Reisen, Rätsel, Abenteuer.

Autor: Thorsten Reimnitz (Seite 124 von 200)

Artikel Nr. 1.080!

Auch auf diesem Blog feiern wir ein Jubiläum – dies ist Artikel Nr. 1.080 (in Worten: eintausendundachtzig)! Wir haben heute die ErlebnisPostille-eZeitung gestartet und sind gespannt, wie es funktioniert. Außerdem ist es uns vermutlich gelungen, den kaputten RSS-Feed wieder gerade zu biegen. Dann kann es ja weitergehen mit den Artikeln und dem Planen…

CSI: Miami 4.15 – Leichen im Keller

Originaltitel: Skeletons

Inhalt

Eric Delko nimmt einen Kollegen mit zu einem Beachvolleyball-Turnier mit. Dort wird eine Leiche gefunden, ein Mann, der mit einem Gürtel erwürgt und im Sand verscharrt wurde. Schnell wird einer der Helfer des Turniers ausfindig gemacht, doch der behauptet, den Toten nur entsorgt zu haben. Im Haus des Toten werden zwei weitere Leichen gefunden. Sie wurden drapiert, um dem Bild eines anderen Falls zu entsprechen: dem Mord von Jennifer Wilsons Eltern durch Walter Resden, an dem Horatio in New York gearbeitet hat. Er hat in Miami auf Jennifer aufgepasst – und als er sich nach ihr erkundet, stellt er fest, dass sie ihren Personenschutz weggeschickt hat. Außerdem hat sie ein Verhältnis mit einer Internetbekanntschaft angefangen, die sie nur unter dem Namen „Lee“ kennt – es handelt sich um Walter Resden!
Der Fall wird merkwürdig, als sich herausstellt, dass die drapierten Toten schon vor drei Monaten getötet und anschließend tiefgekühlt wurden. Die Ermittler nehmen sich alle ungeklärten Fälle vor, die mit Resden zusammenhängen können und kommen auf eine Gemeinsamkeit: Alle Toten haben bei denselben Pflegeeltern gelebt und wurden dort misshandelt. Offenbar sucht jemand Rache…
Natalia Boa Vista wird indessen von einer seltsamen Übelkeit heimgesucht…

Zitat

„Denkst Du, der Mörder will unsere Aufmerksamkeit erregen?“
„Keine Ahnung. Meine hat er jetzt bereits.“
Eric Delko und Horatio Caine

Medien

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Hinter der Geschichte

Das Lied, das am Anfang der Episode bei dem Beachvolleyball-Turnier gespielt wird, ist „Pump it“ von den Black Eyed Peas.
Eines der Opfer in der Resden-Mordserie heißt Brett Flanders. Der Name hat akustische Ähnlichkeit mit dem Simpson-Charakter Ned Flanders.

Kritik – Achtung, Spoiler!
Zuerst zum B-Plot um Natalia Boa Vista und Eric Delko: Okay. Eric ist nochmal davon gekommen. Dummerweise wird nicht erwähnt, wie es zu der Situation kommen konnte was die Verhütung betrifft.
Was die Resden-Geschichte betrifft: Das ist wieder mal großes Tennis. Wir erfahren am Ende der Episode, dass Caine eine schlimme Kindheit mit einem prügelnden Vater hatte, ähnlich wie Walter Resden. An den beiden sieht man sehr schön, wie unterschiedlich die Entwicklungen solcher Kinder gehen können. Brett Flanders beispielsweise wird zum Putzfanatiker durch die Erfahrungen, Walter Resden zum Mörder und Horatio Caine zum Kämpfer für die Gerechtigkeit.

