Am kommenden 25. November, 18.00 Uhr, eröffnet die Stiftsbibliothek St. Gallen ihre Winterausstellung zum Thema Im Paradies des Alphabets – Entwicklung der lateinischen Schrift. Es gibt nur wenige Bibliotheken, die so viele aussagekräftige Dokumente für die Geschichte der lateinischen Schrift besitzen, wie die Stiftsbibliothek St. Gallen. Die Kulturtechnik Schreiben spielt bis heute eine fundamentale Rolle im Werden und Leben des christlichen Abendlands.
Auf der Grundlage antiker Schriften entwickelte sich im Frühmittelalter eine grosse Vielfalt an regionalen Schriften. Unter Karl dem Grossen († 814) fand eine Gegenbewegung statt, die zu einer Vereinheitlichung der Buchstabenformen führte. Vom 9. bis zum 12. Jahrhundert
war in weiten Teilen Europas die karolingische Minuskel gebräuchlich. Im Spätmittelalter zerfiel diese Einheit. Für prächtige Bücher benutzte man aufwendig gestaltete, kalligraphische Schriften. Im Alltags- und Geschäftsleben stand ein hohes Schreibtempo im Vordergrund. Deshalb entwickelten sich kursive Schriften mit vielen Abkürzungen. Aus heutiger Sicht blieb die Leserlichkeit manchmal auf der Strecke.
Südlich der Alpen griffen die Humanisten im 14. und 15. Jahrhundert auf die karolingische Minuskel zurück und belebten diese neu. So schufen sie die Grundlage für die heute üblichen Druckschriften.
Die Stiftsbibliothek St. Gallen präsentiert anhand ihrer einmaligen Handschriftensammlung die Geschichte der lateinischen Schrift von der Antike bis zur Renaissance.
Tischlerei Museum Friedrichstadt – Bild Copyright Touristinformation Friedrichstadt
Das Nolde Museum in Seebüll, die hochkarätige Gemäldesammlung im renommierten Museum Kunst der Westküste oder das Schiffahrtsmuseum in Husum – gut drei Dutzend Museen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste zeigen das Leben und Schaffen in einer fast vergessenen Zeit. Der Blick fällt auf eine feine Auswahl kleinerer Einrichtungen:
Stilecht Geschichte am Hafen erleben
Einen Einblick in den Alltag der Küstenfischer, in die Krabbenverarbeitung und in die Anfänge des Tourismus erleben Besucher im museum am meer. Das kleine Museum am Büsumer Hafen ist viel Liebe zum Detail entwickelt wurden und zeigt sogar einen Einblick in die gegenwärtige Verarbeitung von Krabben. Denn direkt aus den Fernstern des Museums blicken Besucher auf den Betrieb einer modernen Krabbensiebanlage.
Im ehemaligen Feuerwehr-Spritzenhaus in der C.P.-Hansen-Allee, gegenüber der Feuerwache Keitum, findet man das Feuerwehrmuseum, das kleinste Museum der Insel Sylt. Auf rund 60 Quadratmetern Ausstellungsfläche dokumentieren seit 1998 alte Uniformen, Helme, Fotos und Ausrüstungsgegenstände, wie historische Löschgeräte, ein Jahrhundert Feuerwehrgeschichte der Feuerwehren Archsum, Keitum, Morsum und Tinnum. Altgediente Feuerwehrmänner übernehmen in der Ausstellung die Rolle der Museumsführer und erklären Wissenswertes über die Arbeit eines Mitglieds der Freiwilligen Feuerwehr, die Gefahren und mögliche Brandrisiken. Der Eintritt inklusive einer kleinen individuellen Führung ist frei. Die Freiwilligen Feuerwehren des Sylter Ostens und deren freiwillige Helfer im Feuerwehrmuseum freuen sich jedoch über eine kleine Spende für die Weiterführung ihrer ehrenamtlichen Arbeit.
Auf der Insel Föhr ist das Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum in Wyk auf Föhr mit seinen beiden mächtigen Walkieferknochen am Eingang eine Institution – und das schon seit über einhundert Jahren. Neben einer umfangreichen Walfang- und Seefahrtsabteilung, begeistert die kulturgeschichtliche Ausstellung des Museums mit prachtvollen Föhringer Trachten. Der Freilichtmuseumskomplex hat eine Größe von rund 10.000qm, im Haus Olesen trauen die Föhrer Standesbeamten in einem historischem Ambiente, anschließend wird im Winter Glühwein gereicht.
Theodor Strom ist der wohl berühmteste Sohn der Stadt Husum. Am 14. September 2017 jährt sich der Geburtstag des Dichters Theodor Storm zum 200. Mal. Mit Festprogramm, Theaterprojekt, Tagung und weiteren Veranstaltungen wird das Jubiläum in seiner Heimatstadt Husum gebührend gefeiert. Sehenswert ist das Storm-Haus in der Wasserreihe 31, es ist das Haus, das der Dichter 1866–1880 bewohnt hat. Das Kaufmannshaus mit 14 Zimmern stammt aus dem Jahre 1730. Das Treppenhaus, die Flure, Decken und Türen sind original aus dieser Zeit. Seit 2006 ist das Storm-Haus nicht nur Sitz der Storm-Gesellschaft, sondern auch des Storm-Archivs, Anlaufstelle für Literaturforscher, die Schriften und kostbare Werkausgaben studieren möchten.
Der sagenhafte Ort Rungholt ist Gegenstand des gleichnamigen Museums auf Pellworm. Die Hafenstadt wurde im 14. Jahrhundert von einer großen Flut zerstört und ging unter. Im Watt wurden und werden immer wieder kulturhistorisch wertvolle Gegenstände gefunden, die aus dieser alten Kultur stammen. So finden sich hier Becher, Krüge, eine alte Kuchenmulde in Hummerform sowie der Teil einer Kirchenglocke. Der Museumsleiter und Hobby-Archäologe Helmut Bahnsen führt das kleine private Rungholt-Museum und weiß zahlreiche fesselnde Geschichten über die damalige Zeit, die Lebensweise der Menschen und die untergegangenen Siedlungen zu erzählen. Zudem leitet er Wattwanderungen, die zu den Highlights für kulturell und geschichtlich interessierte Inselbesucher zählen.
In der ehemaligen Sattlerei in Burg (Dithmarschen) befindet sich ein kleines Museum, was sehr anschaulich und spannend die Kulturgeschichte Dithmarschens präsentiert.
Unter dem Motto „Zwei Jahrhunderte live in einem Haus“ befindet sich eine komplette historische Landapotheke, ein lebender Kolonialwarenladen, eine Uhrmacher-Werkstatt mit Laden und tickenden Uhren, die Burger Schifffahrt mit einer echten Kajüte und 14 authentischen Modellen, die alte Sattlerwerkstatt, eine Zahnarztpraxis, eine Schuhmacherei und ein Frisörsalon im Museum. Bei der 90-minütigen Führung begibt man sich auf eine packende Zeitreise.
Das Museum der Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording ist das Langzeitgedächtnis der Halbinsel – und ein idealer Ort, um eine Reise zu beginnen. Anhand ausgewählter historischer Objekte – von der ersten Besiedlung bis zur heutigen Zeit – wird die Geschichte Eiderstedts anschaulich dargestellt. Diese früher vom Meer zerrissene Landschaft entstand vor rund 800 Jahren mit der Eindeichung und Verbindung dreier Inseln (St. Peter-Ording lag auf einer solchen) sowie einer bereits damals existierenden Halbinsel mit dem Festland. Im 16. Jahrhundert wanderten Siedler aus den Niederlanden ein und brachten neben der Tracht vor allem neue Ideen in der Landwirtschaft sowie verbesserte Methoden des Deichbaus mit.
