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Kategorie: Niederlande (Seite 18 von 22)

Nordseebrise und Frischluftpeeling: Winter an der holländischen Küste

Segeln im Winter bei Westvoorne. Quelle: NBTC

Segeln im Winter bei Westvoorne. Quelle: NBTC

Sommer, Sonne und Strand galten in dieser Kombination lange Zeit als Inbegriff des niederländischen Sommerurlaubs. Doch immer mehr Urlauber entdecken die niederländische Nordseeküste auch in der kalten Jahreszeit, suchen abseits der Hochsaison ganz bewusst Ruhe und Abgeschiedenheit und lassen sich den Nordseewind um die Nase wehen. Das gesunde Klima der Nordsee mit der oftmals rauen Witterung erlaubt Besuchern ein kräftiges Durchatmen. Nirgendwo sonst in den Niederlanden kann der Gast so ausgiebig die Bronchien durchpusten lassen wie hier. An der Nordsee einen erholsamen Wellness-Urlaub zu verbringen, bietet sich aber nicht nur deshalb an. Wer für einen Kurzurlaub an die niederländische Nordseeküste reisen will, wird über das breite Angebot erstaunt sein.

Idyllische Landschaften abseits des Massentourismus
Während der Wintermonate präsentiert sich die Dünenlandschaft an der holländischen Nordseeküste von einer ruhigen Seite, die man während des Sommers oftmals vergebens sucht. Möchte man die Küste auf dem Festland also in Ruhe und abseits des Trubels der Hauptsaison entdecken, ist der Winter als Urlaubszeit ideal. In der kalten Jahreszeit entfaltet die Küstenregion ihre Magie in Gestalt von idyllischen Dünenlandschaften, die zuweilen vom Schnee bedeckt werden. Die seichten Hügellandschaften und die Strände laden in dieser Zeit zu langen Spaziergängen in nahezu menschenleeren Gefilden ein. Darüber hinaus sind die Übernachtungspreise während des Winters vielfach wesentlich günstiger als im Sommer.

Ferien mit Hund
Löcher in den Sand buddeln, sich den Wind um die Schnauze wehen lassen und einfach nur Hund sein – an den holländischen Stränden fühlen sich nicht nur Herrchen, sondern auch ihre treuen Vierbeiner pudelwohl. Die Strandregionen sind für Hundebesitzer im Winter besonders attraktiv, denn dann sind viele Strände ohne Einschränkungen für leinenlose Hunde freigegeben.

Winterzeit ist Wohlfühlzeit
Winterzeit ist Wohlfühlzeit und vor allen Dingen der richtige Moment für winterliche Wellness. Ein einsamer Strandspaziergang, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen, die besondere Frische der See einzuatmen und dabei über das weite Meer blicken, am Abend dann in die Sauna oder ein ausgelassenes Abendessen: dies sind Inbegriffe der Ruhe und Erholung – Möglichkeiten, sich selbst „zu erden“ und wiederzufinden, vom Alltag Abstand zu nehmen.

Darüber hinaus begeistert die Küste ihre Besucher seit Jahren mit einem beispiellosen Facettenreichtum. In den kalten Wintermonaten eignen sich besonders die niederländischen Küstenstädtchen Scheveningen und Westvoorne als Reiseziel.
Winter in Den Haag: Stadt am Strand
Den Haag ist eine der bemerkenswertesten Städte der Niederlande. Nicht nur, weil sich hier der Regierungssitz befindet, sondern auch wegen der zahlreichen Baudenkmäler, historischen Viertel und der fantastischen Küstenlage. Ein unvergessliches Erlebnis ist der Strand von Scheveningen, der bekannteste Badeort an der holländischen Küste. Auch im Winter hat Scheveningen seinen Reiz, dann geht es zum „Verwehen“ an den Strand und zum Amüsieren ins Casino. Wenn es so richtig stürmt, und sich so mancher einem guten Buch aufs Sofa verziehen möchte, dann will ein Holländer am liebsten an den Strand, zum „lekker uitwaaien“. „Uitwaaien“ heißt frei übersetzt: sich einfach mal so richtig den Kopf durchpusten lassen. Doch das Schönste an einem derartigen Strandspaziergang ist das anschließende Aufwärmen. Dies können Besucher entweder in einem der Strandlokale oder Restaurants im Scheveninger Hafen.