C.S.I. 4.15: Kaltblütig

Originaltitel: Early Rollout

Inhalt

Eine Ehepaar in einer vornehmen Wohnanlage wurde erschossen – quasi durch Kopfschüsse in der Garageneinfahrt hingerichtet. Danach hat man den Mann an die Straße geschleift. Dem Mann hat eine Reihe von zwielichtigen Clubs gehört.
Außen am Haus finden sich Spuren, dass jemand die Anlage ausgekundschaftet hat, außerdem gibt es Abdrücke von Fahrradreifen. Im Haus fehlt der Schmuck der Frau und im Schlafzimmer ist das Blut eines Bekannten des Opfers, der in der Pornobranche Fuß fassen will.
Kurz darauf werden die Fahrradräuber gefunden – beide tot und mit viel Geld bei sich. Das bedeutet, es handelte sich um einen Auftragsmord. Und der Auftraggeber ist noch frei…

Zitat

„Schreib auf: Ich hatte keinen Sex mehr seit sechs… nein, seit sieben Monaten!“
Catherine Willows über ihr Privatleben

Medien

Hinter der Geschichte

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Der Synchronsprecher des Jungen, dessen Fahrrad gestohlen wurde, ist Wanja Gerick. Er hat in den STAR-WARS-Prequels Anakin Skywalker (Hayden Christensen) gesprochen.
Einen Cameoauftritt hat in dieser Episode der Produzent Anthony E. Zuiker: Er spielt einen Wachmann.

Kritik – Achtung, Spoiler!
Greg Sanders darf endlich mal wieder in den Außeneinsatz und wird von Warrick für seine Unpünktlichkeit und seine mangelhafte Ausrüstung in den Senkel gestellt. Und Sarah bekommt ab dieser Folge ihren eigenen Handlungsbogen: Sie lutscht am Tatort permanent Hustenbonbons und Jim Brass spricht sie darauf an. Er hat das auch gemacht, um seine Fahne vom Alkohol zu verdecken. Es sieht so aus, als ob Sarah ein großes Problem hat. Catherine hingegen scheint etwas Glück zu haben: Sie lernt bei den Ermittlungen einen Mann kennen, der sich ihr gegenüber sehr charmant verhält und den sie am Ende des Falls privat trifft.
Das Fernglas, das angeblich dem Sohn des ehemaligen Partners des Mordopfers gehört, ist ein „Zeiss 20 x 60“. Es kostet rund 5.700 Euro (hier zu sehen).

CSI: Miami 4.14 – Letzte Klappe

Originaltitel: Fade Out

Diese Woche ist alles ein wenig anders: Die „C.S.I.“-Kritik kommt am Dienstag, keine Kritik zu „CSI: NY“ und „CSI: Miami“ am Freitag. Der Grund ist relativ banal: der Montag war noch der 6. Januar, also in unserer Pausenzeit und die vierte Staffel von „CSI: NY“ besteht wegen des Autorenstreiks aus nur 21 Episoden, bei „CSI: Miami“ sind es aber 25. Um das alles etwas auszugleichen, verschieben sich hier und da ein paar Artikel.

Inhalt

Die Polizei stellt ein Pärchen auf der Flucht an einer der automatischen Brücken in Miami. Die Brücke geht hoch und eröffnet den Blick auf die Leiche von Jake Richmond, der an einem Absperrseil in die Brückenkonstruktion gehängt wurde, nachdem ihm in beide Augen geschossen wurde. Der Computer kann die Kugel einem Verbrechen zuordnen, bei dem ein Augezeuge gegen den Mafia-Boss Joe Salucci umgebracht wurde. Da jemand Jake auch noch eine Spielkarte, die einen Joker zeigt, in die Tasche gesteckt hat, vermuten die Ermittler eine Tat der Mafia. Sie finden auch recht schnell den eigentlichen Tatort, der sich vor dem Club des Toten befunden hat. Allerdings sind Reifenspuren zu sehen – das Opfer wurde in einem Auto erschossen und transportiert. Am möglichen Tatort wird ein Prüfungsbogen gefunden, der das Team zur Filmuniversität führt. Ein paar Studenten arbeiten dort an einem Drehbuch, und in diesem Drehbuch wird der Mord an Jake Richmond einschließlich des Aufhängens genau beschrieben…
Ryan Wolfe hat indessen andere Probleme: Er kann mit dem Auge, das vor ein paa Wochen mit einem Nagel verletzt wurde, immer schlechter sehen. Horatio besteht darauf, dass er zum Augenarzt geht und der stellt fest, dass Ryan eine Entzündung hat und Gefahr läuft, das Augenlicht zu verlieren…

Zitat

„Ein ziemlich warmer Regen, hm?“
Frank Tripp über das Geld, das das Gaunerpärchen an der Brücke ausschüttete.