Eine kleine sorgsam ausgewählte Ausstellung klassischer Automobile, sowie Zweiräder, davon viele Vorkriegsmodelle zeigt das Automobilmuseum Hansen. Mehr als 40 Fahrzeuge sowie viele Informationen zu den Zeitzeugen erwarten die Besucher in Bredstedt, nördlich von Husum.
Das Stadtmuseum ist in einem der schönsten Gebäude in der Holländerstadt untergebracht. Denn bevor 1995 das Stadtmuseum einzog, wurde der Bau als Kirche, Bibliothek und Touristeninformation genutzt. Die modern und lebendig gestaltete Ausstellung entführt den Betrachter in die fast 400jährige bewegte Geschichte Friedrichstadts. Themen wie die Stadtgründung, das Alltagsleben der Friedrichstädter und die religiöse Vielfalt, die die Stadt geprägt hat, ziehen den Betrachter auf drei Etagen in den Bann. Als ein besonderes Highlight ist auch ein Blick in das Gotteshaus der kleinsten Friedrichstädter Glaubensgemeinschaft, die Mennonitenkirche, möglich.
Tischlereimuseum
Ein weiteres Highlight unter den kleinsten Museen ist das Friedrichstädter Tischlereimuseum. Obwohl nur saisonal geöffnet, nimmt es den Besucher mit auf eine Reise in die Zeit unserer Ur-(ur-)großväter und zeigt anschaulich in der original erhaltenen Werkstatt wie das Tischlerhandwerk in dieser Zeit funktionierte. Anhand historischer Werkzeuge und Maschinen gewinnt der Besucher einen spannenden Eindruck in das traditionsreiche Handwerk.
Das Warten auf die Weihnachtsfeierlichkeiten kann man mit einem besonderen Adventsangebot in Husum an der Nordsee verkürzen. Das Programm „Weihnachten zu Gast bei Theodor Storm“ lädt an den Adventssamstagen, 3. und 10. Dezember 2016 ein, die Heimatstadt des berühmten Dichters Theodor Storm literarisch und kulinarisch zu entdecken und zu genießen.
Der Nachmittag beginnt mit einer Lesung bei Kaffee und weihnachtlichem Gebäck, wie Theodor Storms geliebte Braune Kuchen. Ein Streifzug durch die festlich geschmückte Innenstadt Husums und der Besuch des Storm-Hauses in der Wasserreihe mit dem nach Storms Beschreibungen geschmückten Weihnachtsbaum schließen sich an. Im benachbarten, von Fackeln erleuchteten Garten werden die Gäste mit einem wärmenden Punsch – „Bischof“ genannt – empfangen. Dass Weihnachten für den berühmten Sohn Husums etwas ganz Besonderes war, hatte sicherlich auch damit zu tun, dass schon früher gerade in der Weihnachtszeit viel Wert auf gute Küche gelegt und keine alltäglichen Speisen und Leckereien aufgetischt wurden. Ihren Ausklang findet die Veranstaltung daher in geselliger Runde beim Buffet mit Leckereien und Köstlichkeiten, die ganz im Sinne des Dichters gewesen wären.
Wer gern als Theodor Storms Weihnachtsgast die Nordsee-Hafenstadt Husum entdecken und dabei auch die eine oder andere Köstlichkeit probieren möchte, muss sich nur noch für einen der beiden Termine entscheiden: Samstag, 3. und 10. Dezember 2016, jeweils ab 15.30 Uhr. Die Veranstaltung endet gegen 22 Uhr und kostet pro Person 66,90 €. Für Anmeldungen und telefonische Auskünfte steht die Tourismus und Stadtmarketing Husum GmbH unter Tel. 0 48 41 / 89 87 0 zur Verfügung. Für Gruppen können gesonderte Termine vereinbart werden.
Der Husumer Weihnachtsmarkt präsentiert sich reich geschmückt und festlich beleuchtet vom 21. November bis 27. Dezember 2016 (außer 25. Dezember) den Besuchern. Weitere Informationen zu allen Weihnachtsangeboten in Husum sind bei der Tourist Information Husum, Tel. 0 48 41 / 89 87 0 und unter www.husum-tourismus.de/weihnachtsmarkt erhältlich.
Mit dem Rad die herbstliche Nolde-Landschaft erkunden – Copyright Foto Oliver Franke
Das Reetdach des Bauernhauses verschmilzt mit den dunklen, drohenden Wolken. Der Himmel darüber flammend orange. Letzte Blumenpracht in kräftigem blau und altrosa. Die Szene wirkt düster und dramatisch; gewiss überzeichnet – und trotzdem seltsam schön. Es ist ein Gemälde des Malers Emil Nolde, der in seiner nordfriesischen Heimat Motive fand, die er so malte, dass sie das Land auf eindrucksvolle Weise portraitierten. Ja interpretieren; denn oft zeigen seine Werke das, was man spürt unter dem hohen Himmel Nordfrieslands, in der einsamen Weite von Marsch und Koog. Gerade im Herbst, wenn das Sommersatte dem Abschiedhaften und Düsteren, dem Schaurigschönen des Herbstes weicht.
Es sind Bilder voller Mystik und Magie, die der Reisende bei herbstlichen Ausflügen im „Nolde-Land“ sieht. Emil Nolde lebte in unmittelbarer Nähe der dänischen Grenze, er hieß eigentlich Hansen und wurde im heutigen dänischen Ort Nolde geboren. Zeitlebens war er von dieser Landschaft Nordfriesland angetan, fasziniert – hier fand der Expressionist Motive in Fülle. So sind es Bilder und Eindrücke, die dem Gast, so er Noldes Bilder kennt, bekannt vorkommen: Warften vor hohem, wilden Himmel, Ziegelstein und Wolken in flammendem Rot, letzte Blütenpracht in kräftigen, strahlenden Farben. Nur ein Beispiel. Wer sich jetzt in Nordfriesland auf den Weg macht, findet Zeit und Raum, um seine Phantasie spielen zu lassen – findet Orte, wie Nolde sie kannte und in Szene setzte. Und wer dem irren Tanz der Stare beiwohnt, begeht einen Ausflug ins Traumhafte – auf den Spuren von Emil Nolde.
Wer Noldes Bilder noch nicht kennt, wird von den Farben und Landschaftsbildern des herbstlichen Nordfrieslands beeindruckt sein – wenn zum Beispiel die Abendsonne den Himmel in Szene setzt und die letzte Farbenpracht aufflammen lässt. Der Herbst ist die Zeit des Umbruchs; noch üppig, aber schon unwirtlich. Eine Zeit der Kontraste, so wie sie auf den Bildern Noldes oft zu sehen ist. Eine eigenartige Faszination geht von dieser einsamen Landschaft aus und diese Stimmungen hat niemand so ergreifend und einfühlsam festgehalten wie Emil Nolde. Es lohnt sich, nach einem Besuch des Museum der Nolde-Stiftung in Seebüll, auf Entdeckungsreise zu gehen.