Versteckt in den Dünen von Scheveningen liegt das für seine Skulpturensammlung bekannte Museum „Beelden aan Zee – Skulpturen am Meer“. Einige der berühmten Märchenfiguren stehen direkt am Boulevard und können kostenlos besichtigt werden. Noch mehr Kultur finden Besucher in der Stadt Den Haag, zu der Scheveningen gehört.

Zum ersten Mal findet in diesem Jahr in Den Haag ein Weihnachtsmarkt statt – der königliche Weihnachtsmarkt. Dieser stimmt Besucher mit trauten Weihnachtsliedern und funkelnden Lichtern vom 17. bis 21. Dezember auf die bevorstehenden Feiertage ein. Der Weihnachtsmarkt trägt das Thema „Königlich und International“, passend zum 200 jährigen Bestehen des Königreichs. Für Kulturbegeisterte gibt es in der Stadt Den Haag zahlreiche Museen. Das Gemeentemuseum beispielsweise zeigt noch bis März 2015 eine Sonderausstellung zum Thema „Romantische Mode“. Bei der Ausstellung erscheint die Mode aus dem 19. Jahrhundert in vollem Glanze.

Tipps zum Frischluft schnuppern am Strand von Westvoorne
Westvoorne (Provinz Südholland) ist auch in der kalten Jahreszeit ein guter Ort, um Kraft zu tanken und sich zu erholen. Um sich vom Alltagstress zu erholen, nutzen viele Gäste die vielfältigen Wellnessmöglichkeiten, oder entspannen sich bei einem Winter-Wattspaziergang mit anschließendem heißem Getränk in einem gemütlichen Strandcafé. Teilweise sind die Strandpavillons nämlich ganzjährig geöffnet.

Westvoorne gilt als das grünste und authentischste Reiseziel an der niederländischen Küste. Natürlicher und nachhaltiger Tourismus werden in dem Küstenort groß geschrieben und neben Meer und Stränden gibt es als eine Besonderheit die geschützten Natura 2000-Gebiete: Die Dünen von Voorne werden zu den schönsten Naturgebieten Europas gerechnet. In der weitläufigen Natur finden Besucher vielfältige Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung und für einen Aktivurlaub. Somit ist der Ort ideal für Entspannung und Sport. Während die Eltern die frische und kühle Meeresluft genießen, können sich die Kinder auf den Naturspielplätzen in den Dünen austoben.

Aber der Küstenort hat im Winter noch mehr zu bieten: In der Gemeinde Westvoorne und ihren Teilgemeinden werden in den kalten Wintermonaten zahlreiche Veranstaltungen organisiert. Zum Beispiel ein kaltes Bad zum Neujahrsstart: Die Niederländer feiern Neujahr mit einer etwas ungewöhnlichen Tradition: mit einem Neujahrstauchgang. Im südholländischen Rockanje, einer Teilgemeinde von Westvoorne, können Besucher und Einheimische in einen See oder gar ins Meer springen – wie an über 60 Orten in den Niederlanden. –Der Neujahrstauchgang ist kalt, erfrischend und der perfekte Start für ein neues Jahr. Dieses Spektakel ist für Besucher als Betrachter auch vom Ufer aus beeindruckend. Übrigens: der breite Strand von Rockanje lädt ganzjährig auch zum Drachen steigen lassen, Reiten, Joggen und Ballspielen ein.

Darüber hinaus findet am 8. Februar 2015 die sogenannte „Snertwandeling“ statt. Die zweistündige Wanderung durch die Dünenlandschaft von Oostvoorne endet traditionell mit einer original holländischen Erbsensuppe in einem der Restaurants. Wer gerne in den Dünen oder am Strand entlang wandern möchte, kann sich aber auch an den anderen Tagen in einem der ganzjährig geöffneten Strandpavillons mit heißen Getränken und verschiedenen typischen Gerichten verwöhnen lassen.