Medien

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Hinter der Geschichte

Der Originaltitel bedeutet wörtlich übersetzt „ausblenden“ oder „abblenden“, beschreibt also das Ende einer Filmszene, wenn das Bild im Schwarz verschwindet. Da die deutsche Übertragung sehr holprig klingt, ist mit „Letzte Klappe“ eine recht gute Analogie gefunden worden.
Im Drehbuch machen die Autoren (die Produzenten Zuiker, Donnahue und Mendelsohn, sowie der Autor Corey D. Miller) einen Spaß mit sich selbst, indem sie Eric Delko und Calleigh Duquesne über die Filmstudenten an der Universität lästern lassen. Eric ist entsetzt, dass man „Drehbuchschreiben“ als Kurs an der Uni machen kann und sagt, dass diese Leute einen Abschluss kriegen, indem sie den ganzen Tag Filme schauen. Calleigh pflichtet ihm bei und erzählt davon, wie sie an der Uni büffeln musste für Quantenmechanik und Neurophysiologie.
Der Synchronsprecher des Filmproduzenten Norman Stein ist Michael Pahn. Er sprach in der Serie „Star Trek – The Next Generation“ den Lieutenant Commander Data (Brent Spiner).
Der Synchronsprecher von Patrick Wilder ist Marius Götze-Clarén. Bei „C.S.I.“ spricht er Greg Sanders.
Ein kleiner Fehler hat sich in die Episode eingeschlichen: Als die Tatwaffe gefunden wird, sucht Eric nach Fingerabdrücken. Er berichtet Calleigh, er habe nur einen Abdruck gefunden, an einer ungewöhnlichen Stelle: „oben auf dem Lauf“. In der Szene, wo er den Fingerabdruck findet, sieht man allerdings, dass der Abdruck nicht auf dem Lauf, sondern oben auf dem Schlitten der Waffe zum Vorschein kommt. Der Lauf befindet sich unter dem Schlitten. Tatsächlich ist das kein Fehler der Synchronisation, er stammt aus dem Original. Eric berichtet dort, er habe den Abdruck „on top of the barrel“ gefunden (richtig wäre: „on top of the slide“).

Kritik – Achtung, Spoiler
Die Autoren nehmen ihr eigenes Genre ein wenig aufs Korn, was in ein paar Insidergags mündet. Wie die Grenzen zwischen der Fiktion des Drehbuchs und der Realität verschwimmt, ist geschickt gemacht. Gut geschrieben ist auch der Nebenplot um Ryan Wolfe. Menschen wie ihn – das kann ich aus eigener Erfahrung sagen – gibt es mehr als man denkt, die in ihrer Arbeit aufgehen und daher auch mal am Arbeitsplatz erscheinen, wenn sie eigentlich krankheitsbedingt zu Hause bleiben sollten. Und ich habe auch schon Menschen gesehen, die dafür einen Preis zu zahlen hatten. So wie Ryan, der nun Gefahr läuft, sein Augenlicht zu verlieren.

C.S.I. 4.14: Der dritte Mann

Originaltitel: Paper or Plastic

Inhalt

Als eine Polizeipatrouille zu Dienstschluss noch zum Einkaufen in einen Supermarkt gehen will, gerät sie mitten in einen Überfall, an dessen Ende fünf Menschen tot sind: Zwei Räuber, zwei Kunden und ein Polizist. Der andere Polizist behauptet aber, er habe auf drei Räuber geschossen. Zur Überraschung der Ermittler finden sie versteckt unter einem Ladentisch einen kleinen Jungen – den Sohn einer Verkäuferin.
Bei der Autopsie kommt heraus, dass eine der Kundinnen von dem Polizisten erschossen wurde. Und ein Hinweis auf einen dritten Täter gibt es zunächst nicht. Die Dienstaufsicht schaltet sich ein. Da Officer Fromansky schon mal mit Grissom aneinander geraten ist, vermutet der Polizist, dass es sich um einen Racheakt handelt.
Die Ermittler gehen nochmal zurück in den Supermarkt und stellen fest, dass es doch einen weiteren Täter gegeben haben muss…

Zitat

„Wie sollen wir es angehen?“
„Wie man einen Elefanten isst: Einen Bissen nach dem anderen.“
Warrick Brown und Gil Grissom