Das Nordfriesische Festland ist auch das Land der Warften, noch heute zeugen Orts- und Hofnamen wie Carstenshallig und Bohnenhallig oder Ockholm (Holm bedeutet Insel) davon, dass dieses Land einst dem Rhythmus der Gezeiten unterworfen war. Die Zeit, zu der Nolde hier lebte und arbeitete, war auch eine Zeit des Umbruchs – das Land wurde zunehmend eingedeicht, entwässert und urbar gemacht. Oft fuhr Emil Nolde mit seiner Frau Ada mit dem Boot auf den Kanälen und kleinen Flüssen, die diese Gegend damals wie heute durchziehen; Seen und Siele bildeten seinerzeit jedoch ein viel größeres Labyrinth einer amphibischen Landschaft. Nolde war von dieser Landschaft fasziniert, sie inspirierte ihn immer wieder. Dieses „Urweltliche“ fand sich zu Noldes Zeiten hier in der weiten Marsch- und Kooglandschaft, in dem natürlichen Kräftespiel der Natur, zwischen Wasser und Land, zwischen Himmel und Erde. So, wie das Land dem Einfluss der nahen Nordsee damals deutlicher ausgesetzt war als heute.
Schärft das Licht einer späten, tiefstehenden Sonne die Kontraste und bringt letzte Farbenpracht zum glühen und leuchten, ist es endgültig Zeit für Mystik und Magie zwischen Gotteskoog-See und der Nordsee und anderswo, in weiten Teilen noch eine Gegend wie aus der Zeit gefallen; einsam und still, doch bisweilen voller Dramatik. Ruhig liegt das Wasser des Bottschlotter-Sees, darin spiegeln sich Wolkentürme, dann streicht Wind über die Riedflächen und auf dem Wasser zerfließen die Spiegelbilder zu abstrakten Motiven, erfinden sich neu in Zerrbildern, im Abstrakten. Am Ufer Bäume, die sich vor dem drohenden Himmel seltsam verbogen abzeichnen. Solche Bilder findet der Radfahrer – und mancherorts sieht man sie auch vom Kajak aus – irgendwo im Nirgendwo in den weiten Koog-Landschaften Nordfrieslands.
Dann wieder erreicht man kleine Dörfer, eng und geduckt stehen die Häuser auf den Warften. Dahlien und Sonnenblumen blühen in verschwenderischem Blau und Gelb, die Bauerngärten strotzen vor Farbe und die Gehöfte strahlen Ziegelrot – Bilder wie gemalt. In Farben wie Emil Nolde sie fand und nannte – Himmelblau, Silberblau, Gewitterblau und Feuerrot, Blutrot, Rosenrot. Doch die kühlen Böen von der nahen Nordsee künden schon von der drohenden, dunklen Jahreszeit; sie rascheln und rauschen durch Bäume und Büsche. Es ist Zeit und Ort für Ausflüge ins Traumhafte, wenn Wolken und Licht zu spielen beginnen und grandiose Naturbilder in diese Weite zaubern; es ist ein herrliches Gefühl einer gewissen Verlorenheit und eins zu sein mit einer phantastischen Natur hier unterwegs zu sein und sich treiben zu lassen.
Es wird Abend in der Wiedingharde und es beginnt eine Zeit der Phantasie und einer seltsamen Dämmerungserfahrung. Der Gotteskoog-See ist von Röhricht und Erlenwald umstanden, seltene Vögel leben hier. Das heutige Biotop entstand vor rund dreißig Jahren durch Renaturierungsmaßnahmen, es wird nun wieder so aussehen wie zu Noldes Zeiten – bevor große Teile der Landschaft trockengelegt und urbargemacht wurden. Wieder seine Bilder. In der Dämmerung ist es eine düstere Landschaft und von geheimnisvollen Gestalten bevölkert: Plötzlich taucht am Himmel über dem nördlichen Nordfriesland eine verrückte Traumgestalt auf.
Ein irres Luft-Ballett vor dem Licht der untergehenden Sonne – perfekte Wellenbewegungen, in sich drehend, nach oben rasend, nach unten stürzend. Wahnsinn; voll stürmischer Bewegtheit und plötzlich verschwunden in friedvoller Ruhe. Es bleibt nur Staunen. Synchron wie ein einzelner Organismus und doch sind es hunderttausende von Vögeln, die dieses einmalige Naturschauspiel über dem Himmel Nordfrieslands aufführen – es ist der Tanz der Stare. Die Vögel sammeln sich im Herbst über den Marschen an der Nordseeküste und an der Grenze zu Dänemark ist die Show vielleicht am spektakulärsten. Kleinere Aufführungen sind aber auch andernorts oft zu sehen. Die Stare leben tagsüber verstreut und treffen sich abends auf der Suche nach einem Schlafplatz zusammen.
Als die Dämmerung beginnt, treffen immer mehr Scharen dieser Vögel am Horizont auf, mehr und mehr verschmelzen sie, beinahe meint man ein Brausen und Rauschen zu hören. Atemberaubend und ein Gänsehautgefühl nicht nur wegen der abendlichen Kühle. Und dann beginnt der Tanz; es ist wild, es ist irre, es ist voller Poesie – es ist jenseits der Begreifbaren. Es sind diese geheimnisvollen Kreaturen und Bilder mit Tendenz zum Mystischen, so wie sie Nolde hier in der Wiedingharde fand und malte. Und dann ist dieses Bild der sagenhaften, riesenhaften Vogelgestalt plötzlich verschwunden wie ein Traum, den man nicht festhalten kann. Phantastisches Nordfriesland, wunderschönes „Nolde-Land“.
Auf einen Blick:
Nolde Stiftung Seebüll
Seebüll 31
25927 Neukirchen
Noch bis zum 30. November 2016 ist die 60. Jahresausstellung
„Emil Nolde – Das Spätwerk“ in Seebüll zu sehen.
Wellness in Niedersachsen: Das Thalassozentrum auf der ostfriesischen Insel Norderney beispielsweise ist das größte seiner Art in Deutschland. Foto: djd/TourismusMarketing Niedersachsen/Hotel Seesteg Norderney
Kleinere oder auch etwas längere Auszeiten können gerade in der kalten Jahreszeit für Abwechslung und Erholung sorgen. Das Angebot ist groß – unser Special hat einige Tipps in einem bunten Mix vereint. Neben dem Fernreiseziel Madagaskar geht es für eine entspannende Auszeit nach Niedersachsen, zu den alten Ägyptern nach Karlsruhe und zum Wintersport nach Österreich.
Abenteuer Madagaskar
Madagaskar dürfte landschaftlich, klimatisch und kulturell zu den vielfältigsten Regionen der Welt gehören. Die Liste der Attraktionen ist lang und reicht von dichten Regenwäldern, in denen quirlige Lemuren zu Hause sind, über farbenprächtige Schluchten wie La Vallée und tropische Strände bis hin zu Weltkulturerbestätten wie dem Königshügel von Ambohimanga. Auf einer Individualreise mit Privatfahrer oder einer Kleingruppenreise kann man die Insel und ihre freundlichen Einwohner näher kennenlernen. Bei Abendsonne Afrika beispielsweise, dem Spezialisten für Afrikareisen, lässt sich die Reise maßgeschneidert planen. Alle Informationen gibt es unter www.abendsonneafrika.de.