Ein Strandrennen für Mountainbiker wird an der Küste von Rockanje am 22. Februar 2015 veranstaltet. Bereits zum 16. Mal treffen sich Radsportler, um dem Nordseestrand 40 Kilometer lang zu folgen. Die Kunst beim Strandrennen ist es, auf der harten Sandschicht an der Wasserlinie zu fahren. Je weicher der Untergrund ist, umso anstrengender wird es für die Fahrer. Die Veranstalter orientieren ihre Startzeiten an den Gezeiten, damit die Fahrer möglichst lange bei Ebbe radeln können.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.holland.com; www.vvvzeeland.nl; www.denhaag.nl; www.zuid-hollandse-eilanden.nl

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

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Rotterdam im Herbst: James Bond-Design und waghalsige Mode

James Bond - 50 Jahre lebende Legende. Bild: Danjaq, LLC & United Artists

James Bond – 50 Jahre lebende Legende. Bild: Danjaq, LLC & United Artists

Rotterdam Ist Viele Städte“ lautete das Motto, als die Metropole im Jahr 2001 Kulturhauptstadt Europas war. Für eine Reise nach Rotterdam, die zweitgrößte Stadt der Niederlande, gibt es viele gute Gründe: Die ausgesprochen lebendige Hafenstadt lässt Kultur-, Architektur- und Musikliebhaber auf ihre Kosten kommen. Aber auch moderne Kunst, Design und Mode sind Merkmale von Rotterdam. Im Herbst eröffnet die Stadt gleich zwei neue Ausstellungen zu diesen Themen: Die Blockbuster-Ausstellung „James Bond – 50 Jahre lebende Legende“ und die Mode-Ausstellung „Die Zukunft der Mode ist Jetzt“.

James Bond – 50 Jahre lebende Legende“

James Bond-Liebhaber sind im Zeitraum vom 12. Oktober 2014 bis zum 8. Februar 2015 in Rotterdam gut aufgehoben: Zum ersten Mal präsentiert die Kunsthal Rotterdam eine Sonderausstellung zur erfolgreichsten Filmserie der Welt. Die Ausstellung „Designing 007“ blickt auf 50 Jahre James Bond zurück und ermöglicht Besucher, den Spuren des wohl berühmtesten Geheimagenten zu folgen.

Das Phänomen James Bond lässt bis heute Millionen in die Kinos strömen. Seit mehreren Jahrzehnten stellt sich der britische Geheimagent erfolgreich die Aufgabe, die Welt vor international agierenden Bösewichten zu retten. Rasante Fahrzeuge, schöne Frauen und geniale Erfindungen sind ständige Begleiter auf seinen Missionen, immer einen Hauch Luxus und Glamour versprühend.

Über 500 Gadgets, Kostüme, ikonische Autos, grafische Entwürfe und Requisiten versprechen zusammen mit vielen Filmfragmenten ein unvergleichliches multimediales Erlebnis von fünfzig Jahren James Bond-Filmgeschichte. Die Original Exponate überraschen die Besucher mit nie gesehenen Einblicke in die Welt von 007. Sämtliche Filme von 1962 bis heute – von „Dr. No“ bis „Skyfall“ werden bei der Sonderausstellung über Bond als Marke gezeigt.

Kunsthal Rotterdam

Kunsthal Rotterdam ist ein vom Rotterdamer Stararchitekten Rem Koolhaas erbautes, beeindruckendes Ausstellungsgebäude. Jedes Jahr lockt die Kunsthal mit vielfältigen Themen für ein breites Publikum, wie Fotografie, vergessene Kulturen und Design. Die Kunsthal ist zudem für große Wechselausstellungen international tonangebender Künstler bekannt.


Weitere Informationen unter:
www.kunsthal.de

Mode von morgen: „Die Zukunft der Mode ist Jetzt“

Eine weitere interessante Ausstellung, für die es sich lohnt nach Rotterdam zu reisen, erleben die Besucher vom 11. Oktober 2014 bis zum 18. Januar 2015. Im Museum Boijmans Van Beuningen werden Fashion-Liebhaber die Entwürfe der neuesten Modedesigner-Generation wie Viktor & Rolf (Niederlande), Christophe Coppens (Belgien), Hussein Chalayan (Zypern) und Rejina Pyo (Korea) unter dem Namen „Die Zukunft der Mode ist Jetzt“ zu Gesicht bekommen.

Bei dieser Sonderausstellung nehmen die Designer, die im Grenzbereich von Mode und Kunst entwerfen, die Besucher mit auf eine Reise durch innovative Modewelten. Welchen Stellenwert Kleidung in der Gesellschaft von morgen haben wird, darüber denken nicht nur Modedesigner nach, sondern immer häufiger auch Ingenieure und Künstler. Daher basieren die Themen der Designer auf Nachhaltigkeit, futuristischer Technologie und der gesellschaftlichen Bedeutung von Kleidung.