Medien

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Hinter der Geschichte

Der Originaltitel der Episode spielt auf die Frage an, die die „Einpacker“ in amerikanischen Supermärkten an der Kasse stellen: Ob man eine Papier- oder Plastiktüte zum Einpacken der Einkäufe haben möchte.
Der deutsche Titel ist eine Anspielung auf den Film „Der dritte Mann„. Auch hier geht es darum, dass ein Augenzeuge (diesmal bei einem Verkehrsunfall) darauf besteht, außer dem Unfallopfer noch drei Männer gesehen zu haben, obwohl angeblich nur zwei Leute dabei waren.
Da es in deutschen Supermärkten keine Einpacker gibt und die Frage „Papier oder Plastik?“ daher nicht so geläufig ist, ist der deutsche Titel nicht nur legitim, sondern sogar recht clever.

Kritik – Achtung, Spoiler!
Diese Episode war wieder einmal überraschend bis zum Schluss. Mittlerweile hat es sich bei „CSI“ eingebürgert, einzelne Rollen immer mal wieder auftauchen zu lassen. Klugerweise geht auch das Synchronstudio darauf ein, Officer Fromansky hat in dieser Folge die gleiche Synchronstimme wie in der letzten Folge (4.2: Ein sauberer Schnitt, Teil 2), in der er auftauchte.

„Neue Nachbarschaft – Deutschland und die Niederlande, Bildformung und Beziehungen seit 1990“ von Jacco Pekelder [Buchrezension]

Der agenda-Verlag hat Ende 2013 ein neues Buch herausgebracht, das – nach „Typisch Niederländisch – die Niederland von A bis Z“ – wieder einmal unser nordwestliches Nachbarland behandelt. Und auch Gerd Busse, der Autor von „Typisch Niederländisch“, ist wieder beteiligt, er hat das Buch des niederländischen Autors Jacco Pekelder ins Deutsche übertragen. Und um es gleich zu sagen: „Neue Nachbarschaft“ ist ein völlig anderes Werk als „Typisch Niederländisch“. Während letzteres Buch die Niederlande und ihre Bewohner im Allgemeinen behandelt und für eine breite Leserschaft geschrieben wurde, ist ersteres etwas sehr spezielles: Es geht um die Entwicklung der Beziehung zwischen Deutschland und den Niederlanden von 1990 bis heute.

Warum ist ausgerechnet dieser Zeitraum so interessant für eine Betrachtung? Weil die Situation heute verglichen mit 1990 nicht unterschiedlicher sein könnte. Anfang der 1990er Jahre war die Beziehung zwischen den beiden Ländern in einer Krise. In den Niederlanden herrscht ein negatives Bild von „den Deutschen“ vor, umgekehrt war es nicht besser. Genau hier setzt die erste Frage, die sich „Neue Nachbarschaft“ stellt, an: Wie kam es zu dem schlechten Verhältnis. Pekelder nimmt die Situation von 1990 auseinander und zeigt auf, dass es nicht „die“ Antwort gibt, sondern dass viele Steine ein Mosaik bildeten und dass sich die Stimmung gegenseitig aufschaukelte. Eine negative Publikation im einen Land über das andere führte prompt zu einer umgekehrten Reaktion. Das ganze erste Kapitel widmet sich dieser Situationsbeschreibung, und zwar aus der Sicht beider Staaten.

Ab dem zweiten Kapitel untersucht Pekelder dann, was seit den 1990er Jahren gemacht wurde, respektive passiert ist, dass sich das Verhältnis bis zum Jahr 2013 so gebessert hat (das letzte Ereignis, auf das das Buch konkret Bezug nimmt, fand im Mai 2013 statt und zeigt, dass es akutell und am Puls der Zeit ist). Er betrachtet dabei die verschiedenen Dinge separat, um sie Stück für Stück zu einem Ganzen zusammen zu fügen. Wie schon die Ursache der Beziehungskrise, so ist auch ihre Auflösung nicht mit einem Ereignis oder einer Initiative zu erklären, sondern auch hier ergeben viele Steine ein Mosaik. Pekelder betrachtet polititsche Initiativen und Besuche von Staatsmännern, Journalistennetzwerke, Bildungsprogramme, Studierendenaustausch und nicht zuletzt auch Handelsbeziehungen und Tourismus. Immerhin sind die Niederlande heute das dritthäufigste Reiseziel der Deutschen für Kurzurlaube.