Entspannende Auszeit in Niedersachsen
Zwischen Nordsee, Harz und Heide gibt es zahlreiche Urlaubsorte in reizvoller Landschaft, die auf Heilmittel aus der Natur setzen. Am Wattenmeer wirkt das jodhaltige Klima, im norddeutschen Flachland wird gesundheitsförderndes Moor gewonnen, Thermalbäder speisen sich aus warmen Solequellen tief unter der Erde. Die Broschüre „Taufrisch in Niedersachsen. Ihr gesunder Wohlfühlurlaub“ bietet Reisetipps für mehr als 100 staatlich anerkannte Kur- und Erholungsorte in ganz Niedersachsen. Sie ist kostenlos zu bestellen unter www.reiseland-niedersachsen.de.
Pharao in Karlsruhe
Mit dem Beinamen „der Große“ ging Ramses II. in die Geschichte des alten Ägypten ein. Das Badische Landesmuseum Karlsruhe widmet dem bedeutenden Pharao eine große kulturhistorische Sonderausstellung – die erste umfassende Schau nach der bislang einzigen Ramses-Ausstellung in Paris vor 40 Jahren. Vom 17. Dezember 2016 bis zum 18. Juni 2017 erwarten die Besucher rund 250 Exponate aus Museen aus aller Welt. Informationen zur Ausstellung sowie zu Sehenswürdigkeiten gibt es unter www.karlsruhe-tourismus.de. Zu den Ausstellungs-Highlights gehört die erstmalige virtuelle Rekonstruktion der von Ramses II. neu erbauten Hauptstadt Pi-Ramesse. Eigens für die Ausstellung wurde eine Entdecker-Lounge gestaltet, in der man mehr über die Geschichte der faszinierenden Mumie des Pharaos erfährt.
Von sanft bis rasant: Wintersport in Mauterndorf
Intensive Naturerlebnisse ohne viel Schnickschnack – wer sich im Schnee vom Alltagsstress erholen möchte, bevorzugt oftmals die sogenannten sanften Sportarten. Skitourengehen, Schneeschuhwandern und Langlaufen sind deshalb inzwischen beinahe genauso beliebt wie das Pisten-Skifahren. Angebote für jeden Wintersportgeschmack hat beispielsweise ein Ort wie Mauterndorf im Salzburger Lungau, hier gibt es schneesichere Lagen zwischen 1.100 und 2.400 Höhenmetern. Denkmalgeschützte Treppengiebelhäuser und die mittelalterliche Burg verleihen dem Ort ein gemütlich-historisches Ambiente. Und Bewegungshungrige können oft schon direkt von ihrer Unterkunft aus in die verschneiten Berglandschaften eintauchen – ob zu Fuß, auf Skiern, mit dem Rodel oder bei einer Pferdeschlittenfahrt. Wer lieber auf der Piste seine Schwünge zieht, den erwartet mit dem Skigebiet Grosseck-Speiereck ein Areal für kleine und große Pistenfans mit einer der längsten Talabfahrten in den Niederen Tauern. Mehr Informationen: www.mauterndorf.at.
Quelle: djd
Hier klicken, um den Inhalt von www.booking.com anzuzeigen.
Naturgenuss und Rätselspaß verspricht der neue „Mystery-Walk“ auf dem Freiburger Hausberg Schauinsland: Startpunkt ist die Talstation der Schauinslandbahn. Nach der Bergfahrt gibt es für das Team nur ein Ziel: Wieder runter kommen! Um den „Mystery-Walk“ erfolgreich zu absolvieren, muss das Team alle Rätsel lösen und die Hinweise miteinander kombinieren. Und das alles in 90 Minuten. Nur so gelangen die Teilnehmer an die Tickets zur Talfahrt. Ein Team besteht aus fünf bis zwölf Personen, der „Mystery-Walk“ kostet 19,50 Euro pro Person inklusive Berg- und Talfahrt. Mindestalter 12 Jahre. Wichtig sind festes Schuhwerk und die passende Kleidung für den 1284 Meter hohen Schauinsland. Infos und Anmeldung unter Tel. 07661.9019280, www.berggeheimnis.com
Hoch oben übernachten im Berghaus Hochblauen
Der Hochblauen im Markgräflerland erfreut sich schon lange großer Beliebtheit bei Drachen- und Gleitschirmfliegern, Mountainbikern und Wanderern. Seit Herbst lockt das renovierte Berghaus auf dem 1165 Meter hohen Gipfel nun auch wieder Übernachtungs- und Restaurantgäste an: 14 Zimmer stehen zur Auswahl, das kulinarische Angebot ist mediterran geprägt. Der neue Besitzer hat das 1875 erbaute Anwesen sorgsam erneuert und den ursprünglichen Charme des Gebäudes bewahrt. Riesige Panoramafenster ermöglichen einen Blick auf die Alpen im Süden, die Vogesen im Westen und den Schwarzwald. Mehr Infos unter Tel. 07631.801500, www.markgraefler-land.com
19 „Empfohlene Weinhotels“ im Schwarzwald
Weininteressierte Urlauber können künftig in „Empfohlenen Weinhotels“ übernachten: In der Ferienregion Schwarzwald sind 19 Hotels mit dem Siegel der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) ausgezeichnet, das besondere Weinerlebnisse verspricht: eine umfangreiche Auswahl regionaler Weine, regelmäßige Weinproben, Events für weininteressierte Gäste und weintouristische Beratung durch einen geschulten Ansprechpartner. Die Bandbreite der Unterkünfte reicht von einfachen Landgasthöfen bis zu Luxushotels in der Kategorie Fünf-Sterne-Superior. Eine Liste der ausgezeichneten Hotels gibt es unter Tel. 0761.8964693, www.badische-weinstrasse.de
„Es war einmal…“: Märchentage in Bad Säckingen
Man nehme ein bisschen Fantasie, eine spannende Geschichte und ganz viel Kreativität: Und schon geht es bei den Märchentagen in Bad Säckingen am Südrand der Ferienregion auf Abenteuerreise. Die Innenstadt verwandelt sich vom 3. bis 6. November 2016 durch Aufführungen, Lesungen und Musicals in ein Wunderland voller Zwerge, Feen, Riesen, Ritter und edler Damen. Mehr Infos zum umfangreichen Programm unter Tel. 07761.56830, www.bad-saeckingen-tourismus.de
Drehort Schwarzwald: „Das kalte Herz“ im Kino