Neben einzigartigen Kleidungsstücken und Projekten von über 50 internationalen Designern besteht die Ausstellung auch aus Videos und Installationen. Darüber hinaus organisiert das Museum verschiedene Aktivitäten, wie ein Symposium, Workshops und Lesungen.

Insgesamt zeigen sechs der Designer ihre neuen Kollektionen, die exklusiv für diese Sonderausstellung anfertigt worden sind.

Museum Boijmans Van Beuningen

Das Museum Boijmans Van Beuningen zählt zu den ältesten Museen der Niederlande und ist besonders für seine prächtigen Sammlungen aus den Bereichen bildende Kunst, angewandte Kunst und Design berühmt. Zudem gilt das Museum als Plattform für junge Design-Talente nationaler und internationaler Herkunft, denn das Museum unterstützt eine Vielzahl von Sonderausstellungen mit Schwerpunkt Design.

Weitere Informationen: www.boijmans.nl www.futureoffashion.nl (auf Englisch); www.rotterdam.info; www.holland.com

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Rezept: Zeeländische Muscheln „Klassische Art“

Zeeländische Miesmuscheln. Bild: Niederländisches Muschelbüro

Zeeländische Miesmuscheln. Bild: Niederländisches Muschelbüro

Wer keine Zeit hat, die Muschelzeit in Zeeland direkt oder bei der ersten Holländischen Muschelwoche in Nordrhein-Westfalen zu erleben, für den gibt es hier das Rezept „Zeeländische Muscheln ‚Klassische Art'“ zum selber Zubereiten:

Rezept für 4 Personen / Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

Zutaten

4 kg Miesmuscheln

2 Stangen Porree

2 Zwiebeln

ein paar Zweige Schnittsellerie

2 Lorbeerblätter

1 Glas trockener Weißwein, Wasser oder Bier

Zubereitung

  1. Spülen Sie die Miesmuscheln gut ab. Überprüfen Sie, ob sich eventuell beschädigte Miesmuscheln unter ihnen befinden und entfernen Sie diese.

  2. Schneiden Sie den Porree und die Zwiebeln in dünne Ringe. Zerkleinern Sie die Schnittsellerieblättchen grob. Geben Sie diese mit dem Gemüse, den Lorbeerblättern und dem Wein in einen großen Topf.

  3. Füllen Sie den Topf zu drei Vierteln mit Muscheln, streuen Sie etwas Pfeffer darüber und bringen Sie das Ganze bei geschlossenem Deckel auf hoher Flamme zum Kochen. Die Kochfeuchtigkeit drückt den Deckel hoch, sobald die Miesmuscheln kochen.

  4. Nehmen Sie den Deckel ab, sodass die Feuchtigkeit entweicht. Schütteln Sie die Miesmuscheln oder rühren Sie sie um. Legen Sie den Deckel wieder auf den Topf und lassen Sie die Feuchtigkeit den Deckel auf dieselbe Art und Weise noch zwei Mal hoch drücken.

  5. Die Miesmuscheln sind gar, sie können direkt serviert werden!

Tipps

Lecker mit Pommes Frites oder Brot und Remouladensauce!

Remouladensauce: Vermischen Sie 4 EL Mayonnaise mit 1 feingeschnittenen, hart gekochten Ei, 2 Essiggurken, 1 EL Kapern, 1 feingeschnittener Petersilienzweig, 1 feingeschnittener Estragonzweig und einem TL Senf.

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Das kulinarische Juwel aus dem Meer: Herbstzeit ist Muschelzeit in Zeeland

Strand in Zeeland im Herbst. Bild: VVV Zeeland

Strand in Zeeland im Herbst. Bild: VVV Zeeland

Die holländischen Miesmuscheln gelten zu Recht als „schwarzes Gold“. Sie sind ein natürliches Produkt, nahrhaft und vor allem eins: lecker! Vor der Küste der Provinz Zeeland wird das kulinarische Juwel schon seit rund 150 Jahren vom Spätsommer bis in den April gefangen. Restaurants in ganz Zeeland feiern die Muschelzeit im Herbst und Winter mit besonderen Aktionen, kleine Fischerorte veranstalten Muscheltouren und auch in Deutschland erfreuen sich die „echte Zeeuwse mosselen“ – die echten zeeländischen Miesmuscheln – immer größerer Beliebtheit.