Jacco Pekelder ist Professor an der Universität Utrecht und Gastprofessor an der Universität des Saarlandes. Sein Fachgebiet ist Geschichte, entsprechend kann er die Verflechtungen von unterschiedlichen Ereignissen und deren Wirkungen analysieren, auseinander nehmen und ein breites Bild des Umschwungs in den Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden zeichnen. Sein Schreibstil ist der eines Wissenschaftlers, allerdings ohne dabei zu sehr in Fachsprache abzugleiten. Dennoch muss man einschränken, dass „Neue Nachbarschaft“ eher für speziell interessierte Leser gedacht ist. Es betrachtet nur den angebenen Zeitraum und das Verhältnis von Deutschland und den Niederlanden. Andere Dinge, wie etwa politische Ereignisse, werden nur betrachtet, wenn sie zu der Situation einen Bezug haben. Und auch generelle Dinge über die beiden Länder und ihre Einwohner werden nur angesprochen (im Gegensatz zu beispielsweise „Typisch Niederländisch“), wenn sie eine Rolle im deutsch-niederländischen Verhältnis innerhalb der letzten 20 Jahre spielen.

„Neue Nachbarschaft  – Deutschland und die Niederlande, Bildformung und Beziehungen seit 1990“ ist hochinformativ und zeigt, dass Probleme oder Krisen sich nun mal nur in den seltensten Fällen „auf einen Schlag“ lösen lassen. Meistens braucht es viele kleine Schritte, ein Netzwerk an Ideen, Menschen, die unermüdlich daran arbeiten und vor allem eins: Geduld. Gerade in der heutigen Zeit vergessen wir das gerne, weil wir ja möglichst schnell Ergebnisse sehen wollen.

Das Buch wird gefördert durch den „Nederlands Letterenfonds“ und die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen. Es ist im Oktober 2013 erschienen, hat 170 Seiten Umfang und kostet 18,00 Euro.

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CSI: Miami 4.13 – Dämpfer

Originaltitel: Silencer

Inhalt

Auf einen kleinen Konzert fallen zwei Schüsse und es gibt zwei Tote: eine Frau und ein Mitglied der Mala Noche, wie man an seiner Tätowierung sehen kann. Am Bein der Toten findet sich eine unbekannte Substanz – ein Medikament in Erprobungsphase. Und das passt, denn sie arbeitete in einem Pharmakonzern. In dieser Firma wird ein „Klatsch-Blog“ geführt. Aber zwischen den Zeilen stehen noch andere Botschaften.
Calleigh kommt über Spuren am Projektil, das ein Schalldämpfer hinterlassen hat, auf einen Überfall ein paar Tage zuvor. Beschuldigt wird ein junger Mann, der eigentlich als Gärtner arbeitet. Aber offensichtlich hat er den Mala Noche geholfen, auf den Grunstücken reicher Leute Waffen zu verstecken…

Zitat

„Das passiert, wenn Welten aufeinander treffen.“
Horatio Caine

Medien

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Hinter der Geschichte

Das Medikament Xorax, um das es in dieser Folge geht, existiert nicht.

Kritik – Achtung, Spoiler!
Das Thema der Folge, wenn man so will, lautet, dass man nie von etwas ausgehen soll, auch wenn ein Verdacht naheliegt. Das schlägt sogar auf das Team zurück, etwa als Eric auf eine harmlose Bemerkung von Calleigh hin vermutet, Ryan habe ihr etwas von der Liaison von Eric und Natalia erzählt. Interessant und ein wenig unerwartet ist, wie sich die Beziehung zwischen Horatio und Erics Schwester Marisol weiter entwickelt. Zwischen den Schauspielern David Caruso (Caine) und Alana de la Garza (Marisol) liegt ein Altersunterschied von zwanzig Jahren, also kann man davon ausgehen, dass der ihrer Figuren ähnlich ist. Doch das ist nicht die einzige Schwierigkeit, denn Marisol ist immer noch krank. Es hat etwas fast rührendes, wie Caine die Beziehung trotzdem eingeht, um sie glücklich zu machen.