Nur mit einem Herz aus Stein lässt sich skrupellos Geld verdienen: Den zeitlosen Stoff von Wilhelm Hauff um Raffgier und die Folgen hat Regisseur Johannes Naber neu verfilmt. Seine bildgewaltige Interpretation startet am 20. Oktober 2016 im Kino. Der aus Baden-Baden stammende Regisseur hat dafür Stars wie Frederick Lau, Moritz Bleibtreu, Milan Peschel und Henriette Confurius gewonnen und natürlich auch im Schwarzwald gedreht. Köhler, Holzfäller, Glasmacher und dunkle Sagengestalten sind die Akteure der Erzählung. Die Holz- und Glasindustrie prägte bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts das Leben in Deutschlands höchstem Mittelgebirge. Mehr Infos zum Film, zum Hauff-Museum in Baiersbronn, zur „Kalten-Herz“-Ausstellung im Schloss Neuenbürg und zur Theater-Wanderung in Häg-Ehrsberg unter www.kultur-schwarzwald.info
Herbstliche Farbenpracht am Schwarzwaldrand
Tausende Chrysanthemen lassen die Lahrer Innenstadt vom 22. Oktober bis 13. November 2016 in üppiger Farbenpracht leuchten: Das europaweit einzigartige Open-Air-Blumenfestival „Chrysanthema“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Herbst-Poesie“. Ein ausgeschilderter Rundweg führt durch das farbenfrohe Blütenspektakel. Der Marktplatz wird zum Schauplatz für ein buntes Kultur- und Musikprogramm. Mehr Infos zu Angeboten und Führungen unter Tel. 07821.950210, www.chrysanthema.de
Buntes Ferienprogramm im Vogtsbauernhof
Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach im mittleren Schwarzwald bietet auch in diesem Jahr ein buntes Herbstferienprogramm an: Vom 30. Oktober bis 1. November 2016 können Kinder ihr praktisches Geschick unter Beweis stellen: Jeweils von 11 bis 16 Uhr dürfen sie Rübengeister schnitzen, Senf herstellen und Kerzen ziehen. Vom 2. November bis 6. November 2016 steht Wissen im Vordergrund: Jeweils um 14 Uhr gibt es eine kindgerechte thematische Führung durch das Museum. Anschließend wird das jeweilige Thema in einem praktischen Teil vertieft. Mehr Infos zu Anmeldung und Kosten unter Tel. 07831.93560, www.vogtsbauernhof.de
Mythos Wolf: Ausstellung im Haus der Natur
Kommt er wieder – oder ist er schon da? Nachdem der Wolf vor rund 150 Jahren in Baden-Württemberg ausgerottet worden war, gab es schon 2015 wieder erste sichere Nachweise der Tiere im Ländle. Die Ausstellung „…und wenn der Wolf kommt? – Alte Mythen und neue Erfahrungen“ will darüber aufklären, wie ein möglichst konfliktfreies Miteinander von Mensch und Wolf in der modernen Kulturlandschaft aussehen kann. Interaktive Elemente und große Illustrationen machen die Schau im Haus der Natur am Feldberg auch für Kinder interessant. Die kostenlose Ausstellung ist bis Ende Dezember 2016 zu sehen. Mehr Infos unter Tel. 07676.933610, www.naturpark-suedschwarzwald.de
Der barocke Große Garten in Hannover-Herrenhausen glitzert in der Wintersonne. Foto: djd/Hannover Marketing und Tourismus/Christian Wyrwa
An den schönsten Wintertagen tragen die schnurgeraden Hecken, die geschwungenen Buchsbaumornamente und die eleganten Skulpturen in den barocken Herrenhäuser Gärten in Hannover weiße Schneehauben. Eiskristalle glitzern in der Sonne am wiederaufgebauten Schloss und an der fantasievollen bunten Grotte, die die französische Künstlerin Niki de Saint Phalle eigens für den Großen Garten gestaltet hat. Ein Spaziergang in der klaren kalten Winterluft ist ein Höhepunkt für alle Stadt- und Kulturreisenden in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Und zum Aufwärmen können sie im botanischen Berggarten gleich gegenüber in den sehenswerten Schauhäusern die Pflanzenwelten Afrikas und Amerikas bewundern.
Orchideen und Schmetterlinge
Der Berggarten in Herrenhausen zeigt eine der größten Orchideenausstellungen Europas: Vor dem Hintergrund zahlreicher tropischer Sträucher und Bäume blühen hier ganzjährig bis zu 800 Orchideen in einer faszinierenden Farben- und Formenvielfalt und mit betörendem Duft. In weiteren Schauhäusern wachsen beispielsweise mannshohe Kakteen sowie kanarische und afrikanische Pflanzen, die im Winter prächtig blühen. Zur Neueröffnung des sanierten Tropenschauhauses sind in der Ausstellung „Gaukler der Tropen“ vom 2. Dezember 2016 bis 29. Januar 2017 zudem rund tausend exotische Schmetterlinge zu erleben. Die filigranen Geschöpfe lassen sich auf den Blüten und an Futterstationen beobachten. Unter www.hannover.de/herrenhausen gibt es alle Informationen.
Aquarien im Regenwald
Besonders für Familien lohnt sich auch ein Besuch im Sea Life, dem Großaquarium im Berggarten: In einer einzigartigen Unterwasserwelt sind hier inmitten tropischer Vegetation über 2.500 Wassertiere in 40 Becken und Aquarien aus der Nähe zu sehen, wie etwa Meeresschildkröten, Riffhaie, Oktopusse, Seepferdchen und Rochen. Im interaktiven Berührungsbecken warten emsige Putzergarnelen auf Besucherhände. Täglich gibt es Führungen und Dschungel-Expeditionen mit einem Ranger. Und von einem Aussichtssturm lässt sich der tropische Regenwald unter der Glaskuppel hautnah erleben.
Wintervarieté in der Orangerie
In die historische Orangerie in Hannover-Herrenhausen lädt vom 26. November 2016 bis zum 15. Januar 2017 das Wintervarieté „WET!“. In der hochkarätigen Show zeigen brillante Akrobaten und wagemutige Artisten, wie man mit Wasser tanzen kann. Die Varietéshow ist eine der erfolgreichsten ihrer Art weltweit, mit mehr als 1,5 Millionen Besuchern. Spritzig und feuchtfröhlich im wahrsten Sinne des Wortes wird es, wenn das internationale Ensemble die Badewanne zur Bühne macht. Die Zuschauer erleben ein imposantes Lichtdesign, einen extravaganten Soundtrack mitsamt leibhaftiger Operndiva und ein außergewöhnliches Spektakel vom Regenvorhang bis zum Wischmopp-Ballett. Weitere Informationen gibt es unter www.hannover.de.
Quelle: djd/Hannover Marketing und Tourismus
Hier klicken, um den Inhalt von www.booking.com anzuzeigen.