Sternerestaurants und Strandpavillons

57 Millionen Kilo Miesmuscheln produzieren die Niederlande jedes Jahr und exportieren sie nach Belgien, Frankreich und Deutschland. Der Geschmack der frischen, salzigen Köstlichkeit kommt jedoch nirgends besser zur Geltung als in der Gegend, aus der sie stammen: der wasserreichen, naturbelassenen Provinz Zeeland im Süden des Landes.

Die Region erfreut sich der meisten Sonnenstunden des Landes, der längsten Küstenlinie und der größten Anzahl Sternerestaurants. Ob Wein, Strandflieder, Hummer oder Muscheln – die Provinz ist ein kulinarisches Paradies, auch im Herbst und Winter. Sieben Restaurants dürfen mit dem Michelinstern werben: Spetters, De Kromme Watergang, Inter Scaldes, La Trinité, Pure C, ’t Vlasbloemken und Katseveer. Einige davon, insbesondere in den Muscheldörfern Yerseke und Philippine, sind spezialisiert auf Miesmuscheln. Auch in den Strandpavillons können Urlauber einen dampfenden Topf zeeländischer Muscheln nach klassischem Rezept genießen, tief die frische Meeresluft einatmen und das Gesicht in die wärmende Herbstsonne halten.

Nachhaltig aus dem Meer auf den Teller

Die niederländischen Zuchtgebiete in der Oosterschelde und im Wattenmeer sind zusammen rund 6.000 Hektar groß. In der geschützten Oosterschelde in Zeeland sind die Erträge jedoch konstanter als im Watt. Auf Miesmuschelparzellen im offenen Meerwasser wachsen die Muscheln hier in anderthalb bis zwei Jahren von der Miesmuschelsaat zur Halbwuchsmiesmuschel und schließlich zur sogennanten Konsummiesmuschel heran. Zwischendurch werden sie immer wieder umgesetzt, um mehr Platz zum Wachsen zu haben und nicht von Seesternen oder Krabben weggefangen zu werden.

Zeeland und der Muschelfang sind fest miteinander verbunden. Viele Menschen leben seit Generationen vom schwarzen Gold aus den zeeländischen Gewässern. Darum wissen sie, wie wichtig Nachhaltigkeit in der Fischerei ist. So wird die Miesmuschelzuchtfischerei auf natürlichen Banken immer weiter abgebaut, damit wieder natürliche Miesmuschelbänke und Seegrasfelder entstehen können.

Die Muschelkutter bringen ihren frischen Fang stets direkt zur Miesmuschelauktion in Yerseke. Hier werden den Ladungen Stichproben entnommen, damit Schalengröße und Fleischgewicht der Tiere festgestellt werden können. Außerdem wird geprüft, wie viel Beifang die Ladung enthält. Versorgt mit diesen Einschätzungen der Fachleute, können zeeländische Muschelrestaurants in der Umgebung schließlich Muscheln von höchster Qualität einkaufen. Auf den Tellern der Urlauber sind sie dann nicht nur frisch gefangen und lecker, sondern auch gesund: Die zeeländische Köstlichkeit enthält viel Eiweiß und wenig Fett, außerdem ist sie reich an Mineralen, Kalk, Phosphor und Vitaminen.

Muscheldörfer feiern im Herbst den Fang

Im Örtchen Bruinisse hat die Muschelflotte der Region Schouwen-Duiveland ihren Heimathafen. Jede Woche fahren die Kutter von hier in die Oosterschelde, die durch die aufwendigen Deltawerke von der Nordsee getrennt und vor Stürmen geschützt ist. Wer einmal hinter die Kulissen des Muschelfangs schauen möchte, kann auf der anderen Seite der Oosterschelde vom Muscheldorf Yerseke aus eine Bootstour hinaus zu den Muschelkulturen machen. Das örtliche Tourismusbüro (VVV Yerseke, Kerkplein 1, Tel. 0031-113571864) bietet am 21. und 28. Oktober sowie 11. November für fünf Euro pro Person zudem Führungen zu Muschelbetrieben an. Die Teilnehmer erfahren bei der zweistündigen Tour alles über die Bedeutung der Miesmuscheln für Zeeland, ihre Zucht und Weiterverarbeitung. Der kundige Führer macht dabei auch einen Abstecher zu einem Austernzüchter – Verkostung inklusive.

