Erkrankungen vor Ort zu vermeiden, ist es ratsam, kein Leitungswasser zu trinken und keine rohen Speisen ungesicherter Herkunft zu essen oder diese zumindest vorher zu waschen. Auch zum Zähneputzen wird Trinkwasser aus der Flasche empfohlen.

Auch in Ägypten besteht die Gefahr von terroristischen Anschlägen. Allerdings wird versucht, diese durch eine entsprechende Präsenz von Militär einzuschränken. Hotelanlagen und Schiffsanlegestellen werden bewacht, Busse, die etwa die Wüste durchqueren müssen, werden von Panzerfahrzeugen begleitet. Trotzdem sollte man sich von Menschenansammlungen und Demonstrationen als Tourist fernhalten und außerdem Fahrten über Land oder in entlegene Wüstenregionen ganz unterlassen. Das Fotografieren von Angehörigen des Militärs, ihren Fahrzeugen oder militärischen Einrichtungen sollte ganz unterbleiben, wenn man sich keinen Ärger einhandeln will. Auch bestimmte Bauten, wie etwa der Assuan-Staudamm, dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen oder auch gar nicht fotografiert werden.

Wer nach Ägypten reist, benötigt ein Visum für die Zeit seines Aufenthalts, das man am Einreiseflughafen erhält oder zuvor bei der ägyptischen Botschaft oder einem der Konsulate beantragen kann. In der Regel wird der Ablauf vom Reiseveranstalter organisiert, so dass man das Visum nur noch am entsprechenden Schalter am Flughafen abzuholen braucht. Dazu muss man eine Karte mit den wichtigsten Daten ausfüllen. Auch wenn es deutschen Staatsbürgern seit 2002 möglich ist, nur mit einem Personalausweis und einem speziellen Visum einzureisen, ist die Einreise mit dem Reisepass doch weiterhin unkomplizierter. Das Visum ist in jedem Fall kostenpflichtig.

  • Reisender, kommst Du nach Ägypten…

Wie schon angedeutet bietet Ägypten Reiseziele für sehr verschiedene Interessen. Zum einen ist da natürlich die lange Kulturgeschichte des Landes und seine prachtvollen Bauten. Diese werden durch die Lebensader des Landes, dem Nil, miteinander verbunden. Am meisten Sehenswürdigkeiten bekommt man daher zu sehen, indem man eine der Nil-Kreuzfahrten bucht. Die Fahrten starten entweder in Kairo oder auf halber Strecke in Luxor und gehen flussaufwärts bis Assuan. Von Assuan aus kann man noch weiter südlich vordringen und den Tempel von Abu Simbel am Nasser-See besichtigen.

Zum anderen sind da die Sport-, Wellness- und Entspannungsmöglichkeiten, wofür hauptsächlich die Urlaubsort am Roten Meer geeignet sind. Dort liegen Hurghada, Makadi Bay, Soma Bay, Safaga, al-Qusair und im Norden El Gouna, sowie Sharm El Sheikh auf der Sinai-Halbinsel. Historische Bauten sucht man hier vergeblich, die Orte sind allesamt neueren Datums. Lediglich Safaga, al-Qusair und Marsa Aslam besitzen einen historischen Hintergrund, echte antike Sehenswürdigkeiten bietet nur al-Qusair. Wer hierher kommt, interessiert sich entweder für eine Wellness-Behandlung, einen Strand- und Badeurlaub oder betreibt eine Sportart wie surfen, tauchen, schnorcheln, segeln oder hochseeangeln. Auch für Golfer gibt es mittlerweile mehrere Einrichtungen.

Vielleicht darf es auch beides sein? Dann empfiehlt sich ein Kombinationspaket, bei dem man zumeist für ein paar Tage in einem Badeort am Roten Meer verweilt, dann zum Nil gebracht wird für eine Kreuzfahrt und die historischen Sehenswürdigkeiten, um danach noch ein paar Tage am Strand zu verbringen. Wer zwar auch Kultur sehen, aber keine Kreuzfahrt unternehmen möchte, kann von den Orten am Roten Meer aus an verschiedenen Tages- oder Mehrtages-Ausflügen nach Kairo, Luxor oder Assuan teilnehmen. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass zwischen der Küste des Roten Meeres und dem Nil die Wüste liegt und die Anfahrt mit dem Bus entsprechend lang ist. Von Hurghada aus verkehren mehrfach täglich Inlandsflieger sowohl nach Kairo als auch nach Assuan, mit denen sich Tagesausflüge etwas bequemer gestalten lassen. Die entsprechenden Pakete lassen sich vor Ort bei verschiedenen Veranstaltern buchen.

Unsere Reise durch das Land der Pharaonen geht morgen weiter mit Teil 2. Nachdem wir nun ein paar allgemeine Dinge über Ägypten erfahren haben und was man hier im Urlaub so machen kann, geht es mit verschiedenen Reisezielen weiter. Morgen besuchen wir die Küste des Roten Meeres und ihre Badeorte. In Teil 3 gehen wir schließlich an Bord einer Nil-Kreuzfahrt und betrachten das Land vom Fluss aus.

Fortsetzung folgt!

www.neckermann-reisen.de

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Quadruvium Club

Theme von Anders NorénHoch ↑