Mit Übergabe der Bauherrin AlpTransit Gotthard AG an die Schweizer Bundesbahnen (SBB) wurde der neue Gotthard Basistunnel am 1. Juni 2016 offiziell eröffnet. Die Fahrt durch den mit
57 Kilometern nun längsten Eisenbahntunnel der Welt, geht am 11. Dezember 2016 fahrplanmässig in Betrieb. Erster Stopp der schnelleren Zugverbindung in die Sonnenstube der Schweiz wird Bellinzona sein. Die Hauptstadt des Kantons, mit seinem imposanten Erbe an Burgen, Türmen, Wehrmauern und Palazzi, mutiert somit zum Tor ins Tessin. Zehn Gründe warum eine Reise nach Bellinzona durchaus lohnenswert ist:
Der Bahnhof in Bellinzona erwartet die Gäste im neuen Kleid
Am 11. Dezember 2016 wird der fahrplanmässige Betrieb des neuen Gotthard Basistunnel aufgenommen. In diesem Zusammenhang hat die SBB auch in den Aus- und Umbau des Bahnhofs Bellinzona investiert, der nach der Eröffnung des Gotthard Basistunnels in modernem Mantel die Reisenden mit einem erweiterten Shopping- und Gastronomieangebot als symbolisches „Tor ins Tessin“ willkommen heissen wird. Offiziell eingeweiht wird der neu gestaltete Bahnhof mit einem Festakt und vielfältigem Programm am 15. Oktober 2016 von 9 bis 17 Uhr. Im frisch sanierten Bahnhofsgebäude befindet sich seit Juni 2016 eine Mietwagenstation von Europcar. Ausserdem wird hier künftig eine Touristeninformation Anlaufstelle für Gäste sein. Ein besonderes Highlight ist das neue City Bistrò des Bahnhofs, welches bereits seit April 2016 geöffnet ist. Gestaltet wurde es von dem Tessiner Interior Designer Carlo Rampazzi. Er hat das Thema Bahnreisen phantasievoll interpretiert mit einer markanten Wolke an der Decke hängend, während die grauen Elemente im Boden und an der Theke an die Gleise erinnern. Das Bistro bietet fünfzig Sitzplätze und weitere zwanzig Aussenplätze auf dem Bahnhofsvorplatz. Das Angebot der kalten und warmen Speisen im Bistro setzt auf die Verwendung von regionalen und saisonalen Produkten, ganz nach der „Null-Kilometer-Philosophie“. In den Vitrinen werden Weine und Spezialitäten aus der Region zum Kauf angeboten, als Geschenkidee oder Mitbringsel für zu Hause. www.portadelticino.ch
Die drei mittelalterlichen Burgen von Bellinzona
Die im Mittelalter errichteten Burgen von Bellinzona sollten den Eidgenossen die Expansion Richtung Süden verwehren. Doch 1503 tauschte Bellinzona die Mailänder Herrschaft freiwillig gegen jene der Schweizer Urkantone ein, worauf das Wehrsystem gegen Süden und gegen Mailand gekehrt wurde. Heute gehören die antiken Gemäuer der drei Burgen (Castelgrande, Castello di Montebello und Castello Sasso Corbaro) zu den bedeutendsten Zeugen der mittelalterlichen Befestigungsbaukunst im Alpenraum. Im Jahr 2000 wurden die vom Tessiner Architekten Aurelio Galfetti auf geniale Weise renovierten Burg Castelgrande und ihre beiden Schwestern von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Auf Schritt und Tritt atmet man hier Geschichte! Ein ca. fünf Kilometer langer, gut ausgeschildeter Rundgang durch Bellinzona bietet eine ideale Möglichkeit, die drei mittelalterlichen Burgen sowie die Altstadt der Kantonshauptstadt zu erkunden. In den Gemäuern des Castelgrande lohnt ein kulinarischer Stopp im Grotto San Michele, welches neben typischer Tessiner Küche einen herrlichen Ausblick über die Stadt bietet, während heiratswillige im Castello Sasso Corbaro sich ihr Ja-Wort geben und in historischer Atmosphäre feiern können. www.bellinzonaunesco.ch
Krippenausstellung und Weihnachtsmarkt auf der Burg
Für Kulturinteressierte finden in den Museen aller drei Burgen Dauer- und Wechselausstellungen statt. Im Zuge der Eröffnung des Gotthard Basistunnels werden diese in diesem Jahr die Öffnungszeiten verlängern und erstmalig im Winter bis zum 8. Januar 2017 geöffnet sein. Die KrippenWelt Stein am Rhein bereichert dazu die Adventszeit mit einer Krippenausstellung im Castelgrande, bei der ab dem 12. November auf einer Fläche von ca. 300 m² mehrere hundert Krippen präsentiert werden sollen. Unter dem Motto «Natale a Castelgrande» wird die Burg im Zentrum der Stadt ausserdem am 15. Dezember 2016 erstmalig mit einem Weihnachtsmarkt aufwarten. www.bellinzonese-altoticino.ch
Den Süden schmecken auf dem Samstagsmarkt von Bellinzona
Jeden Samstag verwandelt sich die Innenstadt von Bellinzona in ein buntes, fröhliches Treiben, wenn unter blaurot gestreiften Dächern die Marktstände ihre Schätze ausbreiten. Längst schon ist der Samstagsmarkt von Bellinzona zum Treffpunkt für Einheimische und Touristen geworden, auf dem von 8 bis 13 Uhr rund 120 Produzenten aus der Umgebung ihre Ware anbieten: Sonnengereifte Früchte und Saisongemüse aus der Magadino-Ebene, Käsespezialitäten aus der Leventina und dem Muggiotal, nach alten Rezepten hergestellte Würste und knuspriges Tessiner Brot, Honig, aber auch Blumen, Kunsthandwerk, Antiquitäten und Bekleidung werden feilgeboten. Anschliessend laden die Restaurants der Altstadt Marktbesucher mit dem Angebot „Piatto del mercato“ zu einem Mittagessen zu moderaten Preisen. Der Markt von Bellinzona hat übrigens sein eigenes zweisprachiges Kochbuch „Le ricette del mercato di Bellinzona“ (Deutsch und Italienisch), das in den Buchhandlungen der Stadt erhältlich ist. Darin finden sich mehr als 60 Rezepte zu den Produkten, die auf dem Markt erhältlich sind. www.bellinzonese-altoticino.ch
Bissoli – Schokoladentaler der Stadt Bellinzona
Wer es süss mag, sollte in Bellinzona die berühmten „Bissoli“ versuchen – köstliche Pralinen aus Schokoladencreme mit Kastanienfüllung, deren Form einer 300 Jahre alten Münze nachempfunden ist. Mit weisser Schokolade ist oben das Bild einer Schlange (ital. Biscia) aufgezogen, dem Wahrzeichen der Stadt, welche bereits im Jahr 1503 auf Münzen gestanzt wurde. Entstanden ist das Süssgebäck im Rahmen des Wettbewerbs „Un dolce per Bellinzona“ (eine Süssigkeit für Bellinzona“) vor einigen Jahren. Gemeinsam mit einem Kaffee oder Espresso bilden die Bissoli heute die ideale süsse Pause in der Altstadt von Bellinzona, z.B. in der Konditorei Peverelli auf der Piazza Collegiata, welche den Schokoladentaler im Angebot hat. www.panetteriapeverelli.ch
20 Jahre Locanda Orico – das Aushängeschild der Gastronomie Bellinzonas
Die Locanda Orico ist ein kleines Restaurant mit grosser Küche, welches mitten in der Altstadt am Fusse des Castelgrande liegt. Mit einem Michelin-Stern und 16 Gault Millau-Punkten ausgezeichnet, gilt sie als kulinarisches Aushängeschild der Stadt. Chef Lorenzo Albricis Passion für das Kochen erwachte im Kindesalter, als er in den Ferien das Hotel seiner Nonni auskundschaftete. 2017 werden es 20 Jahren, dass er nun schon sein Restaurant Locanda Orico erfolgreich führt. Ein Jubiläumsjahr welches gleichzeitig auf seinen 50. Geburtstag fällt. Sein Erfolgsrezept ist die köstliche Verbindung italienischer Einflüsse mit französischen Ideen, mit der er überraschende Gerichte kreiert, die kunstvoll auf dem Teller drapiert werden. Die Gäste finden ihren Platz in zwei kleinen, eleganten Räumen, wo sie bei gedämpften Licht und dezentem Dekor die kulinarischen Köstlichkeiten und den kompetenten Service geniessen können. Wer dem Sternekoch freie Hand lassen will, für den empfiehlt sich das Degustationsmenü, das aus fünf oder sechs Gängen besteht, zum Preis von 109 bzw. 120 Schweizer Franken. Zu Mittag kann man die Küche von Lorenzo Albrici auch beim Businesslunch bei einem Menü schon bereits für 48 Schweizer Franken geniessen. www.locandaorico.ch