Mit dem Fahrrad kann Zeeland auf eigene Faust erkundet werden. Von Yerseke aus führt eine 53 Kilometer lange Radroute durch Süd-Beveland, die auch am Oosterschelde Museum vorbeiläuft. Entlang einer 39 Kilometer langen Muschelroute durch Zeeuws-Vlaanderen lernen Urlauber, wie die Muschelindustrie nachhaltig im Einklang mit der kostbaren Natur Zeelands arbeitet. Mal hat man dabei freien Blick auf den Schiffsverkehr auf der Westerschelde, mal radelt man durch ehemalige Fischereiorte wie Philippine. Wer hier besonders wachsam ist entdeckt neben den zahlreichen Muschelrestaurants auch fotogene Muschelskulpturen.

1. Holländische Muschelwoche 20.-26.10.2014

Gemeinsam mit dem Niederländischen Muschelbüro und dem VVV Zeeland veranstaltet das Niederländische Büro für Tourismus & Convention vom 20. bis zum 26. Oktober 2014 die erste Holländische Muschelwoche in Deutschland. Besonders in den großen Städten in Nordrhein-Westfalen, u.a. Köln und Düsseldorf, sollten Muschelfreunde die Augen offen halten: In den Fußgängerzonen finden Kostproben mit echten zeeländischen Miesmuscheln statt. Auf der Eat & Style Messe in Köln vom 24. bis 26. Oktober sind die drei Partner ebenfalls mit einem Stand vertreten und freuen sich über Besucher.

 

Weitere Informationen:

www.mosselen.nl; www.vvvzeeland.de; www.holland.com

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

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Badeorte Domburg und Cadzand: Wasser mit heilsamer Wirkung

Die zeeländischen Badeorte Domburg und Cadzand verfügen über sogenanntes Heilwasser. Das hat eine wissenschaftliche Forschung der Medizinerin Janka Zálesáková bewiesen. Zálesáková ist eine Spezialistin im Bereich der heilsamen Wirkung von Wasser, Land und Umgebung. Insbesondere Cadzand ist wegen der einzigartigen Lage im Naturgebiet Het Zwin für den international anerkannten Titel „Heilbad“ prädestiniert.

Als ältester Badeort an der Küste Walcherens profiliert sich Domburg hingegen vor allem als mondäner Badeort mit einer reichen Vergangenheit. Am Ende des 19. Jahrhunderts kamen unter anderem Könige, Zaren und Prinzessinnen hierher, um durch den weltberühmten Physiotherapeuten Johann Georg Metzger behandelt zu werden. Der Europäische Heilbäderverband (EHV) hat im März 2014 entschieden, das Qualitätssiegel „Heilbad“ an Cadzand und Domburg zu vergeben. Vorher besaß nur das grenznahe Nieuweschans in Groningen als erster niederländischer Ort die offizielle Bezeichnung „Heilbad“.

Weitere Informationen: www.vvvzeeland.nl, www.holland.com

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention

Hotels in Cadzand und Domburg

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Landschaftskunst in Flevoland: Tagestour entlang internationaler Werke

Die niederländische Provinz Flevoland entstand 1986 durch großflächige Einpolderungsmaßnahmen und wurde zum größten Teil auf dem Reißbrett entworfen. Sie ist die jüngste Provinz der Niederlande und iegt bis zu fünf Meter unterm Meeresspiegel. Diese Besonderheit veranlasste verschiedene internationale Künstler dazu, sich von der Umgebung inspirieren zu lassen und mit Kunstobjekten zu gestalten. Mitten in der Landschaft trifft man im Rahmen von „Land Art“ auf voluminöse Skulpturen und Gebäude, die dem Besucher einen anderen Blick auf die Provinz ermöglichen. Entland der „Land Art-Route Flevoland“ können alle Objekte an einem Tag besucht werden.