C.S.I. 4.13: Blutsauger

Originaltitel: Suckers

Rechtzeitig vor Weihnachten gibt es ein kleines Jubiläum zu feiern: Dies ist der Beitrag Nr. 100 auf diesem Blog!

Inhalt

Bei der Eröffnung einer Ausstellung von japanischer Geschichte kommt es zu einem Unfall: ein Stromkabel fällt in einen Pool und in diesem treibt eine scheinbar bewusstlose Person. Doch als die Polizei vor Ort eintrifft, stellt sie fest, dass das Stromkabel absichtlich gelegt wurde und die Person entpuppt sich als Wiederbelebungspuppe. Genau in dem Moment geht bei der Ausstellung ein Alarm los – jemand hat den Wachmann niedergeschlagen und das wertvollste Ausstellungsstück, ein Samurai-Schwert, gestohlen. Grissom und Sarah finden sehr schnell heraus, dass der Wachmann das Schwert selbst gestohlen und versteckt hat. Damit kommen sie einem völlig anderen Plot auf die Spur: Der Diebstahl sollte nur dazu dienen, dass aus Sicherheitsgründen sämtliche Ausstellungsstücke in den Tresor gebracht werden. Jemand hat sich in einer Samurai-Rüstung versteckt und den Tresor ausgeräumt. Zehn Millionen Dollar fehlen…
Catherine und Warrick sind bei der Leiche eines weiblichen Teenagers. Sie starb an Blutverlust durch eine Bisswunde am Hals, wie von einem Vampir. Sie selbst hat verlängerte Reißzähne und eine Tätowierung an ihrem Knöchel, die ein Ankh zeigt. Sie gehörte tatsächlich der Vampir-Szene an und war in Underground-Clubs unterwegs, wo echtes Blut ausgeschenkt wird…

Zitat

„Das hier ist überhaupt kein Tatort!“
Gil Grissom

„Das ist schon eher ein Tatort!“
Gil Grissom, ein paar Minuten später

Medien

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Hinter der Geschichte

Das Symbol, das die „Vampire“ verwenden, ist das Henkelkreuz oder „Ankh„, das ägyptische Zeichen für das Leben, sowohl diesseitig als auch jenseitig. Allerdings gibt es bei den ursprünglichen Vampir-Mythen keine Verbindung zwischen Ägypten und Europa, das Ankh als Zeichen im Vampirismus ist eine moderne Erfindung.
Das Lied, das Vorbild für den Code an dem Tresor ist, ist „Three Little Maids“ aus Gilbert & Sullivan’s „The Mikado„. Das Lied kann man hier hören: http://www.youtube.com/watch?v=AsFX67tiaxI

Kritik – Achtung, Spoiler!
Auch wenn der Vampirfall ein wenig schwach und gradlinig ist und hauptsächlich mit dem Ekel der Zuschauer spielt, ist die Geschichte um den Kunstraub dafür umso besser geraten. Sie zeigt, dass man nicht immer eine Leiche braucht, um bei „CSI“ eine gute Geschichte zu erzählen.

CSI: NY 4.12 – Kaltes Herz

Originaltitel: Happily Never After

Inhalt

Ein Pärchen findet in einem Park mit Eisskulpturen eine tote Millionärin: Fiona Chism, die Hexe der Upper East Side. Daran merkt man schon, sehr beliebt war sie: gar nicht. Sie wurde erstochen, aber es findet sich kaum Blut. Sid stellt fest, dass ihr Herz vereist ist – nicht im übertragenen Sinne, sondern wirklich. Offenbar wurde durch die Brustwunde flüssiger Stickstoff in ihren Körper geleitet. Die Suche nach dem Mörder gestaltet sich schwierig – denn wirklich jeder hat die Tote gehasst…
Mac und Danny sind bei einem Auffahrunfall. Ein Bus ist auf ein Taxi aufgefahren. Zwischen den beiden Fahrzeugen klemmt die Leiche einer jungen Frau. Doch es war nicht der Unfall, der sie tötete, sie muss tot auf dem Dach des Busses gelegen haben und doch das Bremsmanöver heruntergefallen sein. Auch die Bekleidung des Opfers ist merkwürdig, sie trägt ein Nachthemd, hat einen goldenen Stern auf die Stirn geklebt und jemand hat ihr mit Fingerfarbe den Namen „Wendy“ auf die Brust geschrieben. Als Sid herausfindet, dass sie starb, weil ihr jemand einen Haken in den Unterleib gerammt hat, passt sich das in ein Bild: Es geht um den Roman „Peter Pan und Wendy“. Die Tote war auf einer Drogenparty in einem Kindergarten…