Im Reich von König Rabadan
Zur Fastnachtszeit mutiert Bellinzona zur Karnevals-Hochburg. An der Fasnacht, die hier „Rabadan“ heisst, was im Piemonteser Dialekt „Lärm“ bedeutet, feiern über 150‘000 Menschen ausgelassen auf den Strassen und in den Festzelten. Damit hat Bellinzona nebst Basel und Luzern einen der grössten Karnevale der Schweiz. Das närrische Treiben beginnt am Schmutzigen Donnerstag (23. Februar 2017), wenn Bellinzonas Stadtpräsident die Schlüssel der Stadttore an Seine Majestät König Rabadan übergibt. Danach haben im Tessiner Kantonshauptort fünf Tage lang die Narren das Sagen. Höhepunkt des Rabadan ist der Umzug am Sonntag. Am sogenannten Corteo mascherato nehmen über fünfzig Wagen und Gruppen teil. Elementare Bestandteile des Rabadan sind ferner Maskenwettbewerbe, Seilziehturniere, Guggenkonzerte und ein Risotto-Essen. Für Speis und Trank ist in den zahlreichen Festzelten gesorgt, die Platz für über 40‘000 Personen bieten. Bis in die frühen Morgenstunden wird in der „Festhütte Bellinzona“ ausgelassen gefeiert. www.rabadan.ch
bLockaTI: der erste Escape Room im Tessin – Rätsel lösen in 60 Minuten
Rätselfreunde finden im Tessin eine neue Attraktion: Dank der Initiative von vier jungen Bellinzonesern kann man seit dem 1. September 2016 das aus Japan und USA stammende Live Room Escape Game nun auch in der italienischen Schweiz spielen. Der neue Escape Room „bLockaTI“ befindet sich in Giubiasco, unweit von Bellinzona. Logisches Denken, Kombinationsgabe und Kreativität sind hier gefragt. Denn es gilt spannende Rätsel zu knacken, um den Weg in die Freiheit zu finden. Der Countdown läuft, denn die Zeit ist begrenzt auf 60 Minuten. Wenn das Team von zwei bis maximal sechs Personen nicht weiterkommt, meldet sich der Spielleiter per Lautsprecher und gibt einen Hinweis. Doch Teamwork ist ein Muss, denn alleine lassen sich die gestellten Aufgaben in der vorgegebenen Stunde Spielzeit nur schwer meistern. Für den Erfolg müssen die Spieler Hand in Hand arbeiten, sich ergänzen und aus ihren Stärken oder Schwächen eine Einheit bilden. Ideal also für Teambuildingevents und für alle, die gerne Detektiv spielen. Den Weg nach draußen findet die Gruppe Stück für Stück, wenn sie den bereitgestellten Parcours aus Denksportaufgaben und Geschicklichkeitsspielen erfolgreich meistert. www.blockati.ch
Seit April 2016 ist das neue Boutique Hotel La Tureta in Giubiasco eröffnet
Seit April 2016 ist das Boutique Hotel La Tureta eine neue Anlaufstelle für Gäste, welche die Kantonshauptstadt besuchen möchten. Die Gastgeber Bettina und Renato Doninelli haben sich mit diesem Hotel einen Traum erfüllt. Nach dem Kauf des historischen Gebäudes am Dorfplatz von Giubiasco, haben die beiden gemeinsam ihr Konzept in die Tat umgesetzt, in dem jeder die Liebe zum Beruf mit einbrachte, sie die langjährige Berufserfahrung in der Hotellerie und er sein Können als Architekt. Das Resultat kann sich sehen lassen. Das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert wurde sorgfältig restauriert und durch einen modernen Anbau ergänzt, bei dessen Umsetzung grossen Wert auf eine ökologische Bauweise gelegt wurde. Insgesamt 31 helle und ruhige Zimmer mit edler Einrichtung und charmantem Design stehen für die Gäste bereit. Mit seiner Lage unweit von Rad- und Mountainbike-Routen bietet das Viersternehotel darüber hinaus einen Fahrradverleih und verfügt über einen abschliessbaren Fahrradraum, eine Werkstatt für Ersatzteile, Wäscheservice und vermittelt Touren mit geprüften Mountainbike-Führern, weshalb Hotelleriesuisse das Zertifikat als Bike Hotel verliehen hat. Im ganzen Haus ist kostenloses WLAN für die Gäste verfügbar. Einzelzimmer mit Frühstück gibt es ab 130 Schweizer Franken (ca. 120 Euro) bzw. Doppelzimmer ab 180 Schweizer Franken (ca. 166
Euro). www.latureta.ch
Wanderung mit Adrenalinkick für die ganze Familie
Dank des milden Klimas ist das Tessin ein Wanderparadies zu jeder Jahreszeit. In Monte Carasso, wenige Kilometer von Bellinzona entfernt, beginnt die familienfreundliche Wanderung zur in 2015 neu eingeweihten Ponte Tibetano, die mit 270 Metern längste tibetische Hängebrücke der Schweiz. Die vierstündige Tour führt vorbei an Weingütern, die zur Degustation des exzellenten Tessiner Merlot einladen, bis hinauf in das malerische Dorf Curzútt, welches bereits mit dem Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes ausgezeichnet ist. Im Ortskern des mit typischen Tessiner Steinhäusern erbauten Dorfes lädt ein kleines Gasthaus zur verdienten Pause ein. Nur wenige Wanderminuten entfernt befindet sich die kleine Kirche San Barnard, in der wertvolle Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert zu bestaunen sind. Die Überquerung der neuen tibetischen Hängebrücke, die über die 100 Meter tiefe Schlucht führt, verspricht einen Adrenalinkick und eine herrliche Aussicht. www.curzutt.ch
Quelle: Ticino Turismo
Hier klicken, um den Inhalt von www.booking.com anzuzeigen.
Große Auszeichnung für das Miniatur Wunderland und Hamburg: Internationale Deutschlandreisende haben die größte Modeleisenbahn der Welt im UNESCO Weltkulturerbe Speicherstadt zur beliebtesten Sehenswürdigkeit des Landes gewählt. Platz 2 belegen Altstadt und Schloss Heidelberg, der dritte Platz geht an den Vorjahressieger Europa-Park Rust.
„Gäste aus der ganzen Welt verbinden Hamburg und mittlerweile auch Deutschland mit dem Miniatur Wunderland. Ein größeres Kompliment kann es für die Arbeit des Wunderland-Teams nicht geben“, so Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH.
Seit 2012 befragt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) ausländische Besucher der Website www.germany.travel zu ihren Lieblingssehenswürdigkeiten. Auf die offen gestellte Frage hin können die Nutzer jede beliebige Attraktion in ein Freifeld eintragen. Die Ergebnisse führt die DZT im TOP 100-Ranking zusammen. Von März bis August 2016 beteiligten sich mehr als 40.000 Besucher der Website aus 66 Ländern an dem Votant.
Das Schloss und die Altstadt von Heidelberg zählen seit Jahren zu den Favoriten im Ranking und stiegen 2016 vom vierten auf den zweiten Rang. Der Vorjahressieger Europa-Park Rust ist auch in diesem Jahr unter den TOP 3 platziert. Weitere Attraktionen, die sich traditionell unter den ersten Zehn positioniert haben, sind das Schloss Neuschwanstein, die Altstadt von Rothenburg ob der Tauber, der Bodensee mit der Insel Mainau und das UNESCO-Welterbe Klosterinsel Reichenau sowie das UNESCO-Welterbe Kölner Dom. Neu in der Spitzengruppe sind das Residenzschloss Mannheim, das Ulmer Münster und die Altstadt von Dresden mit Frauenkirche und Zwinger. Das Ranking der Online-Umfrage ist online unter www.germany.travel/top100 einzusehen.