Den Anfang macht der „Polderland Garden of Love and Fire” von Daniel Libeskind – ein Landschaftsobjekt aus drei sich kreuzenden Kanälen, einem Kiesweg und einer labyrinthischen Skulptur. Weiter geht es zur „Grünen Kathedrale“ (Niederländisch: Groene Kathedraal) von Marinus Boezem. Sie besteht aus 178 Pappeln, die den Grundriss einer Kathedrale darstellen. Das wohl berühmteste Land Art-Werk in Flevoland ist das „Sea Level“ von Richard Serra: Zwei Betonmauer auf einem Hügel, die die stetige Verbindung der dortigen Bevölkerung zum Wasser thematisieren. Insgesamt umfasst die Route sechs Werke. Sie ändert sich aber stetig, denn immer wieder entstehen neue Kunstwerke in der ganzen Provinz – und manchmal sind sie gar nicht so leicht zu entdecken.

Weitere Informationen: www.auchflevoland.de; www.holland.com

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention

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Festival „China Light Utrecht” erleuchtet den Herbst: Lichtkunst in botanischen Gärten der holländischen Domstadt

Dutzende chinesische Künstler verwandeln die botanischen Gärten der Domstadt Utrecht vom 21. November 2014 bis 4. Januar 2015 in ein leuchtendes Kunstparadies. Illuminierte Skulpturen bringen Licht, Farbe und chinesische Kultur in die dunklen Herbst- und Wintertage. So schlängelt sich beispielsweise ein großer Drache durch den Teich der Gärten, Frösche sitzen auf Seerosenblättern und Kois tummeln sich im Wasser. In den Büschen und Bäumen verstecken sich Pandabären, Pelikane und ein lebensgroßes Nashorn.

Die Entstehung des chinesischen Lichterfestivals ist nicht ganz klar. Seit Jahrhunderten werden am 15. Tag des ersten Monats im chinesischen Kalender Laternen und Lampions zum Leuchten gebracht. Traditionsgemäß werden die Götter so um eine ertragreiche Ernte gebeten und der Himmelsgott Taiya wohlwollend gestimmt. Andere Erzählungen wiederum berichten von einem Gott, der die Erde in Brand setzen wollte, um die Menschheit zu bestrafen. Der Legende nach hatte ein weiser Mann daraufhin den Einfall, Fackeln, Laternen und Feuerwerk zu entzünden und den Gott so zu täuschen: eine augenscheinlich bereits brennende Erde musste nicht zusätzlich bestraft werden. Bis heute feiert die chinesische Kultur das Lichterfestival, in dessen Genuss diesen Herbst und Winter auch die Besucher Utrechts kommen.

„China Light Utrecht” ist vom 21. November 2014 bis 4. Januar 2015 täglich von 18 bis 21.30 Uhr geöffnet, und nur am 31. Dezember 2014 ganztägig geschlossen. Eintrittskarten können ab Mitte September auf der Webseite des Veranstalters www.chinalightutrecht.nl gekauft werden.

Weitere Informationen zu Utrecht: www.visit-utrecht.com; www.holland.com
http://www.villamondriaan.nl

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention

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„Space-Monat“ im Raumfahrtmuseum Noordwijk: Niederländischer Astronaut André Kuipers eröffnet Themenmonat

Im Museum Space Expo im niederländischen Küstenort Noordwijk können Familien auf lebhafte Weise den Weltraum erkunden. Das ganze Jahr über wird der Weltraum in einer Ausstellung erlebbar gemacht: Kinder können den simulierten Start einer Rakete miterleben und die sowjetische Original-Landekapsel für die bemannte Raumfahrt erkunden. Der Oktober ist „Space-Monat“ und so finden zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Raumfahrt statt – die meisten davon sind kostenlos.

Am 3. Oktober eröffnet der niederländische Raumfahrer André Kuipers den Themenmonat – mit seinen Handabdrücken auf dem Boulevard. Auch die Handabdrücke des ersten niederländischen Raumfahrers, Lodewijk van den Berg, werden feierlich enthüllt. Schon im vergangenen Jahr eröffnete sein Kollege Wubbo Ockels den „Walk of Space“ in Noordwijk mit einem Fußabdruck. Auf dem Space Markt finden am Tag darauf von 11 bis 17 Uhr zahlreiche Raumfahrt-Aktivitäten für Jung und Alt statt – auch Darth Vader, Prinzessin Leia, Luke Skywalker und andere Star Wars-Figuren sind vor Ort. Da das Museum gleichzeitig eingebunden ist bei ESA ESTEC, dem technischen Herz der Europäischen Raumfahrt, öffnet dieses am 5. Oktober seine Türen: Labore können besichtigt werden und Astronauten erzählen von ihrer Zeit im Weltall. Bis zum Ende des Monats erhalten Kinder in dem Museum Antworten auf Fragen wie: „Was ist das schwarze Loch?“ und „Wieviel wiegt man auf dem Mars?“.