Zitat

„Die entscheidenden Frage ist nicht, wer den Tod von Fiona Chism wollte, sondern wer ihn nicht wollte.“
Don Flack

Medien

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Hinter der Geschichte

Der Kinderreim, den Danny und Mac zitieren, ist im Original „Ring a Ring o‘ Roses“ (den in eckige Klammern gesetzten Teil zitieren die beiden nicht):

[Ring-a-round a rosie,]
A pocket full of posies,
Ashes! Ashes!
We all fall down.

Die älteste belegte Version dieses Reims stammt aus dem Kinderbuch „Mother Goose“ von 1881. Im Deutschen entspricht es dem Reim „Ringelringelreihen“. Die deutsche, relativ wörtliche Übertragung des Reims in dieser Episode („Sträuschen in der Hose, Asche! Asche! Alle fallen um.“) wurde verwendet, da die deutsche Variante mit „Alle Kinder setzen sich“ endet und es damit nicht zur Dramatik des Gesprächs passt.
Der Originaltitel ist eine Anspielung auf die Schlussformel „And they lived happily ever after“ in Märchen, was dem deutschen „Und sie lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage“ entspricht. Insofern kann der deutsche Titel als eine Anspielung auf der Märchen „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff verstanden werden.

Kritik – Achtung, Spoiler!
Und noch eine spannende, abwechslungsreiche Episode. Ich kann immer noch nicht behaupten, dass die Qualität der Geschichten wegen des Autorenstreiks nachlässt.

CSI: Miami 4.12 – Letzte Anmache

Originaltitel: The Score

Inhalt

Auf einer Party wurde Paul Sanders mit einem Eispicker erstochen. Die Party diente Wayne Reynolds dazu, Sanders und einen anderen zu „Aufreißern“ zu trainieren.  Die erste Frau, die Paul abschleppen konnte, hat sein Spiel allerdings durchschaut und ihm den Buchstaben „L“ für „Looser“ auf die Brust geschrieben. In der Pathologie gibt es dann eine Überraschung: der Tote war verheiratet. Offenbar wollte Paul die Methode von Wayne Reynolds stehlen, um seinerseits ebenfalls Seminare zum „Aufreißen“ veranstalten zu können. Außerdem war noch eine Journalistin auf der Party, die über das ganze in der Zeitung schreiben wollte. Die Ermittlungen kommen nur stockend voran, denn offenbar fängt Ryan an, wegen seinen Augenproblemen Beweise zu übersehen…
Gleichzeitig wird Erics Schwester Marisol verhaftet: Sie hat versucht, Marihuana auf der Straße zu kaufen – zu viel für den Eigenkonsum. Und durch den Maulwurf im Labor weiß die Staatsanwältin sehr schnell davon…

Zitat

„Was ist mit den komischen Fasern, die ich sichergestellt habe?“
„Die sind wirklich komisch.“
Ryan Wolfe und ein Labortechniker

Medien

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Hinter der Geschichte

Der Darsteller von Paul Sanders ist David DeLuise. Er ist der Sohn von Dom DeLuise. Er hat schon in allen „CSI“-Serien mitgespielt. 
Die Synchronsprecherin von Pauls Frau ist Manja Doering. Sie hat in den STAR-WARS-Prequels die Rolle von Padmé Amidala (Natalie Portman) gesprochen.

Kritik – Achtung, Spoiler!
In dieser Episode laufen zum ersten Mal alle drei längeren Plots zusammen: Erics Schwester Marisol und ihre Krebserkrankung, das Problem mit Ryans Auge und der Maulwurf im CSI. Mir persönlich hat gefallen, wie die „Aufreißer-Methoden“ von Wayne Reynolds auseinander genommen und als das dargestellt wurden, was sie sind: plump und einfallslos.

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