Miniatur Wunderland – ein ‚must see‘ in Hamburg und Deutschland
Schon mehr als 15 Millionen Besucher aus allen Teilen der Welt haben sich die bisherigen acht Themenwelten, die von Österreich über Skandinavien bis nach Amerika führen, bereits angesehen. 15 km Gleise, 15.000 Loks und Wagons, 215.000 Figuren und über 4.000 Häuser stellen ganze Länder en minature dar. Das ‚Miwula‘ ist im UNESCO Weltkulturerbe Speicherstadt beheimatet und gehört zu den zentralen Anziehungspunkten Hamburgs.
Nach vier Jahren Bauzeit und 180.000 Arbeitsstunden eröffnete das Miniatur Wunderland erst in der vergangenen Woche sein nächstes Meisterwerk: Italien. Die „ewige Stadt“ Rom, der Petersdom und das Kolosseum sind nur einige Highlights, die in der neuen Themenwelt der größten Modelleisenbahnanlage der Welt zu bestaunen sind. Mehr unter www.miniaturwunderland.de.
Weitere Informationen und spannende Reiseangebote rund um das Miniatur Wunderland unter www.hamburg-tourismus.de
Faszination Altes Ägypten in Karlsruhe: Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil. Bild: Karlsruhe Tourismus GmbH
Die Faszination des Alten Ägyptens wird im Badischen Landesmuseum Karlsruhe lebendig. Zum ersten Mal seit über 40 Jahren stellt eine Ausstellung einen der berühmtesten und mächtigsten Pharaonen in den Mittelpunkt: Ramses II. Den „Mythos Ägypten“ kann man übrigens überall im Stadtbild von Karlsruhe finden.
„Er hat alles übertroffen, was frühere Könige getan haben“, schrieb Ramses II. über sich selbst in einer Bauinschrift am berühmten Amun-Tempel in Luxor. Mit dem Beinamen „der Große“ ging er in die Geschichte des Alten Ägyptens ein. Das Badische Landesmuseum Karlsruhe widmet dem bedeutenden Pharao eine große kulturhistorische Sonderausstellung – die erste umfassende Schau nach der bislang einzigen Ramses-Ausstellung in Paris vor 40 Jahren. Ab dem 17. Dezember 2016 bis 18. Juni 2017 erwarten die Besucher rund 250 Exponate aus Museen aus aller Welt.
Virtueller Ramses
Eine Besonderheit der Karlsruher Ausstellung ist die erstmalige virtuelle Rekonstruktion der von Ramses II. neu erbauten Hauptstadt Pi-Ramesse, die in enger Zusammenarbeit mit den dort tätigen Archäologen vom University College London und dem Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim entsteht. In einer eigens für die Ausstellung gestalteten Entdecker-Lounge können die Besucher mehr über die faszinierende Geschichte der Mumie des Pharaos erfahren. So gewinnen die Besucher erstmalig ein Gesamtbild der wohl mächtigsten Persönlichkeit des Alten Ägyptens: Ramses der Große als Pharao, Militärstratege, Diplomat, Bauherr und Gott.
Verfasser des ersten Friedensvertrags der Welt
Kein anderer Pharao hinterließ so viele Bauwerke und Statuen wie Ramses II. Von den monumentalen Tempelanlagen in Abu Simbel und seinem Totentempel, dem Ramesseum in Theben, vermittelt die Ramses-Ausstellung anhand von Modellen und überdimensionalen Rauminszenierungen einen nachhaltigen Eindruck. Kolossale Königsbildnisse präsentieren die imperiale Macht des göttlichen Herrschers.
Doch auch auf realpolitischer Ebene versuchte Ramses das Einflussgebiet Ägyptens in Vorderasien auszubauen und stieß dabei auf großen Widerstand der Hethiter, der Großmacht Anatoliens. Diese Rivalität gipfelte in der berühmten Schlacht von Kadesch. Bei den darauffolgenden Friedenverhandlungen bewies Ramses diplomatisches Geschick und schloss mit den Hethitern einen Friedensvertrag ab – der erste in der Weltgeschichte überhaupt. Einzigartige Schriftdokumente und kostbare Gastgeschenke des Pharaos zeugen von dem engen Austausch Ägyptens mit den Nachbarstaaten. Statuen, die zum Teil noch nie in Deutschland zu sehen waren, und Alltagsdarstellungen aus dem Alten Ägypten vermitteln den Besuchern einen Einblick in das Gesellschaftssystem der Zeit von Ramses II.
Pyramide, Sphinx und Obelisk – Mythos Ägypten in Karlsruhe
Parallel zur Sonderausstellung „Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil“ im Badischen Landesmuseum lädt ein Stadtrundgang zur spannenden Erlebnisreise durch das „ägyptische Karlsruhe“ ein. Schon das Wahrzeichen von Karlsruhe ist ägyptisch geprägt: eine rund sieben Meter hohe Pyramide aus rotem Sandstein auf dem Marktplatz. Das außergewöhnliche Bauwerk bedeckt die Gruft des Stadtgründers, Markgraf Karl Wilhelm. Ursprünglich befand sich an diesem Platz die Konkordienkirche, doch im Jahre 1806 sollte auf Wunsch der Fürstenfamilie Karlsruhe in die repräsentative Hauptstadt des Großherzogtums Badens umgewandelt und der Marktplatz völlig neu gestaltet werden. Für das neue Denkmal des Namensgebers ließ sich Stadtarchitekt Friedrich Weinbrenner vom Zeitgeist inspirieren: Seit den Ägyptenfeldzügen Napoleons im Jahr 1798 beeinflusste der ägyptische Stil ganz Europa. Die Pyramide fand schnell Anklang bei den Karlsruhern, und heute ziert sie als stilisiertes Dreieck den offiziellen Schriftzug der Stadt. Der rund zweistündige Stadtrundgang auf Spurensuche ägyptischer Bauwerke in Karlsruhe führt vorbei an bekannten Karlsruher Sehenswürdigkeiten wie dem Botanischen Garten, aber auch entlang der unbekannten „ägyptischen Seiten“ von Karlsruhe.
Wochenendarrangement RAMSES
Die Faszination des Alten Ägyptens in Karlsruhe erleben: Das Wochenendarrangement RAMSES enthält ein bis drei Übernachtungen (Angebot immer gültig von Freitag bis Montag) inklusive Frühstück, eine Karlsruhe Card mit zahlreichen kostenfreien Leistungen, jeder Menge Vergünstigungen sowie freie Fahrt mit Bus und Bahn im Stadtgebiet sowie freien Eintritt in die große kulturhistorische Sonderausstellung „Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil“ und gibt es schon ab 80,- Euro pro Person im Doppelzimmer.
Reisen, Rätsel, Abenteuer - alles über unseren Planeten und die wunderbaren Orte, die sich dort befinden. Und wir haben nur den einen.
11.947 Beiträge
9 Folgende
Folge Quadruvium Club
Mein Profil
Gib mein Profil in das Suchfeld deiner bevorzugten Open-Social-App oder -Plattform ein.
Dein Profil
Oder wenn du dein eigenes Profil kennst, können wir damit loslegen! Warum muss ich mein Profil eingeben?
Diese Website ist Teil des ⁂ Open Social Web, einem Netzwerk miteinander verbundener sozialer Plattformen (wie beispielsweise Mastodon, Pixelfed, Friendica und andere). Im Gegensatz zu zentralisierten sozialen Medien befindet sich dein Profil auf einer Plattform deiner Wahl, und du kannst mit Menschen auf verschiedenen Plattformen interagieren.
Wenn du dein Profil eingibst, können wir an dein Profil senden, wo du diese Aktion abschließen kannst.