Weitere Informationen: www.noordwijk.info; www.holland.com

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention

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Rohkostfestival in Rotterdam: Sterneköche bitten zu Tisch

Mit dem Rohkostfestival richtet Rotterdam den Blick am 4. und 5. Oktober auf die kulinarische Vielfalt: Nach dem großen Erfolg während des World Food Festivals im vergangenen Jahr soll die Veranstaltung nun jährlich stattfinden. Rund 20 Chefköche der niederländischen Hafenstadt bereiten während des Events vor den Augen des Publikums ihre erstklassigen Gerichte zu, bei denen Improvisation einen nicht unbedeutenden Teil der Kochkunst einnimmt. Zu Gast sind jeweils zehn Köche an beiden Tagen und zahlreiche Akteure aus der Gastronomie. Unter ihnen ist auch Chefkoch Gert Blom, der für das Restaurant Amarone in Rotterdam bereits einen Michelinstern erkochte.

Kaffeeröster, Winzer und Braumeister: In „Behind the kitchen“ schauen Besucher den Profis beim Rohkostfestival über die Schulter und lernen in Verkostungen und Workshops mehr über deren Alltag mit Lebensmitteln. Wissenschaftler und Philosophen referieren zudem über den Wandel der Gastronomie und verraten mitunter, ob biologische Lebensmittel gesünder sind und ob sich die lokale Lebensmittel-Produktion in der globalisierten Welt halten kann. Neu in diesem Jahr ist das begleitende Festivalprogramm mit Lesungen, Workshops und kulinarischen Kostproben. Nach Akustiksets und klassischen Konzerten beenden die Herren von „Biergarten Soundsystem“ und Soundkünstler Jeff Solo das zweitätige Festival mit einem ausgefallenen Auftritt.

Weitere Informationen: www.holland.com; www.rauwkost.eu (Niederländisch); www.rotterdam.info

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention

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Neuer Landal Waterpark in Friesland: Ferienhäuser mit eigenem Anlegesteg

Im Herzen Frieslands, umgeben von Naturlandschaften und Seen, liegt der Ferienpark Landal Waterpark Sneekermeer. Auf sieben Hektar Parkfläche befinden sich 68 frei stehende Ferienhäuser direkt am Ufer des Sneekermeers. Die 75 bis 140 Quadratmeter großen Unterkünfte bieten auf zwei Etagen genügend Raum für zwei bis acht Personen. Seit Juni können Gäste neue Unterkünfte für bis zu sechs Personen buchen. Wohn- und Schlafbereich verteilen sich auf zwei Etagen. Ein Highlight: Die Terrasse hat einen privaten Anlegesteg. So können Hobbykapitäne ihr Boot direkt am Haus vor Anker gehen lassen und Angelfreunde (mit Angelschein) am Haus ihre Rute auswerfen. Zudem wurde im Park eine handbetriebene Ziehbrücke angelegt, so dass Ferienpark-Gäste das Sneekermeer vom Park aus erreichen können. Im Dorfhafen, der etwa 100 Meter vom Park entfernt ist, können Gäste ihr eigenes Boot zu Wasser lassen oder bei einem Bootsvermieter in der Umgebung ein Boot mieten.

Die wasserreiche Provinz Friesland eignet sich optimal für Freizeitaktivitäten wie Schwimmen, Segeln, Surfen, Rudern sowie Kanu und Motorboot fahren. Auch wer einfach nur entspannt am Strand entlang spazieren möchte, ist hier im Norden Hollands genau richtig. Die friesischen Dörfer Terherne und Sneek liegen nicht weit vom neuen Landal Waterpark entfernet: hier finden Besucher alte Handwerkskunst, historische Stadtkerne sowie malerische Gassen und Kanäle. Sneek gehört zudem zu den elf Städten der berühmten friesischen Elfstädtetour, einer Rundroute auf Frieslands Kanälen. Traditionell wird die Route im Winter auf Schlittschuhen abgefahren, aber im Herbst kann sie auch per Boot, Rad oder zu Fuß bewältigt werden.

Weitere Informationen: www.landal.de/kueste; www.frieslanderleben.nl; www.holland.com

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention



www.landal.de

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